HI.
hoffe mal das richtige Brett erwischt zu haben!
Ist die Umwandlung einer 1-Person.Gesellschaft in eine Limited zu empfehelen? Wird es von den Finanzämtern problermlos anerkannt, wie schaut der Bürokratische Aufwand aus? Vorteile gibt es durch die günstigen Gründungskosten, welche Nachteile entstehen?
Bin für jeden Tip dankbar.
was willst Du mit einer LTD bewirken? Geht es Dir darum die evtl. Haftung zu beschränken, somit ist es erstmal eine günstigere Lösung zur GmbH mit einem Stammkapital von € 25000
Die laufenden kosten einer LTD sind aber nicht zu unterschätzen. Frag mal deinen Steuerberater oder Google mal.
Wenn das nicht der Fall ist (welches Richtung geht deine Selbständigkeit?) was gibt es sonst für Gründe dafür?
Ist die Umwandlung einer 1-Person.Gesellschaft in eine Limited
zu empfehlen?
nein. Auch nicht der eines Einzelunternehmens in eine GmbH oder in eine GmbH & Co KG oder sonst irgendwas.
Sachgründungen in dieser Situation sind in der Regel Makulatur. Und ich hab noch keine einzige (echt! keine einzige!) Einpersonen-GmbH in der Hand gehabt, deren Gesellschafter kapiert hätte, dass das Geld der GmbH nicht seines ist. Nenns Ltd oder nenn es GmbH: Ein Einzelunternehmen, das in eine Kapitalgesellschaft „umgewandelt“ wird, produziert nachher verdeckte Gewinnausschüttungen am laufenden Meter. Das bedeutet, dass im Hintergrund immer völlig uneinschätzbare Steuerrisiken mitlaufen.
Die Vorteile in der Kante Ertragsteuern sind bei einem „normalen“ Einzelunternehmerformat viel kleiner als der zusätzliche Aufwand für Buchhaltung, Abschluss, ggf. Prüfung, Steuern.
Wenn Du sagst, welche Motive es im einzelnen, konkreten Fall für die Gründung einer Kapitalgesellschaft gibt, finden wir vielleicht einen sinnvollen Weg.
Laut Aussage einer IHK-Existenzgründungsseminar-Leiterin kannst du die LTD vergessen.
-Du mußt die doppelte Buchführung machen
-Du mußt in England ein Konto haben
-Du mußt einen Firmensitz in England haben (oder Postadresse und jemanden, der dir die Post nach Deutschland schickt)
-Du mußt in England auch Steuern bezahlen
-Du mußt auch für’s englische Finanzamt eine Steuererklärung machen
-Wenn du mal einen Kredit brauchst, sagt dir deine deutsche Bank gerne mal die englische Antwort „F*** You“
sagt dir deine deutsche
Bank gerne mal die englische Antwort „F*** You“
Einspruch! So s-türzt man doch nech übern Jungferns-tiech!
Die angemessene Antwort heißt in diesem Fall „Don’t bother us…“ oder auch, in memoriam Dr. Hook / Sylvia’s Mother: „Thank you for callin’, and Sir, won’t you call back again!“
Die angemessene Antwort heißt in diesem Fall „Don’t bother
us…“ oder auch, in memoriam Dr. Hook / Sylvia’s Mother:
„Thank you for callin’, and Sir, won’t you call back again!“
Hi Martin,
Ok, deine Ausdrucksweise ist korrekter, aber sinngemäß meinen wir das Selbe (oder war’s das Gleiche?)
Nach Aussage meines Steuerberaters sind die Kosten einer LTD bei ca 700€ im Jahr. Wenn die Geschäftstätigkeit in England gleich null ist muss dort auch keine Steuern gezahlt werden. Er meint man solle über einen LTD Verwalter gehen der verlangt diese 700€ im Jahr und dann habe man dort einen Firmensitz, ein Bankkonto etc und einen Verwalter.
Welche laufenden Kosten meint ihr?
Nach Aussage meines Steuerbertares sei eine Ltd Gründung ein „Kinderspiel“ und eine echte Alternative zur GmbH
Wenn ich mir so die Prospekte der LTD anbieter durchlese siehts ähnlich aus…
Hi,
es geht um ein Einzelhandelsgeschäft das seit 17 Jahren besteht, entsprechend wurde wenig in die Rentenkasse eingezahlt. Die einzige Altersvorsorge besteht aus Angespartem, Lebensversicherungen und Aktienfonds, die bei einer Insolvenz futsch wären. Um dieser vor zu beugen wird mit dem Gedanken gespielt eine Ltd, bzw. eine GmbH zu gründen. Es geht nur darum bei einer drohenden Insolvenz Privatvermögen und Altersvorsorge zu schützen. Kreditaufnahme ist uninteressant, es geht nur darum, das, für das man sein Leben lang gearbeitet hatte, nämlich den persönlichen Notgroschen für die Altersvorsorge zu schützen!
mfg
Johanna-Leonie
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich kann Dir nur raten, dich mindestens von 2-3 unabhängigen Spezialisten (z.B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, etc.) beraten zu lassen bevor du dein Problem angehst.
Du musst unterscheiden zischen Privat-und Geschäftsinsolvenz und welche Schulden wo und in welchem Zeitraum zugerechnet werden. Das ist ein sehr kompliziertes und komplexes Thema.
Bei dem Gesetzesdickicht in der BRD kann ein kleiner Fehler am Ende großes bewirken.
in einem so gut eingefahrenen Handelsgeschäft kann man sehr frühzeitig sehen, wenn es abwärts geht. Es geht in diesem Moment darum, das Geschäft planmäßig „in den Ruhestand“ zu bringen - die Option, die rechtzeitig „ausgegründete“ Kapitalgesellschaft mit Haftungsbeschränkung schlicht gegen die Wand zu fahren, ist keineswegs die einzige.
Voraussetzung ist freilich eine zeitnahe Erfassung und Auswertung der laufenden Vorgänge. Dazu gehört u.a. eine saubere Buchung monatlicher Abgrenzungen, beim Handelsunternehmen vor allem eine Verfolgung der rechnerischen Warenbestände (um nicht bei der Inventur das blaue Wunder zu erleben), ordentliche monatliche Verbuchung kalkulatorischer AfA, monatlicher Aufbau von Personalaufwendungen wie „Weihnachtsgeld“, auch Boni, Prämien etc., die im Folgejahr vom Jahresergebnis abhängig fällig werden. Wertberichtigungen monatlich oder per Quartal fortschreiben, öfter mal das Thema Rückstellungen in die Hand nehmen (das HGB ist nicht bloß da, um die Leute zu ärgern - betreffend Darstellung von Risiken sind deutsche Bilanzen ungefähr die besten der Welt, falls man sie ordentlich bucht…).
Das schöne an dieser Vorgehensweise ist, dass man dabei bereits vor der Krise wahrscheinlich Möglichkeiten identifizieren kann, wie man an der Krise vorbeikommt - etwa mit Beschränkung des Geschäftes auf einzelne, rentable Bereiche und Stillegung der anderen, die durch diese quersubventioniert werden usw.
Vor ungefähr einer Generation hat Hugo Boss in Nürtingen auch nichts anderes gemacht - wie man dann später sehen konnte, mit einigem Erfolg.
Also eine Limited zu gründen, ist doch einfach DAS Beste! vorrausgesetzt,
Du eröffnest in London ein Geschäft
Dein Einmannunternehmen ist z.Zt. dermaßen in den miesen und Du möchtest versuchen Deinen A… zu retten
Du möchtest einen Erotikversand eröffnen und Deinen Klarnamen nicht direkt preisgeben
Du möchtst bei jedem Händler ausschließlich bar zahlen
Zitat Daniel
Nach Aussage meines Steuerbertares sei eine Ltd Gründung ein :„Kinderspiel“ und eine echte
Alternative zur GmbH
Meinen Steuerberater wird ich hochkant feuern, für so einen Geldgeilen Tipp!
Wenn ich mir so die Prospekte der LTD anbieter
durchlese siehts ähnlich aus…
Postwurfsendungen fliegen immer gleich in den Müll, dacht ich bis heut!
Und die seriösen Vermittler bieten sicherlich auch gleich noch Anlageberatung und Darlehen an, oder?
Bedenke eins, jeder Geschäftsmann kennt die Machenschaften/den Grund einer Ltd. in Deutschland, und wird genauso mit Dir Geschäfte abwickeln, nur noch gegen Bares! Du betreibst einen Einzelhandel? Dann solltest Du bereits jetzt Ware bunkern. Und wer sich das deutsche Rechtssystem anschaut, weiß auch, dass eine Ltd. nicht das allerheiligste ist!
ich habe keine Ahnung, aber davon viel. Nach dem Lesen der Artikel hier sei folgende Frage gestattet: angenommen, ich gründe eine LTD, die Firma führt nur Entrümpelungen durch. Also wenig Eigenkapital notwendig. Würde sich unter diesen Umständen eine LTD lohnen ? Irgend einen Zweck muss die Ltd. ja haben.
natürlich lohnt sich eine Ltd., jeder, der etwas anderes behauptet lügt… **eine Ltd. lohnt sich für:
diejenigen, die am Verkauf der Gründung beteiligt sind;
Steuerberater, die nun zwei Jahresabschlüsse verkaufen können;
Notare, die die Eintragungen abwickeln dürfen;
Rechtsanwälte, die sich auf englisches Recht teuer spezialisieren;
Berater, die Provisionen für die Vermittlung kassieren;
die Druckindustrie, die tolle 4-Farb-Broschüren herstellen darf;
Zeitungen, die immer neue Anzeigen veröffentlichen dürfen.**
Es gibt nur Einen, dem eine Ltd. absolut nichts nutzt und dass ist der Gründer, der wenig Geld hat und dem vorgegaukelt wird, dass eine Ltd. das Allheilmittel ist, um ohne Kapital viel nach Außen hin darzustellen, ohne auch nur für 100€ haften zu müssen.
Aber ansonsten ist Ltd. ein richtig tolles Geschäft… deshalb… ganz schnell ganz viele Ltd’s gründen, damit der Boom auch noch lange anhält und prächtig wächst und gedeiht.
Um es nochmals klarzustellen… die Rechtsform der Ltd. ist natürlich eine altbekannte und honorige Rechtsform nach englischem Recht.
Ins Absurde wurde diese Rechtsform umgekehrt, als nach Änderung des Schuldrechts windige Geschäftemacher damit begannen, diese Rechtsform als Geschäftsbasis für Mittellose zu propagierten und auf ein bereitwilliges Klientel stiessen.
Allzugerne wird damit geworben, dass Grosskonzerne Töchter in der Rechtsform einer Ltd. haben. Natürlich ist dem so, aber diese Töchter haben ein millionenschweres Stammkapital und sind keine 5€-Klitschen, die von Mittellosen gegründet wurden.
Inzwischen weiss selbst der Dümmste, dass hinter dem Gros der neu gegründeten Ltd’s Mittellose stehen oder windige Geschäftemacher, die nur den Betrug des Kunden zum Ziel haben.
natürlich lohnt sich eine Ltd., jeder, der etwas anderes
behauptet lügt… **eine Ltd. lohnt sich für:
diejenigen, die am Verkauf der Gründung beteiligt sind;
Steuerberater, die nun zwei Jahresabschlüsse verkaufen
können;
Notare, die die Eintragungen abwickeln dürfen;
Rechtsanwälte, die sich auf englisches Recht teuer
spezialisieren;
Berater, die Provisionen für die Vermittlung kassieren;
die Druckindustrie, die tolle 4-Farb-Broschüren herstellen
darf;
Zeitungen, die immer neue Anzeigen veröffentlichen
dürfen.**
Es gibt nur Einen, dem eine Ltd. absolut nichts nutzt und dass
ist der Gründer, der wenig Geld hat und dem vorgegaukelt wird,
dass eine Ltd. das Allheilmittel ist, um ohne Kapital viel
nach Außen hin darzustellen, ohne auch nur für 100€ haften zu
müssen.
Aber ansonsten ist Ltd. ein richtig tolles Geschäft…
deshalb… ganz schnell ganz viele Ltd’s gründen, damit der
Boom auch noch lange anhält und prächtig wächst und gedeiht.
Um es nochmals klarzustellen… die Rechtsform der Ltd. ist
natürlich eine altbekannte und honorige Rechtsform nach
englischem Recht.
Ins Absurde wurde diese Rechtsform umgekehrt, als nach
Änderung des Schuldrechts windige Geschäftemacher damit
begannen, diese Rechtsform als Geschäftsbasis für Mittellose
zu propagierten und auf ein bereitwilliges Klientel stiessen.
Allzugerne wird damit geworben, dass Grosskonzerne Töchter in
der Rechtsform einer Ltd. haben. Natürlich ist dem so, aber
diese Töchter haben ein millionenschweres Stammkapital und
sind keine 5€-Klitschen, die von Mittellosen gegründet wurden.
oder windigeInzwischen weiss selbst der Dümmste, dass hinter dem Gros der
neu gegründeten Ltd’s Mittellose stehen
Geschäftemacher, die nur den Betrug des Kunden zum Ziel haben.
MfG
BEBOUB
Hi,
@ BEBOUB,
das sehe ich anders, meine Frage bezog sich darauf, ob es sich lohnt diese Gesellschaftsform zu gründen! Von dieser Gesellschaftsform hatte ich so gut wie keine Ahnung und versuchte mich hier darüber zu informieren. Es geht nicht darum Kunden zu betrügen, es geht lediglich darum, wie man sein Privatvermögen schützen kann im Falle wenn die Geschäfte mal schlechter laufen! Es geht lediglich darum, das Privatvermögen von dem der Firma zu trennen.
bitte erläutern Sie welche Erwartungen Sie in den Begriff „lohnen“ setzen.
Der Gesetzgeber hat anhand verschiedener Urteile längst klargestellt, dass der Geschäftsführer einer unterkapitalisierten Ltd. in die Haftung genommen wird, wenn der Insolvenzfall eintritt.
Insofern schützt die Ltd. das Privatvermögen nicht… die Betriebsaufspaltung des kleinen Mannes funktioniert insoweit nicht mehr.
eingezahlt. Die einzige Altersvorsorge besteht aus
Angespartem, Lebensversicherungen und Aktienfonds, die bei
einer Insolvenz futsch wären. Um dieser vor zu beugen wird mit
dem Gedanken gespielt eine Ltd, bzw. eine GmbH zu gründen. Es
geht nur darum bei einer drohenden Insolvenz Privatvermögen
und Altersvorsorge zu schützen. Kreditaufnahme ist
uninteressant, es geht nur darum, das, für das man sein Leben
lang gearbeitet hatte, nämlich den persönlichen Notgroschen
wenn es um die Altersvorsorge geht, ändert eine Limited rein gar nichts. Dann lieber das Vermögen, das da ist, in einen Riester- oder Rürup-Vertrag bringen. Diese sind insolvenzfest.
Ganz nebenbei: Wenn ich mit einer Limited zu tun habe, ist meine erste Frage: „Wer ist denn hier in Insolvenz?“. Mir ist eigentlich keine Limited bekannt, bei der nicht Jemand, der zahlungsunfähig oder fast zahlungsunfähig ist, versucht hat, auf diese Weise weiter selbständig zu sein.