Gesetz zur Regelung von Arbeitszeiten

Hallo Wissende!

Gibt es ein Gesetz und wenn ja welches, in dem geschrieben steht wie hoch die Arbeitszeiten in der Woche oder im Monat sein dürfen? (Mit entsprechendem Freizeitausgleich)

Insbesondere für Branchen wie Gastronomie, Call-Center, etc.

Danke vielmals
s´engelmaennle

Glaube ich nicht…
Hallo auch,

Gibt es ein Gesetz und wenn ja welches, in dem geschrieben
steht wie hoch die Arbeitszeiten in der Woche oder im Monat
sein dürfen? (Mit entsprechendem Freizeitausgleich)

Es gibt diverse Regelungen (Gesetze im engeren Sinne sind es glaube ich meistens nicht), die festlegen wie lange z.B. LKW-Fahrer, Piloten und andere, deren Berufsausübung eine Gefahr für Dritte bedeuten könnte, arbeiten dürfen. Es gibt AFAIK (aber: IANAL) allerdings kein Gesetz, welches „per se“ eine maximale Arbeitszeit vorgibt. Etwas anderes ist es natürlich, wenn Du Dich in einem Tarifvertrag befindest, da dürfen teilweise haarsträubende Dinge geregelt werden.

Insbesondere für Branchen wie Gastronomie, Call-Center, etc.

Nun, diese weisen meistens weder einen Tarifvertrag noch Gefährdung dritter auf. Also glaube ich: Nein, keine Festlegung.

Grüße,

Anwar

Hallo.

Gibt es ein Gesetz und wenn ja welches, in dem geschrieben
steht wie hoch die Arbeitszeiten in der Woche oder im Monat
sein dürfen? (Mit entsprechendem Freizeitausgleich)

Ja, das gibt es. Das Arbeitszeitgesetz:
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbzg/index…
(Achtung http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbzg/zitier… beachten!)

Insbesondere für Branchen wie Gastronomie, Call-Center, etc.

Wichtig in dem ZUsammenhang könnte ein anzuwendender Tarifvertrag sein. Da lohnt sich dann ein Blick herein.

Gruß,
LeoLo

Hallo,

Gibt es ein Gesetz und wenn ja welches, in dem geschrieben
steht wie hoch die Arbeitszeiten in der Woche oder im Monat
sein dürfen? (Mit entsprechendem Freizeitausgleich)

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbzg/inhalt…

Gruß,
Christian

Armes Deutschland…
Hallo,

Gibt es ein Gesetz und wenn ja welches, in dem geschrieben
steht wie hoch die Arbeitszeiten in der Woche oder im Monat
sein dürfen? (Mit entsprechendem Freizeitausgleich)

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbzg/inhalt…

Tja, man lernt nie aus. Manchmal frage ich mich ob demnächst nicht auch die maximale Atemfrequenz im neuen Bundesluftschutzverordnungsblatt geregelt wird. :frowning:

Anwar

Hallo Anwar,
ich find’s vernünftig. Das sind immerhin 48 Stunden und Überstunden sind auch noch erlaubt. Wie lang sollen Deiner Meinung die Leute Arbeiten? Bis sie umfallen? Ohne das Gesetz wäre es wohl so, sonst würde es das nicht geben.
cu Rainer

Hallo Rainer,

ich find’s vernünftig.

Anscheinend finden’s ja die meisten vernünftig (so sollte es zumindest in einer Demokratie sein), ich möcht’ mich trotzdem drüber beklagen. :smile:

Das sind immerhin 48 Stunden und
Überstunden sind auch noch erlaubt.

Ja, das ist ‚ne ganze Menge. Ich würd‘ nicht so lange arbeiten wollen.

Wie lang sollen Deiner
Meinung die Leute Arbeiten? Bis sie umfallen? Ohne das Gesetz
wäre es wohl so, sonst würde es das nicht geben.

Siehst Du, da ist der Denkfehler (IMHO). Warum muss immer alles per Gesetz geregelt sein? Glaubst Du ernsthaft jemand kann noch qualitativ gute Arbeit leisten, wenn er jeden Tag 12 Stunden arbeitet? Und welches Interesse habe ich, als Arbeitgeber, so einen gestreßten Arbeitnehmer zu haben? Der bring doch mit ziemlicher Sicherheit nichts mehr auf die Reihe.
Andersrum: Welches Interesse sollte ich, als Arbeitnehmer, haben, bei einer solchen Firma einzusteigen?
Das Märchen vom bösen Kapitalisten ist mir schon zu oft erzählt worden.

Grüße,

Anwar

Hallo,

Siehst Du, da ist der Denkfehler (IMHO). Warum muss immer
alles per Gesetz geregelt sein? Glaubst Du ernsthaft jemand
kann noch qualitativ gute Arbeit leisten, wenn er jeden Tag 12
Stunden arbeitet? Und welches Interesse habe ich, als
Arbeitgeber, so einen gestreßten Arbeitnehmer zu haben? Der
bring doch mit ziemlicher Sicherheit nichts mehr auf die
Reihe.

Ach, so verschiedene Hilfsarbeiten hält man auch länger aus, wenn nur ein guter Antreiber da ist. Bei mehr Stunden kann dann ja der Stundenlohn sinken, ohne daß das Einkommen des AN sinkt.
OK, ich gebe zu, daß das auch so geht und gemacht wird. (Überstunden, die nicht durch die Bücher gehen.) Ohne das Gesetz wäre es aber vermutlich noch etwas ungünstiger für die AN.

Andersrum: Welches Interesse sollte ich, als Arbeitnehmer,
haben, bei einer solchen Firma einzusteigen?

Weil man keinen anderen Job gefunden hat z.B.?

Das Märchen vom bösen Kapitalisten ist mir schon zu oft
erzählt worden.

… Und mir wird hier dauernd erzählt, wie fürsorglich und uneigennützig die AG sind. … Wozu wurden dann nur die Gewerkschaften gegründet, wenn es doch gelogen ist, daß die Leute früher 12 - 16 Stunden gearbeitet haben? …

cu Rainer

Nur mal eine Idee
Hi!

Warum muss immer
alles per Gesetz geregelt sein? Glaubst Du ernsthaft jemand
kann noch qualitativ gute Arbeit leisten, wenn er jeden Tag 12
Stunden arbeitet? Und welches Interesse habe ich, als
Arbeitgeber, so einen gestreßten Arbeitnehmer zu haben?

Nur mal so als Anregung: Nicht jeder Job hat etwas mit Qualität zu tun!
Wenn jemand Kohle schaufelt (sorry wegen des Beispiels - aber meine Vergangenheit…), dann muss er das nicht mit einer hohen Qualität machen! Und dem Arbeitgeber ist es hier sogar unter Umständen egal, wenn dieser Arbeitnehmer gestresst ist! Es gibt (derzeit leider) genug Auswahl auf dem Markt!

LG
Guido

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Hallo mal wieder,

Ach, so verschiedene Hilfsarbeiten hält man auch länger aus,
wenn nur ein guter Antreiber da ist. Bei mehr Stunden kann
dann ja der Stundenlohn sinken, ohne daß das Einkommen des AN
sinkt.

Mathematisch gesehen ist das zwar richtig, aber in Deutschland gibt es dazu zwei Alternativen:

  1. Anderen Job suchen. Falls möglich.
  2. Gar nicht arbeiten. Falls nötig.

Andersrum: Welches Interesse sollte ich, als Arbeitnehmer,
haben, bei einer solchen Firma einzusteigen?

Weil man keinen anderen Job gefunden hat z.B.?

Glaube ich kaum, man muss halt flexibel sein. Persönlich halte ich es für ausgeschlossen, dass ein arbeitswilliger, durchschnittlich fähiger Mensch in Deutschland länger als ein halbes Jahr gar keinen Job bekommt. In der Tat kann man nicht immer erwarten, dass man Ansprüche stellen kann.

… Und mir wird hier dauernd erzählt, wie fürsorglich und
uneigennützig die AG sind.

Wer ist denn so verlogen?? Fürsorglich sicher nicht. Aber auf den eigenen Vorteil bedacht. Und wenn Du dauernd Mist bauen würdest, weil Du total überlastet bist, sollte sich der AG mal überlegen, wie er Dich entlasten kann. Wahrscheinlicher ist aber, dass Du irgendwann die Schnautze voll hast und kündigst. Dann steht er ganz ohne Admin da, was auch schlecht für Ihn ist.

… Wozu wurden dann nur die
Gewerkschaften gegründet, wenn es doch gelogen ist, daß die
Leute früher 12 - 16 Stunden gearbeitet haben? …

Gewerkschaften wurden gegründet, weil die AN früher praktisch weder Rechte noch eine eigene Organisation hatten und es auch keine soziale Absicherung gab. Ich bin nicht gegen soziale Absicherungen oder Gewerkschaften, sondern gegen übermäßige Einschränkungen, Bürokratie und Gesetze.

Grüße,

Anwar

Hallo,

Weil man keinen anderen Job gefunden hat z.B.?

Glaube ich kaum, man muss halt flexibel sein.

Meinst Du öfter umziehen? Vovon? Wer soll das bezahlen? Oder meinst Du so ein Umzug ksotet kein Geld? Dazu kommt die angeratene Altersvorsorge. Am besten ist das mit eigenem Haus zu machen, dann hört es schon auf mit der Flexibilität. Oder meinst Du weitere Wege? Da wird man bestraft, indem die Kilometerpauschale gestrichen wird. Das ist dann auch nicht mehr finanzierbar. Der Sprit wird immer teurer.

Persönlich halte
ich es für ausgeschlossen, dass ein arbeitswilliger,
durchschnittlich fähiger Mensch in Deutschland länger als ein
halbes Jahr gar keinen Job bekommt.

Mit 25 gilt das noch. Mit 40 wird’s eng, mit 50 ist schluß! da findest Du in aller Regel nichts mehr.

In der Tat kann man nicht
immer erwarten, dass man Ansprüche stellen kann.

Hab ich auch nicht behauptet. Nur die Arbeitsplätze, die Du hier verteilen willst, gibt es nicht.

… Und mir wird hier dauernd erzählt, wie fürsorglich und
uneigennützig die AG sind.

Wer ist denn so verlogen?? Fürsorglich sicher nicht. Aber auf
den eigenen Vorteil bedacht. Und wenn Du dauernd Mist bauen
würdest, weil Du total überlastet bist, sollte sich der AG mal
überlegen, wie er Dich entlasten kann. Wahrscheinlicher ist
aber, dass Du irgendwann die Schnautze voll hast und kündigst.
Dann steht er ganz ohne Admin da, was auch schlecht für Ihn
ist.

Von mir war doch gar nicht die Rede.

… Wozu wurden dann nur die
Gewerkschaften gegründet, wenn es doch gelogen ist, daß die
Leute früher 12 - 16 Stunden gearbeitet haben? …

Gewerkschaften wurden gegründet, weil die AN früher praktisch
weder Rechte noch eine eigene Organisation hatten und es auch
keine soziale Absicherung gab.

Eben! Schaffst Du die entsprechenden Gesetze wieder ab, sind wir wieder da. Genau darum ging es. Herr Hundt möchte genau das erreichen.

Ich bin nicht gegen soziale
Absicherungen oder Gewerkschaften,

Schön, daß wir uns da einig sind.

sondern gegen übermäßige
Einschränkungen, Bürokratie und Gesetze.

‚Übermäßig‘ müßte man diskutieren, das von Dir angesprochene Gestz versucht nur, einen Mindeststandard zu garantieren.
Die max 48 Wochenstunden, die es vorschreibt, hate ich nicht für eine übermäßige Reglementierung.

cu Rainer

Siehst Du, da ist der Denkfehler (IMHO). Warum muss immer
alles per Gesetz geregelt sein? Glaubst Du ernsthaft jemand
kann noch qualitativ gute Arbeit leisten, wenn er jeden Tag 12
Stunden arbeitet? Und welches Interesse habe ich, als
Arbeitgeber, so einen gestreßten Arbeitnehmer zu haben? Der
bring doch mit ziemlicher Sicherheit nichts mehr auf die
Reihe.
Andersrum: Welches Interesse sollte ich, als Arbeitnehmer,
haben, bei einer solchen Firma einzusteigen?
Das Märchen vom bösen Kapitalisten ist mir schon zu oft
erzählt worden.

Hallo,
dann schaut doch mal in die Krankenhäuser. Was da die Ärzte alles an Stunden zusammenbekommen und das auch noch in einem hochsensiblen Bereich.Mir wäre ganz schön mulmig bei dem Gedanken, an einen Arzt zu geraten, der den ganzen vorherigen Tag, die ganze Nacht und dann wieder am Morgen auf den Beinen war und der mich dann vielleicht noch oprerieren sollte.
Und es gibt immer noch genügend Menschen, die trotz dieser Arbeitszeiten den Arztberuf ergreifen wollen.

Grüße

Sabine

Hallo Rainer,

Glaube ich kaum, man muss halt flexibel sein.

Meinst Du öfter umziehen?

Nicht unbedingt. Mit flexibel meinte ich eher die Art der Arbeit. Aber umziehen wenn möglich auch.

Vovon? Wer soll das bezahlen? Oder
meinst Du so ein Umzug ksotet kein Geld?

Natürlich kostet ein Umzug Geld (das man übrigens als Pauschale von der Steuer absetzen kann). Aber ein Umzug kostet auch kein Vermögen.

Dazu kommt die
angeratene Altersvorsorge. Am besten ist das mit eigenem Haus
zu machen, dann hört es schon auf mit der Flexibilität.

Wie gesagt, es ging eher um eine aufgabenbezogene Flexibilität.

Persönlich halte
ich es für ausgeschlossen, dass ein arbeitswilliger,
durchschnittlich fähiger Mensch in Deutschland länger als ein
halbes Jahr gar keinen Job bekommt.

Mit 25 gilt das noch. Mit 40 wird’s eng, mit 50 ist schluß! da
findest Du in aller Regel nichts mehr.

Das ist mir zu pauschal. Folgende Faktoren spielen - zu Recht! - eine Rolle:

  • Wie ist der Ausbildungsstand? 30 Jahre immer nur das selbe getan, oder sich auf dem laufenden gehalten?
  • Auch mit 50 noch willig in einer nicht ganz so hohen Position anzufangen, oder schon vor Anstellung mit Besitzansprüchen (mindestens dies, maximal das…) ankommen?
  • Gesundheitszustand. Mit 50 kann man schon das eine oder andere Zipperlein haben. Dann kann man halt keine Full-Time Jobs annehemn und jeden dritten Tag fehlen. Das ist hart - aber auch nicht härter als mit 25 an einer unheilbaren Krankheit zu sterben.

Hab ich auch nicht behauptet. Nur die Arbeitsplätze, die Du
hier verteilen willst, gibt es nicht.

Die Arbeitsplätze schon, aber die entsprechenden AN nicht. Es gibt’ne Menge Betriebe, die ich persönlich kenne, die große Probleme haben überhaupt irgendjemanden zu finden, der halbwegs den Anforderungen entspricht. Und diese (die Anforderungen) sind nicht etwa utopisch: Sekretärinen sollten die deutsche Rechtschreibung beherrschen, Mechaniker zumindest einfache Mathematik und Buchhalter mindestens ein wenig Ahnung von EDV haben.

Von mir war doch gar nicht die Rede.

Ich habe mir lediglich erlaubt Dich als Beispiel zu nehmen.

Gewerkschaften wurden gegründet, weil die AN früher praktisch
weder Rechte noch eine eigene Organisation hatten und es auch
keine soziale Absicherung gab.

Eben! Schaffst Du die entsprechenden Gesetze wieder ab, sind
wir wieder da. Genau darum ging es. Herr Hundt möchte genau
das erreichen.

Es besteht wohl noch ein Unterschied zwischen der Kritik an einzelnen Gesetzen und der generellen Abschaffung einer Arbeitnehmervertretung.

Ich bin nicht gegen soziale
Absicherungen oder Gewerkschaften,

Schön, daß wir uns da einig sind.

Wie gesagt, dass sind wir.

‚Übermäßig‘ müßte man diskutieren, das von Dir angesprochene
Gestz versucht nur, einen Mindeststandard zu garantieren.
Die max 48 Wochenstunden, die es vorschreibt, hate ich nicht
für eine übermäßige Reglementierung.

Es geht mir nicht um die 48 Stunden, sondern darum, dass man wohl der Meinung ist, es müsse hierfür ein Gesetz geben. Ich glaube wie gesagt nicht, dass hier sofort wieder die Sklaverei ausbrechen würde, wenn einzelne Regelungen abgebaut würden.

Grüße,

Anwar

Hallo Anwar,

Mit flexibel meinte ich eher die Art der
Arbeit.

Da helfen ja die nutzlosen Umschulungen. Das schafft keine Arbeitsplätze.

Aber ein Umzug kostet
auch kein Vermögen.

Ein Haus schon.

Das ist mir zu pauschal.

danke, ich habs gern am Beispiel. :wink:

Folgende Faktoren spielen - zu Recht!

  • eine Rolle:
  • Wie ist der Ausbildungsstand? 30 Jahre immer nur das selbe
    getan, oder sich auf dem laufenden gehalten?
  • Auch mit 50 noch willig in einer nicht ganz so hohen
    Position anzufangen, oder schon vor Anstellung mit
    Besitzansprüchen (mindestens dies, maximal das…) ankommen?
  • Gesundheitszustand. Mit 50 kann man schon das eine oder
    andere Zipperlein haben. Dann kann man halt keine Full-Time
    Jobs annehemn und jeden dritten Tag fehlen.

Da habe ich doch mein Beispiel.
Mein Freund ist 52, Dipl. Volkswirt und würde jede Sachbearbeiterstelle annehmen. Berherrscht MS-Office und kann ein wenig programmieren. (VB) Krankheiten hat er auch keine. In den letzten Jahren hat er mehrere Praktika absolviert, aber danach nie eine Stelle bekommen. Er war immer nur so lang interessant, wie er nicht bezahlt werden mußte.

Hab ich auch nicht behauptet. Nur die Arbeitsplätze, die Du
hier verteilen willst, gibt es nicht.

Die Arbeitsplätze schon, aber die entsprechenden AN nicht.

Die mit Diplom, 30 Jahren Berufserfahrung, die 24 sind und für 2 Euro pro Stunden arbeiten möchten? Ne, die gibt’s wirklich nicht.

Es
gibt’ne Menge Betriebe, die ich persönlich kenne, die große
Probleme haben überhaupt irgendjemanden zu finden, der
halbwegs den Anforderungen entspricht. Und diese (die
Anforderungen) sind nicht etwa utopisch: Sekretärinen sollten
die deutsche Rechtschreibung beherrschen, Mechaniker zumindest
einfache Mathematik und Buchhalter mindestens ein wenig Ahnung
von EDV haben.

Bist Du sicher, daß wir im selben land leben? In Deutschland ist das nämlich nicht so. :wink:

Von mir war doch gar nicht die Rede.

Ich habe mir lediglich erlaubt Dich als Beispiel zu nehmen.

Das sah anders aus, wenn’s aber nur 'n Mißverständnis war, ist es ja gut. :wink:

Es besteht wohl noch ein Unterschied zwischen der Kritik an
einzelnen Gesetzen und der generellen Abschaffung einer
Arbeitnehmervertretung.

Das stimmt. Das Gestz, das du kritisiert hast, legt aber gerade den Mindeststandard fest, den auch Du nicht unterschritten sehen wolltest. Der Grund dafür, daß es dieses gesetz gibt, ist, daß die AG-Verbände genau das tun möchten, schon immer wollten.

Es geht mir nicht um die 48 Stunden, sondern darum, dass man
wohl der Meinung ist, es müsse hierfür ein Gesetz geben. Ich
glaube wie gesagt nicht, dass hier sofort wieder die Sklaverei
ausbrechen würde, wenn einzelne Regelungen abgebaut würden.

Nein, Sklaverei nicht, aber der Mindeststandard, den dieses Gesetz vorgibt, wäre schnell unterschritten.

Ich rede auch nicht von bösen Unternehmern … :wink:
Es sind Sachzwänge, Automatismen, die das bewirken würden.
Die Aktiengesellschaften werden von den Aktionären gelenkt, die keinen Bezug zur Firma haben und nur ihre rendite sehen können. Das Sagen haben konkurrierende Fondsgesellschaften, die ein hohes Stimmrecht auf sich vereinen. Dieses Stimmrecht nehmen Manager wahr, die keinen persönlichen Bezug haben und nur ihren Job machen. In dieser Welt der Zahlen wäre der 8-Stunden-Tag schnell Vergangenheit, gäbe es das Gestz nicht.

Ich hoffe, Dir ist aufgefallen, daß ich niemandem von den Beteiligten etwas schlechtes unterstellt habe. Das Ganze ist dazu viel zu unpersönlich.

cu Rainer

Hallo Rainer,

Nachtschicht eingelegt? :smile:

Da helfen ja die nutzlosen Umschulungen. Das schafft keine
Arbeitsplätze.

Die Umschulungen sind zum Großteil weit von der Wirklichkeit weg. Arbeitsplätze schaffen die natürlich sowieso nicht, aber wenn sie etwas besser wären würden sie vielleicht schon helfen.

Aber ein Umzug kostet
auch kein Vermögen.

Ein Haus schon.

Stimmt. Da sehe ich auch eine Verbesserungsmöglichkeit: Wer Mobilität fordert (wie es die meisten Politiker tun), der sollte auch dafür sorgen, dass nur der gewerbliche Handel mit Immobilien Geld kostet. Dann könnte man auch sein eines Haus verkaufen und ein anderes kaufen, ohne gleich daran bankrott zu gehen.

Da habe ich doch mein Beispiel.
Mein Freund ist 52, Dipl. Volkswirt und würde jede
Sachbearbeiterstelle annehmen. Berherrscht MS-Office und kann
ein wenig programmieren. (VB) Krankheiten hat er auch keine.
In den letzten Jahren hat er mehrere Praktika absolviert, aber
danach nie eine Stelle bekommen. Er war immer nur so lang
interessant, wie er nicht bezahlt werden mußte.

Schade, da hätte ich gerade vor einem halben Jahr eine Stelle gewusst, als kaufmännischer Leiter. Die Stelle ist übrigens nicht mit dem weiter unten zitierten 24 jährigen besetzt worden, sondern mit einem 48 jährigen.
Dennoch gebe ich Dir Recht, der Jugendlichkeitswahn greift zur Zeit weit um sich. Warum das so ist weiß ich auch nicht. :frowning:

Die mit Diplom, 30 Jahren Berufserfahrung, die 24 sind und für
2 Euro pro Stunden arbeiten möchten? Ne, die gibt’s wirklich
nicht.

Hatte ich doch gar nicht behauptet, meine Liste mit Anforderungen war doch viel geringer:

Anforderungen) sind nicht etwa utopisch: Sekretärinen sollten
die deutsche Rechtschreibung beherrschen, Mechaniker zumindest
einfache Mathematik und Buchhalter mindestens ein wenig Ahnung
von EDV haben.

Bist Du sicher, daß wir im selben land leben? In Deutschland
ist das nämlich nicht so. :wink:

Ja dann weiß ich es auch nicht mehr. Wie gesagt, das sind keine Statistiken, die ich zitiere, die Unternehmen kenne ich tatsächlich.

Nein, Sklaverei nicht, aber der Mindeststandard, den dieses
Gesetz vorgibt, wäre schnell unterschritten.

Ich rede auch nicht von bösen Unternehmern … :wink:
Es sind Sachzwänge, Automatismen, die das bewirken würden.

Das verstehe ich nicht ganz. Wenn ich als Unternehmer (oder Manager) die Wahl habe 5 Leute 48 Stunden arbeiten zu lassen oder 6 Leute 40 Stunden, welchen objektiven Grund sollte es, konstanten Stundenlohn vorausgesetzt, geben, sich für die 5 Leute zu entscheiden?
Eine Antwort, die Du allerdings für unwahr hältst, ist die, dass es kaum ausreichend qualifizierte Mitarbeiter gibt.

Die Aktiengesellschaften werden von den Aktionären gelenkt,
die keinen Bezug zur Firma haben und nur ihre rendite sehen
können.

Die wird ja nicht per se durch mehr Arbeitnehmer gemindert, sondern nur durch höhere Lohnkosten.

Ich hoffe, Dir ist aufgefallen, daß ich niemandem von den
Beteiligten etwas schlechtes unterstellt habe. Das Ganze ist
dazu viel zu unpersönlich.

Ja, ist mir aufgefallen. Insgesamt halte ich diese Diskussion für eine der besseren, die ich in letzter Zeit bei w-w-w gelesen habe.

Gr üße,

Anwar

Hallo Anwar,

Nachtschicht eingelegt? :smile:

Das ist bei mir die normale Zeit. :wink:

Schade, da hätte ich gerade vor einem halben Jahr eine Stelle
gewusst, als kaufmännischer Leiter. Die Stelle ist übrigens
nicht mit dem weiter unten zitierten 24 jährigen besetzt
worden, sondern mit einem 48 jährigen.

Das dürfte eine Ausnahmeerscheinung sein. In der Firma, in der ich beschäftigt bin, wird niemand über 35 eingestellt. Direktive ‚von oben‘. Egal ob es Alternativen gibt, oder nicht. Für offene Stellen (Arbeiter) gibt es aber meist 200 - 400 Bewerbungen, von denen dann 20 - 30 geeignet sind. Dann entscheidet der Zufall, wer genommen wird.

Die mit Diplom, 30 Jahren Berufserfahrung, die 24 sind und für
2 Euro pro Stunden arbeiten möchten? Ne, die gibt’s wirklich
nicht.

Hatte ich doch gar nicht behauptet, meine Liste mit
Anforderungen war doch viel geringer:

Klar. Ich war aber nicht viel weiter von der Realität entfernt, als Du, nur in die andere Richtung. … OK,OK, ich übertreibe mal wieder maßlos.

Bist Du sicher, daß wir im selben land leben? In Deutschland
ist das nämlich nicht so. :wink:

Ja dann weiß ich es auch nicht mehr. Wie gesagt, das sind
keine Statistiken, die ich zitiere, die Unternehmen kenne ich
tatsächlich.

Da bist Du nicht der Einzige. Ich lese das öfter. Die Statistiken des Arbeitsamtes sagen aber etwas anderes und die sind noch in Deinem Sinne geschönt.

Das verstehe ich nicht ganz. Wenn ich als Unternehmer (oder
Manager) die Wahl habe 5 Leute 48 Stunden arbeiten zu lassen
oder 6 Leute 40 Stunden, welchen objektiven Grund sollte es,
konstanten Stundenlohn vorausgesetzt, geben, sich für die 5
Leute zu entscheiden?

Doppelantwort.
1.) Wieso konstanter Stundenlohn? Wenn der Arbeiter mit 1000 Euro überleben kann, kann er das mit 40 Stunden, mit 48 Stunden auch.
2.) Konstanten Lohn vorausgesetzt. Flexibilität. Bei niedriger Auftragslage wird weniger gearbeitet, bei höherer Auftragslage muß niemand angelernt werden.

Eine Antwort, die Du allerdings für unwahr hältst, ist die,
dass es kaum ausreichend qualifizierte Mitarbeiter gibt.

Erweitere es um ‚die für die Einstellung in Frage kommen‘ und wir sind uns einig. Da sind nämlich alle über 35 nicht mit dabei. :wink:
Außerdem ging’s mir auch um unqualifizeirte AN. Wo bleiben die?

cu Rainer

Hallo Rainer,

Das dürfte eine Ausnahmeerscheinung sein. In der Firma, in der
ich beschäftigt bin, wird niemand über 35 eingestellt.

Wie gesagt, diesen Trend bedauere ich auch. Der hat aber nichts mit dem Arbeitszeitgesetz zu tun (höchstens mit der Auflage der sozialgerechten Kündigungen, oder wie das heißt… aber ich will nicht noch eine Diskussion vom Zaun brechen :smile:

Da bist Du nicht der Einzige. Ich lese das öfter. Die
Statistiken des Arbeitsamtes sagen aber etwas anderes und die
sind noch in Deinem Sinne geschönt.

So schlecht sieht die Statistik für qualifizierte AN gar nicht aus, die letzten Zahlen die ich im Kopf habe sind 1-3% Arbeitslosigkeit unter Akademikern. Das Problem, wie auch Du unten anmerkst, sind eher die unqualifizierten AN.

Doppelantwort.
1.) Wieso konstanter Stundenlohn? Wenn der Arbeiter mit 1000
Euro überleben kann, kann er das mit 40 Stunden, mit 48
Stunden auch.

Er/sie wird es aber nicht unbedingt tun. Die Sozialhilfe wirkt ja quasi wie eine Art Mindestlohn. D.h. wenn der Arbeitsaufwand für 1000 Euro immer höher wird überlegt man sich eben irgendwann nicht mehr (oder höchstens schwarz) zu arbeiten. In Deutschland wird sicher niemand 48 Stunden arbeiten, wenn die Bezahlung knapp über Sozialhilfeniveau liegt. Da würde man mit Fahrtkosten und anderen Spesen ja effektiv minus machen!

2.) Konstanten Lohn vorausgesetzt. Flexibilität. Bei niedriger
Auftragslage wird weniger gearbeitet, bei höherer Auftragslage
muß niemand angelernt werden.

Aber 6 Leute können doch auch weniger arbeiten. In großer Not kann man dann auch einen entlassen, der hat dann wenigstens für den Zeitraum eine Arbeit gehabt. Der Irrsinn der Regierung (nicht nur der jetzigen, CDU/FDP waren fast genauso schlimm) zeigt sich jedoch auch hier: Die Nebenkosten die für einen zusätzlichen Arbeitnehmer entstehen sind nämlich nicht gering, werden aber zum größten Teil voll versteuert (z.B. sollte die Anlernzeit, in der der AN wenig für den Betrieb leistet, aber natürlich schon Gehalt bekommt, nicht versteuert werden).
Diese Nebenkosten sind das, was wirklich davon abhält einen AN einzustellen. Da wäre ein Ansatz unter vielen, wie es uns wieder besser gehen könnte.

Außerdem ging’s mir auch um unqualifizeirte AN. Wo bleiben
die?

Wie gesagt, das ist ein echtes Problem, das auch nicht kurzfristig gelöst werden kann. Ein gewisses Maß an „unvermittelbaren“ wird es übrigens immer geben. Ich kann ja mal kurz „Kaiser von Deutschland“ spielen:

  • Verbot von Alkohol (nicht wenige „Sozialfälle“ sind alkoholabhängig)
  • Bessere Qualifikation und Überprüfung der Qualifikation von Lehrern (was mir in meiner Schulzeit so serviert wurde - naja, PISA sagt ja alles…)
  • Mehr Gratifikation von Leistung, bereits in der Schule. Leistung muss wieder ein positiver Begriff werden, nach dem auch alle streben können.
  • Bessere Ausbildungschancen für Kinder mit sozial schwachem Background, z.B. Ganztagsschulen (optional - ich bin da gegen jeden Zwang!) und Stipendien.

Das würde schon einiges helfen. Gegenfinanzieren kann man es übrigens auch, man müsste lediglich mal die zehntausend Ausnahmen bei den Steuern und Subventionen kürzen und den elendigen Wehrdienst abschaffen und die Bundeswher drastisch verkleinern (Im Angriffsfall sind wir sowieso schon alle tot, die BW ist total marode).

Grüße,

Anwar

Ich mische mich mal ein!
Hi!

Nur eine Sache

Persönlich halte
ich es für ausgeschlossen, dass ein arbeitswilliger,
durchschnittlich fähiger Mensch in Deutschland länger als ein
halbes Jahr gar keinen Job bekommt. In der Tat kann man nicht
immer erwarten, dass man Ansprüche stellen kann.

Wo liegen die Ansprüche für Dich? Ein kleines Beispiel:
Ich bin seit dem 01.01.03 arbeitslos. Ich bin kein Akademiker, jedoch auch nicht gerade unqualifiziert.
Seit dem 1.1.03 habe ich 107 Bewerbungen geschrieben ohne ein Stellenangebot zu bekommen.
107 Bewerbungen ist nicht der Bär, allerdings habe ich auch für ein halbes Jahr versucht, mich als Vorwerk-Vertreter in die Selbständigkeit zu retten, was allerdings kläglich gescheitert ist. Da ich erst in der nächsten Woche 35 Jahre „alt“ werde, falle ich auch noch ins „unter 35 Raster“.
Ich habe gute bis sehr gute Referenzen vorzuweisen und halte mich nicht zuletzt durch das Internet auf dem Laufenden.
Achso - vom Arbeitsamt kam in der gesamten Zeit eine Flut von sage und schreibe 5 Stellenangeboten (von denen 3 nicht auf mein Profil passten - weshalb ich dort zwar persönlich vorstellig wurde, allerdings ohne Ergebnis).
Wo sind die ganzen offenen Stellen für mich?

Klar hast Du Recht, wenn Du sagst, dass es etliche Unternehmen gibt, die sich blöde suchen. Aber ich zum Beispiel bin ein bescheidener Vertriebler - sonst hätte ich da schon längst meine Chance ergriffen.

Mein einziger Lichtblick derzeit ist, dass ich mich zum 1.3. selbständig machen werde (in einem anderen Bereich als meiner Spezifikation).

Nur: Wo sind die ganzen offenen Stellen, die Du hier unterstellst?!

Nochmal zur eigentlichen Geschichte mit dem ArbZG:
Ein verantwortungsvoller Mitarbeiter mit einer ansprechenden Anstellung wird im Fall der Fälle vermutlich auf dieses Gesetz einen großen Haufen machen und schon mal die 50- oder auch 60-Std-Woche leisten. Vorausgesetzt natürlich, dass der AG so etwas auch zu schätzen weiß!
Mein ehemaliger Arbeitsrechtdozent erwähnte mal, dass es fast unmöglich ist, sich an alle Arbeitsschutzgesetze zu halten! Nur sollte man wenigstens wissen, wo gegen man verstößt…

LG
Guido

Hallo Anwar,

Doppelantwort.
1.) Wieso konstanter Stundenlohn? Wenn der Arbeiter mit 1000
Euro überleben kann, kann er das mit 40 Stunden, mit 48
Stunden auch.

Er/sie wird es aber nicht unbedingt tun. Die Sozialhilfe wirkt
ja quasi wie eine Art Mindestlohn. D.h. wenn der
Arbeitsaufwand für 1000 Euro immer höher wird überlegt man
sich eben irgendwann nicht mehr (oder höchstens schwarz) zu
arbeiten. In Deutschland wird sicher niemand 48 Stunden
arbeiten, wenn die Bezahlung knapp über Sozialhilfeniveau
liegt. Da würde man mit Fahrtkosten und anderen Spesen ja
effektiv minus machen!

Korrekt. Da macht man effektiv minus. Das tun jetzt schon viele, nur um sich nicht als Bittsteller fühlen zu müssen. Der Nachweis der Bedürftigkeit ist schon eine erhebliche Demütigung. Das sollte man nicht unterschätzen.

Wie gesagt, das ist ein echtes Problem, das auch nicht
kurzfristig gelöst werden kann. Ein gewisses Maß an
„unvermittelbaren“ wird es übrigens immer geben.

Habe ich mich so unklar ausgedrückt? Es ging um gering Qualifizeirte AN, b.z.w. die, die jede Stelle nehmen und ausfüllen können, die eine geringe Qualifikation erfordert. Aso um die, die ‚fast‘ nen Jon gehabt hätten.

Ich kann ja
mal kurz „Kaiser von Deutschland“ spielen:

  • Verbot von Alkohol (nicht wenige „Sozialfälle“ sind
    alkoholabhängig)

Jetzt mach nicht wieder die Opfer zu Tätern. Davon daß ein Unternehmer pleite geht, werden die Leute, die letzte Woche noch nen Job hatten doch nicht gleich zu Alkoholikern. … Aber zu Arbeitslosen. Und wenn sie nur 'nen Anlernjob an 'ner Maschine hatten und schon über 45 sind, werden sie mit Sicherheit nach wenigen Monaten Sozalhilfeempfänger. Ohne den Fehler des Unternehmers wären sie AN gebleiben.

  • Bessere Qualifikation und Überprüfung der Qualifikation von
    Lehrern (was mir in meiner Schulzeit so serviert wurde - naja,
    PISA sagt ja alles…)
  • Mehr Gratifikation von Leistung, bereits in der Schule.
    Leistung muss wieder ein positiver Begriff werden, nach dem
    auch alle streben können.
  • Bessere Ausbildungschancen für Kinder mit sozial schwachem
    Background, z.B. Ganztagsschulen (optional - ich bin da gegen
    jeden Zwang!) und Stipendien.

Das hilft den AN oben gar nicht. Nach 30 Jahren an der selben Maschine, höchstens mal ein Modellwechsel, kann man nicht auf dem neuesten Stand sein. Und die von denen, die keinen Beruf gelernt haben, kannst Du auch nicht so Qualifizieren, daß Sie mit jungen Facharbeitern konkurrieren können.

Das würde schon einiges helfen.

Wie? Das verschiebt das Niveau nach oben, ändert aber nichts daran, daß nicht alle gleich Leistungsfähig sind. Dadurch wird die Qualifikation derer verbessert, die den Job bekommen. An der Anzahl der Jobs ändert das nichts.

Arbeitsplätze entstehen doch nicht durch ein gutes Angebot an Arbeitskräften, sondern durch Bedarf wegen Absatz der Produkte. Was nicht zu verkaufen ist, wird nicht produziert.
Es ist doch nicht so, daß es an Produktionskapazität fehlt, weil das Personal nicht gut genug ausgebildet ist. Was fehlt, sind weitere Absatzmöglichkeiten.

… damit könnte man ein neues Thema anfangen, das ich aber nicht6 anschneiden möchte.

cu Rainer

Hallo Guido,

Nur: Wo sind die ganzen offenen Stellen, die Du hier
unterstellst?!

Das war auch meine Frage.

Nochmal zur eigentlichen Geschichte mit dem ArbZG:
Ein verantwortungsvoller Mitarbeiter mit einer ansprechenden
Anstellung wird im Fall der Fälle vermutlich auf dieses Gesetz
einen großen Haufen machen und schon mal die 50- oder auch
60-Std-Woche leisten. Vorausgesetzt natürlich, dass der AG so
etwas auch zu schätzen weiß!
Mein ehemaliger Arbeitsrechtdozent erwähnte mal, dass es fast
unmöglich ist, sich an alle Arbeitsschutzgesetze zu halten!
Nur sollte man wenigstens wissen, wo gegen man verstößt…

Meine Meinung war, daß es ohne das Gesetz noch sehr viel schlechter wäre.

cu Rainer