Gesetze gelten auch in Büchern - warum?

Hallo Wissende,

soeben habe ich zufällig im Fernsehen gesehen, dass ein Autor Ärger mit der EU bekommen hat, weil seine Romanfigur „Babyfische“, also Fischbrut isst, was laut EU-Recht verboten ist.

Wie kann das denn sein? Warum ist etwas verboten, das nur in Büchern passiert? Und was kommt als nächstes? Ist Mord auch in Büchern zukünftig illegal? Und was würde das für die Zukunft der Literatur bedeuten? Man müsste zuerst einmal überprüfen lassen, ob die Handlung auch in allen Punkten gesetzeskonform ist.

Kann mir jemand erklären, warum zwar im Allgemeinen in Büchern illegale Dinge geschehen dürfen, andererseits ein Autor Ärger wegen diesen Biancetti bekommen kann?

Schöne Grüße

Petra

Servus,

da wäre es jetzt hübsch zu wissen, wie konkret der Ärger ausschaut. Dann ließe sich mehr dazu sagen.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo,

da wäre es jetzt hübsch zu wissen, wie konkret der Ärger
ausschaut. Dann ließe sich mehr dazu sagen.

Das hat man nicht genau gesagt. Ich habe den Beitrag auch nicht von Anfang an gesehen, nur zufällig beim Zappen erwischt. Die EU klagt da wohl gegen den Autor, bzw. hat diesen aufgefordert, den Kommissar in seinem Buch eben keine Fischbrut mehr essen zu lassen.

In der Zeitung wurde diese Geschichte jetzt auch nicht erwähnt.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

soeben habe ich zufällig im Fernsehen gesehen, dass ein Autor
Ärger mit der EU bekommen hat, weil seine Romanfigur
„Babyfische“, also Fischbrut isst, was laut EU-Recht verboten
ist.

die EU hat damit nichts zu tun; lediglich eine EU-Kommissarin hat die günstige Gelegenheit genutzt, um sich mal lächerlich zu machen:
http://www.eu-infothek.com/article/was-hat-die-eu-ei…

Gruß
C.

Hier ein Link
Hi

Googlen hilft, offenbar hat niemand wirklich Ärger bekommen, aber ich finde die theoretische Frage ist dennoch interessant:

http://openeuropeblog.blogspot.de/2012/03/can-fictio…

lg
Kate

Rein rechtlich gesehen dürfte es keine Zuständigkeit der EU-Kommission geben, gegen einzelne Personen straf- oder gefahrenabwehrrechtlich vorzugehen. Verfahren eröffnet die Kommission nur (massenweise) gegen EU-Mitgliedsstaaten.

Nur verhalten sich andererseits die EU-Kommissare teilweise so, als könnten sie alles in Europa bestimmen. Allen voran der Präsident Barroso, der sich als eine Art König von Europa sieht. Das scheint auch auf irgendeine Fischereikommissarin abzufärben.

Vom Naturschutz her mögen solche Verbote sinnvoll sein. In Büchern beschrieben stellen sie jedoch keine Gesetzesübertretung dar, es sei denn, man würde den Text als Aufruf zur Straftat auffassen. Ähnlich wie beim Rauchen in Filmen versucht man aber, aufgrund der möglichen Außenwirkung Einfluss zu nehmen.