Gesetzesvorschläge einreichen - wo?

Hallo Allerseits!

Ich habe vor, eine bundesweite Regelung der Gebühren für Übersetzungen und Dolmetschen zu beantragen. Eine Art bundesweite Gebührenverordnung für Übersetzer, um den schamlosen Preisdumping und die Ausbeutung der Übersetzer durch manche Agenturen endlich zu stoppen.
Die Interessenverbände für Übersetzer tun nichts in dieser Richtung.

Wo könntem wir - die betroffenen Übersetzer - einen solchen Gesetzesvorschlag einreichen und in welcher Form?

Danke für Eure Auskünfte!
Anna

Wo könntem wir - die betroffenen Übersetzer - einen solchen
Gesetzesvorschlag einreichen

Zum Beispiel beim Bundestag oder der Bundesregierung. Natürlich ist das völlig aussichtslos.

und in welcher Form?

Wie wäre es mit der Schriftform?

Levay

Zum Beispiel beim Bundestag oder der Bundesregierung.

OK. Danke.

Natürlich ist das völlig aussichtslos

Mal sehen :wink:.

Wie wäre es mit der Schriftform?

Sicher. Dachte nur, es gibt vllt. irgendwelche speziellen Vordrucke oder so.

Vielen Dank!

Die gegebene Anlaufstelle wäre wohl der Petitionsausschuß des Bundestages:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php

Oder der eigene Wahlkreisabgeordnete. Vorher solte man vielleicht noch die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ändern. Die jetzige Mehrheit liebt Dumpingpreise.

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hallo,

Ich habe vor, eine bundesweite Regelung der Gebühren für
Übersetzungen und Dolmetschen zu beantragen.

die mühe könntest du dir spraren. unsere bundesregierung bringt es noch nicht einmal fertig, sich für mindest löhne zu erwärmen. daran, dass sie vertragsrechte zwischen freien unternehmern einschränkt, ist gar nicht zu denken. und ich weiß auch nicht, ob das wünschenswert ist. es wird eigentlich schon viel zu viel reglementiert.

Eine Art
bundesweite Gebührenverordnung für Übersetzer, um den
schamlosen Preisdumping und die Ausbeutung der Übersetzer
durch manche Agenturen endlich zu stoppen.

völlig unpolitisch: zum ausnutzen gehören auch immer zwei, nämlich einer, der ausnutzt und einer der sich ausnutzen lässt.

ich verstehe deine belange durchaus, bin lektorin und texterin, also „artverwandt“ und habe auch lange zeit unter dem preisdumping zu leiden gehabt - bis ich einfach meine preise angehoben habe. seitdem habe ich eine klientel, die andere kriterien hat als meterweise text zu hungerlöhnen.

Die Interessenverbände für Übersetzer tun nichts in dieser
Richtung.

was heißt gar nichts? sicher wird dein interessenverband keine petition einreichen, aus den o.g. gründen. aber dass er „nichts tut in dieser richtung“ glaube ich nicht.

die wären aber die einzigen, die was tun könnten.

genau. aber eben nicht um die einschränkung von grundrechten bitten.

Wo könntem wir - die betroffenen Übersetzer - einen solchen
Gesetzesvorschlag einreichen und in welcher Form?

wie gesagt: ändere deine preispolitik und überzeuge andere, das auch zu tun. das ist anfangs nicht einfach, das weiß ich auch. aber der einzige weg.

schöne grüße & viel erfolg
ann

Ich habe vor, eine bundesweite Regelung der Gebühren für
Übersetzungen und Dolmetschen zu beantragen. Eine Art
bundesweite Gebührenverordnung für Übersetzer, um den
schamlosen Preisdumping und die Ausbeutung der Übersetzer
durch manche Agenturen endlich zu stoppen.

Wie das (theoretisch) technisch geht, ist ja schon beantwortet worden. Wenn das ganze allerdings auch in der Sache wenigstens den Hauch einer Chance auf Erfolg haben soll, muß auch die folgende Frage beantwortet werden:

Welche vernünftigen Gründe des Allgemeinwohls verlangen den Erlaß einer Gebührenordnung und sind so gewichtig, dass sie die verfassungsrechtlich gewährleistete Freiheit der - untechnisch formuliert - unternehmerischen Betätigung (was auch das Recht einschließt, frei über die Konditionen zu entscheiden, zu denen der Unternehmer seine Leistung am Markt anbietet) überwiegen? Ich sehe da keine. Wir gehen vielmehr grundsätzlich davon aus, dass der Markt den Preis findet und der Staat sich da raushält. Dass dabei auch Anbieter „ins Gras beißen“, ist normal, findet in allen Branchen statt und rechtfertigt per se noch kein staatliches Eingreifen. Ich kann nicht erkennen, weshalb wir ausgerechnet für Übersetzer von dieser Prämisse abweichen sollten.

Im übrigen kann man „Dumpingpreisen“ in bestimmten Fällen auch ohne gesetzliche Neuregelungen mit den Mitteln des Kartellrechts begegnen (namentlich dann, wenn der Dumpinganbieter marktbeherrschend ist und die „Dumpingpreise“ unter den Einstandspreisen liegen).