Gesetzl. Krankenversicherung Wechsel Leistungen?

Hallo liebe Wissenden!

Es dauert nicht mehr lange, dann werde ich meinen ersten Job nach dem Studium antreten.
Natürlich möchte ich so viel netto raus haben, wie es geht. Daher denke ich über einen Wechsel zu einer billigeren Krankenkasse nach.

Die Prozentangaben kann ich schon alleine miteinander vergleichen! :wink: Allerdings frage ich mich, in wiefern sich die Leistungen unterscheiden. Im Archiv habe ich einige Meinungen gegen und für die „Billigkassen“ (langsam, kein guter Service…) gelesen. Gibt es denn auch wirkliche Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Kassen? Z.B. Krankenkasse A übernimmt nur 50% der Behandlungskosten von irgendwas, während Krankenkasse B 100% übernimmt?

Kennt jemand einen guten Link zum Preisvergleich?

Wenn ich mich dann letztendlich für eine Krankenkasse entschieden habe, was muss ich dann machen? Erstmal die „neue“ kontaktieren, ob und wann sie mich aufnehmen können? Und dann die „alte“ entsprechend kündigen, richtig?

Hab ich noch was wichtiges vergessen?

Vielen Dank für alle hilfreichen Tips!
Nic

Hallo,
wie du sicher gelesen hast bin ich nicht bei einer „Billig-Kasse“
beschäftigt. Deshalb fällt es mir schwer hier neutral zu bleiben.
Rund 97% aller Leistungen der GKV ist gesetzlich reglementiert,
d.h. keine Kasse kann mehr oder weniger leisten. Lediglich bei den
restlichen 3 % gibt es Unterschiede. Diese liegen im Leistungsbereich
vor allen Dingen in der Prävention, Akkupunktur, Disease-Managment-Programme oder Integrierte Versorgung.
Auch hier gilt, wenn es von einer Kasse angeboten wird, das sich die Kassen da nix rausegeben - lediglich bei Präventionskursen gibt noch
Unterschiede - da werden teilweise Kurse bis zu 100% bezuschusst.
Gruss
Günter Czauderna

Hallo weiss-nics,

ich verstehe durchaus, dass jeder bei seinen Krankenversicherungsbeiträgen sparen möchte - dennoch will ich mal ein paar „Denkanstöße“ geben.

Anscheinend waren Sie bislang bei einer der teuren Krankenkassen als Student entweder in der Familienversicherung oder in der studentischen Krankenversicherung versichert.

Bislang haben Sie die Leistungen dieser Kasse gerne genutzt - obwohl Sie dafür nichts oder nur sehr wenig bezahlt haben.

Warum bleiben Sie nun nicht bei dieser Kasse, wenn Sie bislang mit deren Leistungen zufrieden waren? Wäre es dann nicht angebracht „anstandshalber“ darüber nachzudenken, dieser Kasse mit dem höheren Beitrag etwas von dem zurückzugeben, was man bislang umsonst bekommen hat.

Viele Grüße
Florian

Gesundheit im Vordergrund - Leistungsunterschiede?
Hallo Flo!

(Dein Einverständnis voraussetzend verwende ich nicht das „Sie“ - was keinerlei respektlos sein soll.)

Anscheinend waren Sie bislang bei einer der teuren
Krankenkassen als Student entweder in der Familienversicherung
oder in der studentischen Krankenversicherung versichert.

Korrekt. Jedenfalls was die letzten 4 Jahre angeht.

Bislang haben Sie die Leistungen dieser Kasse gerne genutzt -
obwohl Sie dafür nichts oder nur sehr wenig bezahlt haben.

Hm, da muss ich doch gleich mal widersprechen. Ich bin zur Zeit bei der AOK und ich weiß, dass diese viele zusätzliche Leistungen anbietet. Jedenfalls mehr, als gesetzlich vorgeschrieben.
Spontan fällt mir dabei dieses Heftchen ein, dass man 4 mal im Jahr bekommt. Stehen ganz interessante Sachen drin, das gebe ich zu. Aber verzichten kann ich darauf auch sehr gut.
Andere zusätzliche Leistungen habe ich nie in Anspruch genommen - ich bin noch jung und bei guter Gesundheit. :wink:
Was den Service angeht, habe ich sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen gemacht. Die AOK ist für mich also nicht das Non-plus-ultra.

Warum bleiben Sie nun nicht bei dieser Kasse, wenn Sie bislang
mit deren Leistungen zufrieden waren?

Der Grund für den von mir angedachten Wechsel ist doch ganz einfach: Geld.
Natürlich kann es sein, dass ich bald (wollen es mal nicht hoffen) auf Zusatzleistungen und tollen, schnellen Service angewiesen sein werde. Aber ich schätze die Wahrscheinlichkeit nicht gerade hoch ein.

Wäre es dann nicht
angebracht „anstandshalber“ darüber nachzudenken, dieser Kasse
mit dem höheren Beitrag etwas von dem zurückzugeben, was man
bislang umsonst bekommen hat.

Du hast doch in meiner Vika gelesen, dass ich BWL studiere… BWLer sind bekanntermaßen die Egoisten unter den Wirtschaftswissenschaftlern… :wink:
Und ich muss gestehen, hätte ich 1999 besser Bescheid gewusst, hätte ich mich schon damals für eine billige Kasse entschieden. Dass ich zwischendurch nicht gewechselt hab, lag hauptsächlich an meiner Faulheit oder mangeldem Einsparungspotential.

Die Frage ist ja eigentlich nur: Was entgeht mir durch den Wechsel zu einer „Billig-Kasse“? Wenn es um tollen Service geht oder das Heftchen oder die tollen Gewinnspiele, dann bin ich gern bereit darauf zu verzichten.
Im Vordergrund steht für mich meine eigene Gesundheit. Was für Leistungen sind es denn, auf die ich verzichten müsste?
Ich finde es sehr schwierig, sich auf den Seiten der Krankenkassen zu informieren, da dort nicht eindeutig hervorgeht, was gesetzlich für alle vorgeschrieben ist und was zusätzlich freiwillig angeboten wird. Aber genau das möchte ich wissen.

Erbarmt sich einer meiner?

Viele Grüße,
Nic

Hi Nicki,

um meine Antwort kurz zu machen (bin ja auch BWLer und somit rational), kauf Dir die „Finanztest“, such Dir den günstigsten Anbieter für Dein Bundesland raus, wechsel zu ihm und wenn du mal krank bist, geh zu ner Kasse mit besseren Leistungen, falls es die im Bereich der GKV gibt (sorry, war evtl. etwas zu provozierend).

Ich bin persönlich bei der KEH und fahr damit ganz gut weniger zu Zahlen, Leistungen brauchte ich derzeit noch keine und somit passt das auch!

Gruß
CM

Was für
Leistungen sind es denn, auf die ich verzichten müsste?

Hallo,

ich bleibe beim Sie - sprechen Sie Menschen auf der Straße auch einfach mit „Du“ an und setzen deren Einverständnis voraus? So viel dazu.

Grundsätzlich verzichten Sie natürlich auf keine Leistungen, da fast alle Leistungen gesetzlich geregelt sind. Im Gegensatz zu Ihnen ging es mir in meinem Beitrag jedoch nicht um den Verzicht auf Leistungen oder das Ausschöpfen irgendwelcher Kostenersparnisse.

Mir ging es eher um die Einstellung, die Sie und natürlich auch viele andere an den Tag legen. Man sucht sich stets das Billigste raus und, wie es ein anderer hier schrieb, wenn man dann doch einmal krank ist, wechselt man halt wieder zur Krankenkasse mit den „besseren“ Leistungen.

Ich für meinen Teil finde so etwas (vor allem das zweite Argument) unerträglich. Aber leider, leider kann man eben solche Menschen nicht einfach aus der Krankenversicherung ausschließen…

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit Ihrer neuen billigeren Krankenkasse. Ich kann dazu nur sagen, dass auch ich schon einmal zu einer solch tollen Kasse gewechselt bin. Was ich dort erlebt habe, möchte ich ungern noch einmal erleben. Deswegen bin ich gern AOK-versichert :smile:

Die Qualität einer Krankenkasse zeigt sich nicht nur in den tollen Mitgliederzeitschriften oder an der Überweisungsdauer des Krankengeldes. Dort wird auch im Hintergrund gearbeitet und da siehts bei den „Billigen“ manchmal ganz anders aus.

Viele Grüße
Florian Mair

Wechsel Krankenkasse Argumente?
Hallo Herr Mair!

ich bleibe beim Sie - sprechen Sie Menschen auf der Straße
auch einfach mit „Du“ an und setzen deren Einverständnis
voraus? So viel dazu.

Entschuldigen Sie bitte. Natürlich spreche ich auf der Straße nicht einfach Menschen mit Du an. Aber im Internet ist dies durchaus üblich. Siezen wirkt online für mich sehr befremdlich, aber wenn Sie darauf bestehen, gern.

Mir ging es eher um die Einstellung, die Sie und natürlich
auch viele andere an den Tag legen. Man sucht sich stets das
Billigste raus und, wie es ein anderer hier schrieb, wenn man
dann doch einmal krank ist, wechselt man halt wieder zur
Krankenkasse mit den „besseren“ Leistungen.

Ob diese Einstellung nun ok oder völlig verkehrt ist, möchte ich mit Ihnen gar nicht streiten.
Ich bin mir nur im unklaren darüber, welchen Vorteil es hat, bei der AOK (oder jeder anderen teuren Kasse) zu bleiben, wenn es Leistungsmäßig keinen Unterschied macht.
Eine andere Frage ist ja auch: Was hat denn die Krankenkasse davon? In meinem Hinterkopf schwirrt das Wörtchen „Strukturausgleich“.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit Ihrer neuen billigeren
Krankenkasse. Ich kann dazu nur sagen, dass auch ich schon
einmal zu einer solch tollen Kasse gewechselt bin. Was ich
dort erlebt habe, möchte ich ungern noch einmal erleben.
Deswegen bin ich gern AOK-versichert :smile:

Erzählen Sie doch bitte einmal davon! Vielleicht ist dies ein gutes Argument, mich bei der AOK zu halten?!

Die Qualität einer Krankenkasse zeigt sich nicht nur in den
tollen Mitgliederzeitschriften oder an der Überweisungsdauer
des Krankengeldes. Dort wird auch im Hintergrund gearbeitet
und da siehts bei den „Billigen“ manchmal ganz anders aus.

Was genau meinen Sie damit? Und in wiefern kann ich davon profitieren?

Auch wenn Sie vielleicht nicht den Eindruck haben, möchte ich Ihnen versichern, dass das Gespräch mit Ihnen mir einiges zu denken gibt. Ich befinde mich immer noch in der Phase der Entscheidungsfindung. Versuchen Sie doch mal mich zu überzeugen, in der AOK zu bleiben, ohne dabei auf Anstand zu plädieren. Handfeste Argumente könnten mich - und alle anderen, die dieses Gespräch später einmal im Archiv finden - von einem Wechsel durchaus abhalten.

Viele Grüße
Nic

Vielleicht nicht die billigst, aber eine billige
Hi!

Es wurde ja schon gesagt, dass ca. 97% der Leistungen fixiert sind!

Ich würde mir vielleicht nicht die billigste raussuchen, aber die billigste, die ich halbwegs problemlos auch mal persönlich aufsuchen kann. Hin und wieder ist es nämlich ganz sinnvoll, ein 4-Augen-Gespräch führen zu können!

LG
Guido, nicht in der billigsten, aber in der für mich sinnvollsten Kasse, weil sie Dinge wie Chefarztbehandlung und 2-Bett-Zimmer im Preis mit drin hat (kommst Du aber nicht rein)