bin seit 2 Jahren selbständig (Ich-AG, daher verpflichtet, in der gesetzl. Rente zu bleiben). Wenn der Bezug von Fördergeldern ausläuft, könnte ich theoretisch die gesetzl. RV verlassen und privat vorsorgen, was mir auf den ersten Blick deutlich attraktiver erscheint. Habe seit 36 Jahren eingezahlt. Natürlich werde ich mich - bevor ich mich entscheide - ausführlich auch von der BfA beraten lassen, wollte aber mal eure Meinung hören: Was spricht dafür, in der gesetzl. RV drinzubleieben (den mickrigen Berufs-/Erwerbsunfähigkeitsschutz will ich mal nicht zu den Vorteilen zählen, ich rede nur von der Altersrente). Macht es Sinn, so lange drinzubleiben, bis ich die Pflichtjahre (45 Jahre,glaube ich?) voll habe?
hallo HariBo,
ein ganz brisantes Thema.
Ich habe für mich entschieden, kein gutes Geld in eine n.m.M schlechte Sache zu stecken.
Die Leistungen werden fast im 2-Jahresrythmus gesenkt. Wenn das so weiter geht, werden wir klammheimlich irgend wann eine Einheitsrente haben. Und dafür viel Geld ausgeben?
Nein!
da ist selbst eine heutige LV noch Gold dagegen. Obwohl die auch immer weniger auszahlen.
Doch jemandem zum Austritt raten?
Nein, das würde ich nicht.
Grüße
Babalou
Wenn es Dir nur um die Altersrente geht, erscheint eine private Rentenversicherung günstiger, als die gesetzliche. auch im Hinblick auf die BU/EU Rente muß Du sehr vorsichtig sein, da der Anspruch innerhalb der GRV in der Regel nur bei Entrichtung von Pflichtbeiträgen erhalten bleibt und die zahlt ein Selbstständiger meistens nicht. Wenn Du einigermaßen gesund bist, versichere Dich privat. Hast Du Vorerkrankungen kläre sehr genau mit der BfA wie Du Dir die Ansprüche auf EU/BU Rente erhalten kannst.
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ich würde erst einmal überprüfen, ob denn der Schutz durch eine Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung wirklich so mickrig ist, dass man ihn nicht betrachten sollte. Wenn Du seit 36 Jahren eingezahlt hast, sagt mir eine innere Stimme, dass Du wahrscheinlich keine 30 Jahre alt bist .
Vorausgesetzt Du bist wirklich gesund um eine private Berufsunfähigkeitsabsicherung zu bekommen, könnte ich mir vorstellen, dass eine private Versicherung bei Deinem vermuteten Alter dafür einen stattlichen Beitrag möchte. Und ganz auf einen solchen Schutz zu verzichten würde ich Dir auf gar keinen Fall raten.
Möglicherweise lohnt sich zumindest der Beitrag zur Aufrechterhaltung des Schutzes bei der gesetzlichen Rentenversichung dann doch.
Ansonsten: um eine Rente mit 65 aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten reichen m.E. 60 Monate zählbare Zeiten. Dafür braucht man keine 45 Pflichtjahre
Ansonsten muss man einfach mal schauen, wie die Rendite der GRV im Vergleich zu einer Privatrente ist. Bei einer privaten kapitalgedeckten Versicherung profitiert man vom ominösen Zins(eszins) je länger die Laufzeit des Vertrages ist. - Hier muss man schauen, wie lange hier eine Laufzeit bei Dir wäre und wie dann die Rendite im Vergleich zu GRV-Einzahlungen aussieht . Auch sollte man nicht ganz unter den Tisch kehren, dass bei der GRV eine Witwenrente mitversichert ist.
Also: erst mal schauen, was die Alternativen zur GRV bieten und dann erst entscheiden.
Viele Grüße
Thomas
bin seit 2 Jahren selbständig (Ich-AG, daher verpflichtet, in
der gesetzl. Rente zu bleiben). Wenn der Bezug von
Fördergeldern ausläuft, könnte ich theoretisch die gesetzl. RV
verlassen und privat vorsorgen, was mir auf den ersten Blick
deutlich attraktiver erscheint. Habe seit 36 Jahren
eingezahlt. Natürlich werde ich mich - bevor ich mich
entscheide - ausführlich auch von der BfA beraten lassen,
wollte aber mal eure Meinung hören: Was spricht dafür, in der
gesetzl. RV drinzubleieben (den mickrigen
Berufs-/Erwerbsunfähigkeitsschutz will ich mal nicht zu den
Vorteilen zählen, ich rede nur von der Altersrente). Macht es
Sinn, so lange drinzubleiben, bis ich die Pflichtjahre (45
Jahre,glaube ich?) voll habe?
also, wenn du dich nur auf den Schutz im Alter kümmerst, mag eine private Rentenversicherungs sinnvoller sein. Man kann jedoch die GRV nicht mit einer privaten Altersrente vergleichen. Mit deinem Beitrag in eine private Versicherungs versicherst du nur den Anspruch auf eine Altersrente. Mit den Beiträgen zur GRV versicherst du Renten wegen Alters, Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, Renten wegen Todes und Leistungen zur Rehabilitation.
Der Schutz bei einer Rente wegen Erwerbsminderung ist übrigens nicht so mickrig, wie viele denken. Durch die Zurechnungszeit kann es zu einer ordentlichen Summe kommen.
Als Selbstständiger allerdings gibt es gerade im Hinblick auf das Risiko der Erwerbsminderung sehr viele Möglichkeiten, dies auch in der GRV abzusichern. Hier wäre jedoch ein Besuch einer Auskunfts- und Beratungsstelle dringend zu empfehlen. Übrigens, um einem anderen Poster zu widersprechen: Vorerkrankungen interessieren bei der GRV nicht!
Du solltest vielleicht mal zur BfA gehen (Büro oder www) oder Dich mal so richtig fit machen lassen um danach eine Entscheidung zu treffen.
Danach solltest Du der Welt mitteilen ob ledig, verheirtat, und evtl. erbberechtigte Kinder um anhand dessen eine Idee zu bekommen was mit einer Altersversorgung mal geschehen könnte wenn es Dich nicht mehr gibt. Und dann gibt es sicher eine Idee was sinnvoll sein könnte.
lg Rolf
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im Prinzip ist die private Rente besser, aber wenn du schon 35 Jahre eingezahlt hast würde ich dabei bleiben. Wenn du 35 Jahre eingezahlt hast musst du doch schon mind. an die 50 Jahre alt sein. Da schaffst du es gar nicht mehr so viel in einer Privaten Rentenvorsorge anzusparen. Eine private Rente als zusätzliche Vorsorge JA, aber die gesetzliche Rente dafür fallen zu lassen NEIN. Da verlierst du zu viel Geld. Selbst wenn die gesetz. Rente immer geringer wird. Um von der gesetzlichen auf die Private umzusatteln dürftes du zu alt sein.
Errechne mal wie viele Jahre du noch arbeitest und was du an Rente brauchst, und frage dann mal bei einem privaten Rentenversicherungsträger nach was du dazu einzahlen must. Dann forderst du von der BfA einen Ausdruck über deinen Rentenstand an und vergleichst mal.
Du solltest dieses Thema mit Vorsicht geniessen.Ich würde Dir empfehlen zu einem freien Berater zu gehen evtl.Makler.Am besten zu einem von Gericht bestellten Rentenberater,sowas gibt es!Es mag sein das die Kosten auf Anhieb etwas happig erscheinen,(In den meisten Fällen Honorrarberatung)aber diese Personen können dir wircklich Auskunft geben.Je Nachdem wie du Deine Firma aufbaust,kannst Du Dir auch die bisher gezahlten Beiträge (ich meine alle bis dato gezahlten in den Rententräger)zurück holen.Ist bei Deiner Einzahlungsdauer,kommt ein stolzes Sümmchen zusammen!Mit dem Einheitsrentensystem wirds nicht mehr lange dauern.Als ich vor über zehn Jahren Angefangen habe in diesem Bereich Aufklärung zu betreiben,haben mich erst die Leute belächelt,teilweise ausgelacht,es gab sogar einige die mich angefeindet haben.Heute lächele ich zu dem Trauerspiel,teilweise auf Messersschneide Anderleuts Fehler auszubügeln.Du musst eines dir im Hinterkopf behalten,das ist der Faktor Zeit.Egal ob an der Börse o. ähnliche Renditebrummer die Zeit des investierten Geldes spielt eine sehr wichtiger Faktor beim Risiko der Anlagen.Lass Dir berechnen,wieviel reale Arbeitszeit Du hast.2.Wieviel Geld kannst Du auf die Seite bringen.3.Wieviel bekommst aus gesetzl.+privat und viertens Wieviel bekommst Du wenn Du das Geld aus der gesetzlichen Rente zurück forderst u. wieder anlegst!Dann noch viel Erfolg GFA