Gesprächstherapeut Psychologe

Hallo!

Vor ein paar Jahren war ich bei verschiedenen Gesprächstherapeuten - Psychologen, was auch von der Krankenkasse bezahlt wurde.

Da kam ich nun in die Sprechstunden und das führte zu nichts, Gespräche (oder Vorträge meinserseits) die ganze Zeit.

Keiner der sogenannten und fachlich zertifizierten Experten konnte mich a) motivieren b) verständlich ausführen, dass die Gespräche zu etwas führen könnten c) nur irgendetwas bewirken.

Meine Meinung ist jetzt, dass es sich letztendlich nur um bezahlte „Freunde“ handelt, die halt zuhören und in Fällen, die häufig vorkommen den Erzählenden auch in die „richtige“ Richtung führen können.

Meiner Meinung nach waren die Experten mit meinen Aussagen aber völlig überfordert, aber anstatt mich zu einem Spezialisten zu überweisen (soweit vorhanden) oder zuzugeben, dass sie nichts für mich tun können, haben die meine Zeit verschwendet und das Geld der Versicherten.

Wer teilt meine Meinung oder hat ähnliche Erfahrungen. Das „Problem“ habe ich übrigens heute noch, kann aber damit leben und habe es als ein Teil von mir akzeptiert.

Lieben Gruß
Skyver

Hallo Skyver,

ich verstehe dich voll und ganz, musste auch vor ein paar Jahren zu einem Psychologen weil mein Ex Chef mich damals sexuell belästigt hat und ich sass auch immer nur auf seiner Couch und er hörte mir meist desinterissiert zu. Was mich immer störte da ich meiner Meinung nach ein grosses Problem hatte, ich wurde auch nie zu einem Spezialisten geschickt.
Als ich merkte das der Mensch mir nicht helfen konnte, und sich nicht richtig mit meinem Problem befasste, ging ich auch nicht mehr hin.
Ich habe es alleine geschafft aus diesem scheiss Leben wieder rauszukommen. Habe es mir Hilfe von Tabletten geschafft das es mir und meinem Körper wieder besser ging.

Liebe Grüsse
Melly

Hallo Skyver,

so ein Träumer kannst du garnicht sein, denn das siehst du meiner Meinung nach ganz richtig.
Ich habe auch etwas sehr extremes erlebt und man hat mir oft geraten einen Gesprächstherapeuten aufzusuchen, aber ich teile deine Meinung, dass die bezahlte gute Freunde sind, wenn überhaupt, denn denen kann es vollkommen egal sein, was mit dir ist. Die haben meist die ganzen Probleme die in den Büchern stehen, deshalb kennen die sich ganz gut damit aus und haben diesen Beruf erwählt.
Ich weiß z. B. bis heute nicht genau was eine Depression sein soll, offensichtlich gibt es hunderttausend Varianten.Letztens sah ich einen Bericht über Arbeitslose, die unter Depressionen litten.Klang für mich nach etwas Philosophischem aber nicht nach einer Krankheit.Also für mich ist es ganz normal dass man mal down ist oder wie hier z.B. in einer Lebenskrise kein Land mehr sieht, aber Krankheit? Dafür gibt es Tabletten?

Scheint so zu sein wenn man mal andere hört auch nicht bei extremen zu helfen.

Meine Persönliche Meinung ist, das es Menschen gibt die Kindheitsprobleme, Verfolgswahn,Depressionen,Ängste u.sw. haben sitzen genau in diesen Berufen wie: Psychologe oder Psychiater.Das sind auch die Leute die dich andauernd anrufen um dir die Ohren voll zu jammern und wenn jemand anderes etwas hat, dann haben diese es „auch“. Und es wird über dasselbe Problem rumgelästert oder lächerlich gemacht.Mußt du nur mal beobachten.Deshalb können diese dich auch so gut „psychologisieren“

Erinnerungen werden wach (off topic)
Mothers little helper

von den Stones :smile:

war`s das?

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Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was Du hören willst. Ich selber bin
zwar auch kein Fan einer (gestalttherapeutischen) Gesprächtherapie
oder Psychoanalyse, wo man dem Therapeuten in 50 Minuten Geschichten
aus seinem Leben erzählt. Aber …

  1. Du bestimmst den Behandlungsauftrag an den Therapeuten. Wenn Du
    nur Blablabla von Dir gibst, wirst du auch nur Allgemeinfloskeln
    hören.
  2. Wenn dir die Ziele und der Auftrag am Anfang nicht klar sind, wäre
    es Aufgabe der probatorischen Sitzungen dies zu klären. Allerdings
    wäre es doch auch dein Interesse, die Ziele genauer zu defimieren.
    Dies ist zumindest in der Verhaltenstherapie eine wesentliche
    Grundlage der Therapie. Diese Form der Psychotherapie ist
    zielorientiert und fokussiert klar auf Veränderung. Nicht auf nettes
    Plaudern.
  3. Eine Waschstraßenmentalität ist bei der Psychotherapie nicht
    angesagt. D.h. Abwarten und mal schauen, wie sich der Therapeut
    abstrampelt den werten Patienten zu konkreten Aussagen zu bewegen,
    ist zwecklos. Und ehrlich gesagt wird mir auch nicht deutlich,
    weshalb Du denn die Versicherungsleistung in Anspruch genommen hast.
    Du schreibst doch mehr oder weniger, dass Du ohne wesentlichen Nutzen
    mal eben eine Gratisleistung in Anspruch genommen hat. Die dir aber
    nicht zugesagt hat. Und die du dennoch wiederholt aufgesucht hast.
    Verstehe ich ehrlich nicht…Nicht zuletzt sagen deshalb einige
    Therapeuten, dass eine Eigenbeteilung an den Kosten die Motivation
    und Zielorientierung des Patienten fördert.

Grundsätzlich kann man sich über die Wirkfaktoren von Psychotherapie
schon streiten. Aber in der täglichen Arbeit (psychotherapeutisch und
psychiatrisch) erlebe ich Psychotherapie alles andere als Gelaber.

Ich würde mich aber auch nicht scheuen, bestimmte Patienten schlicht
rauszuschmeissen…

Martin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

eine Therapie ist kein Zirkus
Hallo,

Wer teilt meine Meinung oder hat ähnliche Erfahrungen. Das
„Problem“ habe ich übrigens heute noch, kann aber damit leben
und habe es als ein Teil von mir akzeptiert.

deine Meinung und Erfahrung teile ich nicht, weil ich in Sachen Gesprächstherapie eine andere Sichtweise habe. Für mich sind psychologische Überlegenheitsspielchen überflüssig, weil ich den Zauber nicht brauche (es mag Patienten geben, die sich so sicherer fühlen).
Es geht um Hilfe durch Moderation und um die Suche nach Ursachen und nach Auswegen. Alleine würde man sich immer wieder in die selben Fallen verheddern. Ein Therapeut ist kein Dompteur, der irgendetwas zähmt, vorantreibt oder Leute in Erstaunen versetzt, sondern ein Bergkundiger, der einem beim Aufstieg berät. Wenn dich die Lust am Klettern verläßt, kann dein Begleiter nämlich der Therapeut nichts dafür.
Entscheidend ist eine gut funktionierende Kommunikation und die Bereitschaft durch eigene Anstrengung auf die richtige Spur zu gelangen.
Hilfe suchen und finden ist nicht so sehr eine Kunst, wie sich im Klaren darüber zu werden, welche Art Hilfe man überhaupt braucht.

viele Grüße
claren

Es geht um Hilfe durch Moderation und um die Suche nach
Ursachen und nach Auswegen. Alleine würde man sich immer
wieder in die selben Fallen verheddern.

Das habe ich gehofft.

Ein Therapeut ist kein
Dompteur, der irgendetwas zähmt, vorantreibt oder Leute in
Erstaunen versetzt, sondern ein Bergkundiger, der einem beim
Aufstieg berät. Wenn dich die Lust am Klettern verläßt, kann
dein Begleiter nämlich der Therapeut nichts dafür.

Also wenn mich der Begleiter immer im Kreis herumführt, kann er schon was dafür, dass ich die Lust verliere ihm zum „Gipfel“ zu folgen.

Hilfe suchen und finden ist nicht so sehr eine Kunst, wie sich
im Klaren darüber zu werden, welche Art Hilfe man überhaupt
braucht.

Der letzte Satz stellt alles auf den Kopf was ich gelernt habe und auch die Krankenkasse heute fordert.

Hat man ein Problem geht man zum allgemeinen Arzt, der einen dann an den Spezialisten überweist soweit nötig.

Was Du vorschlägst, ist nicht nur, dass ich bei Symtomen wissen soll was ich habe, sondern auch noch den Spezialisten selbst für die Behandlung aussuche und die Behandlungsmethode (Berg besteigen) wähle. Das ist doch lächerlich.

Gruß
Skyver

Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was Du hören willst.

Ich will Erfahrungen austauschen. Könnte ja sein, dass es mir allein so ergangen ist und ich meine Einstellung auch in meinem Interesse überdenken sollte. Bis jetzt siehts aber duster aus, denn positives habe ich noch nicht gelesen.

Ich
selber bin
zwar auch kein Fan einer (gestalttherapeutischen)
Gesprächtherapie
oder Psychoanalyse, wo man dem Therapeuten in 50 Minuten
Geschichten
aus seinem Leben erzählt. Aber …

  1. Du bestimmst den Behandlungsauftrag an den Therapeuten.
    Wenn Du
    nur Blablabla von Dir gibst, wirst du auch nur
    Allgemeinfloskeln
    hören.

Eben nicht, ich war bereit alles bis ins letzte Detail offenzulegen und Dinge zu entdecken, die mir vielleicht noch nicht so bewußt waren…etc.

Der Behandlungsauftrag war klar, nur war mir nicht klar ob ein Therapeut da überhaupt was helfen kann. Das sollten die Experten doch am besten wissen, anstatt abzukassieren.

  1. Und ehrlich gesagt wird mir auch nicht deutlich,
    weshalb Du denn die Versicherungsleistung in Anspruch genommen
    hast.
    Du schreibst doch mehr oder weniger, dass Du ohne wesentlichen
    Nutzen
    mal eben eine Gratisleistung in Anspruch genommen hat. Die dir
    aber
    nicht zugesagt hat. Und die du dennoch wiederholt aufgesucht
    hast.
    Verstehe ich ehrlich nicht…Nicht zuletzt sagen deshalb
    einige
    Therapeuten, dass eine Eigenbeteilung an den Kosten die
    Motivation
    und Zielorientierung des Patienten fördert.

Meine Zielorientierung konnte klarer nicht sein. Auf die Idee mit dem Therapeuten bin ich nicht selbst gekommen. Angeblich gibt und gab es aber keine physische Erklärung für meine Symptome.

Grundsätzlich kann man sich über die Wirkfaktoren von
Psychotherapie
schon streiten. Aber in der täglichen Arbeit
(psychotherapeutisch und
psychiatrisch) erlebe ich Psychotherapie alles andere als
Gelaber.

Niemand sagt, dass es sich um Gelaber handelt.

Ich würde mich aber auch nicht scheuen, bestimmte Patienten
schlicht
rauszuschmeissen…

Würdest du dich auch nicht scheuen bestimmten Patienten zu sagen, dass du nichts für sie tun kannst und sie ihre Zeit besser sinnvoller verbringen können?

Gruß
Skyver

Ich weiß z. B. bis heute nicht genau was eine Depression sein
soll, offensichtlich gibt es hunderttausend Varianten.Letztens
sah ich einen Bericht über Arbeitslose, die unter Depressionen
litten.Klang für mich nach etwas Philosophischem aber nicht
nach einer Krankheit.Also für mich ist es ganz normal dass man
mal down ist oder wie hier z.B. in einer Lebenskrise kein Land
mehr sieht, aber Krankheit? Dafür gibt es Tabletten?

Ich kenne jemanden, der ist manisch depressiv, hat allerdings mehr depressive als manische Phasen. Wenn der keine Medikamente nehmen wuerde, dann waere er vermutlich schon nicht mehr am Leben! Er konnte nicht einmal zur Schule gehen (sprich: konnte auf normalem Weg keinen Abschluss erreichen). Vermutlich wird er nie ein normales Leben mit Beruf etc. fuehren koennen. Bei krankhaft Depressiven sind die negativen Gefuehle von einem so hohen Ausmass, dass sie damit einfach nicht umgehen koennen. Daher muessen sie Medikamente nehmen, die verhindern, dass sie diese Gefuehlsspitzen erreichen. Zurueck bleibt allerdings das Gefuehl, durch die Medikamente nicht das volle Spektrum der Gefuehlswelt erleben zu koennen.

Scheint so zu sein wenn man mal andere hört auch nicht bei
extremen zu helfen.

Der Sinn dieses Satzes bleibt mir verborgen. Kannst Du das bitte noch einmal neu formulieren.

Meine Persönliche Meinung ist, das es Menschen gibt die
Kindheitsprobleme, Verfolgswahn,Depressionen,Ängste u.sw.
haben sitzen genau in diesen Berufen wie: Psychologe oder
Psychiater.Das sind auch die Leute die dich andauernd anrufen
um dir die Ohren voll zu jammern und wenn jemand anderes etwas
hat, dann haben diese es „auch“. Und es wird über dasselbe
Problem rumgelästert oder lächerlich gemacht.Mußt du nur mal
beobachten.Deshalb können diese dich auch so gut
„psychologisieren“

Ein Mensch, der an Verfolgungswahn oder Phobien leidet, wird wohl kaum freiwillig Psychologe werden, da er sicher nicht mit potentiellen Boesewichten in einem Raum sein moechte, sondern lieber einen Beruf waehlen, in dem er von anderen isoliert wird. Tut mir leid. In meinen Augen ist das totaler Bloedsinn. Eigenschaften eines Psychologen oder Psychiaters sollten wohl Einfuehlungsvermoegen (um das noetige Verstaendnis aufzubringen) und der Wunsch Hilfsbeduerftigen zu helfen sein. Sie sollten Geduld haben und gute Zuhoerer sein.

Es gibt viele Menschen auf der Welt, denen ein Psychologe helfen konnte. Manchmal kann man das Problem nicht beheben (vielleicht ist es auch gar kein Problem, sondern nur die Wahrnehmung des Patienten ist gestoert), dann kann der Psychologe dem Patienten aber immer noch helfen, damit umzugehen.

Es mag allerdings bei in der Psychologie Scharlatane und Betrueger geben - wie ueberall. Da die meisten Patienten Laien sind, koennen sie nur hoffen, Glueck zu haben.

Bis denne
Schnoof

Therapeuten sind so wie sie sind
Hallo,

Also wenn mich der Begleiter immer im Kreis herumführt, kann
er schon was dafür, dass ich die Lust verliere ihm zum
„Gipfel“ zu folgen.

wahrscheinlich hast du dich bei deinen Therapeuten darüber beklagt, dass du nicht vorankommst und darauf keine brauchbare Antwort bekommen, nicht wahr?
Sollte es nicht so gewesen sein, dann hast du nie klären können, ob dieses im Kreis führen mangels Fähigkeiten oder mit Absicht geschehen ist.

Hilfe suchen und finden ist nicht so sehr eine Kunst, wie sich
im Klaren darüber zu werden, welche Art Hilfe man überhaupt
braucht.

Der letzte Satz stellt alles auf den Kopf was ich gelernt habe
und auch die Krankenkasse heute fordert.

Jetzt lassen wir mal die Krankenkasse außen vor, bevor wir uns in der Diskussion verzetteln. Aus eigener Erfahrung und von anderen weiß ich, dass man nicht immer auf Anhieb den richtigen Gesprächspartner für eine Therapie findet. Es ist gar nicht so selten, dass auch der 2. und 3. Therapeut nicht paßt - woran das auch immer liegen mag. Mit der „Art der Hilfe“ meinte ich sich im Klaren über die Therapiemöglichkeiten zu werden (was überhaupt möglich und bezahlbar ist), und sich nicht ausschließlich mit den eigenen Befindlichkeiten zu beschäftigen. Beides muss ja irgendwie in einen Topf. Vielleicht hast du dir bisher falsche Vorstellung darüber gemacht, was eine Therapie mit dir tut und was dir dadurch geboten wird.

Hat man ein Problem geht man zum allgemeinen Arzt, der einen
dann an den Spezialisten überweist soweit nötig.

Was Du vorschlägst, ist nicht nur, dass ich bei Symtomen
wissen soll was ich habe, sondern auch noch den Spezialisten
selbst für die Behandlung aussuche und die Behandlungsmethode
(Berg besteigen) wähle. Das ist doch lächerlich.

Naja, wegen der Symptome suchst du Hilfe, die kein Arzt erraten kann.

Ich erhebe nicht den Anspruch die richtige Einstellung zu haben oder das Nonplusultra vorzuschlagen. Nach meiner Erfahrung tat sich mein Hausarzt mit der Beratung zwecks Heilung meiner Symptome schwer. So habe ich aus dem Bauch raus eine Therapeutin herausgesucht, die sich als Fehlgriff herausstellt. Das laste ich jetzt aber nicht der Person an, die für andere Patienten goldrichtig sein mag. Also habe ich mich umgehorcht und im Bekanntenkreis durchgefragt, und dann den richtigen Therapeuten gefunden. Und die Gespräche liefen bisher bei weitem nicht so ab, wie ich es erwartete. Diese Durststrecken zwischendurch kenne ich auch, dass ich mich schon gefragt habe, ob ich überhaupt noch eine Therapie erfahre. Ich bin nur Patientin und Laie, glaubte einfach mal eine Weile daran, dass diese Kreisgänge sinnvoll sind. Und sie waren sinnvoll.

Was du erlebt hast, kann ich nicht beurteilen. Möchte dir aber raten deinem Urteilsvermögen etwas mehr Mißtrauen entgegen zu bringen oder etwas mehr Geduld aufzubringen. Wenn du Heilung suchst, dann reicht Erwaltungshaltung und Kritik nicht aus, sondern deine Eigeninitiative und Anpassungsbereitschaft sind genauso notwendig.

viele Grüße
claren

Danke erstmal für die Antwort.

Also wenn mich der Begleiter immer im Kreis herumführt, kann
er schon was dafür, dass ich die Lust verliere ihm zum
„Gipfel“ zu folgen.

wahrscheinlich hast du dich bei deinen Therapeuten darüber
beklagt, dass du nicht vorankommst und darauf keine brauchbare
Antwort bekommen, nicht wahr?
Sollte es nicht so gewesen sein, dann hast du nie klären
können, ob dieses im Kreis führen mangels Fähigkeiten oder mit
Absicht geschehen ist.

Für mich ist der Therapeut sowas wie ein Arzt. Ich habe natürlich gefragt wie und was das „funktionieren“ soll. Ich habe i.d.R. auch gefragt, ob er bestimmt Fragen hat oder ich über so und so erzählen soll.

Wenn mir aber ein Therapeut erklärt, es könnte ein Jahr dauern oder länger bis sich ein „Erfolg“ einstellt oder vielleicht auch keiner, dann ziehe ich den Beruf ernsthaft in Zweifel.

Hilfe suchen und finden ist nicht so sehr eine Kunst, wie sich
im Klaren darüber zu werden, welche Art Hilfe man überhaupt
braucht.

Der letzte Satz stellt alles auf den Kopf was ich gelernt habe
und auch die Krankenkasse heute fordert.

Jetzt lassen wir mal die Krankenkasse außen vor, bevor wir uns
in der Diskussion verzetteln. Aus eigener Erfahrung und von
anderen weiß ich, dass man nicht immer auf Anhieb den
richtigen Gesprächspartner für eine Therapie findet. Es ist
gar nicht so selten, dass auch der 2. und 3. Therapeut nicht
paßt - woran das auch immer liegen mag. Mit der „Art der
Hilfe“ meinte ich sich im Klaren über die
Therapiemöglichkeiten zu werden (was überhaupt möglich und
bezahlbar ist), und sich nicht ausschließlich mit den eigenen
Befindlichkeiten zu beschäftigen. Beides muss ja irgendwie in
einen Topf. Vielleicht hast du dir bisher falsche Vorstellung
darüber gemacht, was eine Therapie mit dir tut und was dir
dadurch geboten wird.

Da gehe ich stark davon aus, dass ich mich falsche Vorstellungen mache bzw. gemacht habe, sonst wäre ich nicht so entäuscht.

Hat man ein Problem geht man zum allgemeinen Arzt, der einen
dann an den Spezialisten überweist soweit nötig.

Was Du vorschlägst, ist nicht nur, dass ich bei Symtomen
wissen soll was ich habe, sondern auch noch den Spezialisten
selbst für die Behandlung aussuche und die Behandlungsmethode
(Berg besteigen) wähle. Das ist doch lächerlich.

Naja, wegen der Symptome suchst du Hilfe, die kein Arzt
erraten kann.

Ich erhebe nicht den Anspruch die richtige Einstellung zu
haben oder das Nonplusultra vorzuschlagen. Nach meiner
Erfahrung tat sich mein Hausarzt mit der Beratung zwecks
Heilung meiner Symptome schwer. So habe ich aus dem Bauch raus
eine Therapeutin herausgesucht, die sich als Fehlgriff
herausstellt. Das laste ich jetzt aber nicht der Person an,
die für andere Patienten goldrichtig sein mag. Also habe ich
mich umgehorcht und im Bekanntenkreis durchgefragt, und dann
den richtigen Therapeuten gefunden. Und die Gespräche liefen
bisher bei weitem nicht so ab, wie ich es erwartete. Diese
Durststrecken zwischendurch kenne ich auch, dass ich mich
schon gefragt habe, ob ich überhaupt noch eine Therapie
erfahre. Ich bin nur Patientin und Laie, glaubte einfach mal
eine Weile daran, dass diese Kreisgänge sinnvoll sind. Und sie
waren sinnvoll.

Also war gar nicht erst bei meinem Hausarzt sondern gleich bei einem Spezialisten für das körperliche Symptom. Mir ist schon klar, dass ein Hausarzt nicht alles wissen kann.

Was du erlebt hast, kann ich nicht beurteilen. Möchte dir aber
raten deinem Urteilsvermögen etwas mehr Mißtrauen entgegen zu
bringen oder etwas mehr Geduld aufzubringen. Wenn du Heilung
suchst, dann reicht Erwaltungshaltung und Kritik nicht aus,
sondern deine Eigeninitiative und Anpassungsbereitschaft sind
genauso notwendig.

Du hast vollkommen recht. Eigeninitative ist der Schlüssel zum Erfolg. Da die Angelegenheit schon ein paar Jahre her ist und das Internet sich viel weiter entwickelt hat, werde ich jetzt mein „Thema“ nochmal aufgreifen und nach Menschen suchen, die Ähnliches erleben.

Das ist eigentlich mein größtes Ziel, denn meine Therapeuten sowie Doktoren wußten davon nix.

Lieben Gruß
Skyver

Hoch lebe das Internet!