Hallo!
Ich brauche unbedingt einen Rat, denn die Beziehung mit meinem Freund ist immer weniger auszuhalten.
Wir sind seit 7 Jahren zusammen und haben einige Höhen und Tiefen(!) miteinander durchlebt. Mittlerweile bin ich an einem Punkt, an dem ich leider ernsthaft über Trennung nachdenken muß, obwohl es nicht das ist, was ich wirklich will und ich will ihn auch nicht im Stich lassen.
Vorab möchte ich sagen, daß mir vollkommen klar ist, daß an einer Beziehung ZWEI Menschen beteiligt sind und auch, daß mir bewusst ist, daß auch ich meine Fehler habe. Aber es geht mir hier um bestimmte Verhaltensweisen, die er an den Tag legt und ich mir keinen Rat mehr weiß, wie ich damit umgehen soll/kann.
Wo soll ich anfangen…ich liste einfach mal auf:
-wenn er nicht arbeitet, liegt er meistens den ganzen Tag auf dem Sofa und schaut fern
-er meidet das Zusammentreffen mit anderen Menschen, besonders mit meinen Freunden
-er redet manchmal tagelang nicht mit mir/ignoriert mich regelrecht
-er ist ohne bestimmten Grund unfreundlich
-er projiziert seine Emotionen/Probleme auf mich (und macht sich damit natürlich unantastbar. Wenn ich ihm sage, daß das z.B. nicht mein Frust ist sondern seiner, gelte ich als kritikunfähig, Retourkuschenfahrerin usw.)
-er fühlt sich bei jeder Gelegenheit angegriffen, vorgeführt, schlecht behandelt u.ä.(z.B.: er wollte Kuchen backen, hat die Butter rausgestellt zum weich werden. Ich wusste von nix, komm irgendwann an der Küche vorbei, denk „oh irgendwer hat vergessen die Butter in den Kühlschrank zurückzustellen…“ und mach’s. BAMM. Vorwürfe ohne Ende: ich würde mein Handeln und Denken in der Richtigkeit u. Wichtigkeit über seines stellen/ ich würde ihm mit Absicht das Leben schwer machen wollen/ ich würde immer gegen ihn arbeiten usw.)
-manchmal habe ich das Gefühl er wirft mir irgendwelche Dinge nur vor, um mir was vorwerfen zu können (er bleibt dann auf irgendwelchen Allgemeinplätzen „du machst immer…“ und kann keine konkreten Beispiele/Situationen nennen)
-Schuld sind immer alle anderen: ich natürlich, die Arbeitskollegen, das System, die Regierung…
-egal was ich sage, er sagt das Gegenteil davon (auch zu einem Thema in beide Richtungen)
Mir würde sicher noch einiges einfallen, aber für einen ersten Eindruck ist das sicher ausreichend. Falls etwas unklar ist, bitte nachfragen.
Ich weiß nicht mehr weiter. Manchmal bin ich selber schon so durcheinander und weiß nicht mehr, was richtig/falsch, wahr/unwahr ist. Ich habe mich aber oftmals (heimlich natürlich) rückversichert u.a. bei seiner Schwester, die mir beipflichtet, daß es in erster Linie er ist, dessen Verhalten aus der Rolle fällt.
Wenn ich auch nur andeutungsweise anspreche, daß er Probleme hat und Hilfe bräuchte, bricht er jedes Gespräch ab und wirft mir vor, daß ich es mir ja schön einfach machen würde/ihn pathologisieren würde und was was weiß ich noch alles. Es sind ja schließlich die Umstände und die anderen… Und zu einem Psychologen…niemals! Die wollen einem ja das Gehirnwaschen und sonst allerlei böses.
Ich bin ziemlich am Ende. Ich würd mir so wünschen, daß ich ihn irgendwie erreichen kann, oder das er Hilfe annehmen würde. Er war früher, und ist es ab und zu zwischendurch auch jetzt noch, ein ganz zauberhafter Mensch - der, mit dem ich mein Leben verbringen will.
Gibt es eklatante Kommunikationsfehler (auf meiner Seite), die es jemandem wie ihn unmöglich machen, auf das einzugehen, was ich versuche ihm mitzuteilen? Bzw. gibt es irgendwelche „Tricks“ in der Kommunikation, die ich unbedingt beachten sollte?
Für jeden Ratschlag bin ich unendlich dankbar!
Liebe Grüße, Emma
?
…zum anderen würde er Dir das REcht einräumen, daß du RECHT hast…was schwierig sein dürfte