Liebe/-r Experte/-in,
meine Tochter wurde in 37+1 wegen einer Gestose per KS geholt. Mittlerweile ist sie 11 Monate alt, krabbelt, sitzt und zieht sich überall hoch. Allerdings isst sie sehr, sehr schlecht und wiegt gerade mal 7kg (Ausgangsgewicht 2180g). Damit liegt sie auf der untersten Perzentile (seit der U3 hangelt sie sich stetig daran entlang).
Jetzt lese ich immer, dass Gestosekids oft entwicklungsgestört sind (vor allem der Wahrnehmung, was denke ich mit 11 Monaten schwer rauszufinden ist?) und öfters Stoffwechselerkrankungen bekommen.
Ich möchte den Absprung nicht verpassen wenn doch irgendwas mit ihr nicht stimmt. Motorisch klappt es ja zurzeit ganz gut (auch dank Krankengymnastik die wir aber bald absetzen können - sie hatte einen Plagiocephalus).
Sollten wir sie auf Stoffwechselerkrankungen untersuchen lassen? Gibt es Anhaltspunkte auf die wir achten können ob sie doch entwicklungsgestört/ wahrnehmungsgestört ist?
Danke im voraus
Jessica
Liebe Jessica,
auch bei Gestosekids ist bei der Gewichtszunahme der Verlauf am wichtigsten. Solange Deine Tochter auf der 3. Perzentile bleibt ist alles prima. Diese leichteren Kinder sind oft motorisch sehr aktiv, weil sie natürlich auch weniger Kilo zum Stehen hoch ziehen müssen, als ein 13kg-Marshmallow-Schätzchen mit 50 Speckfalten. Ihre Aktivität verbrennt wiederum Kalorien und sie nehmen nicht so zu.
Zum Stoffwechsel: Alle wichtigen Stoffwechselerkrankungen, die behandelbr sind, wurden im Neugeborenenscreening getestet. Und ein viel wesentlicherer Risikofaktor für spätere Stoffwechselerkrankungen ist Übergewicht bereits im Kindesalter. Da besteht bei Deiner Tochter im Moment ja eher keine Gefahr. Insofern würde ich mir wegen Deiner Gestose eher keine Sorgen machen.
Alles Gute für Dich und Deine Kleine!
Julia
Hallo Jessica,
den Zusammenhang zwischen Präeklampsie, Wahrnehmung und Stoffwechselerkrankungen halte ich für sehr weit hergeholt und medizinisch-wissenschaftlich nicht haltbar, wenn das Kind um die Geburt herum keine wesentlichen Probleme hatte.
Für die Kontrolle der Entwicklung Ihrer Tochter ist Ihr Kinderarzt/-ärztin verantwortlich und darauf sollten Sie vertrauen!
Die motorische Entwicklung, die Sie beschreiben, halte ich für vollkommen normal und zarte Kinder gibt es natürlich immer wieder. Besprechen Sie Ihre Sorgen mit Ihrem Kinderarzt!!!
MhG
Wegmann