Hallo Juliane,
Dein Tag klingt ja nicht so, als wärst Du am Nachmittag daheim beschäftigt, schade, denn sonst wäre so ein Braten wunderbar mit Niedrigtemperatur in einigen Stunden zu bewerkstelligen. Da man da aber immer wieder einmal nach der Temperatur schauen muss (zu diesem Zwecke steckt ein Bratenthermometer im Fleisch, hast Du so was?), eignet sich das ja wohl nicht.
Wenn Dich ein Rezept in der Richtung aber trotzdem interessiert, schick ich es Dir gerne - ich habe auf diese Weise das absolut herrlichste Roastbeef meines Lebens vorgesetzt bekommen, nachkochen hat bewiesen: kinderleicht und immer wieder ein Hit.
Jetzt aber zum vorbereitbaren Rezept: Wie wär’s mit einer Gulaschvariation, die einen kulinarischen Hochgenuss verspricht? Vorbereitbar ist das insofern, als es wunderbar am Vortag schon gekocht werden kann, ja nach Wunsch auch nur teilweise, wenn am Festtag noch etwas Zeit ist.
Hier das Rezept:
Provencalisches Gulasch mit Steinpilzen (für 4)
1 kg Rindsgulasch zum Schmoren, Wadschinken z.B.
Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian
Olivenöl zum Anbraten
3 Knoblauchzehen
2 Schalotten
Wacholderbeeren, Lorbeer, schwarzer Pfeffer (ganz)
1 dl Cognac
1/2l Rotwein
1/2l Rindsuppe
Saft von 2 Orangen, eventuell ein Stück der Schale (unbehandelt!!!)
30-40 dag getrocknete Steinpilze, eingeweicht
frischer Thymian und Rosmarin
Das gewürfelte Fleisch portionsweise anbraten und aus der Pfanne nehmen, mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und Thymian würzen;
gehackte Schalotten und Knoblauchzehen anbraten, Wacholderbeeren, Lorbeer, Pfefferkörner dazugeben und mit Cognac löschen, dann einkochen lassen;
mit Rotwein aufgießen, reduzieren;
mit Suppe aufgießen, Fleisch dazugeben, 2-3 Stunden köcheln lassen; wenn nötig, noch etwas aufgießen;
anschließend Orangensaft (und evt. Schale) sowie die Steinpilze zum Fleisch geben (evt. auch das Einweichwasser, wenn noch aufgegossen werden soll!), noch ca. 1 Stunde köcheln lassen.
Sauce abschmecken (evt. passieren, wenn man mag, ich entferne nur den Lorbeer) und mit frischen Kräutern servieren;
dazu passt jede Art von Gemüse, Kartoffelgratin, Baguette (die Sauce schmeckt göttlich)…
Ich hab das schon oft vorgekocht und dann zum Essen nur noch erwärmt, ich finde, der Geschmack wird sogar nich besser, wenn es über Nacht durchziehen kann.
Essen die Kinder mit euch mit, oder haben die ihr eigenes Abendessen? Der Alkohol vom Cognac dürfte jedenfalls vollständig verkochen, den Rotwein kann man ja eventuell durch mehr Suppe ersetzen.
Eine wunderbare Vorspeise, die sehr schnell geht, sind mit Olivenöl-Zitronen-Balsamico-Honig-Dressing angerichtete Feigen mit Mozzarella, Basilikum und Rohschinken (das Rezept kann ich Dir schicken, Du findest es aber auch in „Genial kochen mit Jamie Oliver“ *g*) - das schaut toll aus und schmeckt wahnsinnig gut.
Als Dessert würd ich eine weiße Mousse au Cocolat empfehlen - das kann man ebenfalls am Vortag zubereiten, es geht einfach, schmeckt eigentlich immer und ist durch die weiße Schokolade doch was Besonderes.
Toll schmeckt es und sieht es auch aus, wenn man die Mousse auf Biskotten (Löffelbiskuits in D?) setzt, die nach Art von Tiramisu in gezuckertem Kaffee (nach Geschmack mit Tia Maria versetzt) gewendet wurden und dann - zwei unten, zwei oben - gitterförmig auf den Teller gelegt werden.
Ich wünsche schönes Feiern!
LIebe Gruß,
Elisabeth