Gesundheitsfragen bei Risiko-LV u. BU-Versicherung

Hallo Experten,

ich stehe vor dem Abschluss von einer Risiko-LV-Versicherung für mich und meine Frau sowie evtl. einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Nicht dass ich oder meine Frau schwerwiegende Krankheiten haben oder was verheimlichen wollen, wir sind momentan beide vollkommen gesund. Doch ich hab schon einiges gehört, dass Versicherungen nicht leisten, weil man Angaben vergessen hat, anzugeben. Nun ist die Frage, reichen die Angaben, die man nach bestem Wissen und Gewissen angibt wirklich aus? Ich wurde in den letzten Jahren zweimal operiert, nix wildes, und meine Frau hat zweimal entbunden sowie einmal eine Fehlgeburt gehabt. Ansonsten kann man nur von kleinen Krankheiten sprechen: Grippe, Magen-Darm-Infektion, etc. Ich will die Versicherungen mit ruhigem Gewissen abschließen und keine Fehler bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen machen. Vielleicht habt Ihr gute Ratschläge für mich. Soll ich vielleicht zu meinem Hausarzt gehen? Vielen Dank vorab für eure Beiträge.

Schöne Grüße
Turan

Hallo Turan,

die Versicherung wird im Zweifelfall sowieso bei deinem Hausarzt nachfragen. Du musst im Antrag deinen Arzt von der Schweigepflicht für die Versicherung entbinden.
In den Bedingungen steht bei den meisten Versicherungen, dass du die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen beantworten sollst.
Es kann sein das bei der Berufsunfähigkeit(BU) (die ihr machen solltet!) verschiedene Sachen ausgeschlossen werden oder einen Zuschlag nach sich ziehen.
Auch wenn im Leistungsfall die BU oft zu Leistungsklagen führen, haben die Versicherungen meistens das nachsehen.

Mach dir nicht zuviele Gedanken wegen deines Antrages.
Nur achte bitte darauf, dass deine Versicherung nicht unbedingt beim Günstigsten abgeschlossen wird, sondern bei einer die wenige Leistungsklagen hat. Ein geringer Beitrag zieht nicht immer eine leistungswillige Versicherungsgesellschaft nach sich…

Grüße
Paul

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hab schon einiges gehört, dass Versicherungen nicht leisten,
weil man Angaben vergessen hat, anzugeben. Nun ist die Frage,

Das bezieht sich aber auf nenneswerte Erkrankungen und nicht auf Husten, Schnupfen, Heiserkeit.

reichen die Angaben, die man nach bestem Wissen und Gewissen
angibt wirklich aus?

Ja.

Ich wurde in den letzten Jahren zweimal operiert, nix wildes,

Da wird die Versicherung ohnehin beim Krankenhaus nachfragen, da kannst Du also nicht falsch machen.

Magen-Darm-Infektion, etc. Ich will die Versicherungen mit
ruhigem Gewissen abschließen und keine Fehler bei der
Beantwortung der Gesundheitsfragen machen.

Dann gib alles an, was Du weist.

Hallo Paul,

danke für deine Ratschläge. Ich hatte schon vor, zu meinem Hausarzt zu gehen, ob irgendetwas nennenswertes in meiner Krankenakte steht, von der ich nichts weiß. Dann brauche ich das ja gar nicht. Ich geb an, was ich weiß, was schlimmes hatte ich sowieso nicht. Bezüglich der Versicherungsgesellschaft: Die Risiko-LV möchte ich bei KarstadtQuelle abschließen, ich wüßte nicht, ob es hier Probleme gab. Die BU weiß ich noch nicht. Ich hatte ein Angebot der Nürnberger, mit der ich aber im Bereich LV Probleme habe, so dass ich diese ausschließen kann. Ein anderes Angebot habe ich vom Volkswohlbund. Ich würde ja bei der Allianz oder der Alten Leipziger abschließen, aber die sind dann etwas teurer. Hast du vielleicht ein Vorschlag? Welche Versicherungssumen sollte man wählen?
Danke nochmals.
Gruß
Turan

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hab schon einiges gehört, dass Versicherungen nicht leisten,
weil man Angaben vergessen hat, anzugeben. Nun ist die Frage,

Das bezieht sich aber auf nenneswerte Erkrankungen und nicht
auf Husten, Schnupfen, Heiserkeit.

Etwas schlimmes hatte ich auch gar nicht.

reichen die Angaben, die man nach bestem Wissen und Gewissen
angibt wirklich aus?

Ja.

Mehr kann man glaub ich auch nicht machen. Ich wollte sogar zum Hausarzt, um nachzufragen, ob es Eintragungen gibt, von denen ich nix weiß.

Ich wurde in den letzten Jahren zweimal operiert, nix wildes,

Da wird die Versicherung ohnehin beim Krankenhaus nachfragen,
da kannst Du also nicht falsch machen.

Na dann ist eigentlich alles ok.

Magen-Darm-Infektion, etc. Ich will die Versicherungen mit
ruhigem Gewissen abschließen und keine Fehler bei der
Beantwortung der Gesundheitsfragen machen.

Dann gib alles an, was Du weist.

Das werde ich.
Danke.
Gruß
Turan

Hallo,

im Gegensatz zu einigen Anderen:

Alle Behandler der letzten Jahre aufsuchen (persönlich) und die Behandlungstermine und Diagnosen nachfragen.

Krankenhausentlassungsberichte besorgen.

Wenn Sie alle Daten zusammenhaben prüfen und ggf. korrigieren lassen. In den Akten stehen oft andere Sachen, als der rzt Ihnen gegenüber ausgesprochen hat!

Dann die Versicherungen beantragen.

Nach bestem Wissen und Gewissen reicht nicht.

Versicherer fragen nicht zwangsläufig bei den Ärzten nach, und wenn, dann beantworten die Schwestern nach Akten.

Gehen Sie persönlich zu dem Arzt und erklären Sie ihm worum es Ihnen geht!

Thorulf Müller

So weh das vielen hier auf tun wird: Ich muss Thorulf Recht geben. Leider gibt es Fälle, in denen zwar wirklich ALLES angegeben wurde, was die Erinnerung her gab (und das WAR alles!), aber leider standen in der Patientenakte noch div. schnuckelige Behandlungen drin.
Effekt: Versicherer tritt zurück oder ähnliches. Das ist echt übel.

Frank

P.S.: Warum hat sich eigentlich noch nicht rumgesprochen, dass Erkältungen KEINE Lapalien sind? Einige schwere Erkältungen, und der Herzmuskel hat fein was abgekriegt. Das erklär dann mal dem Versicherer!

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