Gesundheitsfragen

Hallo,…

… ein Hinderungsgrund eine Versicherung abzuschließen war bislang der Gesundheitsfragebogen. Hierbei geht es nicht darum etwas zu verschweigen, sondern darum, dass ich in den vergangenen Jahrzehnten wegen verschiedenster Wehwehchen bei den verschiedensten Ärzten war. Dank Krankenversicherungskarte auch nicht immer über den Hausarzt, sondern oftmals direkt beim Facharzt…

Mit anderen Worten, ich kann nicht sagen, wann ich weshalb bei welchem Arzt war und welche Diagnose gestellt wurde… Genau das wird aber von der Versicherung erwartet, oder ???
Einfach schreiben: „ich fühle mich fit und bezüglich meiner Vergangenheit fragt meine Ärzte… ich glaube ich war in Behandlung bei… !“ reicht ja wohl nicht.

Kann ich auf meine Krankenkasse verweisen ? Gibt es eine Formulierung, mit der man aus der Falle kommt ??? Wie gesagt, es geht nicht darum etwas zu verschweigen !

Danke für Eure Hilfe !

Wolfgang

Hallo,…

den Krankenkassen geht es nicht um eine Schnupfenerklärung oder ob du eine Prellung gehabt hast, hier geht es um schwerwiegende Sachen die sich stark auf den Körper auswirken. Und da kannst du mir nicht erzählen du weist es nicht wo du bein Arzt warst.

Und wenn es keine schwerwiegenden Sachen waren mach einen Antrag und beantworte die Fragen.

Gruß Anno

… ein Hinderungsgrund eine Versicherung abzuschließen war
bislang der Gesundheitsfragebogen. Hierbei geht es nicht darum
etwas zu verschweigen, sondern darum, dass ich in den
vergangenen Jahrzehnten wegen verschiedenster Wehwehchen bei
den verschiedensten Ärzten war. Dank Krankenversicherungskarte
auch nicht immer über den Hausarzt, sondern oftmals direkt
beim Facharzt…

Mit anderen Worten, ich kann nicht sagen, wann ich
weshalb bei welchem Arzt war und welche
Diagnose
gestellt wurde… Genau das wird aber von der
Versicherung erwartet, oder ???
Einfach schreiben: „ich fühle mich fit und bezüglich meiner
Vergangenheit fragt meine Ärzte… ich glaube ich war in
Behandlung bei… !“ reicht ja wohl nicht.

Kann ich auf meine Krankenkasse verweisen ? Gibt es eine
Formulierung, mit der man aus der Falle kommt ??? Wie gesagt,
es geht nicht darum etwas zu verschweigen !

Danke für Eure Hilfe !

Wolfgang

hallo wolfgang,
der hausarzt bekommt vom facharzt in der regel alle unterlagen zugesandt. somit kann der hausarzt dir genaus sagen, wann welche diagnosen gestellt wurden.
lasse dir vom hausarzt eine liste zukommen, wann du bei ihm warst. dann kann dir nix passieren.
manche leute lösen die probleme allerdings noch einfacher. sie wechseln einfach sicherheitshalber nach abschluß einer privaten krankenversicherer ihre ärzte. :smile:))
viele grüße
oliver

gut… und was ist schwerwiegend…
sorry… bin kein Buchhalter was Ärzte und Arztbesuche angeht und die Definition was schwerwiegend ist, hast Du mir auch nicht gegeben. Dass es dabei vermutlich nicht um Schnupfen geht, ist mir auch klar.
Im Fall des Versicherungsfalles wird die Versicherung sicher nichts unversucht lassen, sich aus der Zahlungsverpflichtung zu drücken.
Ich zahle lieber ein paar Euro mehr und habe dann dieses Risiko nicht.

Gruß
Wolfgang

lieber wolfgang,
was ich vergessen hatte:
es müssen alle arztbesuche angegeben werden !!!
alle, die in dem erfragten zeitraum stattgefunden haben.
auch die wegen schnupfen oder erkältung.
was schwerwiegend, oder weniger schwerwiegend ist, entscheidet der risikoprüfer der jeweiligen versicherungsgesellschaft.
gruß
oliver

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Hallo Oliver,

als Ergänzung zu deiner Ausführung möchte ich nämlich andeuten, dass eine Immunschwäche (f.e. HIV) beispielsweise durch eine Reihe von Nebenerkrankungen bereits charakterisiert und manifestiert wird.

Gruß
Marco

… danke für Deine Antwort… auch wenn Sie nur bestätigt, was ich vermutet habe…

Gruß
Wolfgang

hallo Wolfgang,
wir hatten das Thema schon mal vor ca. eine 3/4 Jahr. Da postete ich einen Satz, den Du in den Vertrag reinschreiben kannst und der Dir die Gefahr der Anzeigenpflichtverletzung abnimmt.
Marco, kennst Du noch den Wortlaut?
Zu schwer und leicht: versuche nicht selbst zu entscheiden (oder der Vertreter). Wenn Du Dir z.B. mal aus Jux und Dollerei Massagen hast verschreiben lassen, ist das für die Versicherung eine ernst zu nehmende Vorerkrankung. Für Dich war´s ein Spass, für die VS. ein Alarmzeichen. „Hat der evtl. mit der Bandscheibe zu tun? Mit …“
Grüße
Raimund

Was kann man also tun … ?
Hallo !

Danke für den Hinweis… Massagen hatte ich auch mal - wenn das auch mit Sicherheit nichts mit der Bandscheibe zu tun hatte - und die hätte ich garantiert vergessen.
Aber mal im Ernst: Das Beispiel zeigt, wie leicht man in die Falle tappt. Daher folgende Fragen:

  1. Gibt es Versicherungen, die entweder ganz auf Gesundheitsfragen verzichten oder den Abfragezeitraum deutlich einschränken, z.B. die letzten 5 Jahre oder ähnlich ?
    Ich hatte vor einiger Zeit mal ein Angebot bekommen, danach reichte der Nachweis, dass man innerhalb der letzten 1 oder 2 Jahre nicht krank geschrieben war. Rückblickend ärgere ich mich, dass ich das Angebot nicht weiter verfolgt habe.

  2. Gibt es vielleicht Versicherungen mit Karenzzeiten. Ich meine Klauseln wie: Tritt der Versicherungsfall erst 5 Jahre nach Abschluss ein, spielen die Angaben zu Krankheiten und Arztbesuchen vor Antragstellung keine Rolle mehr.

  3. Kann man den Gesundheitsfragebogen z.B. durch eine Untersuchung beim Vertrauensarzt der Versicherung ersetzen ?

  4. Wo finde ich Informationen neutraler Stellen, Gerichtsurteile, etc. zum Thema ? Gibt es Statistiken darüber, wie häufig Zahlungen wegen falscher oder fehlender Angaben zu Gesundheitsfragen zur Zahlungsverweigerung führen ? Sind bestimmte Versicherungen besonders knauserig ?

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

als langjähriger Büroleiter des größten europäischen Versicherungskonzerns möchte ich Dir folgendes empfehlen:

Bleibe bei der Wahrheit. Gib alle Krankheiten und Beschwerden an die Dir bekannt sind. Nenne alle behandelnden Ärzte. Verschweigst Du Vorerkrankungen (wissentlich oder unwissentlich) hast Du im Leistungsfall Deine Beiträge umsonst gezahlt. Da spielt es keine Rolle ob Du nun zehn Monate oder zehn Jahre bezahlt hast.

Es gibt keine Fallen, es sei denn Du stellst Dir selber welche.

Gehe zu einer namhaften Agentur Deines Vertrauens nachdem Du Dir bereits zu Hause diese wichtigen Daten aufgeschrieben hast. Ein seriöser Vertreter wird Dich ohnehin (daran kannst Du ihn erkennen!) noch einmal eindringlich darauf hinweisen.

Ich hatte einen Kunden der seinen Wirbelsäulenschaden verschwiegen hatte. Nach acht (!) Jahren wurde er auf Grund dieses Leidens als Maurer berufsunfähig. Wer hat hier wem die Falle gestellt?

Deswegen, Deine Entscheidung Dich zu versichern ist richtig und wenn Du die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortest kannst Du ganz beruhigt sein.

MfG

Michael H.

Hallo,…

danke für die Antwort, aber meine Fragen waren andere.

Noch einmal: Es geht nicht darum, etwas zu verschweigen. Ich will ausschließen, dass man mir wegen der Gesundheitsfragen die Leistung verweigert. Ich will keine Versicherung betrügen, will aber andererseits im Fall der Fälle meine Leistung nicht vor Gericht erstreiten müssen. Meine Befürchtung, dass jeder Schnupfen im Zweifel relevant ist, scheint ja - wenn man die anderen Beiträge und Ermahnungen liest - nicht völlig aus der Luft gegriffen. Und dass ich sämtliche Arztbesuche und Krankheiten meiner 38 Lebensjahre vollständig aufzählen kann, ist illusorisch.

Ähnlich einer Hausratversicherung: Wenn ich einen bestimmten Betrag pro qm versichere, brauche ich keine Abzüge zu befürchten… Sowas muss es doch auch z.B. für die BU geben.

Ansonsten frage ich mich wirklich, ob es nicht sinnvoller ist, die Beiträge zu sparen… Dann habe ich zumindest dieses Geld garantiert… und wenn es nie zum Versicherungsfall kommt, sind die Beiträge auch nicht verloren.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

vermutlich meinst Du den Satz auf

http://www.dccv.de/gruppen/sozialrecht/buz.shtml

Gruß
Wolfgang

Hallo…

bei - nicht der größten - Versicherung gibt es da offenbar kundenfreundlichere Klauseln, die das Risiko der Falschauskunft zumindest auf 10 Jahre einschränken:

http://www.victoria-goettingen.de/Privat/berufsunf.htm

Es muss doch noch mehr und bessere Angebote geben ? Oder ?

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

bei den Gesundheitsfragen der meisten Firmen wird doch auf 10 Jahre max. abgestellt.

Andere Frage: Bist du Angestellter?

Gruß
Marco

richtig! o.w,T
.

hallo Wolfgang,

also so schlecht ist Michaels Antwort nicht!
Die Versicherungen, die wenig fragen, haben andere Tücken: da steht dann drin: sind Sie z.Zt. gesund? Kannst Du das dann mit absoluter Sicherheit beantworten? Hast Du nämlich die Wirbelsäulenverkrümmung vergessen, dann bist Du schon fällig. Obwohl das länger als 10 Jahre zuückliegt.
Oder die Leistungen sind so miserabel, dass es fast unerheblich ist, ob Du krank warst oder nicht. Was hilft Dir eine BUR, die zu Dir sagt: Sie können aber noch die xy Arbeit machen!
Also lieber so genau wie möglich die Fragen beantworten und zur Sicherheit den bewussten Satz hinzufügen. Dann kann Die nichts passieren.
Grüße
Raimund

Hallo,

bei all den vielen kompetenten Ratschlägen noch die Frage eines Laien:
Wie will denn eine Versicherung herausbekommen, dass ich beispielsweise vor 8 Jahren mal z.b. Rückenschmerzen hatte und deswegen behandelt wurde? Wenn mann Jahre nicht bei diesem Arzt war, mithin ihn auch nicht angibt, wie will eine Versicherung das herausbekommen?

Danke im voraus

Jaromil

Hallo Wolfgang,

Deine Befürchtungen vor Fallstricken und Klauseln kann Dir nur ein kompetenter Kollege (von welcher Gesellschaft auch immer, außer Direktversicherung) im persönlichen Beratungsgespräch nehmen. Laß Dich doch, wie ich Dir schon sagte, einmal unverbindlich beraten. Dann erfährst Du auch alles über die Ausschlüsse.

Du sollst doch nicht Deine grippalen Infekte der letzten Jahre auflisten, aber z.B. die verschleppte Grippe die einen Krankenhausaufenhalt nach sich zog und den Sportunfall beim Skiurlaub. Auch, falls vorhanden, beispielsweise die aktuellen Rückenbeschwerden.

Deinen jetztigen Hausarzt und ggf. Dich jetzt behandelnden Facharzt gibst Du an.

Ein Fachmann macht das mit Dir gemeinsam.

Ein (fast) privates Wort noch zum Schluß:

So lange Du unsicher bist, oder immer noch von Zweifeln geplagt, unterschreibe keinen Vertrag, dann laß Dich nochmals bei einer anderen Gesellschaft beraten. Erst wenn Du überzeugt bist das Richtige gefunden zu haben, dann tu es. Mach es dann aber auch wirklich!
„Eingesparte“ Beiträge stehen in keinem Verhältnis zu dem finanziellen Fiasko welches in heutigen Zeiten bei einer fehlenden Versicherung auf Dich zukommen kann.

Ein SAUBERER Vertrag, den Du verstehst und akzeptierst gibt Sicherheit und gewisse Ruhe. Also, weg mit den irrealen Ängsten, die m.E. auf Unkenntnis, Unsicherheit und Fehlinformationen beruhen.

Nun paß gut auf beim Beratungsgespräch!

MfG

Michael H.