Gesundheitsministerin Schmidt

Es ist zwar schon vom November, doch da noch nicht umgesetzt immer noch aktuell:

die kluge Frau möchte die Zahl der Krankenkassen reduzieren.
Ein löblicher Gedanke… nur wieder typisch linksgestrickt: von (sozialdiktatorischem) Staatsbefehl her, sprich einige schließen.
Und so wie ich sie bisher kenne: die günstigsten.
Warum (und deswegen bringe ich das Thema im hier in Inlandspolitik) überlässt die Tante das nicht dem Markt? Warum streicht sie nicht den Strukturausgleich? Klar, erst mal wandern viele ab in extrem günstigere Kassen. Doch dann müssen die (weil sie ja Annahmezwang haben und alle nehmen müssen) ihre Beiträge erhöhen. Und irgend wann ist es so weit: die gut geführten überleben, die schlechten gehen pleite. Ergebnis: wir haben weniger Kassen, weniger Kosten, die Paläste werden kleiner und effizienter, die Wasserkopfgehälter evtl. etwas niedriger (da die Kosten für Erhaltmassnahmen wendet werden). Kurz: eitel Sonnenschein bei allen… allen? nein, diejenigen, die bisher sich darauf verlassen konnten, dass ihr Minus von den andren ausgeglichen wird, die machen brummige Gesichter, klar!
Und wenn man schon streicht, dann könnte man auch die Wettbewerbsbeschränkungen der Kassen streichen. Ebenso die z.Zt. gültige Honorierung der Ärzte: weg mit der Kopfprämie, nur noch eine reine Leistungsbezahlung, Erhöhung der Liquidationssatzes von 1,5 GOÄ auf 2,3 GOÄ (Regelsatz). Und Abzeichnung jeder Behandlung durch den Patienten.

Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

na klar gehören die Kassen gewaltig reduziert und die Kassenärztlichen Vereinigungen auch gleich mal gewaltig reduziert.
Warüm müssen gesetzlich Versicherte über 380 schmarotzende Vorstandsvorsitzende und ein gewaltig aufgeblähtes, unfähiges Ministerium finanzieren?
Dann noch eine Gesundheitsreform staatlich verordnet bekommen die, die Lage der Versicherten verschlechtert, aber nicht den Wasserkopf der Kasse betrifft?
Muss die Verwaltung der gesetzlich Versicherungen so gewaltig aufgebläht sein?
Wieviel bekommen die gesetzlichen Kassen eigentlich dieses Jahr mehr an Verwaltungskosten für jedes Mitglied?
Was hat ein Versicherter für einen Vorteil von den ganzen Versicherungen?

Warum gibt es nicht genausoviel Rentenversicherungen?
Für mich ist nur eine zuständig, nämlich BfA.
Warum soll sowas nicht auch für die Krankenversicherung gehen?

Warum werden die staatlich gelenkten Krankenkassen nicht einfach abgeschafft? Wird da etwa, wie mit jeder anderen staatlichen Einnahme, etwa schon wieder Missbrauch betrieben?

Nach meinen Info’s gehen nur ca. 40% der Versicherungsbeiträge an den Versicherten zurück, der Rest versickert.
Stimmt das?

Gruss

Gerd

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Hallo Gerd,
es ist schon richtig, dass es zu viele Kassen gibt. Doch ist nicht unbedingt der Wasserkopf das entscheidend negative. Die meisten haben gar keinen so großen Verwaltungsapparat. Das isn eigentlich hauptsächlich die großen und supergroßen.

Warum gibt es nicht genausoviel Rentenversicherungen?
Für mich ist nur eine zuständig, nämlich BfA.
Warum soll sowas nicht auch für die Krankenversicherung gehen?

Das ist nicht miteinander zu vergleichen. außerdem äusserstnegativ für die Versicherten. allein dies wird Dich wohl überzeugen: wenn Deine Kasse nur noch das zahlt was unbedingt gestzlich verlangt wird, was machst Du dann? Ergeben den Kopf senken oder zur Konkurrenz gehen? Siehst, es muss schon Auswahl geben. Genauso wie es negativ wäre, wenn es nur noch ein Kaufhaus in Deutschland gäbe, z.B. Kaufhof. Ansonsten sind alle anderen Gewchäfte verboten. Kaufhof könnte sich dann alles erlauben. Du musst es kaufen, ob´s Dir passt oder nicht. Das würde sich aber von alleine Geben, wenn man das dem Marktgesetz Angebot und Nachfrage überlässt. Die „schlechten“ gehen pleite, die guten überleben. Ist ganz einfach.

Warum werden die staatlich gelenkten Krankenkassen nicht
einfach abgeschafft? Wird da etwa, wie mit jeder anderen
staatlichen Einnahme, etwa schon wieder Missbrauch betrieben?

Nach meinen Info’s gehen nur ca. 40% der Versicherungsbeiträge
an den Versicherten zurück, der Rest versickert.
Stimmt das?

Die % könnten stimmen, doch glaube ich nicht, dass hier Geld zu den Finanzämtern fließt. Oder ins Parteikassensäckel. Das ist ausgeschlossen. Da ist ein Haufen Verwaltung dabei, Gehälter, Werbung, …
Grüße
Raimund

der ein absoluter Gegner eines Einkassensystems ist. Das wäre eine Katastrophe für die Versicherten. Ohne den Beamten weh tun zu wollen: doch dort, wo Beamte einen Monopolbetrieb führen, ist die Leistung fast 0 % und die Verwaltung fast 100 %. Das liegt nicht an der evtl. Unfähigkeit der Beamten, sondern am System.

Hallo Raimund,

wenn ich mich nicht zwangsläufig seit drei Jahren mit der Krankenkasse und allen Behörden im Zusammenhang mit einer dauerhaften Erkrankung rumschlagen müsste, täte ich eventuell auch anders denken.
(Warum bin ich bloss kein Jurist geworden?)

Ich als gesetzlich Versicherter musste schon oft die Grenzen des Systems erkennen, man wird nur noch in engen Grenzen behandelt, den Ärzten sind ganz schön die Hände gebunden.
Fängt bei OP-Methoden, Medikamenten an, hört bei den Arztbesuchen auf.
Du wirst nur noch am Leben gehalten, meine Erfahrung, wofür der behandelnde Arzt aber nichts kann!
Der MDK ist dann der allgegenwärtige Gott, die wissen alles, aber auch alles besser, machmal sogar ohne einen gesehen zu haben.
Gegen die ist jeder Hausarzt ein Stümper, tun wenigstens so dort.

Jeder versucht die Kosten auf einen anderen Träger hin und her zu schieben, um das Wohlergehen des Patienten geht es überhaupt nicht mehr, der ist nur noch lästig dabei und vor allem einer der auch wagt zu fragen: WARUM? und eine Antwort darauf haben will und vorher keine Ruhe gibt.
Nach drei Jahren wirst als Dauerkranker aus der Kasse ausgesteuert, dann bist einfach nicht mehr krank und dann kannst schauen wo Du bleibst.
Noch zahlen sie meine Medikamente, fragt sich nur wie lange noch!

Gruss

Gerd