Auszug aus einem E-Mail, das ich gerade erhalten habe:
Um die Finanzkraft der gesetzlichen Krankenversicherungen zu stärken und die zunehmende Abwanderung von Versicherten in die private Krankenversicherung zu verhindern ist u.a. geplant
•die Pflichtversicherungsgrenze für Neumitglieder der gesetzlichen Krankenkassen von derzeit monatlich 3.375 EURO auf 4.500 EURO anzuheben.bzw.
•Die Bemessungsgrenze, bis zu welcher das Einkommen mit Beiträgen belegt wird, soll vorerst noch weiter bei 3.375 EUR liegen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls auf 4.500 EURO angehoben
wird.
Vor allem die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze würde sich extrem auf die private Krankenversicherung auswirken, da die Wahlfreiheit zur PKV für einen sehr großen Personenkreis massiv eingeschränkt würde.
Sollten diese Maßnahmen tatsächlich eintreten, bietet sich für freiwillig gesetzlich Versicherte, deren Einkommen zwischen der jetzigen und der geplanten Beitragsbemessungsgrenze liegt, nur noch bis Jahresende 2002 die Möglichkeit zum Wechsel zu den privaten Krankenversicherungsunternehmen!
Bereits jetzt müssen gesetzlich Versicherte einiges an Kosten selbst tragen, wie z.B. Kosten für Vorsorgeuntersuchungen (reisemedizinische Untersuchungen und Impfungen), Kosten für Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung, Laboruntersuchungen,
Langzeit-EKG.
Außerdem sind folgende weitere Einschränkungen/Maßnahmen im Rahmen der nächsten Gesundheitsreform in der politischen Diskussion:
· Einführung eines Leistungskataloges getrennt nach Wahl- und Pflichtleistungen
· Zuschläge für Wahlleistungen
· Vereinbarung von festen Selbstbehalten
· Grundsätzliche Selbstbeteiligung z.B. für Kosten für Arzt- oder Klinikkosten
· Hausarztpflicht - für die freie Arztwahl wird ein Zuschlag fällig (ohne Arbeitgeberzuschuss)
· Weitere Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben
· Weitere Erhöhung der Zuzahlungen für Heil- und Hilfsmittel
· Kürzung des Krankengeldes
· Beitragspflicht auch für Ehegatten
· Beitragspflicht auch für Mieteinnahmen aus geerbten Immobilien
Anmerkung: was die „Nochoppossition“ plant, um die tiefen Löcher der GKV zu stopfen, ist mir leider bisher nicht bekannt. Vielleicht weiß es einer.
Die Beitragspflicht für Ehegatten bestimmt. ebenso die Hausarztpflicht, die Angabe von allen Einkünften zur Beitragsermittlung (eigentlich richtig, oder?)usw…
Auf alle Fälle wird die nächsten 4 Jahre mehr als heiß - gleichgültig, wer das Sagen haben wird.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
kleine Bitte… sicherlich hat es auch alles was mit Versicherung zu tun… aber dennoch finde ich es in Politik besser aufgehoben.
Danke für deine NAchsicht.
Gruß
Marco
hallo marco,
im gegensatz zu dir bin ich der meinung, daß es hier vorwiegend um eine info über versicherungen handelt. es geht doch entscheidend darum, ob es für unentschlossene sinn macht, evtl. in diesem jahr noch über einen wechsel in die pkv nachzudenken. dabei ist es für diese info entscheidend, daß darüber nachgedacht wird- und weniger, ob von schwarz oder rot/ grün.
seid doch froh, daß leute wie raimund hier ihr wissen weitergeben, und die verbraucher informieren.
gruß
oliver
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Hallo Oliver,
da es Versicherung betrifft, habe ich es ja auch stehenlassen.
Ich finde allerdings auch, dass es so, wie es dasteht leicht unkritisch ist.
Sicherlich gibt es Gründe, gerade noch jetzt und vor einer möglichen Änderung zu wechseln.
Aber habt ihr auch die Folgen bedacht, die der PKV-Versicherte dann hat, wenn er in der PKV ist und es so kommt, wie die einen wollen und die anderen nicht abstreiten?
Ich tue mir da ehrlich gesagt schwer, jetzt jemandem einen eindeutigen Hinweis zu geben. Vor allem eben auch nur in dieser Form.
Stichwort Maklerhaftung.
Ich sage dann auch meine Bedenken dazu und dann soll er (der Kunde) entscheiden…
Und das unkritisch zu betrachten gehört meiner Meinung nach eher in die Politik 
Gruß
Marco
hallo Marco,
mit der Maklerhaftung wirst Du zu 99,9% keine Probleme haben: die SPD wird wohl die Stühle wechseln müssen. Und die anderen sind gegen diese Idee.
Außerdem hat das SPD-Engelchen ja selbst gesagt, dass diejenigen, die in der privaten schon sind (und weniger als 4.500 € verdienen) drin bleiben können.
Ob das eintrifft, steht in den Sternen. Doch bei unseren Politikern mit der Streuschuß-Flinte kann man in keinem Punkt sicher sein. Wenn´s denen in den Kram passt, dann senken sie auch die BBG.
War politisch vollkommen unabhängig gewertet.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
das es ohne Wertung war, war mir schon klar. 
Die Maklerhaftung sehe ich eher im Hinblick darauf, dass die Leute zwar drinbleiben können. Aber eben wie normale behandelt werden, die von der Grenze eingeholt werden. Also nie mehr zurück.
Das ist für mich der Knackpunkt an der ganzen Sache. Und deswegen sehe ich da erhebliche Haftungsproblematik, wenn ich den Kunden darauf nicht hinweise.
Und die CDU hat zwar teilweise sich davon distanziert, aber eben auch teilweise dafür gesprochen. Genauso wie Grüne und SPD…
Daher… alles sehr wackelig…
Gruß
Marco
hallo marco,
wie von dir schon gesagt: wir reden hier über dinge, die noch nicht geregelt sind- also reine spekulationen. in diesem falle ist es ja auch nur eine anregung, daß man- wenn man über den abschluß einer pkv nachdenkt- sich möglicherweise bald entscheiden sollte. wertungsfrei von der abwägung der persönlichen vor- und nachteile jedes einzelnen. daß du den kunden über vor- und nachteile aufklären kannst; davon gehe ich einfach mal aus. und: maklerhaftung hin oder her- wir sind hier in einem forum, nicht in einem verkaufsgespräch beim kunden.
gruß
oliver
Hallo Oliver,
schon klar, dass hier keine Beratung ist. 
Aber man sollte eben dann auch nicht nur das positiv ausschauende beurteilen.
Meiner Meinung nach.
Gruß
Marco