Hallo,
in der letzten Ausgabe des Magazins Stern erschien ein Bericht über die hohen Arzneimittelpreise in Deutschland.
Es wurde auch über Testkäufe berichtet, die die mangelhaften Beratungsleistungen der Apotheken dokumentieren.
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/magazin/i…
Auszug:
Statt eines für jede Arzneimittel-Preisgruppe gesetzlich genauestens geregelten Preisaufschlags bekommen sie ab Januar 2004 für jedes verordnete und aus der Schublade geholte Medikament 6,10 Euro Beratungshonorar - egal, ob sie beraten oder nicht, egal, ob es sich um das Lungenentzündungsmittel Doxycyclin-ratiopharm für nur 2,49 Euro handelt oder um das 147,12 Euro teure Humalog für den Diabetiker.
Bei mehr als 720 Millionen Verordnungen im Jahr bekommen sie für ihre „Beratungsleistung“ bei Kassen- und Privatrezepten 4,7 Milliarden Euro - etwa 500 Millionen mehr als bisher.
Plus drei Prozent vom Bestellwert des Rezeptes.
Plus dem, was sie an rezeptfreien Arzneimitteln wie Aspirin oder Thomapyrin verdienen, deren Preise sie künftig nach eigenem Gusto kalkulieren dürfen.
Plus dem, was sie an frei verkäuflichen Produkten verdienen, Kosmetika, nutzlose Schlankheitsmittel, Zahnpflegemittel, teure Schnäpse wie Klosterfrau Melissengeist mit 79 Prozent Alkohol.
Plus Privatrezepte.
Da dürfen sie sogar 8,10 Euro Beratungshonorar kassieren.
Offizielle Meldung auf den Seiten des Bundesministerium für Gesundheit:
http://www.die-gesundheitsreform.de/reform/effizienz…
Überschrift:Neue Honorare für Apotheker: Wirtschaftlichkeit hat jetzt Vorrang
Auszug:
Zukünftig ist Schluss damit, dass ein Apotheker um so mehr verdient, je teurer das verkaufte Medikament ist. Ob große oder kleine Packung, teures oder preiswertes Arzneimittel - künftig bekommt er für alle verschreibungspflichtigen Arzneien den gleichen Zuschlag, nämlich ein sogenanntes Abgabehonorar von 8,10 Euro pro Packung. Das fördert wirtschaftliches Verhalten und hilft Kosten sparen.
Es ist interessant zu erfahren, warum die Gesundheitskosten immer mehr explodieren.
Gruß
karin