Was soll eigentlich eine Gesundheitsreform bewerkstelligen?
Die Ärzte verdienen gut, die Pharmafirmen verdienen prächtig, die Versicherungen freuen sich, die Krankenhäuser fördern die High-Tech-Industrie, die Kranken genießen die Lohnfortzahlung, die Gesunden werden auch bald krank. Ich freue mich schon auf’s Karbolmäuschen, wenn es denn mal so weit ist. Alles ist in prächtiger Ordnung.
Was soll eigentlich eine
Gesundheitsreform bewerkstelligen?
Die Ärzte verdienen gut, die Pharmafirmen
verdienen prächtig, die Versicherungen
freuen sich, die Krankenhäuser fördern
die High-Tech-Industrie, die Kranken
genießen die Lohnfortzahlung, die
Gesunden werden auch bald krank. Ich
freue mich schon auf’s Karbolmäuschen,
wenn es denn mal so weit ist. Alles ist
in prächtiger Ordnung.
Eigentlich hast Du Recht. Aber nur eigentlich. Ich bin selbst ein Gegner der geplanten Gesundheitsreform. In dieser Gesundheitsreform werden den Ärzten gewisse verschreibungpflichtige Medikamente „limitiert“, d.h. er bekommt nur bei einer gewissen Anzahl der Verschreibungen Geld für diese Medikamente von den Krankenkassen. Dies führt jedoch nicht zu einer Entlastung der Krankenkassen, sondern zu einem weiteren Vorteil der privat Patienten. Privat Patienten haben einen Anspruch auf die besten Medikamente, auch wenn diese schon hunderte male in diesem monat von ihrem Arzt verschrieben wurden. Der Kassenpatient muss bei ungünstigen Umständen auf ein anderes Medikament zurüchgreifen, da auch der Arzt Geld verdienen will. (Mich wundert, dass die Ärzte so ruhig bleiben.) Ein Klemptner, der nur für eine gewisse Anzahl von Rohrbrüchen pro Monat reparieren darf würde mit sicherheit keine weiteren Aufträge als die ihm zugewilligten annehmen, wenn er dafür kein Geld bekäme.
… Weiterhin bin ich der Meinung, dass bei einer Gesundheitsreform nicht an den Ärzten Geld eingespart werden soll, da somit gleichzeitig bei den Patienten gespart wird.
Statistisch gesehen kommen auf einen Arzt ca. 500-700 Patienten, auf einen Arzt kommen ca. 3,5 Verwaltungsangestellte, also kommen auf einen Verwaltungsangestellten (z.b. ein Angestellter einer Krankenkasse) nur ca. 150 Patienten.
Betrachtet man dieses Verhältnis ist es unvorstellbar, dass zuerst bei den Ärzten gespart wird. …Aber: Beamten kann man nicht soleich in die Arbeitslosigkeit entlassen wie andere Leute.