'Gesundheitssystem' irgendwo ein Witz, oder?

Hallo

Also irgendwie weiß ich ja auch nicht. Das Gesundheitssystem ist doch irgendwie ein Witz, oder?

Ich meine, ich arbeite z.B. in Branche, die den Körper Kraftmässig stark belastet. Also schwer heben, schwer schleppen.

Nun ist es so, das an meinem linken Arm das Handgelenk extrem schmerzt.
Dazu kommt noch, das Gleichzeitig die Rechte Hand (Handballen) bei bestimmten Bewegungen ebenfalls schmerzt.

Mein Hausarzt stellt mir aber nur eine Überweisung aus, da er sich mit einer AU „nicht belasten will“. Und er es „überhaupt nicht beurteilen könne“.

Wenn ich nun einen Entsprechenden Facharzt anrufe hat dieser erst in knapp 2 Monaten einen freien Termin. Bis dahin muß ich also weiterarbeiten.
Nach Zwei Monaten hat sich diese Überbelastung der Gelenke vermutlich schon wieder gelegt und der Facharzt kann „leider nichts feststellen“. Bzw. ist man gezwungen zu sagen „Naja… Eigentlich tut mir im Moment gar nichts mehr weh“.

Ist doch irgendwie nur ein Witz, oder?

Gruß
Andreas

Hi,

Hausarzt wechseln?

Kein Witz,

die Franzi

Ja, das isses
Hi!

Nach monatelangen Verzögerungen und Rennen von A nach B und zurück nach A wurde ein Schaden an meiner Schulter festgestellt.
Erst auf Nachfrage von mir auch mal eine Krankschreibung.

Dann die Diagnose: Schulter kaputt. Sag ich: Ja und nun: so weiterleben wir bisher, ich solle nicht schwer heben und bestimmte Bewegungen nicht mehr machen. Ich bat sie, mir einen Behindertenausweis oder die Frührente zu beantragen, ich muss körperlich arbeiten, jeden Tag schwer heben etc. Die Ärztin lachte darüber und schickte mich nach Hause bzw zur Arbeit.

Sie sagte, wenn ich Schmerzen hätte, könne ich zum Spritzen kommen und ich bekäme ein Tens-Gerät. Das war’s. Auf meinen Vorschlag, noch einmal Physiotherapie zu versuchen (die mir da schon einmal geholfen hatte, von der Hausärztin verschrieben), ging sie nicht ein.

Jou und die Gynäkologin hatte schon im Juni einen Termin für mich frei. Die Dame am Telefon war ein wenig pikiert, als ich sie fragte, ob das ihr Ernst sei. Einst fragte ich nach einem Termin bei einem Facharzt im August. Die Sprechstundenhilfe bat mich im September wieder anzurufen, da hätte sie den Kalender für das neue Jahr.

Der Brüller war wirklich der Antrag für das Antragsformular um eine Kur zu beantragen. Jetzt weiß ich endlich, was mit meinen Krankenkassenbeiträgen gemacht wird: Sinnlose Formulare gedruckt und diese anschließend verwaltet.

Am besten man wird selber Arzt. Steht auf der Hautarztüberweisung: „Verdacht auf“ oder „Nachsorge“, dann ist die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung kostenlos. Steht dort „Vorsorge“, muss man für die detailliertere Untersuchung zahlen.

So zieht sich das durch.

Grüße
kernig

Hallo Anorak,

ich gebe Dir recht, es läuft vieles schief bei Diagnosen, Beurteilungen und Behandlungen usw…

Du kannst aber auch ohne Termin, gleich morgens, als Schmerzpatient z.B. Orthopäden gehen. Er darf dich als Schmerzpatient nicht wegschicken. Das wird er auch nicht.

Alles Gute
VG
merkur3

Genau das wollte ich auch sagen - ind viel Zeit und ein gutes Buch mitbringen. Vielleicht auch was zu trinken. Manchmal wartet man dann schon recht lange - aber man kommt dran. Das gilt übrigens für JEDEN Arzt.

Ja, mit der Krebsvorsorge ist das ja auch so eine Sache…

Da hat mich der Hausarzt vor zwei Jahren auch mal „überleuchtet“ und mich abgesucht. Dann hat er auf dem Rücken ein angeblich auffällig Pikmentiertes Muttermal entdeckt und das müsste mal herausopariert werden. Wir haben hier aber nur einen „Chaos-Hautazt“, bei dem ständig besetzt ist, weil dort Leute anrufen, die einmal mit der Ärztin sprechen wollen und die werden ungelogen so lange „in der Leitung gehalten“ bis die Ärztin mit ihren Patienten (oder nächsten zwei Patienten) fertig ist.
Wartezeit von 2 Stunden sind dort KEINE SELTENHEIT.
Ich habe mal ungelogen 18 Minuten am Schalter gestanden bis ich überhaupt „angenommen“ wurde. Ich wollte damals ein Rezept für meinen Vater holen, das wir EINEN TAG ZUVOR bestellt haben. Zu den 18 Minuten kamen dann noch mal 40 Minuten Wartezeit für die Unterschrift, der Ärztin.
Totales Chaos.

Naja. Jedenfalls wollte ich da nicht hin und andere Ärzte hatten erst im nächsten Quartal was frei. Irgendwie hat sich das dann „verlaufen“ und kürzlich war ich wieder zur Untersuchung und mein Hausarzt machte wieder ne Krebsvorsorge und kam ans selbe Muttermal, aber diesmal war dies „harmlos“… Schon komisch, oder?

Mein Arzt erzählt mir immer wieder wie irrsinnig es ist. Das er im Monat z.B. nur eine geringe Anzahl an Massagen verschreiben darf und dann müsste er die darüberliegenden selber bezahlen. Und das ein Facharzt, der überhaupt nichts mit den Massagen zu tun hat (keine Ahnung was das war, irgendwie sowas „gewöhnliches“ wie Zahnarzt oder Augenarzt) mehr Budget hat um Massagen zu verschreiben.

So mußte ich mal mit einem Aufgeschrabten Fuß zur Arbeit, obwohl es höllisch weh tut. Irgendwie ist das alles nicht in Ordnung.
Und auf der Arbeit soll man aber zu 100% funktionieren…
Und wer das nicht kann „kann ja gerne gehen“…

*lol* im Prinzip richtig
Hi!
Der Tipp ist schon richtig.
Als ich das bei meinem Orthopäden das letzte Mal machte, da brauchte ich ein dickes Fell… und musste mir einiges vom Sprechstundendrachen anhören. Dabei ging es mir ganz offensichtlich überhaupt nicht gut, ich war völlig neben mir und stand mit Tränen in den Augen vor ihr, weil ich wirklich nicht wusste, wohin. Ich habe dann über 3h gewartet, begleitet von abfälligen Bemerkungen über die „nichtbestellten Patienten“. Als ich drankam: Spritze rein und weg.Ursachensuche und -behandlung: Fehlanzeige. Im Moment mag das ja schneller und günstiger sein, aber auf lange Sicht wird das sicher teurer.

Dabei möchte ich gar nicht den einzelnen Ärzten die Schuld allein geben. (Wobei, ein paar Vollpfosten sind da schon auch dabei). Es sieht ja bei so vielen Fachärzten ähnlich aus, das scheint wirklich im System festgelegt zu sein. Ich hätte schon längst den Orthopäden gewechselt, wenn ich nur die Aussicht hätte, dass es dort besser wäre.

Ebenso beim Gynäkologen, als ich hierher zog, habe ich einige abtelefoniert. Die meisten mochten mich gar nicht nehmen, andere nur mit ewigen Wartezeiten.

Ganz zu schweigen von Phsychotherapie oder sowas. So eine Überweisung gilt ja nur 3 Monate. Aber im Prinzip ist es unmöglich in diesem Zeitraum einen Termin zu bekommen. Das letzte mal habe ich 14 Wochen auf einen Termin gewartet. Eine Woche vor diesem rief mich die Therapeutin an und hat ihn abgesagt, weil sie einen Autounfall gehabt hätte. Ich habe daraufhin keinen Anlauf mehr gestartet. Gerade Menschen mit psychischen Problemen oder Depressionen sind ja nicht gerade bekannt für ihre Beharrlichkeit und Tatkraft.

Mir wird Angst und Bange, wenn ich mir überlege, wo das noch hinführen kann.

Grüße
kernig

Hi,

Wir haben hier aber nur einen „Chaos-Hautazt“,

Dann geh halt zu den anderen, und warte dann eben auf das nächste Quartal. Der Hautarzt vor Ort ist ja odffensichtlich daneben - zumindest sind das seine Helferinnen. Hautarzt ist bei mir in der Nähe auch ein problematisches Fachgebiet, ich hab dann eben immer ein Vierteljahr auf einen Termin in der Uniklöinik gewartet - anderthalb Stunden Zugfahrt. Jetzt habe ich einen im Nachbarort gefunden, auch eine halbe Stunde Zug, wie die Wartezeiten sind, weiß ich noch nciht - beim bisher einzigen Besuch hat mich mein Hausarzt direkt vermittelt, wörtlich von jetzt (9.30) auf gleich (12.30), mit einem verdächtigen Muttermal.

mein Hausarzt machte wieder ne Krebsvorsorge und kam ans selbe Muttermal, aber diesmal war dies „harmlos“… Schon komisch, oder?

Nö, nich komisch, gerade, wenn es vielleicht ein „neues“ ist, und beim ersten Angucken noch nicht fertig war mit Entstehen.

Und nochmal zum 'Hausarzt: wenn er sich mit Krankschreiberei so anstellt, dann musst du schon ein seltsames Exe4mplar haben. Es gibt überall Ärzte, die kerngesunde Schüler krankschreiben, da muss es doch auch welche geben, die kranke Erwachsene krankschreiben.

die Franzi

Das, was du beschreibst, ist nur zu einem ganz kleinen Teil System! Sonst gäbe es nicht die Ärzte, die es trotzdem drauf haben ohne sich selbst kaputt zu arbeiten oder am Hungertuch zu nagen.

Das Problem ist nur, dass sich zu viele Ärzte hinter dem angeblich so schlechten System verstecken.

Was die Sache mit der Psychotherapie angeht: Du brauchst gar keine Überweisung. Wenn du einen guten Tag hast, dann telefonier ab und mach Termine zur Probatorik bei mehreren Therapeuten. Du kannst dir die Überweisung dann holen, wenn der Termin kurz bevor steht. Dein Hausarzt muss dir auch mehrere Überweisungen ausstellen, wenn es erst einmal um die probatorischen Sitzungen geht. Oder du verzichtest auf die Überweisung, die Freiheit kostet dann allerdings 10 Euro. Das ist der einzige Grund, warum die Überweisung erforderlich ist.

Wir haben hier aber nur einen „Chaos-Hautazt“,

Dann geh halt zu den anderen, und warte dann eben auf das
nächste Quartal.

Man braucht nicht bis zum nächsten Quartal zu warten. Zweite Überweisung holen, das begründet man beim Hausarzt, oder notfalls 10 Euro aus eigener Tasche zahlen. Nur warten würde ich zumindest bei Verdacht auf Hautkrebs nicht! Da sind 2 Monate Wartezeit höchst gefährlich um nicht zu sagen potenziell lebensgefährlich.

beim bisher
einzigen Besuch hat mich mein Hausarzt direkt vermittelt,
wörtlich von jetzt (9.30) auf gleich (12.30), mit einem
verdächtigen Muttermal.

Genau so muss das laufen!

Man muss mit den Füßen entscheiden, auch wenn das mühsam ist. Aber nur, wenn alle Patienten konsequent die Ärzte meiden, die so drauf sind, wird sich deren Verhalten ändern. Komischerweise denken aber genügend Patienten immer noch, dass ein Arzt mit langer Wartezeit gut sein muss.

Hi,

zur Psychotherapie: es gibt auch andere Möglichkeiten als per Überweisung zum Psychologen. Z.B. die Kirche bietet Lebensberatung an, gegen freiwillige Spende - die übernimmt die Kasse nicht, aber man kann sie nächstes Jahr bei der steuer absetzen. Und die Therapie ist genauso gut,und konfessionslos.

die Franzi

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kirchliche Lebensberatung?
Hallo!
Schon das „kirchlich“ würde mich abhalten.

, gegen freiwillige Spende - die übernimmt
die Kasse nicht, aber man kann sie nächstes Jahr bei der
steuer absetzen.

Aber das hier ist das k.o. - Kriterium. Das Geld muss man erst einmal haben.

Grüße
kernig

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Hi,

habe mich auch zuerst etwas geziert. Aber das stellte sich als albern raus :smile: Die sitzen halt in den Räumen der Kirche, aber das ist es dann auch schon. Da wird nicht mit Jesus argumentiert oder dir als Hausaufgabe ein Rosenkranz aufgegeben :smile:

Auch das mit dem Spenden ist keine Pflicht. Also, der Anstand gebietet es einem schon, aber es zwingt einen keiner. Nach dem ersten Besuch wird man schon darauf hingewiesen, dass es schön wäre, wenn… Und für die erste Spende wird einem auch persönlich gedankt, beim nächsten Besuch (die gucken also schon).
Aber Du legst selbst fest, ob und wieviel du gibst und wie oft. Da wird niemand rausgeschmissen, weil er nichts gibt, und schon gar nicht, wenn er nichts geben kann - das ist die Kirche und kein Wirtschaftsbetrieb. Wenn Du nichts geben kannst, wird der Psychologe eben von der Kirchensteuer und den Spenden der anderen bezahlt.

die Franzi

Lebensberatung ist keine Therapie
Lebensberatung, Seelsorge, Krisendienst, … all das ist keine Therapie und sollte auch nicht damit gleich gesetzt werden!

Das sind wichtige Adressen, um eine erste Anlaufstelle zu sein. Sie sind geeignet, wenn es „nur“ mal darum geht, einen Ansprechpartner zu haben (das „nur“ in Anführungsstrichen, weil dieses Angebot, welches in der Regel auch ein professionelles ist, damit nicht klein geredet werden soll). Oder sie sind geeignet, als Überbrückung. Aber eine Therapie ersetzen diese Angebote keinesfalls. Dort darf sogar keine Therapie stattfinden!

Bei der Schilderung deines konkreten Beispiels allerdings gruselt es mich sogar! Es ist ein Unding, so mit Menschen, die sich in Krisensituationen befinden, in Bezug auf „freiwillige“ Spenden umzugehen! Diese subtile Art des Druckes, die du da beschreibst, ist absolutes NoGo im Umgang mit Hilfsbedürftigen! Auch deine Formulierung: „Wenn Du nichts geben kannst, wird der Psychologe eben von der Kirchensteuer und den Spenden der anderen bezahlt.“ Das ist genau der Grund, warum so etwas nicht verknüpft werden darf! Denn auch das erzeugt einen erheblichen Druck auf die Betroffenen.

Wenn das wirklich so läuft und mir die Einrichtung bekannt wäre, würde ich ein solches Vorgehen nicht so hinnehmen!

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Hi,

Lebensberatung, Seelsorge, Krisendienst, … all das ist keine
Therapie und sollte auch nicht damit gleich gesetzt werden!

Damit hast Du völlig recht, habe ich im Eifer des Gefechts gar nicht drüber nachgedacht.

Es ist ein Unding, so mit Menschen, die
sich in Krisensituationen befinden, in Bezug auf „freiwillige“
Spenden umzugehen! Diese subtile Art des Druckes, die du da
beschreibst, ist absolutes NoGo im Umgang mit
Hilfsbedürftigen!

Hm, vielleicht habe ich mich falsch formuliert, vielleicht sind wir unterschiedlich dick-/dünnhäutig… ich habe keinen Druck empfunden. Es war beim Rausgehen ein Satz, bei mir damals.

Auch deine Formulierung: „Wenn Du nichts
geben kannst, wird der Psychologe eben von der Kirchensteuer
und den Spenden der anderen bezahlt.“ Das ist genau der Grund,
warum so etwas nicht verknüpft werden darf! Denn auch das
erzeugt einen erheblichen Druck auf die Betroffenen.

Die von dir zitierten Formulierungen sind ausschließlich von mir, sowohl in der Wortwahl als auch inhaltlich. Von der Lebensberatung wurde nur die Freiwilligkeit der Spende durch ein „Sie können“ ausgedrückt, mehr nicht.
Was meinst du mit „sowas“? Nur Ärzte in die Psychotherapie oder Lebensberatung oder was auch immer? Die werden doch auch von den Kassen und somit mehr oder weniger anderer Leute Geld bezahlt.

Aber es läuft trotzdem darauf hinaus, dass eben, wie du richtig sagst, Lebensberatung nicht das gleiche ist wie Psychoptherapie, und damit hat sich der Rest erledigt.

die Franzi

hi, mir geht es ähnlich…

zum thema hausarzt wechseln… ich geh fast jedes mal zu nem neuen hausarzt weil ich entweder ewig warten muss oder das gefühl hab abgefertigt zu werden. meistens beides. aber richtig schlimm ist das letzte… inzwischen bin ich soweit dass ich mich kaum wegen was zum arzt traue weil ich denke, wenn ich immer abgefertigt werde, dann weil andere schlimmer dran sind und ich also nichts schlimmes haben kann.
dadurch bin ich im lauf der jahre zur überzeugung gelangt dass ich alles was ich habe einfach durchstehen muss, städig schmerztabletten nehme und mich nich mehr krankschreiben lasse…
besonders die schildchen „Die Reihenfolge unserer Patienten hängt von deren Bedürfnissen ab“ oder ähnliche, führen immer mehr dazu, dass ich denke, ich bin „wertlos“ oder so in der art…

ich habe auch oft was, eigentlich könnte ich jeden tag ne schmerztablette nehmen und alle paar tage wegen was anderem.
ich hab ca alle 2 monate dolle erkältungen wo ich dann komplett flach liege mit hautfiebrigkeit und schmerzen.

einmal(viele jahre her), musste meine mutter zum arzt wegen was wirklich schlimmen. nachdem sie 3 stunden gewartet hat, hat sie gefragt, wieso sie schon solange warten muss. die ärztin hat bei dem gleichen nachnamen gedacht ich wär das, und meinte: sie waren in letzter zeit so oft bei uns!

das find ich echt hart… damals war ich noch schülerin und bin nur zum arzt gegangen wenn ich krankschreibungen brauchte. das waren dann tage wo ich kaum ins bad gehen konnte, und dann wollte sie mich 3 stunden und länger warten lassen, nur weil ich im letzten halben jahr 4 mal so krank war?
Da erwarte ich eher, dass sie untersucht, warum ich denn so oft so krank bin…

naja inzwischen bin ich da als studentin unabhängiger und brauch zum glück keine krankschreibungen mehr. aber in ordnung find ich das nich, dass man so abgefertigt wird.

genauso wie mir schon 3 ärzte die mandeln rausnehmen wollten, viele andere haben gesagt ne, nich notwendig.

oder schildrüse. hausarzt macht komplett untersuchung, findet nichts, überweisung zum hno. hno sagt alles in ordnung. schickt mich zum orthopäden, der sagt schilddrüse angeschwollen. macht aber nichts. neuer hausarzt macht ultraschall und findet knötchen (?), jetzt überweisung zur radiologie. ich wette da wird auch nichts rauskommen.
und beschwerden habe ich trotzdem…

naja…
lg

Hm, vielleicht habe ich mich falsch formuliert, vielleicht
sind wir unterschiedlich dick-/dünnhäutig…

Die Dicke meiner Haut tut hier nichts zur Sache. Entscheidend ist die Dicke derer, die hilfsbedürftig sind. Deren Haut ist in aller Regel dünn bis nicht vorhanden.

Es war beim Rausgehen ein Satz, bei mir damals.

Ein Satz zu viel! Denn dieser Satz ist bereits nicht mehr mit der gebotenen Ethik vereinbar. Hilfe ist Hilfe und Spendenwerbung ist Spendenwerbung. Beides gehört nicht miteinander verquickt! Eigentlich ist bereits das Aufstellen von Spendendosen zu viel.

Was meinst du mit „sowas“?

s.o.: Die Verquickung von Hilfe gegen Spende. Das gilt auch dann, wenn man demjenigen, der die Hilfe gerade dringend braucht, mehr oder weniger direkt unter die Nase reibt, dass er die Hilfe nur deshalb bekommt, weil andere für ihn gespendet haben!

Nur Ärzte in die Psychotherapie
oder Lebensberatung oder was auch immer? Die werden doch auch
von den Kassen und somit mehr oder weniger anderer Leute Geld
bezahlt.

Merkst du den Unterschied nicht? Wenn ich zu einem Arzt oder Therapeuten gehe, dann bezahlt das die Krankenkasse, bei der ich versichert bin und Beiträge gezahlt habe. Das ist doch etwas ganz anderes.
Und für Krisendienste oder Angebote, die über Zuschüsse aus dem Steuersäckel bezahlt werden gilt, dass ich da doch wohl auch nicht dem Betroffenen vor oder hinter der Beratung / Hilfe darauf aufmerksam mache, dass er die Hilfe nur deshalb in Anspruch nehmen konnte / durfte, weil da irgendwer x Euro im Jahr für zahlt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum das so schwer nachvollziehbar ist, dass so etwas wirklich NoGo ist.

und damit hat sich der Rest erledigt.

Eigentlich nicht. Ich habe viel mit Einrichtungen dieser Art zu tun. Die von dir geschilderte Vorgehensweise wäre ausreichend zumindest für eine Beschwerde. So etwas ist einfach nicht in Ordnung!

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Hi!
Hatte Dich auch missverstanden. Dachte schon, die Kirchen bieten richtige Therapien an, das fände ich echt verfehlt. Und zum selberbezahlen über freiwillige Spende wäre das ja auch total unangemessen.

Als erste Anlaufstelle finde ich das aber ok.

Grüße
kernig

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Hi,

du hast mich nicht missverstanden, ich habe tatsächlich was falsches erzählt (also, habe nicht zwischen Beratung und Psychotherapie unterschieden)

die Franzi