Gesunfheitssystem

hallo, Mic hat mich da auf eine Seite der CSU gebracht. Da ich neugierig bin, habe ich natürlich ein bischen gestöbert und dabei das gefunden:
http://www.csu-muenchen.de/presse/index.html
Ich muss sagen: Marian Offmann hat recht!
Diese Situation in München ist bei uns genau die gleiche. Und wie ich gehört habe auch in anderen Bundesländern.
Eure Meinung?
Aber bitte, erst lesen, dann urteilen. Nicht Scheiße schreien, weils von der CSU ist.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,
ist ja alles schön und gut, aber hast du in diesem Artikel auch nur ein wort darüber gesehen, wie der gute das bezahlen will. Es ist schön, wenn man große worte schwingen kann und sich die nachteile rauspickt - gleichzeitig aber vergisst, warum es dieses system gibt und auch keine - finanzierbare - alternative anbietet. die bloße aussage, wir machen das alles ganz anders, bringt noch nicht so richtig dolle viel oder?!
Daniel

Hallo Raimund
seh ich auch so, die Leute sind stinksauer über unsere grüne Gesundheitsministerin Fischer, ist ja wohl die absolute Fehlbestzung.
Wir haben mitlerweile die absurde Situation, daß Sozialhilfeempfänger und Asylanten besser medizinisch versorgt werden als Arbeitnehmer, die das bezahlen müssen
Wer hat da noch Lust, arbeiten zu gehen?
Gruß
Rainer

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hallo, Daniel,
das ist zwar richtig… nur ist es nicht die Aufgabe der Oposition, der Regierung zu sagen, wie der richtige Weg ist. Das hat schon die SPD der CDU geabtwortet, als diese die SPD aufforderte: „wenn Ihr alles besser wisst, dann sagt doch wie!“
Das sit eben die Kunst der Oposition, den Fehler der Regierungspartei aufzeigen, durchblicken lassen, dass amn das besser kann, aber nicht sagen wie!
Ich wüsste da verschiedenen Wege aus der Misere. Doch die traut sich keiner anzupacken. Nur ein Beispiel: die Privaten sind unter anderem deswegen günstiger, weil der Geschäftspartner des Arztes nicht die Kasse ist, sondern der Patient. Soll heißen: die Rechnung geht an den Patienten und der kontrolliert die Posten (sollte er zumindest: wenn er schlau ist, tut er´s). Wenn das bei den Kassen eingeführt würde, würden so manche Abrechnungen anders aussehen. Dagegen wehren sich aber wehement die Ärzte. Eine andere Möglichkeit wäre: Medikamentenpreise am europäischen Durchschnitt zu koppeln.
Kannst Du Dir vorstellen, was die Pharmaindustrie dazu sagen würde?
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

das ist zwar richtig… nur ist es nicht die Aufgabe der
Oposition, der Regierung zu sagen, wie der richtige Weg ist.

das sage ich ja auch nicht, aber wenn ich ein system angreife, muß ich ja nicht nur sagen, daß es sch… ist, sondern auch einen vorschlag unterbreiten, wie es denn besser ginge. Buh rufen kann jeder sogar ich: „Buh“ siehste, ist ganz einfach!

Das hat schon die SPD der CDU geabtwortet, als diese die SPD
aufforderte: „wenn Ihr alles besser wisst, dann sagt doch
wie!“
Das sit eben die Kunst der Oposition, den Fehler der
Regierungspartei aufzeigen, durchblicken lassen, dass amn das
besser kann, aber nicht sagen wie!

ich glaube nicht daß es eine kunst ist, zumindest lediglich die kunst, die eigene konzeptlosigkeit zu verschleiern.

Ich wüsste da verschiedenen Wege aus der Misere. Doch die
traut sich keiner anzupacken. Nur ein Beispiel: die Privaten
sind unter anderem deswegen günstiger, weil der
Geschäftspartner des Arztes nicht die Kasse ist, sondern der
Patient. Soll heißen: die Rechnung geht an den Patienten und
der kontrolliert die Posten (sollte er zumindest: wenn er
schlau ist, tut er´s). Wenn das bei den Kassen eingeführt
würde, würden so manche Abrechnungen anders aussehen. Dagegen
wehren sich aber wehement die Ärzte.

volle zustimmung

Eine andere Möglichkeit

wäre: Medikamentenpreise am europäischen Durchschnitt zu
koppeln.

buh… schon mal was von marktwirtschaft gehört? (ist nicht persönlich gemeint *g*) ich kann einem unternehmer nicht vorschreiben, zu welchen preisen er verkauft! ich kann lediglich rahmenbedingungen schaffen, die es dem kunden ermöglichen durch seine kaufstrategien (hochgetrabtes wort oder?!) die konkurenz und damit den preis zu bestimmen.

Kannst Du Dir vorstellen, was die Pharmaindustrie dazu sagen
würde?

ja, ist lustig was da gerade in meinem kopf abgeht *bg*

Gruß
Daniel

Hi Raimund!

Natürlich beruhen die Aussagen des Artikels auf realen Tatsachen. Jeder weiß doch woran es krankt, selbst die aktuelle Regierung. Das die Tatsachen allerdings derart billig polemisch verpackt werden (sozialistische Planwirtschaft etc.) kreide ich der Autorin stark an, aber das nur nebenbei, schließlich kann man vom Referat Öffentlichkeitsarbeit der Christsozialen nix besseres erwarten.
Nebenbei ist dieser Artikel wieder einmal ein Paradebeispiel für die partielle Amnesie der Verantwortlichen. Als die Budgetierung eingeführt wurde, hieß der Gesundheitsminister noch Horst Seehofer (CSU), und an der Regierung war seit mehr als einem Jahrzehnt ein dicklicher Herr namens Kohl. Die Ärzte sind schon 1996 gegen Seehofers Gesundheitsreform auf die Straßen gegangen, vor allem wegen dem geplanten Globalbudget für Arztpraxen. Der Einstieg in die Zwei-Klassen-Medizin (die momentan traurige Realität ist) wurde nicht von der SPD beschritten, sie hat den Weg lediglich Konsequent fortgesetzt. Vielleicht mal abgesehen von der Reduzierung der Medikamentenzuzahlungen.
Fakt ist doch, daß wir in einem Land leben, in dem die Leute wegem jedem Kinkerlitzchen zum Arzt rennen. In einem Land in dem nachweislich 2800 Medikamente, deren Wirkung micht bewiesen ist, von den Kassen bezahlt werden. Die Therapien werden immer teurer, die Menschen immer kränker, die Kassenbeiträge sollen aber bitteschön gleichbleiben. Die CDU/CSU suggeriert, sie wäre imstande gleiche Leistung für alle Versicherten bei gleichbleibenden Beiträgen zu ermöglichen. Lieber Raimund, würde sie das schaffen, dann würde ich mir ernsthaft überlegen mein Kreuzchen bei der nächsten Wahl neben der CDU zu machen. Ich glaube aber ich muß mir deswegen keine großen Sorgen machen!

Gruß
Tom

hallo, Daniel,
das mit der freien Marktwirtschaft ist schon richtig, bin ja schließlich ein Verfechter davon, doch… dann sollte man den Anbietern aus dem Ausland die Möglichkeit geben, hier mitzumischen. Das aber ist nicht möglich. Zur Zeit geht ja die Diskussion darum, ob man im Ausland medikamente bestellen kann. Die Kassen und die Privaten (bei denen: so viel ich weiß: muss mal nachfragen ob doch!)erkennen diese Rechnungen nicht an.
Ich weiß: viele Gefahren. Aber Schwierigkeiten sind dafür dfa, dass man sie löst.
Grüße
Raimund
Übrigens: Oposition. Genau die gleichen Worte hörte ich, als die anderen an der Regierung waren.

Hallo raimund.

das mit der freien Marktwirtschaft ist schon richtig, bin ja
schließlich ein Verfechter davon, doch… dann sollte man den
Anbietern aus dem Ausland die Möglichkeit geben, hier
mitzumischen. Das aber ist nicht möglich. Zur Zeit geht ja die
Diskussion darum, ob man im Ausland medikamente bestellen
kann. Die Kassen und die Privaten (bei denen: so viel ich
weiß: muss mal nachfragen ob doch!)erkennen diese Rechnungen
nicht an.
Ich weiß: viele Gefahren. Aber Schwierigkeiten sind dafür dfa,
dass man sie löst.

Wenn man das gleiche Zulassungsverfahren anwendet, wie auch bei den „deutschen“ Medikamenten, sehe ich alles in allem zumindest keine unüberwindbaren Schwierigkeiten.

Übrigens: Oposition. Genau die gleichen Worte hörte ich, als
die anderen an der Regierung waren.

Ich habe ja nicht gesagt, daß dies eine Erscheinung aus der heutigen Zeit ist, ich gehe schon davon aus, daß dies wohl leider immer so ist - was aber nichts daran ändert, daß man gefälligst ein besseres konzept haben sollte, bevor man ein anderes ablehnt (dies gilt übrigens immer und nicht nur bei der konstellation Regierung-Oposition)

Gruß
Daniel

Die Pharmafirmen arbeiten schon daran, mit der Einführung des Euro die Preise anzugleichen.
Dann gibt es in Europa natürlich auch keine Preisvorteile mehr im Ausland, ist für uns schlecht.
Gruß
Rainer

Nee, Tom, so nicht

Fakt ist doch, daß wir in einem Land leben, in dem die Leute
wegem jedem Kinkerlitzchen zum Arzt rennen.

Sind nicht alles Simulanten oder Neurotiker, finde ich ziemlich fies, Kranke so zu diskriminieren.
Schwerkranken, die zB. an multipler Sklerose leiden, wird die Behandlung gestrichen, aus Kostengründen, die Begründung lautet dann: Ein Erfolg ist nicht zu erwarten.
Dafür gibt es jetzt ein Internetcafe bei der AOK, ist ja ein prima Ausgleich, kostet auch was, macht aber nichts.

In einem Land in

dem nachweislich 2800 Medikamente, deren Wirkung micht
bewiesen ist, von den Kassen bezahlt werden.

Da bist Du wohl auf die Propaganda der Krankenkassen reingefallen, sonst hat das noch keiner bewiesen.
Solange der Chef der AOK mehr verdient, als der Bundeskanzler, denke ich, die sollten mal bei sich anfangen zu sparen, nicht immer nur auf dem Rücken der Versicherten.
Gruß
Rainer

…Fakt ist doch, daß wir in einem Land leben, in dem die Leute
wegem jedem Kinkerlitzchen zum Arzt rennen. In einem Land in
dem nachweislich 2800 Medikamente, deren Wirkung micht
bewiesen ist, von den Kassen bezahlt werden.

hier muss ich meinem Vorredner Recht geben: die Kassen, allen voran die AOK haben Medikamente gestrichen, mit der Begründung, es wären Plazebo-Medikamente. Auf einer Tagung der Kassen und Ärzte in unserer Gegend haben die Kassen z.B. VOLTAREN GEL gestrichen. Ein Aufschrei der Empörung ging durch die Reihen der Ärzte. Denn dieses Mittel hilft tatsächlich! Aber hier wurde mit der heißen Nadel gestrickt: abgelehnt, ohne Diskussion! Wusstest Du, dass teilweise Hüftgelenkoperationen bei älteren Leuten nicht mehr bezahlt werden? Begründung: es rentiert sich da nicht mehr (kratzt ja sowieso bald ab!), dass Glaukomuntersuchungen auf Kosten des Patienten gehen, dass Mammographie vom Patienten bezahlt werden muss? Auch verschiedene Ultraschalluntersuchungen werden nicht mehr bewilligt. Hier hört die „Eigenverantwortlichkeit“ des Patienten auf! Wenn die Kassen den Spezialisten etwas die Einkünfte kastrieren würden, das Primärarztprinzip wieder einführen, den freien Wettbewerb bei den Medikamenten zulassen würden, dann hätten wir wieder ein bezahlbares Gesundheitssystem. Übrigens: siehst Du es als gut an, dass der Arzt, der 24 Stunden bereit sein muss, der von allen Krankheiten viel wissen muss (damit er diagnosefest ist), dass gerade der am wenigsten verdient? Ein prakt. Arzt hat weniger Einkünfte als z.B. ein Orthopäde. Und wenn er das ganze Jahr über seine Kunden (Patienten) gut behandelt hat, steht er spätestens im Dezember vor der Wahl: 1: Urlaub machen 2. Kassenpatienten ablehnen (wird schon gemacht), 3. auf eigenen Kosten behandeln, 4. die Kassenpatienten zu Privatpatienten machen (kassieren).
Ich möchte hier keine Bewertung machen, welche Partei dafür verantwortlich ist (ich glaube alle!). Es ist nicht richtig! Hier wird auf Kosten der Schwächsten gespart. Die Ärzte können sich einigermaßen wehren, noch viel besser die Pharmaindustrie. Der Patient nicht!
Ich gönne wirklich jedem sein Einkommen. Doch wenn éin Zahnarzt zu mir sagt, er wäre fast am pleitegehen und als Fuhrpark (weiss ich zufällig) folgende Autos hat: einen Mercedes 500 SE, einen 500 SEL, ein Grand Cherokee 8 Zyl. (als Einkaufswagen für seine Frau)… Als ich zu ihm sagte, er müsste sich halt mal ein paar Jahre mit dem „kleinen“ Mercedes S und evt. dem Cherokee 6 Zyl. zufrieden geben, war er ruhig. Weißt Du, was ein Zahnarzt an einem Inly verdient? Er kauft den Glaskeramikpfropf für ca,. 60,- bis 100,- DM ein… und verlangt vom Kunden bis zu 1.400,- DM. Mein jetziger Zahnarzt verlangt dafür nur 300 bis 500,- DM. Er sagt, er würde genug daran verdienen.

Die CDU/CSU suggeriert, sie wäre imstande gleiche Leistung für
alle Versicherten bei gleichbleibenden Beiträgen zu
ermöglichen.

Da lügt die CDU/CSU genauso, wie die FDP und SPD und Grüne und…
Sie alle haben Angst vor den finanzkräftigen Lobbys. Wer will schon gerne seine politische Karriere beschneiden?
Grüße
Raimund

Nee, Tom, so nicht

Hallo Rainer!

Ich habe lediglich zwei Punkte genannt an denen das Gesundheitssystem krankt ohne dabei Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Fakt ist doch, daß wir in einem Land leben, in dem die Leute
wegem jedem Kinkerlitzchen zum Arzt rennen.

Sind nicht alles Simulanten oder Neurotiker, finde ich
ziemlich fies, Kranke so zu diskriminieren.
Schwerkranken, die zB. an multipler Sklerose leiden, wird die
Behandlung gestrichen, aus Kostengründen, die Begründung
lautet dann: Ein Erfolg ist nicht zu erwarten.
Dafür gibt es jetzt ein Internetcafe bei der AOK, ist ja ein
prima Ausgleich, kostet auch was, macht aber nichts.

Das habe ich niemals behauptet, und Deine Unterstellung trifft mich auch ziemlich, da ich zwei chronisch Kranke in der Familie habe. Das die Behandlung von chronisch kranken Patienten seit Jahre qualitativ immer schlechter wird (jedenfalls derjenigen die Mitglied einer gesetzlichen KK sind) ist eine empörende Tatsache. Fakt ist aber auch, daß die Deutschen viel häufiger zum Arzt rennen als z.B. die Skandinavier, daß in Deutschland 48000 Medikamente zugelassen sind in Schweden dagegen nur knappe 10000 und die Schweden trotzdem eine höhere Lebenserwartung haben. Das Anspruchsdenken der Versicherten an das Gesundheitssystem ist hierzulande einfach zu hoch. Ich z.B. würde niemals auf die Idee kommen wegen eines grippalen Infektes oder einer Muskelzerrung zu einem Arzt zu gehen. Damit stehe ich aber ziemlich alleine da.
In meinem Freundeskreis habe ich eine Ärztin die jahrelang in Afrika praktizierte und seit einigen Monaten in Deutschland eine Praxis führt. Die kann Dir einiges vom Wohlstandspatienten deutscher Prägung erzählen der bei einer Nebenhöhlenentzündung auf einer Computertomographie besteht, oder sich seine Altersflecke auf Kassenkosten entfernen lassen möchte.
Natürlich krankt es noch an vielen, vielen weiteren Stellen, so z.B. den Verwaltungskosten der Krankenkassen etc.

Gruß
Tom

Hallo Tom

Das habe ich niemals behauptet, und Deine Unterstellung trifft
mich auch ziemlich, da ich zwei chronisch Kranke in der
Familie habe. Das die Behandlung von chronisch kranken
Patienten seit Jahre qualitativ immer schlechter wird
(jedenfalls derjenigen die Mitglied einer gesetzlichen KK
sind) ist eine empörende Tatsache.

Das tut mir Leid für Dich, ist sicher eine große Belastung.
Dann sind wir da einer Meinung :wink:.
Es trifft immer die, die sich nicht wehren können.

Fakt ist aber auch, daß die

Deutschen viel häufiger zum Arzt rennen als z.B. die
Skandinavier, daß in Deutschland 48000 Medikamente zugelassen
sind in Schweden dagegen nur knappe 10000 und die Schweden
trotzdem eine höhere Lebenserwartung haben.

Dazu mal grundsätzlich:
In Deutschland wird jede Darreichungsform extra gezählt, bei Aspirin haben wir dann Aspirin Tabletten, Brausetabletten, Aspirin 300, Aspirin 100, Aspirin Migräne, das wären schon 5 Medikamente von den 48000, dazu kommen noch die verschiedenen Packungsgrößen.
Dann gibt es nur in Deutschland eine riesige Anzahl homöopathischer Arzneimittel, das kennen andere Länder gar nicht.

Wirklich viel gekauft oder von den Ärzten verschrieben werden etwa 900 Medikamente, die machen den Hauptumsatz, der Rest kleckert so daher.
Die Zahl 48000 ist reine Polemik der Krankenkassen, wir liegen mit 900 also noch unter den Schweden.

Allerdings hast Du Recht, das Anspruchsdenken ist hier höher als anderswo. Viele meinen, ich hab so und so viel bezahlt, das will ich wieder raushaben.
Das haben die Krankenkassen aber früher unterstützt, um sich Kunden abzujagen, tun es zum Teil heute noch.
Gruß
Rainer

Hi Rainer!

Das goße Problem bei dieser Thematik liegt doch in der Beschaffung von wertfreien Informationen und korrektem, unmanipuliertem Zahlenmaterial um sich unabhängig eine Meinung zu bilden. Die einzelnen Interessengruppen, auf der einen Seite das Gesundheitministerium, auf der anderen Seite die Ärzte und Gesundheitseinrichtungen, dazwischen irgendwo die Krankenkassen und nicht zu vergessen die Kassenärztlichen Vereinigungen, schneidern sich natürlich die Daten so zurecht wie es nötig ist um daraus die eigenen Ansprüche und Forderungen gründen zu können. Für mich als Laien hören sich die Argumente jeder Seite für sich betrachtet durchaus plausibel an. Dummerweise sind die Argumentationen i.d.R. genau entgegengesetzt. Auch die Berichterstattung in den soliden Medien ist bei diesem Thema ausgesprochen polarisiert und häufig sehr polemisch gehalten (z.B. jüngste Spiegel-Berichterstattung).
Wo liegt jetzt aber Deiner Meinung der Hase im Pfeffer? Sind es die verschwenderischen Krankenkassen die sich aus den Mitgliedsbeiträgen der Pflichtversicherten lieber Verwaltungspaläste bauen anstatt das Geld in die med. Versorgung zu stecken? Sind es die Ärzte, die nicht auf ihre Pfründe verzichten wollen? Ist es der allgemeine Trend zur Apparatemedizin? Die Patienten die wegen einer tropfenden Nase sofort einen Arzt aufsuchen? Die Überalterung der Gesellschaft?
Und vor allem wie soll das Problem angegangen werden? Wie bei der Rente: Eine private Pflichtvorsorge für jeden?

Gruß
Tom

…Viele meinen, ich hab so und so viel bezahlt,
das will ich wieder raushaben.

Hallo, Rainer,

Das ist die Krux an uns Deutschen. Die meisten begreifen nicht, dass jede Versicherung, ob privat oder gesetzlich, eine Solidargemeinschaft ist: der, der gesund ist, zahlt die Heilung des Kranken. Und kann sicher sein, dass die anderen ihm ebenfalls die Heilung zahlen, wenn´s nötig sein sollte. Das hat mit Soll und Haben nichts zu tun. Dieses Denken gibt es auch bei der Arbeitslosenversicherung: „jetzt mach´ ich erst mal ein oder 2 Jahre auf arbeitslos! Habe ja genügend einbezahlt!“
Mit diesem Denken wird alles nur immer teurer!
Grüße
Raimund

nicht unbedingt: die Portugiesen und Italiener werden sich das nicht gefallen lassen, dass die Medikamente deutsches Preisníveau bekommen.
Grüße
Raimund