Der Titel dieses Threads sagt es ja: „Geteilte Hausarbeit-enorme Wut!“ Die Wut ist also das Resultat aus der geteilten Hausarbeit, genauer gesagt, dem ANSPRUCHSDENKEN, was dahinter steckt! Also schraube mal am besten deine Erwartungen etwas runter, dann geht es dir auch besser, Lisa. Ich habe so das Gefühl, daß dein Partner wohl fast immer nahezu die gesamte Hausarbeit übernimmt, (weil deine Anfälle berüchtigt sein dürften…), aber als dein Partner EINMAL nicht beim Putzen voll dabei war, bist du wiedermal ausgerastet. So war das wahrscheinlich.
folgendes läßt ganze batterien von alarmglocken bei mir schrillen:
Damit will ich
sagen, dass ich zum Teil oft noch viel mehr arbeiten muss wie
er, obwohl ich „nur“ studiere.
warum „nur“?
in deiner argumentation untermauerst du dein studium auch noch mit allen möglichen „sichtbaren“ tätigkeiten - als wäre es selbst nicht genug.
jetzt drängen sich 2 möglichkeiten auf: entweder studieren/lernen/lesen/o.ä. ist in deinem jetzigem umfeld oder in deinem früheren (z.b. elternhaus) nicht als ernstzunehmende tätigkeit anerkannt (man „sieht“ ja nix"/lesen ist müßiggang/so gut wie du möchte ich es mal haben. ich hingegen muß mein brot verdienen im schweiße meines angesichts…) oder du nimmst es selbst nicht ganz so ernst.
letzteres könnte auch folge des ersteren sein: du schätzt deine eigene geistige arbeit als zu gering ein und „wertest“ sie mit sichtbaren tätigkeiten auf. die aber erwartest du im selben maße von deinem mann. da du diesbbezgl. aber keinen maßstab hast, weißt du auch nicht, wieviel du ihm abverlangen sollst. oder anders ausgedrückt: du polierst die kieselsteine auf weg oder bügelst die socken (alles übertrieben ausgedrückt!) oder machst ähnliche unnötige(?) arbeiten - und verlangst das auch von ihm.
könnte es eventuell so sein?
DANN schafft die lösung mehr selbstbewußtsein und wertschätzung der eigenen - in diesem falle - geistigen arbeit.
bis wes aber soweit ist, laß einfach mal fünfe gerade sein. eckards rat ist es wert zu befolgen: klare regelungen und die konsequent befolgen (und auch nix extra verlangen oder selber machen!)
nur so kanns was werden!
Hallo, Rüdiger -
und das alles folgerst Du aus den vier Wörtern der Überschrift?
Um es etwas weniger rüde zu formulieren - Wenn Du mit dem Finger auf jemanden zeigst, wohin zeigen dann die restlichen Finger Deiner Hand?
Diesmal kein Gruß
Eckard
Hallo Claudia.
Stückweise hast du Recht! Aber ich habe ein Exemplar von Mann, den fast nichts stört.
Gestern hat er es geschafft, nach drei Monaten ein Regal aufzubauen, das seitdem unser Arbeitszimmer blockiert. Ich habe es dahingestellt und für mich beschlossen, dass es mich nichts angeht. Jetzt steht das Regal da - sehr schön, aber das Werkzeug liegt feinsäuberlich mitten im Zimmer, wahrscheinlich die nächsten drei Monate bis er lauf fluchend durchs Haus rennt und es sucht, weil er es braucht. Ich halte das nicht immer aus, wochen-und monatelang daran vorbeizugehen und mir das immer anzugucken. Meine Söhne ( derer drei ) ahmen das Vorbild sehr schön nach. Ich habe mir zum Beispiel abgewöhnt, die Wäschekörbe auszuräumen. Ich wasche und bügele und stelle meinen Männern das hin. Was meinst du, wie schwer es ist, vier Paar Socken aus dem Flur herauszusuchen und in den eigenen Schrank zu räumen. Erst wenn da nix mehr drin ist, dann geht das - oder wenn ich die Körbe brauche und einen ordentlichen Schlag mache. Es ist wahrhaft zermürbend und ich bin beileibe kein Putzteufel. Ich kann gut was liegen sehen.
Trotzdem finde ich deine Ideen gut, weil es geht besser mit Selbsterfahrung. Lassen wir das Klo ungeputzt bis es stinkt. Irgendwann kommt Mann dann auf die Idee, selber mal Hand anzulegen.
Grüße
Tutulla
P.S. Ich habe zum Glück eine Putzhilfe und weiß sie sehr zu schätzen.
Das erlaubt mir Extravaganzen wie Fagottspielen, zu unterrichten und andere Sachen
ich bedanke mich für Deinen Beitrag, weil ich so Gelegenheit hatte, nochmal über meinen eigenen Kommentar Lisa gegebüber nachdenken zu können, aber andererseits dürfte es wohl hoffentlich immernoch weniger schlimm sein, mal einen spontanen Kommentar zu schreiben, als wenn sich eine Frau wieder und wieder so dermaßen gehen läßt, wie in diesem Forum beschrieben.
erstmal schön, dass du deine Sätze revidiert hattest. Ich finde, was du jetzt wieder schreibst, nicht wirklich netter von dir. Du lässt noch einmal schnell einen bissigen Kommentar loslassen über jemanden, der sich wirklich mit etwas, was ihm selbst wehtut und was er verändern will, beschäftigt.
Ausserdem: woher weisst du denn SO GENAU, wie ich mich gehen lasse? Hatte ich das denn so genau beschrieben? Scheinbar wissen das mehrere im Forum ganz genau. Ja, ich schlage ihm mit der prallen Faust ins Gesicht und beisse mich an seinem Hals fest bis das Blut spritzt.
Also bitte? dann hätte ich hier nicht gepostet, sondern mich getrennt!
Viele Grüsse Lisa
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Leider ist keines der beiden Thesen zutreffend. Ich hatte das „nur“ studieren geschrieben, weil sonst gleich wieder irgendwelche Postings kommen, vonwegen, „ach, wenn du eh nur studierst, hast du doch eh mehr Zeit zum putzen“, etc. Ich hatte, dass eher geschrieben aus Angst, es kommen wieder tolle Sprüche.
Studieren ist in meiner Familie nicht so gängig, dennoch werde ich immer unterstützt in meinem Studium und meine Eltern finden das grossartig. Meine Mutter beneidet mich (auf die liebevolle Art), weil sie durch ihre Schwangerschaft mit 19 nie solche Möglichkeiten hatte. mein Vater hat auch studiert.
Und zum 2. Punkt: Ich liebe mein Studium, das schöne ist, ich habe kaum Theorie (natürlich etwas…), denn ich studiere Bildende Kunst. Ich bin ständig mit „Produzieren“ beschäftigt, untermalt von geistiger Arbeit.
Du siehst, daran kann es fast nicht liegen. Klar gibt es Momente, in denen man weniger und mehr selbstbewusst ist, aber das hat jeder, denke ich. Ich liebe meine Arbeit und sie ist sehr wichtig für mich.
Trotzdem ganz lieben Dank, dass du dir zu meinem Problem Mühe gemacht hast.
Viele Grüsse von Lisa
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HERZLICHEN DANK AN ALLE!
Herzlichen Dank an alle, die mir so toll geantwortet haben! Von vielen Seiten kamen Denkanstösse und Tipps.
Mein Freund und ich haben uns lange ausgesprochen. Wir werden versuchen, tatsächlich mehr Planung in unser Putzleben zu bringen und einfach besser mit einander zu kommunizieren. Ich muss einfach auch lernen, etwas RUHIG und vorwurfsfrei zu sagen, wenn mir etwas quer steht. Ich glaube, ich habe viel gerlernt von eueren Tipps, aber geheilt bin ich natürlich noch nicht.Trotzdem habe ich einen Spiegel vor die Nase bekommen und gut über mich nachgedacht. Ich muss viel an mir arbeiten, um das gewohnte Patron Stück für Stück abzulegen.
Nochmal herzlichen Dank an alle, die mir ernsthaft geantwortet haben
Liebe Grüsse von Lisa
Hallo, Lisa,
erstmal fand ich es sehr mutig von Rüdiger sich öffentlich für seinen ‚Ausrutscher‘ zu entschuldigen. Nur wenige haben genügend Einsicht und Anstand das zu tun.
Zum anderen kannst Du das aber auch direkt noch in Deine Lagebeurteilung einbeziehen: So etwas kann einem passieren, wenn man Frust ansammelt. Dann bringt irgend ein banaler Tropfen das Fass zum überlaufen und man ‚explodiert‘ - für den anderen aus heiterem Himmel.
Und wie Du schriebst, war Dir das ja auch passiert, gelle?
da hast du recht mit beidem: Rüdiger hatte sich entschuldigt, das finde ich ja auch toll. Dennoch denke ich, dass R’digers und meine Situation jetzt nicht wirklich vergleichbar waren, oder/
Na ja, lassen wir’s gut sein, man muss ja nicht alles auseinanderpflücken.
Alles Gute dir,
Lisa
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