Kann man sowas nicht selbst machen ? Hatte sowas schonmal
versucht, Äpfel sind teilweise geschimmelt!!??
Und bei Bananen?? Wie werden Bananenchips hart, aber nicht
braun?? Mit Zitrone
hallo julia,
das habe ich zu deiner frage gefunden.
viel spass!
lieben gruß
felicitas
Obst und Gemüse selber trocknen
Womit trocknen?
* Wenn genug Sonne und ein geeigneter Ort zur Verfügung stehen, sollte man das nutzen. Das Prinzip ist einfach: Über der Luftzufuhr befindet sich eine größere Fläche, die der Sonne ausgesetzt ist. Die dadurch erwärmte Luft strömt von unten in den eigentlichen Trockenkasten, in dem sich die Roste mit dem Trockengut befinden, um oben durch einen Spalt wieder auszutreten. Weitere Anregungen hierzu siehe unten unter Tipps anderer Internetties
* Ein Backofen steht in fast jedem Haushalt zur Verfügung. Hauptproblem ist die nur schlecht regulierbare Temperatur. Viele Herde erreichen auch bei Einstellung auf fünfzig Grad Celsius eine deutlich höhere Temperatur. Deswegen empfehle ich den Backofen höchstens für erste Versuche.
* Der Trockenofen. Entweder jemanden kennen, der einen hat, oder selber bauen. Gute Bauanleitungen finden sich in dem leider nicht mehr erhältlichen Hobbythek-Buch 6. Dort werden ein klassischer Trockenofen, der als Luft- und Wärmequelle einen Heizlüfter eingebaut hat, und ein Modell, das die Herdplatten als Wärmequelle nutzt, beschrieben. Bei mir ist das Aufsatzmodell für den Elektroherd, durch Prozessorlüfter leicht getunt, oft im Dauereinsatz gewesen. Ob das auch auf einem Gasherd funktioniert, sollte man mit Gas vielleicht lieber nicht ausprobieren, deshalb ist zur Zeit Produktionspause.
* Trocknen in der Mikrowelle. Interessant insbesondere für Kräuter. Pauschalrezept: Maximal eine Minute bei voller Energie, ca. fünf Minuten bei reduzierter Leistung. Folgende Kräuter eignen sich aufgrund ihres starken Aromas besonders gut zum Trocknen: Pfefferminze, Oregano, Majoran, Bohnenkraut, Lavendel und Salbei.
Präparieren von zu trocknenden Früchten
Birnen schneller reifen lassen
Birnen sind oft noch sehr hart, wenn man sie kauft. Um den Reifeprozess zu beschleunigen, packt man sie zusammen mit einem reifen Apfel in eine perforierte Plastiktüte.
Schale ab? (nur für Analphabeten in der Küche)
Folgende Früchte sollten geschält werden: Ananas ( Grünzeug abschneiden, mit einem langen scharfen Messer die Schale von oben nach unten abschälen und zum Schluß die Augen ausschneiden. Viel Arbeit, die sich aber lohnt), Apfel (nicht unbedingt nötig), Banane (logo!), Kiwi und Birne.
Keine Vorarbeit vor dem Schneiden erfordern Tomate und Pflaume bzw. Zwetschge.
Design-Tipps beim Schnippeln
* Ananas: Sehen wirklich toll aus, wenn die Ringe im Ganzen getrocknet werden.
* Äpfel: Das Kerngehäuse ausstechen, schälen und quer zum Kerngehäuse in Scheiben schneiden, danach durch Zitronensaft ziehen.
* Bananen: In Scheiben schneiden. Andere Tipps, z.B. die Bananen an ihrer natürlichen Dreiteilung entlang aufzutrennen, sehen nicht so schön aus.
* Birnen: Schälen und der Länge nach über den Küchenhobel ziehen, danach durch Zitronensaft ziehen.
* Kiwi: quer schneiden.
* Paprika: Platzsparender ist es, Streifen zu schneiden, schöner, die Paprika am Stengelansatz mit einem spitzen Messer zu entkernen und dann in Ringe zu schneiden.
* Pflaumen bzw. Zwetschgen: halbieren, entkernen und die Häften nochmals wie zum Vierteln leicht einschneiden.
* Tomaten: Quer zum Stengelansatz in Scheiben schneiden (die Endstücke immer gleich direkt verzehren, da sie zum Trocknen unverhältnismäßig lange brauchen) und mit etwas Salz und Pfeffer bestreuen.
Der Trockenvorgang
* Die Temperatur sollte beim Trockenvorgang maximal 50 Grad Celsius betragen. Obst ist fertig, wenn es sich wie zähes Leder anfühlt und es keine feuchten Stellen mehr enthält. Damit alles Obst einer Sorte ungefähr gleichzeitig herausgenommen werden kann, ist es von Vorteil, alle Früchte gleich dünn zu schneiden, z.B. mit einem Küchenhobel. Gemüse ist fertig, wenn es raschelt.
Lina Truninger aus Wiesendang betreibt die zwei „Dörrstübli“ des Ortes. Statt der angegebenen 60 bis 80 Grad zum Trocknen sollte man im Bereich von 30 bis 50 Grad bleiben, dann muss man auch nicht beschönigend sagen: „Einige Vitamine gehen dabei schon verloren“. Es zeigt sich, daß jedes kommerzielle Interesse, selbst wenn es nur um einen Nebenverdienst geht, zu Lasten der Qualität geht.
Pro: kein Zucker, gesund
Kontra: ein kleines bisschen Arbeit vielleicht
Liebe Leserinnen und Leser,
Nachdem ich hören musste, dass man mein Bananenrezept in all den Berichten nicht so gut finden kann, habe ich diese Kategorie beantragt. Damit es aber nicht einfach nur das Rezept werden soll, möchte ich euch ein paar Daten zum Trocknen von Obst an die Hand geben und ich hoffe, dass ihr genau so viel Freude daran habt wie ich.
Zunächst mal gibt es für teuer Geld diverse Dörrautomaten zu kaufen, was vielen vielleicht einfach erscheint und sie deshalb zu diesen greifen. Ich hatte auch einen zu Hause und habe genau gesehen wie dieser arbeitet. Es sind meist vier bis fünf runde Paletten die in der Mitte ein großes Loch haben und übereinander gestapelt werden. Obenauf kommt der Deckel mit dem Motor. Dann bläst das Gerät stundenlang nur heiße Luft über das zu trocknende Obst/Gemüse. Die Paletten sind nicht groß und man hat nur wenig Platz um genug Obst/Gemüse zu trocknen. Immerhin dauert so ein Vorgang mehrere Stunden.
Wie das so bei mir üblich ist, entschloss ich mich das anders zu machen, besser wie ich finde. Fast jeder dürfte zu Hause einen Herd haben. Heiß- bzw. Umluft wäre gut, aber auch andere sind geeignet.
Bei Heiß- bzw. Umluft hat man den Vorteil dass man den gesamten Platz nutzen kann, also auch den Boden des Herdes. Ich nehme alle Bleche und Gitter die ich habe und belege sie mit Backpapier. Ein Stück Backpapier nehme ich noch extra, denn das lege ich später noch auf den Herdboden. Dann wird das zu trocknende Gut vorbereitet und darauf verteilt.
Wie das genau geht zeigt mein Bananenchips-Rezept
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Also, besorgt euch ungefähr 3,5 Kilo reife Bananen. Sie müssen richtig doll reif sein. So reif, dass ihr sie so vielleicht nicht mehr essen wollt, aber auf keinen Fall faul!!!
(Tipp: Sehr reife Bananen gibt es beim Osthändler oft billiger)
Schneidet die Bananen unbedingt in gleichmäßig dünne Scheiben. Schneidet ihr sie hauchdünn, splittern sie später gerne, schmecken aber sehr gut. Schneidet ihr sie etwa 2 mm dick, bleiben die Scheiben etwas stabiler und man hat beim Lutschen länger was davon. Einfach ausprobieren.
Habt ihr alle Bleche mit euren Bananen belegt schiebt sie in den Ofen und stellt die Temperatur auf 50°C – 60°C. Steckt bitte unbedingt einen Holzlöffel, oder Holzstiel vom Backpinsel zwischen die Tür, damit der Ofen nicht dicht schließt. Macht ihr das nicht läuft euch die Brühe nur so runter. Sprich, die Feuchtigkeit muss ja aus den Bananen und die würde sich sonst stauen und aus dem Ofen tropfen. Das ganze muss jetzt 8 Stunden trocknen. Ich weiß, wie sich das anhört, aber es bedarf keinerlei Aufsicht (Voraussetzung der Löffel steckt zwischen der Tür) und der Aufwand lohnt sich 100%. Ihr habt bestimmt noch keine so leckeren Bananenchips gegessen. Nach Ablauf der Zeit könnt ihr die Bananen in einer Schüssel abkühlen lassen und danach in Schraub- oder Einmachgläsern aufbewahren. Die Tupperware-Fraktion findet bestimmt auch einen dicht schließenden Behälter. Sollten sie nicht gleich vom Backpapier rutschen, legt das Papier mit den Bananen nach unten auf den Tisch und streicht einmal mit der Hand über die Rückseite, dann fallen sie auf der anderen Seite ab.
Den Energiesparer und Rechner rate ich sich mal anzuschauen was 50g getrocknete Bananen kosten.
So das war mein Rezept für leckere Bananenchips, aber wie das so bei mir ist, lege ich noch einen drauf. Ich schreibe euch mal auf welches Obst wie lange braucht und bei welcher Temperatur es getrocknet wird. Und denkt daran, dass Obst zum Trocknen immer reif sein sollte, sonst schmeckt es hinterher nicht so lecker und das wäre doch schade.
Ob ihr verschiedenes (Äpfel, Birnen) in Zitronenwasser tauchen wollt, damit es nicht zu braun wird bleibt euch überlassen, aber bedenkt, dass dadurch das Obst noch feuchter wird und länger braucht.
Große Abweichungen bei der Zeit resultieren aus dem unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalt des Obstes.
Äpfel schälen, entkernen, in Ringe oder Schnitze schneiden und bei 60° C 4-8 Stunden trocknen
Aprikosen entsteinen, halbieren und bei 60° C 8-12 Stunden trocknen
Ananas schälen in Scheiben, oder kleine Stücke schneiden und bei 60° C 8-12 Stunden trocknen
Bananen siehe oben
Birnen schälen, entkernen in Schnitze schneiden und bei 60° 8-12 Stunden trocknen
Feigen halbieren und bei 60° C 4-6 Stunden trocknen
Pfirsiche in Schnitze schneiden und bei 60° 8-12 Stunden trocknen
Pflaumen/Zwetschgen halbieren, entkernen und bei 60°C 6-14 Stunden trocknen
Rhabarber schälen in 2,5 cm Stücke schneiden 40° C 3-6 Stunden trocknen
Weintrauben (kernlose) einschneiden damit sie besser trocknen bei 50° C 8-14 Stunden
Zitrusfrüchte geschält in Schnitze, oder ungeschält in Ringe bei 50° C 3-5 Stunden trocknen
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