Gewalt gegen Eltern

Hallo,

angesicht der momentanen Diskussionen um gewaltfrei Erziehung hier - was sollen sich Eltern gefallen lassen?
(eigenes Erleben)
Bsp 1: meine Tochter (4) scheint es riesig Spaß zu machen, meine Beine zu attackieren: beißen, treten - Ermahnungen sind fruchtlos, auch ein deutliches Enttäuschtsein zeigen ändert nichts.
Der Verweis ins eigene Zimmer, Entzug von Zärtlichkeiten etc …
Im Kindergarten wird sie dagegen als das liebste Kind gelobt - bis einmal beim Kindergartenfest (beim Verabschieden) sie anfing, mich zu treten. Ich habe passiv abgewehrt (sie gegen meine Schuhsohle treten lassen). Darauf nahm sie Anlauf und versuchte, mir richtig in die Beine zu springen - und ich hab sie ins leere laufen lassen, bin ausgewichen, sie stürzte durch den eigenen Schwung und fiel mit dem Gesicht gegen eine dahinter stehende Bank …

Bsp. 2: mein (Stief)sohn attackierte im Alter zw. 14-16 seine Mutter verbal auf das heftigste: Gossenjargon, schreiend, keinerlei Argumentation zugängig (wiedergeben möchte ich nicht, was er damals abgesondert hat - als Sprache oder Meinungsäußerung konnte man es nicht bezeichnen) - und als Anlaß reichten wirklich harmlose Fragen aus. Teilweise kamen Drohgebärden dazu, und einmal bin ich dazwischengegangen und habe ihn geschlagen, weil ich einfach Angst um meine Partnerin hatte …

Auf Meinungen und Kommentare gespannt …
Ijon_Tichy

Ich bin 18 Jahre alt

Ich finde dass man Kleinkindern früh deutlich machen sollte wo die Grenzen liegen. Als letztes Mittel halte ich auch physische Bestrafung für angebracht. Dies sollte aber immer nur das ALLERLETZTE Mittel sein und auf keinen Fall zur Routine werden. Bei größeren Kindern sollte allerdings genug gesunder Menschenverstand vorhanden sein, dass man Probleme mit Gesprächen lösen kann.

Ich selbst habe erhebliche Probleme mit meiner Mutter. Sie ist ignorant und völlig egoistisch. (Das ist nicht nur das typisch pubertierende Anti-Eltern Gequatsche). Meine ganze familie hat Probleme mit meiner Mutter, weil niemand mit ihrer aroganten Art zurechtkommt. Es ist schon 2 mal vorgekommen dass sie die Hand zum Schlag ausholte und da hab ich natürlich geblockt - WEITER NICHTS. ehrlich!!! Das hat sie als tätlichen Angriff von mir auf sich selbst verstanden. Ich habe auch eine jüngere Schwester und ich kann es auf den Tod nicht ausstehen wenn meine Mutter meine Schwester grundlos anschreit. Deßhalb gehe ich da oft dazwischen und frage meine Mutter ob das wirklich sein müsse. Dabei werde ich zwar manchmal laut aber NIEMALS gewalttätig.

Ich weiss nicht wie es bei deinem Stiefsohn ist, da ich ihn nicht kenne…aber nicht immer müssen die Eltern im Recht sein.

wenn er allerdings anfängt seine Mutter aktiv zu schlagen, dann muss man eingreifen. Denn das ist durch nichts zu entschuldigen.

Hallo Ijon_Tichy,

bei Beispiel 1 glaube ich, dass deine Tochter entweder mit dir Kräfte messen will, oder sie will dich aus der Reserve locken. Wenn sie aus einer Aggressivität heraus dich beißt und tritt, dann ist das nicht nur verhinderbar (durch ausweichen), sondern kann auch mit dem Kind geklärt werden. „laß das sein. das tut weh. ich gehe doch auch nicht so mit dir um. hörst du nicht auf, dann solltest du eine weile in deinem zimmer spielen, bist du dich beruhigt hast…“

Bsp. 2: mein (Stief)sohn attackierte im Alter zw. 14-16 seine
Mutter verbal auf das heftigste: Gossenjargon, schreiend,
keinerlei Argumentation zugängig (wiedergeben möchte ich
nicht, was er damals abgesondert hat - als Sprache oder
Meinungsäußerung konnte man es nicht bezeichnen) - und als
Anlaß reichten wirklich harmlose Fragen aus. Teilweise kamen
Drohgebärden dazu, und einmal bin ich dazwischengegangen und
habe ihn geschlagen, weil ich einfach Angst um meine Partnerin
hatte …

Schlagen ist immer ein Beweis für Überforderung, wenn man das Gefühl hat nichts mehr an Worten erfolgreich entgegensetzen zu können. Waren die Schläge gegen den Stiefsohn wirklich nötig? Hättest du ihn nicht dazu veranlassen erst einmal weniger zu schreien („entweder redest du vernünftig mit ihr oder laß es ganz bleiben“) Lautes Reden heizt Gemüter auf.

Streiten kann man lernen. Und Kinder lernen von uns. So wie wir miteinander umgehen, so gehen auch die Kinder mit uns um.

viele Grüße
grilla

Hallo grilla,

bei Beispiel 1 glaube ich, dass deine Tochter entweder mit dir
Kräfte messen will, oder sie will dich aus der Reserve locken.
Wenn sie aus einer Aggressivität heraus dich beißt und tritt,
dann ist das nicht nur verhinderbar (durch ausweichen),
sondern kann auch mit dem Kind geklärt werden. „laß das sein.
das tut weh. ich gehe doch auch nicht so mit dir um. hörst du
nicht auf, dann solltest du eine weile in deinem zimmer
spielen, bist du dich beruhigt hast…“

Auf diese Weise haben wir meist (fast mit den selben Worten :wink: reagiert, aber anscheinend mußte sie doch mal merken, das sie nicht nur anderen damit wehtut, sondern vielleicht auch sich selbst - seitdem hat das deutlich nachgelassen.

Bsp. 2: mein (Stief)sohn attackierte im Alter zw. 14-16 seine
Mutter verbal auf das heftigste: Gossenjargon, schreiend,
keinerlei Argumentation zugängig (wiedergeben möchte ich
nicht, was er damals abgesondert hat - als Sprache oder
Meinungsäußerung konnte man es nicht bezeichnen) - und als
Anlaß reichten wirklich harmlose Fragen aus. Teilweise kamen
Drohgebärden dazu, und einmal bin ich dazwischengegangen und
habe ihn geschlagen, weil ich einfach Angst um meine Partnerin
hatte …

Schlagen ist immer ein Beweis für Überforderung, wenn man das
Gefühl hat nichts mehr an Worten erfolgreich entgegensetzen zu
können. Waren die Schläge gegen den Stiefsohn wirklich nötig?
Hättest du ihn nicht dazu veranlassen erst einmal weniger zu
schreien („entweder redest du vernünftig mit ihr oder laß es
ganz bleiben“) Lautes Reden heizt Gemüter auf.

in diesen Phasen war das unmöglich (meist gingen da wirklich harmlose Fragen voraus). Er hatte, wenn er am rumbrüllen war, Entgegnungen überhaupt nicht zur Kenntnis genommen, und nach 2 Stunden bis zwei Tagen sich für seinen Exzess entschuldigt.

Vielleicht mal noch etwas mehr dazu: Ich bin mit seiner Mutter zusammengekommen, als er 11 war und habe seitdem auch eigentlich ein gutes Verhältnis zu ihm (als älterer Freund, nicht als Ersatzpapa). In der konkreten Situation schrie er seit ca. 30 Min, und ließ sich in keiner Form dazu bringen, einfach abzubrechen und den Konflikt später auszutragen - fast wie ein 3jähriger Trotzkopf. Ignorieren wäre wohl das Mittel gewesen, aber wie? Zum einen ist da ja noch die Tochter im Haus, also einfach weggehen wäre nicht gegangen. Außerdem weiß ich nicht, ob er dann nicht die Wohnung demoliert hätte …

Irgendwann kam er dann mit erhobener Hand auf seine Mutter zu. Ich bin dazwischen und habe ihn an den Schultern gegen die Wand gestoßen - dann war Ruhe. Richtig zugeschlagen, mit der Hand oder Faust, habe ich nicht, aber ich sah keine Möglichkeit mehr, verbal einzugreifen.

Streiten kann man lernen. Und Kinder lernen von uns. So wie
wir miteinander umgehen, so gehen auch die Kinder mit uns um.

Dann hätte ich das Problem nicht :wink: Ich versuche schon, Streit mit Diskussionskultur zu verbinden und mache deutlich, das Lautstärke oder Respektlosigkeit sachliche Argumente abwertet, bzw. zum Abbruch der Auseinandersetzung führt. Und wenn ich merke, das ich nicht mehr sachlich diskutieren kann, gehe ich lieber mal 10 min raus.

Gruß
Ijon_Tichy

Hallo Ijon,

was Deine 4 jährige betrifft:
Für mich fühlt sich das nach Machtspiel an. Der Papa ist stark. Der kann Tritte abwehren, ihnen ausweichen. Irgendwie muss man ihn aber doch treffen können. Vielleicht wenn man Anlauf nimmt.
Ich glaube, sie fühlt sich herausgefordert.
Wie ist das, wenn ihr tobt? Wenn ihr diesen „Kampf“ bewusst spielerisch bestreitet?

Zu Deinem Sohn:
Pubertät ist anstrengend. Und in diesem Alter können Kinder absolut verletzend sein. Manchmal sicherlich auch ganz bewusst.
Ich mag es nicht, wenn von irgendwelchen Leuten die Zeigefinger erhoben werden und die Schuld auf die Eltern geschoben wird, so nach dem Motto: " Such doch nach dem Grund bei Dir, waum Dein Kind so aggressiv ist!"
Du kannst Deine Kinder mit all Deiner Liebe und Geduld erziehen, und dennoch kann es passieren, dass sie austicken. Es kann sein, dass das mit Dir gar nichts zu tun hat, aber in dem Moment bist Du das Ventil.
Ich hab gelernt, in solchen Situationen mit meiner Tochter ( 14 ) gar nicht zu diskutieren. Ich geh ihr aus dem Weg, oder schick sie weg ( " Schleich Dich, ich hab grad keine Lust auf Dich!"). Wenn sie wieder halbwegs ansprechbar ist, dann kommt dieses Thema aber auf den Tisch.
Sie soll wissen, wie verletzend ihre Äußerungen sind, wie ihr Gesagtes ankam.
Bisher waren es bei uns aber immer nur verbale Attacken. Ich wüsste nicht, wie ich reagieren würde, wenn sie mich körperlich angreifen würde. Ich weiß aber, dass Kinder einen so provozieren können, dass man manchmal wirklich kurz davor ist, ihnen eine Ohrfeige zu geben.

Liebe Grüsse
Tanja

Hallo Ijon,

sie ins leere laufen lassen, bin ausgewichen, sie stürzte
durch den eigenen Schwung und fiel mit dem Gesicht gegen eine
dahinter stehende Bank.

Das war gar nicht gut. Man soll nämlich nie mit seinen Kindern im Ernst kämpfen (im Spiel schon, aber nur dann, wenn die Initiative vom Erwachsenen ausgeht).
Mit Leibeskräften gegen Erwachsene kämpfende Kindergartenkinder sind ein typisches Resultat des partnerschaftlichen Erziehungsstils und mit dessen Methoden nicht zu kurieren. Dieses Verhalten würde ich zunächst deutlich benennen und dann durch ein eindeutig und eindringlich gegebenes Verbot in Tateinheit mit einer Stimulation des unteren Rückenbereiches ein für allemal abstellen.

Bsp. 2: mein (Stief)sohn attackierte im Alter zw. 14-16 seine

Ein gewalttätiger Heranwachsender, der sogar die Hand gegen seine Mutter erhebt, ist ein Grenzfall zwischen Erziehungsproblem und strafmündigem Verbrecher. Es war aber richtig von Dir, da dazwischenzugehen, um Gefahr abzuwehren.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Ijon_Tichy!

angesicht der momentanen Diskussionen um gewaltfrei Erziehung
hier - was sollen sich Eltern gefallen lassen?
(eigenes Erleben)
Bsp 1: meine Tochter (4) scheint es riesig Spaß zu machen,
meine Beine zu attackieren: beißen, treten - Ermahnungen
[…]

Mir fällt da eine Situation ein:

Ich war zu Besuch bei einer Freundin, die zwei Jungs (damals im Alter von 8 und 5) hat. Der ältere hat uns/mich immer wieder gestört, mit der Wasserpistole gespritzt, aufgehetzt, provoziert. Und er hat da nicht aufgehört… (Er hätte vielleicht auch geschlagen und getreten…, auch wenn er sonst ein „Ganz-Lieber“ ist.) …Und das ging so lange, bis ich ihn durch den ganzen Garten gejagt/verfolgt habe, um ihm dann, zwar mit einem gewissen Ärger, aber doch im Spass, die Wasserpistole abgenommen hatte. Wir habe eine Viertelstunde lang mit einander rumgetollt.
Es ging ihm nur um meine Aufmerksamkeit. Um nicht mehr und nicht weniger.

[…] Darauf nahm sie Anlauf und
versuchte, mir richtig in die Beine zu springen - und ich hab
sie ins leere laufen lassen, bin ausgewichen, sie stürzte
durch den eigenen Schwung und fiel mit dem Gesicht gegen eine
dahinter stehende Bank …

Ja, Du bist ignorant! Und deswegen macht sie das mit Dir.

Bsp. 2: mein (Stief)sohn attackierte im Alter zw. 14-16 seine
Mutter verbal auf das heftigste: Gossenjargon, schreiend,
[…]
Drohgebärden dazu, und einmal bin ich dazwischengegangen und
habe ihn geschlagen, weil ich einfach Angst um meine Partnerin

Ich denke, es ging da wohl um ein Macht-Thema. Aber mehr kann ich nicht sagen. Da fehlt der spezielle Hintergrund, warum Dein Stiefsohn das gemacht hat(te); wohl auch Du weisst es nicht. –

Dass Du da dazwischen gegangen bist, ihn geschlagen hast, erscheint mir als völlig normal/in Ordnung, eben und einfach, um ihn zu stoppen.
Denn sonst müsstest ihr damit rechnen, dass sich das jeden Tag wiederholt. :frowning:

CU DannyFox64

wieso kriegt dieser artikel bewertungspunkte?
zuerst mal: ich frage mich, wer der empfehlung, einem kind den hintern zu verhauen, bewertungspunkte gibt! es ist skandalös, einen aufruf zum gesetzesbruch, vor allem einen aufruf zur mißhandlung von kindern, bewertungspunkte zu geben!

Mit Leibeskräften gegen Erwachsene kämpfende
Kindergartenkinder sind ein typisches Resultat des
partnerschaftlichen Erziehungsstils und mit dessen Methoden
nicht zu kurieren.

von wegen!

in der diskussion um schläge als erziehungsmethode wurde immer so getan, als ob es nur 2 möglichkeiten gibt, ein kind zu erziehen:

  1. ich schlage es nicht = der sogenannte partnerschaftliche erziehungsstil, welcher zum resultat hat, daß aus dem kind ein krimineller wird, der seine eltern schlägt

  2. ich schlage das kind und das kind wird ein wertvolles mitglied der gesellschaft

wahrscheinlich staunt nun der eine oder andere, aber es gibt durchaus noch andere möglichkeiten:

  1. ich schlage meine kinder nicht, lasse sie machen, was sie wollen, sie dürfen mir auf der nase rumtanzen, sie sind mir scheißegal --> es ist ein wunder, wenn aus so erzogenen kindern was wird. in der fachsprache nennt man diesen erziehungstil „laissez-faire“ (=machen lassen) und, auch das wird für erstaunen sorgen: laissez-faire wird nicht als geeignet angesehen, kinder zu erziehen

  2. ich schlage meine kinder nicht, lasse sie aber nicht immer das machen, was sie wollen. ich interessiere mich aber für sie und dafür, wie sich sich verhalten. ich unterbinde unerwünschtes verhalten, zeige den kindern genau, was ich von ihnen erwarte, setze grenzen --> die kinder lernen soziales verhalten und respekt vor anderen, sie entwickeln ein positives selbstbild und fühlen sich stark (im sinne von handlungsfähig). dieser erziehungsstil heißt „autoritativ“

wenn man TIEREN durch konsequente belohnung oder belohnungsentzug beibringen kann, auf worte mit einem bestimmten verhalten zu reagieren bzw. unerwünschtes verhalten zu lassen, dann sollte es sehr wohl möglich sein, KINDER, die ja wohl um ein vielfaches intelligenter als hunde oder katzen sind, das gleiche beizubringen.

Dieses Verhalten würde ich zunächst
deutlich benennen und dann durch ein eindeutig und
eindringlich gegebenes Verbot in Tateinheit mit einer
Stimulation des unteren Rückenbereiches ein für allemal
abstellen.

wirkt das eigentlich nur bei kindern oder ist das auch bei alten menschen zu empfehlen zb. wenn wolfgang berger irgendwann eine alzheimer entwickelt und dann mit unerwünschtem verhalten wie zb. ausspucken von essen seine ihn pflegende kinder nervt???

ach, ich hab vergessen: seine ahnen muß man ehren. es fragt sich nur, warum die ahnen nicht auch die kinder ehren müssen.

Ein gewalttätiger Heranwachsender, der sogar die Hand gegen
seine Mutter erhebt, ist ein Grenzfall zwischen
Erziehungsproblem und strafmündigem Verbrecher. Es war aber
richtig von Dir, da dazwischenzugehen, um Gefahr abzuwehren.

da hast du recht. fragt sich nur, warum es umgekehrt nicht genauso gelten soll: eine mutter, die ihre hand gegen ihren heranwachsenden sohn erhebt ist ein grenzfall zwischen erziehungsproblem und strafmündigem verbrecher?!

wer sein kind schlägt, läßt sein kind die eigene unfähigkeit ausbaden!

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Hallo Schokolinda,

  1. ich stimme dir und den anderen, vor allen Dingen Guido, dessen Postings auf viel Ueberlegung (und manchmal sehr viel Geduld mit anderen Postern) schliessen lassen zu. Koerperstrafen haben nichts in der Kindererziehung verloren.

Allerdings moechte ich daraufhinweisen, dass deine Argumentation HIER:

wenn man TIEREN durch konsequente belohnung oder
belohnungsentzug beibringen kann, auf worte mit einem
bestimmten verhalten zu reagieren bzw. unerwünschtes verhalten
zu lassen, dann sollte es sehr wohl möglich sein, KINDER, die
ja wohl um ein vielfaches intelligenter als hunde oder katzen
sind, das gleiche beizubringen.

nicht sehr gelungen ist. Das klingt naemlich nach Kinderdressur und das ist, glaube ich, weder der Weg noch das Ziel und eigentlich eher mit Klapsen etc. in Verbindung zu bringen als mit einem autoritativen (aber gewaltfreien) Erziehungsstil zu vereinbaren.

Gruesse,
Elke

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Allerdings moechte ich daraufhinweisen, dass deine
Argumentation HIER:

wenn man TIEREN durch konsequente belohnung oder
belohnungsentzug beibringen kann, auf worte mit einem
bestimmten verhalten zu reagieren bzw. unerwünschtes verhalten
zu lassen, dann sollte es sehr wohl möglich sein, KINDER, die
ja wohl um ein vielfaches intelligenter als hunde oder katzen
sind, das gleiche beizubringen.

nicht sehr gelungen ist. Das klingt naemlich nach
Kinderdressur und das ist, glaube ich, weder der Weg noch das
Ziel und eigentlich eher mit Klapsen etc. in Verbindung zu
bringen als mit einem autoritativen (aber gewaltfreien)
Erziehungsstil zu vereinbaren.

deswegen habe ich extra „durch belohnung und belohnungsentzug“ geschrieben.

es wurde von den klaps-befürwortern geschrieben, man schlage deshalb, weil kinder was anderes (noch) nicht verstehen würden. das ist ja nichts anderes als dressur.

wenn man kinder schon dressiert, und nicht erzieht, dann sollte bei kindern doch auch das funktionieren, was bei tieren funktioniert, nämlich sie ohne schlagen zu dressieren.

Hallo Schokolinda,

Jetzt hab ich’s kapiert:

wenn man kinder schon dressiert, und nicht erzieht, dann
sollte bei kindern doch auch das funktionieren, was bei tieren
funktioniert, nämlich sie ohne schlagen zu dressieren.

Wenn schon Dressur, dann richtig! Genau.
Ich wusste doch, dass wir uns verstehen :smile:

Gruesse Elke
(ich gruesse - nicht, weil gut erzogen worden bin, sondern weil mein Finger das immer mit tippen :wink: )

alten menschen zu empfehlen zb. wenn wolfgang berger
irgendwann eine alzheimer entwickelt und dann mit
unerwünschtem verhalten wie zb. ausspucken von essen seine ihn
pflegende kinder nervt???

Deine Gleichsetzung von Kindererziehung mit der Betreuung Alzheimerkranker (ich kenne beides, Du wohl nicht) ist bösartig. Es freut mich allerdings für Dich, daß Du Dich offenbar für gegen Alzheimer gefeit halten kannst.

ach, ich hab vergessen: seine ahnen muß man ehren. es fragt
sich nur, warum die ahnen nicht auch die kinder ehren müssen.

Das hängt zusammen mit der Lebensleistung der Alten. In besseren Zeiten hat man das als „Tatenruhm“ verehrt.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

kriegt man von dir auch mal eine antwort?

Deine Gleichsetzung von Kindererziehung mit der Betreuung
Alzheimerkranker (ich kenne beides, Du wohl nicht) ist
bösartig.

dann plaudre mal aus deinem erfahrungsschatz: wie behandelst du alte leute, die sich wie kinder verhalten? wie kinder, dh. also auch mit schlägen? und wenn nicht, warum nicht?

Das hängt zusammen mit der Lebensleistung der Alten. In
besseren Zeiten hat man das als „Tatenruhm“ verehrt.

aha. auf tatenruhm kommt es also an. und wie ist es dann mit menschen, die einen solchen tatenruhm nicht erwerben können zb. geistig behinderte? wie geht man mit denen um? darf man die bis an ihr lebensende mit schlägen erziehen?

Tatenruhm und Alzheimer

dann plaudre mal aus deinem erfahrungsschatz: wie behandelst
du alte leute, die sich wie kinder verhalten? wie kinder, dh.
also auch mit schlägen? und wenn nicht, warum nicht?

Altersdemente verhalten sich höchstens vordergründig wie Kinder. Im Unterschied zu diesen sind sie nicht lernfähig. Außerdem haben sie eine alte Seele und eine gereifte Persönlichkeit, von der leider nur wenige Momente blitzartig nach außen erkennbar werden, weil sie keinen Verstand und kaum noch Instinkt mehr haben. Die unreife Persönlichkeit eines Kindes ist indes von einer starken Präsenz gekennzeichnet.

Das hängt zusammen mit der Lebensleistung der Alten. In
besseren Zeiten hat man das als „Tatenruhm“ verehrt.

aha. auf tatenruhm kommt es also an. und wie ist es dann mit
menschen, die einen solchen tatenruhm nicht erwerben können
zb. geistig behinderte? wie geht man mit denen um? darf man
die bis an ihr lebensende mit schlägen erziehen?

Diese Frage geht über mein Wissensgebiet hinaus. Ich habe den Eindruck, daß die meisten Depperl sehr führbar und freundlich sind, und daß es aber auch gemeingefährliche Irre gibt, die ohne allerlei Zwangsmaßnahmen Verbrechen verüben würden.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

wieder keine antworten

Altersdemente verhalten sich höchstens vordergründig wie
Kinder. Im Unterschied zu diesen sind sie nicht lernfähig.
Außerdem haben sie eine alte Seele und eine gereifte
Persönlichkeit, von der leider nur wenige Momente blitzartig
nach außen erkennbar werden, weil sie keinen Verstand und kaum
noch Instinkt mehr haben. Die unreife Persönlichkeit eines
Kindes ist indes von einer starken Präsenz gekennzeichnet.

sehr nett geschrieben. beantwortet meine frage aber nicht. daher die wiederholung:

dann plaudre mal aus deinem erfahrungsschatz: wie behandelst
du alte leute, die sich wie kinder verhalten? wie kinder, dh.
also auch mit schlägen? und wenn nicht, warum nicht?