Hallo, in die Runde!
Vielleicht ist der Zeitpunkt schlecht gewählt, da das Thema „Wege in die Gewalt“ zur Zeit auch öffentlich sehr kontrovers diskutiert wird. Dennoch handelt es sich um ein Thema, das mir seit einiger Zeit schon Kopfzerbrechen bereitet. Angefangen mit seit einigen Jahren steigender Gewaltbereitschaft in den Schulen - auch bei Grundschülern, über Krawallbereitschaft Jugendlicher und sog. Hooligans bis hin zu Massakern wie in Erfurt … - Irgendwie ist da ein roter Faden erkennbar.
Nun stellen doch Christen, Moslems und Juden die Bevölkerungsmehrheit in diesem unserem Lande. Drei Weltreligionen, die sich von der Lehre her zur Gewaltlosigkeit bekennen; ganz abgesehen von den Buddhisten, die ja auch einen gewissen Bevölkerungsanteil ausmachen. Wie kann es dann trotzdem zu diesen Auswüchsen kommen?
Ist das ein Symptom für allgemeinen Werteverfall? Stimmt also das folgende Zitat:
„Wir sind eine wertelose Gesellschaft und entwickeln uns zu einer wertlosen Gesellschaft …“ (Von wem stammt das eigetlich?)
Kann Religion einen Ausweg aus der deutlich erkennbaren Spirale sein? Erschreckend in diesem Zusammenhang: Mein Stiefsohn, der Mitglied einer christlich orientierten Sondergemeinschaft ist, die sich „die Gemeinde“ nennt, kommentierte zum Tod der Lehrer in Erfurt ganz lakonisch: „Den Lehrern gehörts nicht anders …“
Bei ihm fruchtet die christliche Lehre also scheinbar nicht!
Wie sind Eure Erfahrungen im persönlichen Umfeld??
Beste Grüße
Chris