Hallo an Alle,
Folgender Vorfall ist in unserem Dorf (2000 Einw.) passiert: Ein dreizehnjähriger Junge wurde von 2 sechzehn und siebzehnjährigen Mädchen beim Warten auf den Zug am Bahnhof zunächst angepöbelt und dann misshandelt (Tritt in den Unterleib, Umbiegen eines Fingers, dass er zunächst glaubt, er sei gebrochen usw.). Der Junge ist d e r Dorfaußenseiter und gilt seit Jahren bei einen großen Teil der Dorfjugend als Freiwild, d.h. er wird bei vielen Gelegenheiten angepöbelt und gemobbt. Da sich die Mädchen mit einigen der Hauptmobber herumtreiben, ist ihnen die Hilflosigkeit des Jungen bekannt. Er selber kennt die Mädchen gar nicht bzw. hatte sie vorher noch nie bewusst wahrgenommen.
Normalerweise tragen Mädchen Auseinandersetzungen mittels psychischen Mitteln aus im Gegensatz zu Jungen, bei denen es wesentlich öfter zu körperlichen Rangeleien kommt.
Wenn nun Mädchen so auf einen bekanntermaßen hilflosen Jungen losgehen, kann man denn davon ausgehen, dass sie dabei eine wesentlich größere Hemmschwelle überschritten haben, als es bei Jungen der Fall gewesen wäre? Was meinen denn gerade Frauen dazu?
Kann man denn vermuten, dass sich weitere Übergriffe mit schlimmeren Folgen ereignen könnten, sollte dieser Vorfall nicht Konsequenzen für die Mädchen haben?
Gibt es denn Literatur, die sich mit der Gewalttätigkeit gerade von Mädchen befassen?
Gruß
Michael