Und giebt es Unterschiede bzw muss ich etwas beachten bei
einem Gewerbe für ein Reisebüro?
ja. Reisebüro ist „von klein an“ in zweierlei Hinsicht eine sehr fummelige Sache, etwas für ausgesprochene Fäns der Materie sozusagen:
(1) Abrechnungsmodalitäten: Bei den Abrechnungen mancher Veranstalter, Transporteure etc. durchzusteigen, ist eine Wissenschaft für sich. Man kommt aber gar nicht drum herum, weil man ja in einigem Umfang mit „fremdem Geld“ d.h. dem der Kunden umgeht. Es empfiehlt sich, von Anfang an Bücher zu führen und zu bilanzieren: Auf diese Weise lässt sich der Papier- und Zahlendschungel 1:1 spiegelbildlich abbilden, das kann ziemlich hilfreich sein.
(2) Behandlung der Umsatzsteuer: Man wird nicht gut um die Umsatzbesteuerung von Reiseleistungen - § 25 UStG - und um die Umsatzbesteuerung grenzüberschreitender Personenbeförderungen - § 3b UStG, §§ 2 - 7 UStDV - herum kommen, sich außerdem mit dem Ort einer sonstigen Leistung - § 3a UStG - beschäftigen müssen. Das sind Dinge, die Themen bei der entsprechenden Berufsausbildung sind, „Quereinsteiger“ haben damit hie und da ihre liebe Not.
Schöne Grüße
MM
(durfte mal einen Monat Pierre et Vacances buchen - nicht harmlos, das…)