Gewerbe - Anmeldung neben Studium ?!?

Hallo an Alle,

ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen…
Ich studiere derzeit im 3. Semester - nebenbei verkaufe ich ab und zu einen Computer. Ich habe nun vor, mit einem Kollegen, eben öfter Computer zu verkaufen. So wollen wir pro Monat 3-4 Computer verkaufen.
Also fällt wohl eine Gewerbeanmeldung an, oder?

Lohnt sich so etwas? Welche Kosten kommen auf mich zu? Risiken???

Wär echt dankbar für den ein oder anderen Tipp von Euch.
Und wie ist das eigentlich mit der Versteuerung - muss ich dann alle Gewinne versteuern oder nur wenn ich über diese Grenze (ca. 20.000€ / Jahr ???) komme?

Ich habe nicht unbedingt vor, deswegen zum Steuerberater zu gehen, kostet mich ja doch wieder einiges…
Ist das denn nötig oder kann man das in solch geringem Umfang auch alleine bewerkstelligen?

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe…

Grüße,
Jacqui

Hallo an Alle,

ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen…
Ich studiere derzeit im 3. Semester - nebenbei verkaufe ich ab
und zu einen Computer. Ich habe nun vor, mit einem Kollegen,
eben öfter Computer zu verkaufen. So wollen wir pro Monat 3-4
Computer verkaufen.

Warum läßt du nicht alles so wie es ist?

Also fällt wohl eine Gewerbeanmeldung an, oder?

Man könnte sagen, daß du bereits gewerblich tätig bist.

Lohnt sich so etwas? Welche Kosten kommen auf mich zu?
Risiken???

Lohnt es sich denn bisher? Welche Kosten hast du bisher?
welche Risiken hast du bisher?

Wär echt dankbar für den ein oder anderen Tipp von Euch.

Was ollen wir dir denn tippen? Fragen sollten manchmal konkreter sein!

Und wie ist das eigentlich mit der Versteuerung - muss ich
dann alle Gewinne versteuern oder nur wenn ich über diese
Grenze (ca. 20.000€ / Jahr ???) komme?

Also Student im 3. und als zukünftiger Großverdiener, solltest du die grundzüge der Besteuerung kennen. Es sind ab 1.1.2004 17500 Euro für die Einstufung als kleingewerbe, d.h. nicht, daß du keine _Steuren bezahlen mußt, sondern nru keine MWst. ausweisen musst/darfst. Wenn du über 7500 Euro verdienst, kannste deinen Studentenstatus im Prinzip vergessen und Kindergeld gibt es dann auch nicht mehr.

Ich habe nicht unbedingt vor, deswegen zum Steuerberater zu
gehen, kostet mich ja doch wieder einiges…

wer so denkt, sollte nicht an Gewerbe denken! denn die erste OWI-anzeige kostet mehr als der Steuerberater!

Ist das denn nötig oder kann man das in solch geringem Umfang
auch alleine bewerkstelligen?

Vielleicht fragste an der Uni mal einen von den oberschlauen BWLer, (Exemplare gibt es hierauch davon) was eine Einnahme-/ausgaben-/Überschussrechnung ist!

und Jacqui,

auch für Euch gilt:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

Hallo,

vorweg gleich mal ein Dankeschön für Deine Antwort - auch wenn, für meinen Geschmack, etwas zu forsch. Ich poste hier nicht, um als „oberschlauer 3.Semester“ mein Wissen zur Schau zu stellen, sondern um Fragen zu stellen. Somit bin ich für jede erfahrungsreiche Meinung dankbar.

Zum Thema Gewerbe: zur Zeit handle ich eben noch nicht gewerblich, da ich nur die Computer verkaufe, die ich bereits einige Zeit in privater Benutzung hatte. Ich verkaufe eben nur gebrauchte Waren, wie viele andere auch. Da ich jedoch diesbezüglich eine etwas günstigere Einkaufsquelle habe, springt eben sogar so noch Gewinn dabei raus.
Also wollte ich dies nutzen, um auch auf legale Weise NEUE Computer gewinnbringend zu verkaufen. Zum Thema Absatzmarkt: in München sehe ich dabei keine Probleme. Wenn man meine anvisierten Preise mit herkömmlichen Anbietern vergleicht, so sehe ich darin klar meinen Vorteil.

Mir geht es eben darum, dass ich auf der sicheren Seite bin. Wenn ich nun neue Computer gewinnbringend verkaufe u dies nicht anmelde, so ist das sicherlich nicht im Sinne des Staates, was mich nicht so sehr stören würde :smile:
Jedoch würde es mich stören, deswegen eine hohe Strafe zahlen zu müssen.

Sehe ich es also richtig, dass, wenn ich zukünftig Comp verkaufen will, die einzige Möglichkeit darin besteht, ein Gewerbe anzumelden?!?
Zum Thema Risiko: bisher habe ich eigentlich kein Risiko - außer ich würde eben Comp ohne Meldung verkaufen.

Danke schon mal wieder!

Grüße,
Jacqui

Hallo,

vorweg gleich mal ein Dankeschön für Deine Antwort - auch
wenn, für meinen Geschmack, etwas zu forsch.

Das liegt daran, dass hier sehr oft die selben Fragen auftauchen, aber da local immer schön brav antwortet, darf man ihm das nicht übel nehmen.

Ich poste hier

nicht, um als „oberschlauer 3.Semester“ mein Wissen zur Schau
zu stellen, sondern um Fragen zu stellen. Somit bin ich für
jede erfahrungsreiche Meinung dankbar.

Zum Thema Gewerbe: zur Zeit handle ich eben noch nicht
gewerblich, da ich nur die Computer verkaufe, die ich bereits
einige Zeit in privater Benutzung hatte. Ich verkaufe eben nur
gebrauchte Waren, wie viele andere auch. Da ich jedoch
diesbezüglich eine etwas günstigere Einkaufsquelle habe,
springt eben sogar so noch Gewinn dabei raus.
Also wollte ich dies nutzen, um auch auf legale Weise NEUE
Computer gewinnbringend zu verkaufen. Zum Thema Absatzmarkt:
in München sehe ich dabei keine Probleme. Wenn man meine
anvisierten Preise mit herkömmlichen Anbietern vergleicht, so
sehe ich darin klar meinen Vorteil.

schau… wenn du etwas bei google wälst… kommst du zu einem link:
http://www.akademie.de/business/tipps-tricks/gruendu…

der ist ganz praktisch.

Was sind die Vorteile einer Firma?
du bist auf der sicheren Seite, in sachen Gewinn und so…

bis zu einer gewissen Grenze die du nicht erreichen wirst… musst du keine Bücher führen, das bedeutet für dich langt eine überschussrechnung…
findest du im einkommenssteuergesetz § 4 und § 5 steht da was drüber in Verbindung mit dem HGB… aber alles recht verständlich.

Im Monat darfst du nicht über 400 Euro Einahmen im Schnitt kommen, denn sosnt musst du dich selbst versichern. Toll daran ist, dass du alles mögliche an Ausgaben ansetzen kannst, aber da kann dir nur ein fitter Steuerfachangestellter helfen, die gibt es in jedem BWLSemester… meistens so Nerds… die sind ganz nett und helfen gern. auch für umme.

die nächste Grenze liegt bei 7000 bis 8000 Euro, ab da geht dann kindergeld und co flöten… also im Jahr nicht mehr als 7500 euro gewinn haben… aber ich denke auch nicht, dass du so viel verdienen willst.

und hier versteht auch local deine idee nicht… für ihn gibt es scheinbar nur expansion oder bleiben lassen… vor sich hindümpeln ist nicht vorgesehen.

Aber es gibt ein paar Nachteile…

  • ein paar Formalien, aber du musst auf jeden fall ne Steuererklärung abgeben
  • Garantien, als Firma musst du für das was du verkausft auch Garantien geben… das kann sehr lästig sein.und eine Rechtschutzversicherung ist dann schon fast pflicht.

Mein Tipp … solange… dein System funktioniert… würde ich das privat weitermachen…
Der Staat hat wichtigeres zu tun als Studenten hinterher zu spionieren… und wenn was soll schon passieren… ausser das du kein steuerberater mehr werden kannst…

aber auch bei einer Gründung kannst du nix falsch machen…
von dieser Entscheidung wird nicht dein restliches Leben abhängen

Hallo,

vorweg gleich mal ein Dankeschön für Deine Antwort - auch
wenn, für meinen Geschmack, etwas zu forsch.

Ích hatte verstanden, daß du eine Antwort willst, die dir weiter hilft. wenn du wine Antwort wolltest die dir schmeckt, dann hättest du es sagen sollen!

Das ist eben auch ein wesentlicher Bestandteil wirtschaftlichen Handelns, daß man Widerstände und Nicht-Vorhergesehenes und Unpässlichkeiten hinnimmt, umsetzt und in das weitere Vorgehen einbaut!

Ich poste hier

nicht, um als „oberschlauer 3.Semester“ mein Wissen zur Schau
zu stellen, sondern um Fragen zu stellen. Somit bin ich für
jede erfahrungsreiche Meinung dankbar.

War meine Antwort nicht erfahrungsreich? Worüber beschwerst du dich? Gegenwind? Willst du auf den Arm?

Da ich jedoch
diesbezüglich eine etwas günstigere Einkaufsquelle habe,
springt eben sogar so noch Gewinn dabei raus.
Also wollte ich dies nutzen, um auch auf legale Weise NEUE
Computer gewinnbringend zu verkaufen. Zum Thema Absatzmarkt:
in München sehe ich dabei keine Probleme. Wenn man meine
anvisierten Preise mit herkömmlichen Anbietern vergleicht, so
sehe ich darin klar meinen Vorteil.

Tja dann viel Spaß und viel Erfolg!

Mir geht es eben darum, dass ich auf der sicheren Seite bin.

die sichere Seite ist immer die Seite des Gesetzes und in D insbesondere der Verordnungen und Bestimmungen!

Wenn ich nun neue Computer gewinnbringend verkaufe u dies
nicht anmelde, so ist das sicherlich nicht im Sinne des
Staates, was mich nicht so sehr stören würde :smile:

vor einiger Zeit schrieb (unter folgendem lauten Protest) etwas über das Rechtsbewußtsein unserer zukünftigen gut Gebildeten Klasse. Danke daß du dieses Urteil hiermit bestätigst!

Was verlangst du vom Staat? Schon in der Bibel steht: „Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist …“ und dies wurde oft variiert bis Kennedy, der sagte: „Frag nicht was der Staat für dich tun kann, sondern was du für den Staat tun kannst“. Und einfach die Gesetze befolgen und Steuern zahlen sollte das wenigste sein, oder?

Jedoch würde es mich stören, deswegen eine hohe Strafe zahlen
zu müssen.

Komische Motivation!

Sehe ich es also richtig, dass, wenn ich zukünftig Comp
verkaufen will, die einzige Möglichkeit darin besteht, ein
Gewerbe anzumelden?!?

Ja.

Zum Thema Risiko: bisher habe ich eigentlich kein Risiko -
außer ich würde eben Comp ohne Meldung verkaufen.

Richtig.

Bitte, und entschuldige die Moralpredigt.

gruss

Hallo Patrick,

vielen Dank für Deine hilfreiche Antwort! Auch für locals Tipps bin ich natürlich dankbar - ich nehm’s ja auch nicht übel…

Zum Thema „mach einfach so weiter wie bisher…“: Dass ich dann kein Steuerberater mehr werden kann, kann ich mir gut vorstellen :smile:.
Doch ich weiß eben nicht, inwiefern sich soetwas auch auf andere Existenzgründungsformen auswirken kann. So hätte ich nämlich eventuell vor, mich nach meinem naturwissenschaftlichen Studium als Patentanwalt selbständig zu machen - kann mir dadurch dann ein Nachteil entstehen?

Ansonsten werd ich diese ganze Kleinunternehmer-Geschichte einfach mal ausprobieren. Außer der Anmeldungs-Gebühr kann ich ja nix verlieren…

Grüße,
Jacqui

Zum Thema „mach einfach so weiter wie bisher…“: Dass ich
dann kein Steuerberater mehr werden kann, kann ich mir gut
vorstellen :smile:.
Doch ich weiß eben nicht, inwiefern sich soetwas auch auf
andere Existenzgründungsformen auswirken kann. So hätte ich
nämlich eventuell vor, mich nach meinem
naturwissenschaftlichen Studium als Patentanwalt selbständig
zu machen - kann mir dadurch dann ein Nachteil entstehen?

Bei den Steuerberatern gibt es so einen Verband und der checkt deine Vergangenheit und bei diversen Unregelmäßigkeiten verweigert der die Zulassung… ganz legendäre geschichten gibt es da…

musst du halt ma schauen was es da bei den Anwälten für Ehrenvorschriften gibt.

Ansonsten werd ich diese ganze Kleinunternehmer-Geschichte
einfach mal ausprobieren. Außer der Anmeldungs-Gebühr kann ich
ja nix verlieren…

Sehr guter Einwand… auch wenn andere jetzt aufschreien… ich bin auch der meinung, dass man erstmal loslegen sollte…

und falls es irgendwelche Risiken geben sollte, kann man die mit einer Betriebshaftpflicht gut in Griff bekommen.

viel erfolg