Och Jungs, das war doch nicht meine Frage…
Hallo,
muss mich Cando voll und ganz anschließen. Ich kenne
inzwischen - und so alt bin ich noch nicht - 10 ehemalige
„Eventveranstalter“, die allesamt in der Privatinsolvenz oder
untergetaucht sind.
Ich möchte es ja auch nur nebenberuflich machen
Denn abgesehen von den paar wenigen Regelungen, die es bei der
Anmeldung eines Gewerbes berücksichtigt sein wollen, gibt es
tausende Sachen, die beim gewerblichen Veranstalten von
„Events“ zu berücksichtigen sind.
Stimmt
Ich hab zu meiner Schul und Studienzeit auch bei der
Organisation und Durchführung mehrerer Events mitgewirkt und
hatte wenigsten vieren den Hut auf. Aber ich käme nie auf die
Idee das gewerblich und professionell machen zu wollen.
Das ist auch was anderes
Solange es „gemeinnützige“ Veranstaltungen von Schulen oder
Jugendzentren sind, sind die meisten Beteiligten, egal ob
Vermieter oder Sponsoren Versicherungen und Rechteinhaber
sehr entgegenkommend. Wenn du dagegen Geld damit verdienen
möchtest, wollen das alle anderen selbstverständlich auch.
Sponsoren benötige ich nicht, Mieten stehen größenteils fest, Versicherungen etc. werden auch immer profesionell gemacht ohne irgendwelche Einschrenkungen - von Künstlerkrankenkasse über Gema etc. ist immer alles dabei.
Allein die Aussage, dass man bei unbekannten Bands für
Merchandising keinen Vertrag benötigt zeigt, dass du zumindest
von der rechtlichen Materie nicht viel Ahnung hast. Denn bei
der Verwendung von Marken, Logos, Kennzeichen usw. ist immer
eine Rechteeinräumung durch den Rechteinhaber notwendig.
Versteh nicht wo da das Problem ist? Ich kenne viele junge Bands die ihr Logo/Schriftzug selber entworfen haben und bei keinem Label und keiner Bookingfirma sind, wer soll daran irgendwelche rechte haben?
Ansonsten hat man sehr schnell eine marken- oder
urheberrechtliche Klage am Hals, bie der es nicht um ein paar
100 Euro, sondern um 5000 Euro aufwärts geht.
Siehe oben
Gleiches gilt für Logos oder Bilder, die von „Eventmanagern“
gerne für Flyer u.ä. verwendet werden und einfach aus dem
Internet heruntergeladen sind. Nicht das ich dir hier
derartiges Vorgehen unterstellen möchte, aber es ist nicht so,
dass sowas nicht vorkommen würde, ganz im Gegenteil.
So blöd muß man ja nicht gerade sein. Und ich denke bei Events mit 2-300 Besuchern wird das nicht so das Große Problem sein da die Werbung sich eh in Szenekreisen bewegt.
Um ähnliche Summen dreht es sich im wettbewerbsrechtlichen
Bereich, wenn einem mir nix dir nix eine Abmahnung eines
anderen u.U. großen Eventveranstalters ins Haus flattert, weil
man z.B. bei der Ausweiskontrolle nachlässig war. Nicht alle,
die im Getränkeausschank arbeiten über eine entsprechende
Belehrung verfügen, Alkohol an Minderjährige ausgegeben wurde
etc. Ganz zu schweigen von den Bußgeldern, die bei bestimmten
Verstößen auf einen warten.
Wenn die Location für den Getränkeverkauf zuständige ist habe ich damit nichts zu tun und selbst wenn, dann würde ich schon auf die Einhaltung der Regeln Achten und Helfer belehren bzw. geschulte Leute nehmen. Weiß nicht wo das Problem sein soll.
Interessant ist auch der Abschluss einer entsprechenden
Haftpflichtversicherung, die ich dringend empfehlen würde. Bei
„einmaligen“ Events in einem Jungendzentrum kann man eine
relativ günstige Versicherung nur für dieses eine Event
abschließen. Wenn du das gewerblich betreibst, musst du eine
dauerhafte abschließen. Die Versicherungssumme sollte dabei
alle möglichen Sach- und Personenschäden weitestgehend
abdecken, dies schlägt sich dann aber im Versicherungsbeitrag
nieder, der finanziert werden will.
Ja gut, das ist so ne Sache aber vielleicht hat auch die Einrichtung etwas derartiges, muß man sich nochmal Gedanken drüber machen. Man kann ja auch z.B. Jugendzentren anmieten, die Show muß ja nicht auf Gewinn ausgerichtet sein für mich ist es in erster Lienie HOBBY was ich jetzt ofiziell als Nebenberuf machen möchte, da es ohne Gewerbe nicht möglich ist.
Wenn hier also jemand rät, vorher einen Businessplan zu
schreiben, der vor Allem die Punkte Chancen, Risiken und
Finanzierung der Geschäftsidee erfasst, dann ist das nicht nur
vor sich hingebrabelt, sondern hat damit zu tun, dass man als
motivierter Existenzgründer ab und zu den Blick nach Links und
Rechts vergisst und eine möglicherweise gute Geschäftsidee nur
deshalb gegen die Wand fährt.
Ist schon klar, auch wenns nicht so rüber kommt, das ist schon alles gut durchdacht. Lediglich vom Gewerbe habe ich keine Ahnung.
Wenn du noch Tipps brauchst, bist zu herzlich eingeladen
nachzufragen.
Tipps sind immer sehr hilfreich, ich danke dir dafür, aber eigentlich geht es mir mehr ums Gewerbe als um meinen Plan daher gehe ich jetzt auch nicht überall bis aufs kleinste Details darauf ein.