Gewerbeanmeldung wegen Autokauf

Hallo zusammen.
Das Thema gab es zwar hier schon ein paar mal, aber leider nie mit diesen „Bedingungen“

Ich möchte mir ein Neuwagen bei einem Händler kaufen. Ist übrigens kein kleiner „1-Mann-Händler“, sondern ein richtig Großer mit mehreren Filialen.

Angebot des Autos für Gewerbetreibenden = 38.000€
Als Privatperson würde das Fahrzeug = 42.000€ kosten.

Ich habe mir schriftlich bestätigen lassen, dass es kein Unterschied bei der Garantieleistung des Herstellers geben wird. Einzig die Rabatthöhe unterscheidet sich.

Der Händler verlangt keinen Nachweis, dass ich das Gewerbe schon länger haben muss oder dass ich es danach länger angemeldet haben müsste.

Ganz Naiv wollte ich ein Gewerbe anmelden, das Auto kaufen und dann das Gewerbe wieder abmelden.
Aber wenn das so einfach wäre, würde es ja jeder machen… Wo ist die „Falle“???

Für jeden Ratschlag freu ich mich

Grüße
Michael

Bei einem B2B-Geschäft kann (und wird wohl auch) der Verkäufer die Sachmangelhaftung ausschließen. Die hat mit der Garantie des Herstellers nichts zu tun - diese kann alles mögliche an Einschränkungen beinhalten.

Abgesehen von der Gewährleistung interessiert sich auf jeden Fall das Finanzamt für deine gewerbliche Tätigkeit. Und die verschicken dann nette Fragebögen, die auszufüllen sind, es sind Erträge aus selbständiger Arbeit zu erklären, es muss auf jeden Fall eine Geschäftsaufgaberklärung abgegeben werden und dann geht dein Fahrzeug einkommensteuerpflichtig ins Privatvermögen zurück (ist übrigens immer mal wieder eine nette Falle für Leute, die meinen, dass ein Firmenfahrzeug unbedingt ein mind. Audi A6 sein muss), von einer fehlenden Gewinnerzielungsabsicht ganz zu schweigen.

Warte einfach mal ein paar Wochen ab. Die Herstelller sind gerade ein bisschen verzweifelt und winken ständig mit neuen Zugaben oder Prozenten.

Soon

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Wenn man dem Händler die Gewerbeanmeldung vorlegt, kann das Auto dennoch aus dem Privatvermögen bezahlt und ins Privatvermögen übernommen werden.

Eine Frage stellt sich mir da:
Wenn mich eine Rechnung an „Firma Vorname Nachname“ erreicht, etwa weil ich ein sonst für gewerbliche Einkäufe genutztes Kundenkonto benutzt habe, aber die Rechnung nur privat genutzte Artikel umfasst, vom Privatkonto bezahlt wird und auch sonst den gewerblichen Teil nicht beeinflusst (etwa durch eine Jahresbonus-Vereinbarung), bin ich dann trotzdem verpflichtet, diese durch die Buchhaltung laufen zu lassen? Unterliegt sie nur auf Grund der Einschätzung des Verkäufers der Aufbewahrungspflicht?

Nö, nur weil da dein Firmenname draufsteht, muss das nicht durch die Bücher.

Natürlich, aber eine Gewerbeanmeldung zieht einen Rattenschwanz an Folgen nach sich, das wollte ich damit sagen.