Hallo ChriZtosteron,
also wenn Du Dein Geschäft so machst, wie Du es beschrieben hast, wirst du einen Mega-Umsatz machen,
aber in kurzer Zeit Pleite sein. - Das ist ja das
reine Draufzahlgeschäft. Du verkaufst billiger als
du einkaufst.
Zu deiner Umsatzsteuer-Frage:
Also machen wir ein einfaches sinnvolleres Beispiel:
Du kaufst Ware für 95 Euro zzgl. 5 Euro Versandkosten, also netto gesamt 100 Euro zzgl. USt 19 Euro, also Brutto 119 Euro. Du überweist also an Deinen Lieferanten 119 Euro.
Anschließend verkaufst du die Ware mit einem Gewinnaufschlag von 10 %, also für 95 Euro zzgl. 9,50 Gewinnaufschlag, also netto 104,50 Euro zzgl. Versandkosten von 5 Euro, macht netto gesamt 109,50 Euro. Darauf mußt du dann deinem Kunden noch USt berechnen, also 19 % von 109,50 Euro = 20,80 Euro.
Dein Kunde zahlt also an Dich: 109,50 Euro plus 20,80 Euro also gesamt: 130,30 Euro.
So und nun kommt deine Abrechnung mit dem Finanzamt:
Aus deinem Einkauf bekommst du USt (Vorsteuer) vom Finanzamt erstattet, also ein Plus in Höhe von 19 euro. Im Gegenzug mußt du aber die Umsatzsteuer, die Du vom Kunden einbehalten hast, an das Finanzamt abführen, also Minus 20,80 Euro.
Unterm Strich zahlst du dann ans Finanzamt 1,80 Euro (19 Euro minus 20,80 Euro = 1,80 euro).
Welch Wunder, das ist genau der Umsatzsteueranteil aus deiner Wertschöpfung = Gewinnanteil von 10 % (siehe oben: 9,50 Euro), also 19 % von 9,50 Euro = 1,80 Euro.
Ich hoffe, das Beispiel hat dir nun gezeigt, dass man als Unternehmer niemals einen Gewinn aus der Umsatzsteuer haben kann. Ganz im Gegenteil: Die Umsatzsteuer ist bei Unternehmern gewinneutral!
Wenn Du einen Gewinn haben willst, mußt Du einen höheren Verkaufspreis als den Einkaufspreis haben. Anders gehts nicht, grins.
Viel Erfolg bei deinen Unternehmungen!
Viele Grüße, Moni