Hallo Steffi,
Wie genau meinst du das aber? Wenn er das Gewerbe anmeldete
muß er sich privat Versichern. Wie nun den Arbeitgeber fragen?
Also, die legale Tour: Dein Mann fragt seinen Arbeitgeber, ob er sich (als Nebenjob) auf selbstständiger Basis bei Ebay betätigen kann und dich als Ehefrau für die Arbeit einstellt (daher, er kann sich voll weiter seinem Beruf widmen, da du die Arbeit machst). Da dies nun ein nebenjob ist, bleibt er in seiner Versicherung. Da er nun nichts für seinen „Betrieb“ tut, weil du es ja machst, braucht er sich dafür nicht versichern, allerdings trägt er auch das volle Risiko. Wenn er den Nebenjob dem Arbeitgeber nicht sagt, so wäre das ein Grund für eine fristlose Kündigung, bitte dran denken! Er stellt dich also als Arbeitskraft ein (geringfügig), zahlt demnach für dich Versicherungsbeiträge. Er trägt die Kosten für Wareneinkauf und streicht auch den Gewinn des Verkaufs der Waren ein. Du bekommst aber nur Lohn für deine administrative Arbeit (PC-Arbeit, Gang zur Post…). Am Jahresende wird der Gewinn aus dem Nebenjob dann mit in der Einkommensteuerveranlagung angegeben. Dein Arbeitslohn ist dein Einkommen, welches aber steuermindernd auf seinen Gewinn aus der Selbstständigkeit angerechnet wird. „Verlust“ wären nur die Sozialbeiträge. Aber die sind beim Ehemann steuerlich absetzbar (in der kleinen Firma). Dein Lohn ist also sozusagen familiär gesehen eine Nullnummer (bis auf die Sozialbeiträge). Ob noch Kammerbeiträge fällig werden, kann ich jetzt nicht sagen, fragt bei der IHK, das ist kostenlos.
In wievern können wir da was umgehen wenn ich dann so zu sagen
für ihn arbeite? Dann muß er doch alles zahlen was ich sonst
müßte, oder nicht?
Nein, ihr bleibt unter 400 Euro im Einkommen/Monat, dafür dann noch die Sozialbeiträge und das wars. Die 400 Euro sind dein Einkommen, sein Verlust. Also Nullnummer. Nur eben, wie schon gesagt, Sozialbeiträge sind zu zahlen. Fragt doch bei der Krankenkasse oder der zuständigen IHK nach, Steuerberater ist zwar nicht notwendig wenn der Gewinn überschaubar bleibt, aber schaden kann eine Beratung nicht.
Was spart ihr? Wenn du dich selbstständig machst wird der volle Krankenkassenbeitrag fällig (privat oder freiwillig versichert, beides ziemlich teuer). Das wäre eigentlich so gut wie alles.
Hmm… Echt blöd die ganze Bürokratie…!!!
Da müßt ihr durch.
So wird das wohl nichts mit Selbständigekeit 
Klar doch, wenn man es einmal geschnallt hat, so wirds ganz einfach (zumindest am Anfang). Aber bitte nehmt die Sache nicht allzu leicht, informiert euch ganz genau vorher, auch in Richtung Haftung, also wenn mal Garantieansprüche gestellt werden oder irgendein Problem auftritt.
Gruß
André