Gewerbeschein für Fotografie

Ich fotografie als Hobby und habe vereinzelt auch ein paar Aufträge von Modellen. In der letzten Zeit fragen aber immer mehr nach, ob ich einen Gewerbeschein habe. Den wollte ich jetzt beantragen, aber wie? Als ich bei der Stadt war, wollten die ein Schreiben von der Handwerkskammer haben. Die Handwerkskammer benötigt aber den Meisterbrief oder einen Ausbildungsnachweis von mir. Ich habe weder noch. Ist das jetzt das aus mit dem Gewerbeschein ? Wer kann mir helfen

Ohne über den Sinn und Zweck der IHK zu diskutieren (welche ich ganz persönlich für die blödste Institution Deutschlands halte), kannst du „offiziell“ nur fotografieren, wenn du den IHK-Leuten zig Jahre in den A… gekrochen bist und den Meisterbrief gemacht hast. Nur solche „Profis“ dürfen den Passbildautomat bedienen und sich Porträtfotograf oder Fotograf nennen. :frowning:

Ausnahme:

a) Du sagst, du machst Fotodesign wie Produktaufnahmen etc.
b) Du sagst, du bist Künstler und machst Kunst (und keine „normalen“ Fotos). Hier können sie von dir verlangen, dass deine künstlerliche Eignung nachgewiesen/kontrolliert wird.
c) Du sagst, du bist Photojournalist und machst Reportagen etc.

Punkt a) ist normalerweise der beste Weg und wird zumeist zähneknirschend akzeptiert.

Gruß
Falke

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NICHT die IHK ist zuständig, sondern die Handwerkskammer! Also die HK

Ohne über den Sinn und Zweck der IHK zu diskutieren (welche
ich ganz persönlich für die blödste Institution Deutschlands
halte)…

Hallo,

mir scheint, Du hast Wesentliches noch nicht begriffen. Du gehörst wohl auch zu den Leuten, die in Ruhe arbeiten wollen und dafür Geld verlangen. Du bekommst Dein Geld, weil Du die Nachfrage und den Bedarf anderer Leute befriedigst. Jetzt will ich Dir mal zeigen, wie blöd Dein Tun ist und wie schlau die Leute von IHK und HK sind.

Sieh’ das doch mal so: Kaum jemand will die HK und die IHK. Schon gar nicht will jemand dort Zwangsmitglied sein. Sie säen nicht, sie ernten nicht und der liebe Herrgott - in diesem Falle Du - ernährt sie doch.

Du bekommst als Mitglied regelmäßig Post von den Leuten. Monatlich eine bunte Hochglanzzeitschrift für Dein Altpapier. Ist das etwa nichts? Dann bekommst Du Wahlunterlagen mit Abbildungen aller möglichen Leute, von denen Du noch nie vorher gehört hattest, die Dir auch herzlich egal sind. Da sitzt dann jemand vom Otto-Versand, der selbstverständlich genau die gleichen Interessen hat wie Du als Alleinunterhalter. Dann gibt es Presseempfänge, wo ein Angestellter der Handelskammer erzählt, wie schön das Leben als Selbständiger ist. Klar, der Gehaltsempfänger weiß darüber genau Bescheid.

Apropos Bescheid: Du bekommst natürlich auch Bescheid, was Du zu bezahlen hast. Dumm wie Brot, wie Du nun einmal bist, möchtest Du wissen, wofür die Leute das Geld von Dir verlangen. Mit Deinem beschränkten Horizont bist Du es gewohnt, nur für Leistung und Sachkunde bezahlt zu werden oder selbst zu bezahlen. Irgendwann dämmert es Dir, daß Du für eine Leistung, die Du nie nachgefragt hattest, die Du nie wolltest und auch nicht gebrauchen kannst, bezahlen mußt. Also mal ehrlich: Ich finde die Geschäftsidee dieser Leute genial! Und wieso behauptest Du, sie seien blöd?

-)))

Gruß
Wolfgang

Auch mal an die MODS…
es nimmt hier auch immer mehr zu, dass man keine ANtworten bekommt sondern irgendwelches unqualifiziertes Genöle…so wie der Kollege hier auch.

Du hast das falsche Zauberwort: das richtige Lautet FOTODESIGNER!

Fotograf bist Du nur mit Meistertitel oder Abschluss einer FH, ist leider in Deutschland so. FOTODESIGNER ist ein nicht geschützter Begriff, aaaaber…du darfst kein stehendes Gewerbe unterhalten, streng genommen nicht auf Bestellung arbeiten, keine Werbung betreiben…ist halt im Handwerksrecht immer noch so, und die EU wird auch nicht so schnell dran rütteln.

ALso: Du meldest Dich bei der IHK als Fotodesigner…und bei dem zweifellos in spätestens 10 Tagen von der HK ankommenden Brief gibst Du an, dass Du nur künstlerisch tätig sein wirst.

Und die kontrollieren das auch, keine Bange…

Gruss
Fotodesign Hamm :smile:)

hallo torsten,

wenn es dir gelingt, zu belegen, daß dein schwerpunkt auf dem künstlerischen und nicht auf dem handwerklichen/gewerblichen liegt, müßtest du eigentlich als freiberufler anerkannt werden können. als solcher brauchst du keinen gewerbeschein, sondern nur eine steuernummer vom finanzamt zu beantragen.

weitere infos findest du sicher unter http://www.freie-berufe.de

gruß
ann

ups! da stehts ja!
habs zu spät gesehen, sorry :smile: