Gewerkschaft streikt

Man stelle sich vor:
Du arbeitest in einem mittelständigen Unternehmen in der Metallindustrie,welches sich auf dem Weltmarkt auch recht gut behauptet.Um dem weltweit steigendem Preisdruck(Materialkosten usw.)vorzubeugen,setzten sich Anfang des Jahres 2004 die beiden Betriebsparteien GL und BR zusammen um zu beratschlagen,wie sie sich auch weiterhin Preisstabil halten können.

Die Spezis von Euch wissen,wie heutzutage Aufträge gehandelt werden und wie schwierig es ist dem heutigen Preiskampf Stand zu halten.Wir befinden uns halt nur noch in Auktionshäusern.(Das nur am Rande)

Viele gewinnbringende Aufträge des Unternehmens gingen ins Ausland,einige kamen aber auch hinzu(natürlich zu ungünstigeren Konditionen).
Nach wochenlangen Diskussionen,Einblick in die Geschäftsbücher durch einen gesetzlich anerkannten Wirtschaftsprüfer war beiden Parteien klar,daß Handlungsbedarf besteht bevor der Karren in den Sand gefahren wird.

Nun einigten sich beide Parteien auf eine geringfügig erhöhte Arbeitszeit von einer halben Stunde pro Tag.
Heisst:37,5h Woche anstatt 35h Woche.
Hintergrund ist,daß die Lohnkosten günstiger berechnet und dementsprechend Produkte günstiger Angeboten werden können.Es handelt sich hierbei möglicherweise ums nackte Überleben.
Es wurde den beiden Vertragsparteien IG Metall und Arbeitgeberverband ein vernünftiges Konzept vorgelegt,welches zur Diskussion und zum Abschluss gebracht werden soll.
Es handelt sich dabei um einen sogenannten Ergänzungstarifvertrag,welcher die Öffnungsklauseln im abgeschlossenen Tarifvertrag 2004 beansprucht.
Nun weigert sich die Gewerkschaft aber,sich mit beiden Betriebsparteien an einen Tisch zu setzen.
Begründung:
Die Firma soll sich von einem von der Gewerkschaft bestellten unabhängigem Dritten,dessen Kosten widerum nicht von der Gewerkschaft getragen werden,prüfen lassen.
Der Betriebsrat dieses Unternehmens fragt sich jetzt natürlich,was ein staatlich anerkannter Wirtschaftsprüfer,der ja schließlich bei den Vorgesprächen mit ins Boot genommen wurde,überhaupt noch wert ist.
Man denkt sich,wenn der schon nicht,was soll ich dann mit dem von der IGM gefordertem Unternehmen zur Prüfung.
Wenn jemand ernstgemeinte Tips hat,möglichst mit Paragraphen wie dieses Problem gelöst werden kann der schreibt bitte zurück.Es wird dann weiter geleitet.
Vielen Dank im vorraus
Gruß
galaktix

Hallo!

Ein vollkommen ernst gemeinter Tip ist, aus dem Arbeitgeberverband auszusteigen und sich somit von der Tarifbindung und v.a. der Einmischung durch die Gewerkschaften zu verabschieden.

Grüße,
Mathias

Wenn das so einfach wäre,würde dieser Arbeitgeber möglicherweise auch austreten,aber der laufende Tarifvertrag gilt bis zu einem neuen Abschluss-der dann wäre…2006.Bis dahin könnte alles zu spät sein.Es werden wirklich nützliche Tips gebraucht,vorallem im Sinne der Belegschaft.
Gruß
galaktix

Hi!

Wenn das so einfach wäre,würde dieser Arbeitgeber
möglicherweise auch austreten,aber der laufende Tarifvertrag
gilt bis zu einem neuen Abschluss-der dann wäre…2006.

Ohne die gewerkschaft im Kreuz kann mit der Belegschaft/dem Betriebrat alles mögliche verienbart werden.

Bis
dahin könnte alles zu spät sein.Es werden wirklich nützliche
Tips gebraucht,vorallem im Sinne der Belegschaft.

Im Sinne der Belegschaft dürfte es aktuell v.a sein, die Arbeitsplätze zu erhalten.
Also zunächst raus aus dem Verband, dann firmeninterne Lösung vereinbaren.

Grüße,
Mathias