Gewichtung in Nebenkostenabrechnung

Hallo liebe Experten,

für die Nebenkostenabrechnung ist ja üblicherweise eine quadratmeterabhängige Gewichtung üblich, um die Nebenkosten anteilig auf Mieter zu verteilen.

Wäre theoretisch auch eine andere Gewichtung möglich?
Beispielsweise eine Punkteverteilung abhängig von der Zimmer- & Personenanzahl: ein Punkt für jede(s) Zimmer, Küche, Person. Der persönliche Anteil wäre dann: Nebenkosten, geteilt durch die Summe aller Punkte, multipliziert mit der eigenen Punktezahl

Oder ist die quadratmetergewichtung vorgeschrieben?

Gruß

Hallo,

Wäre theoretisch auch eine andere Gewichtung möglich?
Beispielsweise eine Punkteverteilung abhängig von der Zimmer-
& Personenanzahl: ein Punkt für jede(s) Zimmer, Küche, Person.
Der persönliche Anteil wäre dann: Nebenkosten, geteilt durch
die Summe aller Punkte, multipliziert mit der eigenen
Punktezahl

Solange das Ganze einzelne Mieter nicht unangemessen benachteiligt, kann man im Grunde vereinbaren, was man will. Beim Licht fürs Treppenhaus spricht m.M. nichts dagegen, dieses nach Wohneinheiten abzurechnen. Der gleiche Schlüssel beim Müll könnte jedoch die alleinlebende Oma gegenüber der Großfamilie mit Migrationshintergrund unangemessen benachteiligen

Oder ist die Quadratmetergewichtung vorgeschrieben?

Das gilt im Grunde nur, wenn nichts anderes vereinbart worden ist.
Für die Heizkosten gelten nochmal andere Regeln, wonach diese überwiegend nach Verbrauch abgerechnet werden sollen. Aber auch hier gint es natürlich wie immer Ausnahmen.

Grüße

Es gibt 2 Arten von Kosten, die direkt zurechenbaren Kosten und die nicht direkt zurechenbaren Kosten.

Direkt zurechenbare Kosten werden direkt der Partei zugeordnet bei der sie anfallen
Gebühren für den Kabelanschluss fallen zB in diese erste Kategorie. 100€ Kabelanschluss bei 10 Wohnungen sind 10€ pro Wohnung.

Heizkosten innerhalb einer Wohnung: Was abgelesen wird ist direkt zurechenbar und wird der Wohnung zugerechnet, dann wird der Hausflur geheizt was nicht direkt zurechenbar ist, wird also aufgeteilt und eine Wohnung heizt ja eine andere Wohnung mit was wider irgendiwe umgerechnet wird. (Heizkosten ausrechnen ist ein Thema für sich)

Nicht direkt zurechenbare Kosten sind zB Allgemeinstrom.

Die nicht direkt zurechenbaren Kosten müssen nach einem Schlüssel verteilt werden. Die Quadratmeterzahl ist dabei die wohl verbreitetste Lösung. Allein schon deswegen weil sie konstant ist. Wenn es nach Bewohnern ginge müsste ja ein Bewohner alle Kosten übernehmen wenn alle andere ausziehen würden.

Hallo,

beim Müll könnte jedoch die alleinlebende Oma gegenüber der
Großfamilie mit Migrationshintergrund unangemessen
benachteiligen

und bei einer Familie ohne Migrationshintergrund nicht?
Das würde mich echt interessieren, falls dem so wäre.

TM

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Hallo,

beim Müll könnte jedoch die alleinlebende Oma gegenüber der
Großfamilie mit Migrationshintergrund unangemessen
benachteiligen

und bei einer Familie ohne Migrationshintergrund nicht?
Das würde mich echt interessieren, falls dem so wäre.

Aha, an der alleinlebenden Oma stört man sich also nicht.
Na da habe ich mich natürlich etwas unscharf ausgedrückt. In der oben beschriebenen Konstellation wäre es selbstverständlich dann keine Benachteilligung, wenn es sich bei der Oma um die Witwe eines Nazis handelt.
Sehr schön, wie man mit einfachen Mitteln in Deutschland Reflexe auslösen kann.
Allerdings ist das, was zur Familie gehört durchaus auch vom Kulturkreis abhängig. Und bei denen mit Migrationshintergrund ist dieser häufig weiter gefasst, als bei Deutschen. Dies wird sogar von deutschen Gesetzen berücksichtigt. Es ging bei der volkstümlichen Beschreibung jedoch eben darum, dass die Abrechnung nach Wohneinheiten in diesem Fall eine Einzelperson gegenüber 13 Bewohnern unangemessen benachteiligt.

Grüße