Hallo zusammen,
seit gestern bin ich am grübeln: ich bekam einen Werbebrief der Diba
in den Briefkasten und die preisen (wie jeden Monat) ihre Spitzen-
fonds an. Sparpläne, Einmalanlage - egal wie, die wollen meine Kohle.
Jetzt haben die auch immer einen Spitzenfonds des Monats. Diesen
Monat ist es ein Produkt von cominvest - und da steckt doch sicher die
Commerzbank dahinter. Angeboten wird der Fonds von der Diba ohne
Ausgabeaufschlag.
So, und was ich mich jetzt die ganze Zeit frage: womit „verdient“ die
Diba dabei? Kein eigener Fonds, keine eigenen Gebühren (Depot kostet
ja bei denen auch nix). Ist’s nur die Kundenbindung?
Hallo Holger,
einerseits ist’s die Kundenbindung, andererseits erhalten die Banken nicht nur eine Vertriebsprovision aus dem Ausgabeaufschlag eines Fonds, sondern auch eine Bestandsprovision aus der Verwaltungsgebühr, die ein Fonds erhebt, wenn sie das Depot bereitstellen. Es gibt im Netz Fondsdiscounter, die eine weite Palette von Fonds mit 100%igem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag anbietet, und von der Bestandsprovision leben.
Grüße,
Sebastian
Danke schonmal Sebastian,
ist’s denn auch möglich, dass eine Bank zu einem Zeitpunkt in der
Vergangenheit massig Anteile selbst kauft, diese dann hält bis der
Kurs ein wenig gestiegen ist und dann die Teile zum aktuellen (höheren)
Kurs direkt an die Kunden vertickt (=intern umbucht)?
Hallo Holger,
wenn eine Bank schon im Eigenbestand Fondsanteile haelt, kann sie diese auch an die Fondsgesellschaft verkaufen und muss nicht auf Kundenfang gehen. Desweiteren ist das aufsichtsrechtlich sehr bedenklich, da die Bank bei jeder Transaktion den marktgerechten Preis nachhalten muss. Also wird sich das keine Bank antun.
Gruss,
Alfred