unzählige Gewinnspiele werden im Privat-TV gemacht, bei denen man 50c pro Anruf vergeudet.
Dies geschieht meines Erachtens mit Gewinnerzielungsabsicht, welche auch („Zwei Dinge sind unendlich, die Dummheit der Menschen und das Weltall, bei letzterem bin ich mir aber nicht sicher.“, A. Einstein) Erfolg hat.
Man denke nur an Sender wie 9live oder die „Voting“ Anrufe von den Casting-Shows, von denen ich las, dass den Sendern damit Millionen Euro in die Kassen gespült werden.
Ist das dann aber nicht (verbotenes) Glückspiel?
Man könnte sagen: Wer so blöd ist, ist selber Schuld. Aber ich finde das eben nicht. Wer so blöd ist, muss m.E. trotzdem geschützt werden.
Mir ist ein Anrufer/„Gewinner“ im Gedächntnis, der auf die Frage, was er denn mit dem Gewinn (irgendein gar nicht so großer Betrag) machen wolle, sagte: „Endlich mal einen Teil meiner Telefonrechnung bezahlen.“
Das heißt, Kundenhotlines sind auch verbotenes Glücksspiel?
Bei diesen Spielchensendern kommt man fast nie durch - aber die 50 Cent sind weg. Einfach mal anrufen und diese bescheuerten Rätselchen lösen is nich. Diese Sender finanzieren sich durch zig tausende Anrufe ohne das jemand auch durchgestellt wird.
Das heißt, Kundenhotlines sind auch verbotenes Glücksspiel?
Nein, weil es dort nichts zu gewinnen gibt. Blödes Beispiel.
Die Auslosung der Gewinnchance auf Sendern wie 9live findet recht eindeutig durch das Abweisen von Anrufen statt. Dann wird zwar noch eine Alibifrage gestellt, aber die ist nicht gerade der entscheidende Punkt
Was ist daran Glücksspiel, wenn es richtige und falsche
Antworten gibt, bei denen man zur Beantwortung nicht Glück,
sondern Wisse (o.ä.) braucht?
Nun bezog ich mich als Beispiel auf 9live.
Dort benötigt man kein Wissen, sondern muss der eine Anrufer sein, der aus zigtausenden ausgewählt wurde. Die Fragen haben allenfalls Alibi Charakter bei niedrigen Gewinnsummen (Vornamen mit zwei „a“ oder sowas) bzw. sind bei höheren Summen praktisch unlösbar. Zudem ist das Auswahlverfahren nicht transparent, der, der am Ende angeblich durchgestellt wird, kann ein Mitarbeiter sein, kann schon ganz zu Anfang sich registriert haben und andere Tricks.
Bei den Voting-Anrufen wird ja auch kein Wissen abgefragt, bei den Gewinnspielen im Rahmen von „Reportagen“ haben die Fragen („Wie heißt der abgebildete Gegenstand: a) Tennisschläger b) Flugzeugträger“) auch nur ALibi-Charakter.
Dann müssten Quizsendungen wie „Wer wird Milliardär?“ doch
auch Glücksspiele sein.
Bei den „Zuschauerfragen“ stimme ich dir zu, obwohl da ja echte Fragen gestellt werden. Aber auch hier erfolgt die Auslosung unter dern richtigen Antowrten nach dem Zufallsprinzip.
Nun ist es aber wohl so, dass der Einsatz als „zu gering“ gewertet wird, um als Glücksspiel bewertet zu werden.