Jeder hat mittlerweile von dieses dubiosen Gewinnspielfirmen gehört, die einen per Telefon kontaktieren. Wenn diese Anrufer nun behaupten, sie hätten persönliche Kontodaten und benötigen zum austreten aus der angeblichen Mitgliedschaft die Kontodaten zum Abgleich, sollten die Alarmglocken klingeln. Nun weiß man natürlich nicht, sind diese Betrüger wirklich im Besitz der Daten oder nicht. Von daher sollte schon aufgrund von den regelmäßigen Anrufen und dem Hinweis auf eine wohl verlängerte Mitgliedschaft, da diese ja wegen den fehlenden Daten nicht beendet werden kann, ein Anwalt eingeschaltet werden, oder etwa nicht? Doch was für einen Anwalt würde man in diesem Fall nehmen müssen?
warum braucht es einen Anwalt, um eine Mitgliedschaft irgendwo zu beenden, die nicht besteht?
Irgendwas fehlt an dem Vortrag zum Sachverhalt. Irgendwie muss hier offenbar eine Mitgliedschaft zustandegekommen sein, mit lauteren oder unlauteren Mitteln, und zumindest nach Meinung der „Firma“. Wenn man darüber was weiß, lässt sich Besseres und Genaueres dazu sagen.
Diese Gewinnspielfirma erzählt von einer Mitgliedschaft. Von einer absichtlich beantragten Mitgliedschaft, weiß man allerdings nichts. Möglicherweise wurden die Daten durch eine andere Firma verkauft bzw. weitergegeben?
Und um sich nun gegen eine „erschlichene“ bzw. unlautere Mitgliedschaft zur Wehr zu setzen und das Abbuchen des Mitgliedschaftsbetrags vom Konto durch angeblich vorhandene Kontodaten(Kontodaten ebenfalls durch eine andere Firma weitergegeben?)zu schützen, sollte doch ein Anwalt zu Rate gezogen werden, oder eher nicht?
Es gibt unterschiedliche Meinungen, ob es notwendig ist, angebliche Verträge, die durch Abzocker zustande gekommen sein sollen, überhaupt zu kündigen, in meinem Link gibt es dazu ein Kapitel „Brieffreundschaften pflegen“ oder so ähnlich.
Ich habe seinerzeit geantwortet, dass ich zu keiner Zeit einen Vertrag abgeschlossen habe und demzufolge erkläre, dass die Firma beweisen muss, dass es überhaupt zu einem Vertragsabschluss gekommen ist.
Und dann auf keinerlei üble Drohung mehr eingegangen. Wenn nämliche Firma vor Gericht den Nachweis des Zustandekommens von irgendeinem Vertrag mit dir (hypothetisch) nachweisen muss, wird sie relativ schlechte Karten haben und wahrscheinlich kurz vorher lieber einen Rückzieher machen.
Es sei denn, du hättest in diesem fiktiven Fall wirklich die Eseligkeit besessen und versehentlich deine Kontodaten zum Abbuchen zum Besten gegeben.
Oder jemand anderes mit deinen Daten entsprechend.
Nun weiß man natürlich nicht, sind diese Betrüger wirklich im
Besitz der Daten oder nicht.
Genau das kriegt man aber ganz leicht raus:
Üblicherweise fragt der Anrufer nach dem Namen der Bank und der Kontonummer. Also soll der Angerufene die Daten nennen.
Der Angerufene sollte den Spieß einfach umdrehen und den Anrufer bitten die Daten zu nennen. Der Angerufene könnte z.B. sagen: „Okay, dann lesen Sie mal vor was für eine Bankverbindung Sie da stehen haben. Ich sage Ihnen dann, ob das korrekt ist!“
Wenn der Anrufer diese Daten nicht nennen kann oder will und darauf beharrt, dass der Angerufene die Daten selbst nennen soll, dann hat der Anrufer die Daten auch nicht und versucht auf diese Weise an die Daten heranzukommen.
Ganz einfach - dafür braucht’s keinen Anwalt.
Es gibt Leute, die reagieren auf solche Versuche des Anrufenden an persönliche Daten zu kommen mit einem kurzen „Netter Versuch, ruf bloß nicht wieder an!“ und legen dann auf
Man weiß ja, dass diese Firmen ihre Tricks haben. Aber ich denke mal, es wurde direkt durchschaut. Kontodaten wurden nicht durchgegeben. Also meint ihr, es sollte nichts mehr passieren?
Ein Polizist erläuterte mir, dass er solche Anzeigen täglich aufnehme und bisher mindestens drei gefüllte Ordner habe. Wieso kann man denen nicht einfach per Gesetz das Handwerk legen. Da greift Vater Staat glaube ich einfach nicht tief genug in die Trickkiste. Mal wieder…
Wenn jemand unerlabt etwas abbucht, lässt man bei seiner Bank die Lastschrift wieder rückgängig machen. Dann muss diese Firma beweisen, dass ihr das Geld zusteht.
Wieso kann man denen nicht einfach per Gesetz das Handwerk
legen.
Wenn ich richtig informiert bin, sind solche Anrufe bereits verboten. Aber es nützt ja nichts, dass das lt. Gesetz verboten ist, das Gesetz muss auch durchgesetzt werden bzw. kann man ja nicht wirklich verhindern, dass jemand illegale Dinge tut. Eine Bank zu überfallen ist auch verboten, trotzdem tun es Leute immer wieder.
Wenn ich richtig informiert bin, sind solche Anrufe bereits
verboten. Aber es nützt ja nichts, dass das lt. Gesetz
verboten ist, das Gesetz muss auch durchgesetzt werden bzw.
kann man ja nicht wirklich verhindern, dass jemand illegale
Dinge tut.
Du hast wohl recht. Sowas stellt man sich vielleicht auch einfach zu leicht vor. Wenn man bedenkt, dass es angemeldete Hotlines sind, die man einfach dazu verpflichten könnte, zufällig ausgewählte Telefonaufnahmen zur Prüfung bereitzustellen, kommt das wieder mit dem Grundgesetz in Konflikt… Obwohl es in diesem Fall dem Allgemeinwohl dient.