Gewissen - was ist das genau ?

Hallo Zuglaubenwissende,
Was denn bedeutet " gutes Gewissen" - „schlechtes Gewissen“ - kurz ist das Gewissen ein Zustand oder eine Philosophie ?
Mit Gruss: hardy

Hallo Zuglaubenwissende,

ich hab keine Ahnung…

Hallo Hardy,

Was denn bedeutet " gutes Gewissen" - „schlechtes Gewissen“ -
kurz ist das Gewissen ein Zustand oder eine Philosophie ?

eine Erziehungsfrage würde ich sagen. Gesellschaftspolitisch bestimmte Zwangsjacke um den Umgang miteinander zu regeln. Mein Gewissen sagt mir, dass es nicht O.K. ist meuchelnder Weise durch die Gegend zu laufen. Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer weiss aber, das es Viele verdient hätten für Ihre Fahrweise gelyncht zu werden.

KONFLIKT!

Ärger, Magengeschwüre, Allergien…

Bin in Behandlung…

olli

M. E. ist das (schlechte wie gute) Gewissen in jedem Menschen selbst und wird bestimmt (umgrenzt) vom sog. gesunden Menschenverstand, Erziehung, sozialem Umfeld, Idealen, Vorbildern, Religion, Weltanschauung usw. (persönl. und gesellschaftlich Normen und Werte). Das Gewissen eines Mafio dürfte anders „ticken“ als das eines Mannes „aus gutem Hause“ und unter extremen Bedingungen (z. B. in Notlagen, Katastrophen oder Kriegswirren) können deren Werte sich annähern.

Hallo Hardy,

Was denn bedeutet „gutes Gewissen“ - „schlechtes Gewissen“ -

„gutes Gewissen“ ist eine Metapher für die Übereinstimmung einer Situation mit den eigenen Werten, „schlechtes Gewissen“ eine für eine diesbezüglich Differenz.

kurz ist das Gewissen ein Zustand oder eine Philosophie ?

Weder, noch, sondern das Gewissen ist eine Fähigkeit, nämlich die Fähigkeit, Wertmaßstab und Realität zu vergleichen. Das Entscheidende scheint mir mit Heidegger („Gewissen ist der Ruf der Sorge“) zu sein, dass das Gewissen den Einzelnen gerade nicht in der Massengesellschaft hält, dass Gewissen also gerade nichts mit „gesundem Menschenverstand“ (den es sowieso nicht gibt) etc. zu tun hat, sondern dass das Gewissen die Funktion hat, dem Einzelnen seine Individualität zurückzugeben, die er an die jeweilige „Institution“ im Sinne Arnold Gehlens abgegeben hat.

Ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen …

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo,

hier ein Zitat aus B. F. Skinners utopischen Roman „Walden Two“ (1948) zum Thema „Gewissen“:

„Jeder von uns“, begann Frazier [eine der Hauptfiguren des Romans, Anm. von mir], „befindet sich in einer regelrechten Schlacht mit dem Rest der Menschheit.“

„Eine merkwürdige Prämisse für eine Utopie“, sagte Castle [eine andere Hauptfigur des Romans und Fraziers Gegenspieler, Anm. von mir]. „Sogar ein Pessimist wie ich hat eine hoffnungsvollere Sichtweise als diese.“

„Ja, Sie haben sie“, sagte Frazier. „Aber lassen Sie uns realistisch sein. Jeder von uns hat Interessen, die im Konflikt mit den Interessen jedes anderen stehen. Das ist unsere Erbsünde, an der man nichts ändern kann. Nennen wir jetzt ‚jeden anderen‘ ‚Gesellschaft‘. Sie ist eine mächtige Gegenspielerin und sie gewinnt immer. Oh, hin und wieder setzt sich ein Individuum für eine gewisse Zeit durch und bekommt, was es will. Manchmal bekämpft es die Kultur einer Gesellschaft und ändert sie leicht zu seinem Vorteil. Aber die Gesellschaft gewinnt auf lange Sicht, weil sie an Zahl und Alter im Vorteil ist. Viele setzen sich gegen den Einzelnen durch, und Männer gegen ein Baby. Die Gesellschaft greift früh an, wenn das Individuum hilflos ist. Sie versklavt es, bevor es die Freiheit geschmeckt hat. Die „ologien“ sagen Ihnen, wie es gemacht wird. Die Theologie nennt es die Bildung eines Gewissens oder die Entwicklung einer selbstlosen Seele. Die Psychologie nennt es das Wachstum des Über-Ichs.“

In „Jenseits von Freiheit und Würde“ (1971) schreibt Skinner weiter dazu:

„Ein Selbst ist ein Repertoire an Verhalten, das für eine gegebene Menge an Kontingenzen [räumliche und zeitliche Zusammenhänge zwischen Reizen und Reaktionen, Anm. von mir] geeignet ist. […] Das kontrollierende Selbst ( das Gewissen oder das Über-Ich ) ist sozialen Ursprungs, aber das kontrollierte Selbst ist eher das Produkt der auf den Genen basierenden Empfänglichkeit für Verstärkungen (das Es oder der „Alte Adam“). Das kontrollierende Selbst repräsentiert allgemein die Interessen anderer, das kontrollierte Selbst die Interessen des Individuums.“

Gruß,

Oliver Walter

Hallo hardy,

Was denn bedeutet " gutes Gewissen" - „schlechtes Gewissen“ -
kurz ist das Gewissen ein Zustand oder eine Philosophie ?

gewissen = inputfrequenz abrufbarer einzelmerkmale
gut = haben
schlecht = gegenteil = gewesen

Gruss

Was denn bedeutet " gutes Gewissen" - „schlechtes Gewissen“ -
kurz ist das Gewissen ein Zustand oder eine Philosophie ?

Ein Zustand