GEZ und Auskunftsrecht

Hallo,
habe da doch mal eine Frage zur GEZ.
Wir haben uns schon längst wegen Umzuges, auch bei der GEZ umgemeldet.
Plötzlich steht ein Typ vor der Tür von denen, zeigt seinen Ausweis,
hat so eine Kassierertasche um den Hals, stellt sich vor und fragt:

  • sind sie bei der GeZ gemeldet
  • sind sie beide selbstständig
  • haben sie Kinder
  • könnte ich mal ihre Kundennummer haben.

Als Antwort kam, wir sind umgemeldet, den Rest werde ich ihnen nicht beantworten, da sie das nichts angeht, versuchen sie das doch selbst rauszubekommen. Dann Tür zu. ! Weiß nicht mal mehr den Namen
von den Typen. Am liebsten würde ich mich beschweren !

Ist das eigentlich normal von diesem Geldgierigen Verein ? Dürfen die sowas eigentlich fragen ? Wie kann ich mich da beschweren, wenn ich den Namen von den Typen nicht mehr weiß. ?

Danke
Birgit

Hallo Birgit,

fragen dürfen die alles - aber antworten muß man nicht und Tür schließen darf man auch.
Versteh ich gut, daß Du Dich jetzt ärgerst. Aber beschwereren hilft bestimmt nicht, kostet Dich nur Zeit und Nerven und klandet bestimmt in der „Ablage Rundordner“.

GEZ-freie Grüße von
Gordie

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Ich hab mich auch grad wieder …
… über die GEZ geärgert, diesmal noch nicht mal über einen der „Gebührenbeauftragten“, sondern über die GEZ selbst.

Freunde von mir haben ihre Geräte korrekt angemeldet (als Privatleute). Sie betreiben nebenher einen kleinen Handel und haben dies als Gewerbe angemeldet. Die Firma selbst hat weder eigene Räume, noch ein Empfangsgerät, das läuft so nebenher.

Die GEZ schickt jetzt einen Brief nach dem anderen. Sie fragt nicht etwa, ob diese Firma Geräte hat, sondern sie fordert auf , „die Geräte“ anzumelden. Die unterstellen einfach, dass es welche gibt.

Jetzt kam das dritte Schreiben: „Sie haben unsere Schreiben vom … und vom … unbeantwortet gelassen.“ (Klar, wenn man keine Geräte hat, braucht man auch nicht zu antworten, und schon gar nicht auf eigene Kosten. „Bitte freimachen“, von wegen …)

"Ersparen Sie sich und uns weitere Maßnahmen und melden Sie Ihre Geräte an."

Die GEZ behauptet auch, dass man zur Auskunft verpflichtet ist, ohne allerdings die Einschränkung „wenn man Geräte zum Empfang bereit hält“ zu erwähnen.

Wenn die GEZ selbst schon solch einen Ton an den Tag legt, braucht man sich über das rüde und unverschämte Verhalten ihrer Schergen nicht zu wundern.

Ich bin mal gespannt, wann bei meinen Freunden so ein Typ auftaucht und die nicht existierenden Firmenräume sehen will …

Grüße
Sebastian

[ot] Bitte freimachen
Hi Sebastian,

„Bitte freimachen“, von wegen …)

das heißt, Du kannst solche Briefe unfrankiert losschicken. Die Klausel auf dem Umschlag besagt, dass der Empfänger das Porto bezahlt.

Nebenbei: Diese Schreiben von der GEZ sind mit Vorsicht zu genießen. Die GEZ hat nach dem Verwaltungsvollstreckungsgesetz die Macht, Dir jederzeit einen Gerichtsvollzieher auf den Hals zu hetzen, völlig unabhängig von den Fakten.

Gruß Ralf

Hallo Sebastian !

Jetzt kam das dritte Schreiben: „Sie haben unsere Schreiben
vom … und vom … unbeantwortet gelassen.“ (Klar, wenn man
keine Geräte hat, braucht man auch nicht zu antworten, und
schon gar nicht auf eigene Kosten. „Bitte freimachen“, von
wegen …)

Antworten, daß man keine Geräte hat, ist doch besser, dann wird man erstmal in Ruhe gelassen. Aber man braucht dafür NICHTS bezahlen !!!
Auf dem Rückkuvert steht „Antwort“ drauf und somit muss der ursprüngliche Absender die Kosten übernehmen. Da können sie soviel wie sie wollen in die rechte obere Ecke reinschreiben.
Mit unerwünschter Postwerbung mit Rückkuvert verfahre ich auch so: soviel wie möglich von der Werbung reinstopfen, die eigene Adresse nicht vergessen und zurücksenden. Da kommt man mit der Zeit ganz schnell auf die rote/schwarze? Liste und die Flut der Werbung reduziert sich zusehends.
Der ADAC hat mal versucht, die Leute beim Gewinnspiel so auszutricksen, indem er auf das Kuvert schrieb, daß unfrankierte Sendungen nicht am Gewinnspiel teilnehmen würden, da dies mir aber wurscht war, hat er den Werbemüll trotzdem zurück bekommen.

Sabine

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Hallo Sebastian,

erstmal: Ruhig bleiben :wink:

Freunde von mir haben ihre Geräte korrekt angemeldet (als
Privatleute). Sie betreiben nebenher einen kleinen Handel und
haben dies als Gewerbe angemeldet. Die Firma selbst hat weder
eigene Räume, noch ein Empfangsgerät, das läuft so nebenher.

Irgendwo werden sie ihr Gewerbe doch betreiben? Und sobald sie das in einem Raum tun, wo ein Fernseher steht (und sei es das eigene Wohnzimmer) werden die Geräte im Gewerbe benutzt -> bitte noch mal zahlen…

Die GEZ behauptet auch, dass man zur Auskunft verpflichtet
ist, ohne allerdings die Einschränkung „wenn man Geräte zum
Empfang bereit hält“ zu erwähnen.

Dabei vergisst du allerdings, dass deine Freunde sehr wohl zur Auskunft verpflichtet sind wenn sie schon Rundfunkteilnehmer sind.

Wenn die GEZ selbst schon solch einen Ton an den Tag legt,
braucht man sich über das rüde und unverschämte Verhalten
ihrer Schergen nicht zu wundern.

Die Schergen arbeiten nicht für die GEZ sondern für den jeweiligen Öffentlichen Rundfunk.

Okay, also um es erstmal klar zu stellen: Ich bin weder Scherge, noch von der GEZ oder von ÖR. Aber so wie du das schreibst ist die GEZ leider im Recht.

Das ändert nichts daran, dass eseine Zumutung ist Leuten zu unterstellen Geräte bereitzuhalten oder dass die GEZ ganz einfach *zensiert* ist - aber sie dürfen auf die Auskunft bestehen.

Es ist allemal leichter denen den Wisch ein mal zurückzuschicken als sich monate- / jahrelang mit denen rumzuärgern.

Und man kann sogar das Wut - Ablassen mit der Auskunft verbinden :wink:

Hat man ein Fax - Gerät (oder der Windows Faxdienst und ein Modem tuts auch), dann füllt man den netten Zettel aus, schreibt noch einen Brief dazu* und jagt das ganze 20 Mal zur GEZ. Wenn man am Wochenende kostenlos telefonieren kann kann man auch gern diese Zahl verdoppeln :wink:

* Der Brief sollte alle angestaute Wut enthalten. Die Empöhrung darüber, dass einem einfach irgendwas unterstellt wird und all das… Zusätzlich ist dieser Hinweis Geld wert: Wenn man sich davon überzeugen wolle, dass wirkich keine Geräte zum empfang bereit gehalten werden solle man doch einfach einen Rundfunkgebührenbeuaftragten vorbeischicken. Man solle jedoch nicht vergessen, ihm Beamtenbegleitung (Polizei) und die entsprechenden richterlichen Papiere (durchsuchungsbeschluss) mitzugeben, da er ansonsten vor verschlossener Tür stehen bleibe.
Da die GEZ keinen Durchsuchungsbefehl und keine Unterstützung von der Polizei bekommt sind sie damit mundtot - so hat es bei mir funktioniert und auch bei jedem, dem ich diesen Tipp ans Herz gelegt habe.
Als Abschluss sollte der Brief die „Bitte“ enthalten, dass der Empfang des Faxes bestätigt werden soll. Darunter dann (sinngemäß): Ich bestätige den Eingang und die Lesbarkeit dieses Faxes und versichere, dass wir sie ab jetzt in Ruhe lassen werden… Man darf natürlich nicht vergessen zu vermerken, dass man das Fax zur Sicherheit so oft schicken werde bis die entsprechende Bestätigung kommt :wink:

Falls kein Fax aufzutreiben ist auch einen Brief schreiben (gleicher Inhalt wie oben), den bei dem „Fragebogen“ mit bei (Dinge wie Geburtsdatum ist zb eine freiwillige Angabe und braucht nicht ausgefüllt zu werden) und das ganze in einen Briefumschlag an die GEZ - man kann es unfrei schicken oder auch frankieren - die 55 Cent sind mir zB der Spaß wert :wink:

LG Timi

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Hi Ralf,

Nebenbei: Diese Schreiben von der GEZ sind mit Vorsicht zu
genießen. Die GEZ hat nach dem Verwaltungsvollstreckungsgesetz
die Macht, Dir jederzeit einen Gerichtsvollzieher auf den Hals
zu hetzen, völlig unabhängig von den Fakten.

Heißt das, die GEZ kann vollstrecken, ohne überhaupt die Forderung belegen zu können? Das wäre ja das Ende des Rechtsstaates!

DANN frage ich mich, wieso die nicht gleich gegen jeden, der nichts angemeldet hat, die Gebühren vollstrecken, und fertig.

Grüße
Sebastian

Wir haben zum Glück das Problem nicht mehr, da wir aufgrund der Krankheit meines Mannes und so bis zum nächsten Jahr befreit sind.

Aber ich habe im Netz dazu einen interessanten Text, der schon länger in meinen Favoriten schlummert:

http://www.drugster.com/anarcho/gez-gebuehren.htm

Mein Brief an die GEZ
"Geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie meine Abmeldung. Meine Rundfunkteilnehmernummer dürfen Sie sich selbst heraussuchen, ich bin sicher, daß diese für eine ordnungsgemäße und rechtskräftige Abmeldung nicht von mir geliefert werden muß.

Zu den Gründen:

Aufgrund zunehmenden Unmutes und vor allem Ihrer letzten Rechnung habe ich sämtliche ehemals in meinem Haushalt vorhandenen Rundfunkempfangsgeräte entfernt.

Der Fernseher ist aus dem Fenster geflogen und somit nicht mehr als Rundfunkempfangsgerät zu betrachten sowie mittlerweile entsorgt, meine Radiowecker und den Tuner der Stereoanlage konnte ich noch rechtzeitig verschenken, bevor sie dasselbe Schicksal ereilen konnte.

Da ich keine weiteren Geräte dieser Art besitze, weder in meiner Wohnung noch in einem (nicht vorhandenen) Kraftfahrzeug, besteht nun endlich(!) kein Grund mehr, Ihnen auch nur noch einen Cent in den Rachen zu werfen – die erbrachten Leistungen waren’s eh nie wert.

Meinen dennoch vorhandenen Informations- und Unterhaltungsbedarf decke ich nunmehr ausschliesslich via Internet und dem sogenannten „Real Life“ vor der Haustür.

Ihre „Außendienstmitarbeiter“ brauchen Sie auch nicht zu mir zu schicken, ich hab wirklich nix mehr und lasse eh niemanden ohne richterlichen Beschluß in meine Wohnung. Dies werde ich evtl. auftauchenden Kollegen Ihrer Organisation auch sehr, sehr deutlich klarmachen.

Mit mühsam freundlichen Grüßen,"

Antwort:

„Sie haben ihre Geräte abgemeldet. mfg, GEZ“

So nicht richtig…
Hallo Ralf,

Die GEZ kann dir keineswegs so ohne weitere einen Vollziehungsbeamten
(in der Regel sind das nämlich nicht die Gerichtsvollzieher,sondern Städtische Vollstreckunsgbeamte) „auf den Hals“ hetzen.
Das ist nur dann möglich,wenn du „zahlender Teilnehmer“ bist und deine
GEZ-Gebühren nicht fristgerecht überweist.

mfg

Frank

Blöd ist jetzt bloß …
… dass ab demnächst Internet-PCs gebührenpflichtig werden. Wenn man eh angemeldet ist, dann ist er sozusagen „inclusive“, wer aber keinen TV und kein Radio (angemeldet) hat, darf für den Internet-PC blechen - sch…egal, ob mit TV-Karte oder ohne („Bereitstellung“).

Wann schafft man endlich diese Geier ab …

Chris

… dass ab demnächst Internet-PCs gebührenpflichtig werden.
Wenn man eh angemeldet ist, dann ist er sozusagen „inclusive“,
wer aber keinen TV und kein Radio (angemeldet) hat, darf für
den Internet-PC blechen - sch…egal, ob mit TV-Karte oder
ohne („Bereitstellung“).

Was ich dann mache, überlege ich mir, wenn es soweit ist. Ich bin jedenfalls erstmal abgemeldet und damit sehr glücklich. Das mit dem Fernseher im Brief war übrigens natürlich gelogen, den hab ich zu jemand anderem verfrachtet, der ihn gut brauchen kann und zu dem ich bei Bedarf zum Fernsehen kommen darf :smile:))

Wann schafft man endlich diese Geier ab …

Das wird so schnell nicht passieren. Das sind immerhin staatlich gewollte Raubritter.

Gruß,

Malte.

Dummes Zeug
Hi Frank,

Die GEZ kann dir keineswegs so ohne weitere einen Vollziehungsbeamten „auf den Hals“
hetzen. Das ist nur dann möglich,wenn du „zahlender Teilnehmer“ bist und deine
GEZ-Gebühren nicht fristgerecht überweist.

das erzählst Du bitte nicht mir, sondern der GEZ. Die wird Dir dann auch erklären, warum sie den Gerichtsvollzieher zu mir geschickt hat. Dafür genügen nämlich eine Scheidung, ein Umzug und eine Ex-Ehefrau, die ihre Gebühren nicht bezahlt. Dazu musste die GEZ mich nicht mal anschreiben, geschweige denn in Verzug setzen.

Gruß Ralf

Also nicht gezahlte Gebühren…
Hallo Ralf,

das erzählst Du bitte nicht mir, sondern der GEZ. Die wird Dir
dann auch erklären, warum sie den Gerichtsvollzieher zu
mir geschickt hat. Dafür genügen nämlich eine Scheidung, ein
Umzug und eine Ex-Ehefrau, die ihre Gebühren nicht bezahlt.

Nein,muß sie auch nicht…Als Ehepaar seid ihr gemeinsamer Schuldner für die…

Da hättest du bei der Scheidung sofort ein „Abmeldeschreiben“ an die GEZ schicken sollen…

mfg

Frank

Mit welcher Begründung sollen Internet-PC’s etwas kosten?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

klingt eher nach einem Betrüger als nach der GEZ.

Gruß

Peter