Hi Leute,
habe neulich eine Sendung über Kraftwerke gesehen.
Da haben sie auch über Gezeitenkraftwerke berichtet. Die Schwerkraft des Mondes sorgt für die Gezeiten und damit kann man dann Turbinen antreiben. Soweit sogut…
Was mich jetzt interessiert, woher kommt eigtl. die gewonnene Energie?
Nach dem Energieerhaltungssatz muss sie ja irgend woher stammen.
Bin ratlos!
MFG
Incitatus
Hallo,
Nach dem Energieerhaltungssatz muss sie ja irgend woher
stammen.
über die Turbinen wird die Bewegungsenergie des Wasser in elektrische Energie umgewandelt. Anders formuliert: Das Wasser wird „langsamer“, d.h. die Ebbe zieht sich langsamer zurück, als die Flut kam. Aufgrund der gewaltigen Menge (Masse) des Wasser fällt das jedoch nicht auf.
Dies ist übrigens ein grundsätzliches Problem der sog. erneuerbaren Energien. Außer Holz und Kohle/Öl (auf sehr lange Sicht) ist eben keine Energie erneuerbar. Bei hinreichend großen Flächen, die mit Solarkollektoren zugekleistert oder mit Windkraftanlagen verbaut werden, sind Klimaeffekte irgendwann nicht zu vermeiden. So habe ich mal eine Studie gelesen, daß die großen Windparks in Kalifornien bereits kleine Klimaänderungen im Hinterland verursacht haben. Dies ist dann der gleiche Effekt, wie bei den Wasserkraftwerken: Dem Wind wird Energie entzogen.
Gruß
Christian
Hallo !
Ein Gezeitenkraftwerk steht in einer Flußmündung.
Das auflaufende Wasser (Flutwelle von 6 Stunden Dauer) wird gezielt durch Wasserturbinen gelenkt und diese treiben damit Generatoren an.
Bei Ebbe (6 Stunden zurücklaufendes Wasser) werden die Schaufeln der Turbinen gedreht, damit die Drehrichtung einbehalten wird und das Wasser fließt jetzt Richtung See wieder durch die Turbinen. Treibt wieder die Generatoren. Usw, usw.
Eine kurze Ruhepause gibt es bei Wechsel der Stromrichtung.
Gruß Max
Hallo,
letzlich kommt die Energie aus der Bewegungsenergie des Sonnensystems. Die Erde wird deshalb also etwas früher als geplant in die Sonne stürzen.
Max
Hallo,
Danke, das klingt einleuchtend. Aber müsste es in diesem Fall nicht der Mond sein der etwas eher in auf die Erde stürtzt???
Gibt es da eigtl. irgend welche Messungen wie schnell so etwas vor sich geht oder gibt es irgend welche Effekte die das wieder ausgleichen?
Theoretisch sollte dieser Effekt ja mehr oder weniger bei allen Himmelskörpern auftreten die sich in einer Umlaufbahn um einen anderen aufhalten. ODER?
Hallo,
auch hallo,
Danke, das klingt einleuchtend. Aber müsste es in diesem Fall
nicht der Mond sein der etwas eher in auf die Erde stürtzt???
der Mond entfernt sich von der Erde um (glaube mich zu erinnern) 15 cm pro Jahr. Da wird ein Gezeitenkraftwerk wohl keinen nennenswerten Einfluß ausüben können.
Gruß
Pat
der Mond entfernt sich von der Erde um (glaube mich zu
erinnern) 15 cm pro Jahr.
So viel wie ich weiß, nur 3-4 cm pro Jahr.
Hallo,
Was mich jetzt interessiert, woher kommt eigtl. die gewonnene
Energie?
Nach dem Energieerhaltungssatz muss sie ja irgend woher
stammen.
Die Energie stammt aus der Rotationsbewegung der Erde, denn Ebbe und Flut entsteht ja gerade dadurch dass sich die Erde unter den beiden Flutbergen weiterdreht. Dass ganze wirkt dann wie zwei Bremsbacken, die die Erde allmählich ausbremsen. Durch Gezeitenkraftwerke wird dann quasi der Widerstand, der der Flut entgegen wirkt ein wenig erhöht, sodass diese Bremswirkung damit ein bisschen stärker wird. (was global gesehen natürlich zu vernachlässigen ist)
Gruß
Oliver
Hallo,
Die Energie stammt aus der Rotationsbewegung der Erde, denn
Ebbe und Flut entsteht ja gerade dadurch dass sich die Erde
unter den beiden Flutbergen weiterdreht. Dass ganze wirkt dann
wie zwei Bremsbacken, die die Erde allmählich ausbremsen.
Wenn ich mich recht erinnere wird der Tag deshalb auch pro Jahr einige Hundertstelsekunden länger. Um das auszugleichen werden gelegentlich (1-2mal pro Jahr) „Schaltsekunden“ eingeschoben.
Cu Rene
Hallo René,
Die Energie stammt aus der Rotationsbewegung der Erde, denn
Ebbe und Flut entsteht ja gerade dadurch dass sich die Erde
unter den beiden Flutbergen weiterdreht. Dass ganze wirkt dann
wie zwei Bremsbacken, die die Erde allmählich ausbremsen.
Wenn ich mich recht erinnere wird der Tag deshalb auch pro
Jahr einige Hundertstelsekunden länger.
Nicht ganz so viel, es sollen etwa 1,6 ms in 100 Jahren sein
Um das auszugleichen
werden gelegentlich (1-2mal pro Jahr) „Schaltsekunden“
eingeschoben.
Das hört sich jetzt so an als ob die Schaltsekunden wegen der sekuläre Verlangsamung der Erdrotation eingeführt worden wären.
Wesentlich stärker ist jedoch der Einfluß von unregelmäßigen Schwankungen der Tageslänge, z.B. als Folge von Luft- und Meeresströmungen.
Jörg