Gibs auch navis ohne GPS?

:smile:

So genannte Stadtpläne, ja. Außerdem installieren die Europäer gerade ihr eigenes Satellitensystem. Bis es einsatzbereit ist, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen.

Levay

aber wie funktioniert das denn? ich denk mal ich muss doch ihrgendtwie gehortet werden.

Hello, die gibt es. Z.B. das Programm ‚Navigator‘ von Mobilcom, das auf diversen Java-Handies läuft, kommt im Fußgänger-Modus ohne GPS aus: Man bestätigt dem Programm, dass man ein Zwischenziel erreicht hat, und man bekommt dann die nächsten paar zig Meter angezeigt. Allerdings kann das Programm ohne GPS natürlich nicht weiterhelfen, wenn man sich trotz Navi-Software verlaufen hat…

Gruß, Helmut

aber wie funktioniert das denn?

Im Grunde genommen genau wie das GPS auch. Das System heißt übrigens Galileo und wird auch zum GPS kompatibel sein. Näheres erfährst du auf http://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_%28Satellitenna…

ich denk mal ich muss doch
ihrgendtwie gehortet werden.

Bei der Satellitennaviation wirst du nicht geortet, sondern dein Navi bestimmt seine Position selbständig aus den Signalen der Satelliten, die fortwährend ihre genaue Position und die exakte Uhrzeit bekanntgeben.
Wenn dein Navi eingeschaltet ist, kann außer dir selbst, niemand herausbekommen wo du dich befindest.

Ein anderes Verfahren ist die Ortung von Handys, die darauf beruht, dass verschiedene Mobilfunk-Basisstationen die Signale deines Handys zu leicht unterschiedlichen Zeiten empfangen. Hier kann erstmal nur der Netzbetreiber aus den bekannten Standorten der Mobilfunkstationen und den gemessenen Signallaufzeiten schließen, wo du dich befindest. Dieses „Wissen“ bieten manche Mobilfunkprovider ihren Kunden als Dienstleistung an, allerdings funktioniert dies natürlich nur in Gebieten mit dichtem Mobilfunknetz.

Beide Ortungsmöglichkeiten können sich übrigens gut ergänzen: Auf dem platten Land hast du meistens kein Mobilfunknetz, dafür aber freie Sicht auf die Satelliten, dort wird dann die Position per GPS bestimmt. In dicht bebauten Innenstädten ist der Satellitenempfang meistens hundsmiserabel, dafür gibt es ein dichtes Mobilfunknetz, dass eine genaue Positionsbestimmung möglich macht.
Bisher habe ich zwar noch nichts davon gehört, dass so ein kombiniertes Navigationssystem kommerziell erhältlich wäre, aber vielleicht weiß hier ja jemand anderes was Neues zu berichten…

Gruß

Stefan

PS: Da fällt mir gerade ein: es gibt doch so ein kombiniertes Ortungssystem. Und zwar in Form des Kinderhandys „i-Kids“, mit dem Eltern ihre Kinder - selbstverständlich nur im Dienste der Sicherheit - quasi totalüberwachen können.
Wer sich ein Bild davon machen möchte, guckt hier: https://www.steiger-stiftung.de/lifeservice/lifeserv…

Hallo,
neben GPS gibt es noch das russische GLONASS und ein paar weitere, die sich im Aufbau befinden, wie das chinesische Compass. Empfänger dafür sind aber rar.
dann gibt es noch Taxifahrer und nette Menschen, die einem weiterhlefen.

Cu Rene

Hallo,

solche Fragen liebe ich. Da kann man dem Fragenden schön einen reinwürgen :smile:) Es wurde ja nicht definiert, was „navis“ sein sollen …

Man findet auch prompt eine schöne Schüler-Arbeit mit allen Navigationsmöglichkeiten, vor allem aber der letzte Teil
http://www.stromberg-gymnasium.de/ags/seminarkurs_04…

Ernsthafter will ich anfügen, dass LORAN als eLORAN (müsste selbst nachschaun, in welcher Form) ausgebaut werden soll, falls GPS mal ausfällt oder gestört wird.
Und: Navigationssysteme in Autos (ab Werk) sind eher Inertialsysteme, die nur GPS-gestützt werden.

Grüße Roland

hallo panter.

theoretisch ja. man müßte einem solchen system natürlich die startposition möglichst genau mitteilen.
im weiteren verlauf der fahrt erfolgt die positionsbestimmung dann mittels geschwindigkeit (-> tachometer bzw. log), zeit (-> uhr) und bewegungsrichtung (-> (kreisel)kompaß).
das ganze heißt „koppelnavigation“ oder moderner „dead reckoning“ und ist über längere strecken nicht annähernd so genau wie gps. aber ein vorübergehender gps-ausfall dürfte sich damit gut kompensieren lassen.

kolumbus ist mit einer „low cost“-variante dieser methode bis nach amerika gekommen. gut, wenn man bedenkt, daß er nach indien wollte, war’s nix berühmtes, aber zumindest die heimreise hat geklappt :smile:

gruß

michael

Hallo panter.

Als kleine Wiedergutmachung hier noch ein Tipp:

TBN = Terrain-based Navigation.

Mit Sensoren wird die Erdoberfläche in Realtime abgetastet und mit einem gespeicherten DGM Digitalen Geländemodell (Dig. Terrain Model, Dig. Elevation Model etc.) verglichen.

Ob das mit CFIT = Controlled Flight into Terrain gleichzusetzen ist, kann ich nun nicht sagen.

Google mal nach den Begriffen.

Grüße Roland

Hallo panter,

das wird ja immer interessanter …

Ich hatte Deine Frage noch im Hinterkopf, als ich diesen Hinweis fand

„Auf dem Mobilfunk-Portal ‚Vodafone live!‘ bietet der mobile Reiseführer Quickscout touristische Informationen über 120 deutsche Städte und Regionen. Meldet sich der Nutzer über sein Handy dort an, wird sein Standort über die Mobilfunkzelle ermittelt. Sodann erhält er per GPRS oder UMTS eine Karte mit den nächstgelegenen Sehenswürdigkeiten. Wählt der Anwender ein Ziel aus, wird die Route dorthin berechnet.
…“

Grüße Roland

TBN = Terrain-based Navigation.

Ob das mit CFIT = Controlled Flight into Terrain
gleichzusetzen ist, kann ich nun nicht sagen.

Falls die Bemerkung zu CFIT ein Witz sein sollte, bitte alles Weitere ignorieren.

Falls nicht: von Controlled Flight into Terrain spricht man, wenn ein Flugzeug in voll kontrolliertem Flugzustand (also nicht wegen Triebwerksausfall, Trudeln oder sonst so etwas) gegen ein Bodenhindernis (z.B. einen Berg) geflogen wird, i.d.R. aufgrund eines Navigationsfehlers (die Piloten glauben, an einem anderen Ort ohne Berg zu sein) oder einer Falscheinstellung der Instrumente (Basisluftdruck (QNH) zu hoch eingestellt, Höhenmesser zeigt mehr Höhe an als tatsächlich vorhanden) oder völligem Orientierungsverlust.

Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/CFIT

Grüße
Sebastian