Hallo,
wenn ein Objekt Auftrieb erfährt, dann deshalb, weil die Moleküle des Mediums, von dem das Objekt umgeben ist, auf Grund der Schwerkraft, von unten fester gegen das Objekt stoßen als oben.
Jetzt stelle ich mir vor, dass man es schafft, dass Objekt so auf dem Boden festzumachen, dass keine Moleküle des Mediums, sagen wir Wasser, unter das Objekt gelangen.
Dann dürfte es doch kein Auftrieb mehr geben, sonder ein „Abtrieb“, der das Objekt noch weiter nach unten drückt, oder?
wenn ein Objekt Auftrieb erfährt, dann deshalb, weil die
Moleküle des Mediums, von dem das Objekt umgeben ist, auf
Grund der Schwerkraft, von unten fester gegen das Objekt
stoßen als oben.
Jetzt stelle ich mir vor, dass man es schafft, dass Objekt so
auf dem Boden festzumachen, dass keine Moleküle des Mediums,
sagen wir Wasser, unter das Objekt gelangen.
Dann dürfte es doch kein Auftrieb mehr geben, sonder ein
„Abtrieb“, der das Objekt noch weiter nach unten drückt, oder?
Ja, das ist tatsächlich so, und zwar nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Mal angenommen Du hast ein Schneefeld neben einer schneefreien Wiese. Die Sonne scheint drauf. Der weiße Schnee reflektiert das Sonnenlicht sehr gut, die Wiese eher nicht. folglich erwärmt sich die Luft über der Wiese stärker als über dem Schnee. Es bildet sich eine Warmluftblase, die von selbst nicht aufsteigt, weil sich unter ihr keine kältere (und damit dichtere) Luft befindet, die sie nach oben drücken könnte. Die Luft kann erst dann aufteigen, wenn sie z. B. durch Seitenwind versetzt wird, so dass sie sich über die kalte Luft schieben kann. Die Bedingungen dafür sind an der Grenze zwischen Wiese und Schneefeld am besten. Man bezeichnet ein solches Gebilde auch als „Abrisskante“. Gleitschirmflieger und Drachenflieger (also Piloten, die auf thermische Aufwinde angewiesen sind) halten daher auf ihrem Flug ständig Ausschau nach vielversprechenden Abrisskanten (Ränder von Schneefeldern, Waldränder, Felsgrate, Bäche, …), weil dort die Chancen, auf aufsteigende Luftmassen zu treffen, am besten sind.
Jetzt stelle ich mir vor, dass man es schafft, dass Objekt so
auf dem Boden festzumachen, dass keine Moleküle des Mediums,
sagen wir Wasser, unter das Objekt gelangen.
Dann dürfte es doch kein Auftrieb mehr geben, sonder ein
„Abtrieb“, der das Objekt noch weiter nach unten drückt, oder?
Ja, das ist tatsächlich so, und zwar nicht nur in der Theorie,
sondern auch in der Praxis. …
Man bezeichnet ein solches Gebilde auch als „Abrisskante“.
Ist ja interessant. Ich habe meine Frau gebeten, das nächste mal gut zu beobachten und zu berichten, wenn sie Wasser kocht.
Bevor es richtig kocht sollten demnach Luftbläschen vermehrt am Boden „kleben“, viel mehr als an der Seitenwand.
Die Methanblasen im Meer sollen ja angeblich so große Ausmaße haben, dass sie Schiffe versenken können. Nun muss sich eine Blase erst bilden. Vielleicht ist es dieser Effekt, dass die Blase erst vom Wasser auf den Boden gedrückt wird und weiter wächst, bis sie eventuell abreißt.
Mich würde interessieren, ob man solche Blasen auch im Labor züchten kann. Man kann ja den Boden eines Gefäßes mit einem Stoff benetzen, so dass das in einer Flüssigkeit gelöste Gas dort vermehrt „ausfällt“ und eine Blase bildet, so stelle ich mir das theoretisch vor. Gibt es solche Experimente? Schließlich wäre das ja etwas, was die meisten von uns als paradox empfinden würden, da es scheinbar der Erfahrung widerspricht.
Jetzt stelle ich mir vor, dass man es schafft, dass Objekt so
auf dem Boden festzumachen, dass keine Moleküle des Mediums,
sagen wir Wasser, unter das Objekt gelangen.
Dann dürfte es doch kein Auftrieb mehr geben, sonder ein
„Abtrieb“, der das Objekt noch weiter nach unten drückt, oder?
ich glaube, ich meine ein anderes phänomen als michael das tut, aber wenn du ein plüschtier mit suagfüßen an eine scheibe haftest, hast du den gleichen effekt, denn wenn du einen masseleeren raum erzeugst, wird immer eine kraft, die vom druck der teilchen auf der anderen seite der masse erzeugt wird, in richtung masseleerer raum zeigen.
Ist ja interessant. Ich habe meine Frau gebeten, das nächste
mal gut zu beobachten und zu berichten, wenn sie Wasser kocht.
sag ihr, sie soll dich mal richtig am herd rannehmen. du bist schließlich ein mann und männer müssen kochen können…zumindest wasser.
Bevor es richtig kocht sollten demnach Luftbläschen vermehrt
am Boden „kleben“, viel mehr als an der Seitenwand.
denn jetzt, wo du es sagst…ich glaube, das ist auch so…darüber nachgedacht habe ich aber noch nie. es bilden sich immer ganz viele kleine bläschen am topfboden, während das wasser sich erwärmt…die werden immer größer und irgendwann steigen sie auf…bei 100grad sind dann keine mehr da…
Ist ja interessant. Ich habe meine Frau gebeten, das nächste
mal gut zu beobachten und zu berichten, wenn sie Wasser kocht.
In Deiner Vika steht, dass Du theoretischer Physiker seist. Anscheinend hindert Dich das auch daran, mal selbst einen Topf Wasser auf den Herd zu stellen.
Bevor es richtig kocht sollten demnach Luftbläschen vermehrt
am Boden „kleben“, viel mehr als an der Seitenwand.
Lass Dir aus meiner experimentellen Praxis berichten: An der Seitenwand eines Kochtopfs kleiben niemals Dampfbläschen (es sei denn direkt an der Wasseroberfläche). Am Boden schon, wenn auch nur am Anfang beim Kochen.
Michael
(nix für Ungut!)
P.S.: Ach ja:
Mich würde interessieren, ob man solche Blasen auch im Labor
züchten kann. Man kann ja den Boden eines Gefäßes mit einem
Stoff benetzen, so dass das in einer Flüssigkeit gelöste Gas
dort vermehrt „ausfällt“ und eine Blase bildet, so stelle ich
mir das theoretisch vor. Gibt es solche Experimente?
Schließlich wäre das ja etwas, was die meisten von uns als
paradox empfinden würden, da es scheinbar der Erfahrung
widerspricht.
Wenn man es mit einer flüssigen und einer gasförmigen Phase zu tun hat, spielen natürlich Kapillarkräfte eine große Rolle. Da Wasser Glas sehr gerne benetzt, kriecht es vermutlich sehr schnell unter jede Gasblase und löste diese vergleichsweise schnell ab. Im Kochtopf kann die Luftblase sich noch kurz am Boden halten, wenn die nachkriechende Flüssigkeit sofort verdampft. Tatsächlich wird Dir Deine Frau berichten, dass die ersten Dampfblasen ziemlich nervös zittern, bevor sie sich tatsächlich vom Boden ablösen.
Ist ja interessant. Ich habe meine Frau gebeten, das nächste
mal gut zu beobachten und zu berichten, wenn sie Wasser kocht.
In Deiner Vika steht, dass Du theoretischer Physiker
seist. Anscheinend hindert Dich das auch daran, mal selbst
einen Topf Wasser auf den Herd zu stellen.
Ich habe sogar einmal die Wasserpumpe an einem alten Chevy Impala Station Wagon durch eine wiederaufbereitete Wasserpumpe ersetzt.
Ich sollte das einmal in „Analytischer Physiker“ ändern. Das ist ein wenig indifferenter. Theoretiker klingt scheinbar für manche so abgehoben, dass sie das unentwegt herausstreichen müssen. Denn andauernd werde ich auf meine Vika hingewiesen.
Wenn Mathematiker und Theoretische Physiker sich von anderen unterscheiden, dann dadurch, dass sie jahrelang erfolglos arbeiten können und dies für sich als Erfolg verbuchen können
Bevor es richtig kocht sollten demnach Luftbläschen vermehrt
am Boden „kleben“, viel mehr als an der Seitenwand.
Lass Dir aus meiner experimentellen Praxis berichten:
An der Seitenwand eines Kochtopfs kleiben niemals
Dampfbläschen (es sei denn direkt an der Wasseroberfläche). Am
Boden schon, wenn auch nur am Anfang beim Kochen.
Michael
(nix für Ungut!)
P.S.: Ach ja:
Mich würde interessieren, ob man solche Blasen auch im Labor
züchten kann. Man kann ja den Boden eines Gefäßes mit einem
Stoff benetzen, so dass das in einer Flüssigkeit gelöste Gas
dort vermehrt „ausfällt“ und eine Blase bildet, so stelle ich
mir das theoretisch vor. Gibt es solche Experimente?
Schließlich wäre das ja etwas, was die meisten von uns als
paradox empfinden würden, da es scheinbar der Erfahrung
widerspricht.
Wenn man es mit einer flüssigen und einer gasförmigen Phase zu
tun hat, spielen natürlich Kapillarkräfte eine große Rolle. Da
Wasser Glas sehr gerne benetzt, kriecht es vermutlich sehr
schnell unter jede Gasblase und löste diese vergleichsweise
schnell ab. Im Kochtopf kann die Luftblase sich noch kurz am
Boden halten, wenn die nachkriechende Flüssigkeit sofort
verdampft. Tatsächlich wird Dir Deine Frau berichten, dass die
ersten Dampfblasen ziemlich nervös zittern, bevor sie sich
tatsächlich vom Boden ablösen.
Statt das chemische Potential für das gelöste Gas am Boden zu erhöhen, kann man das von Wasser herabsenken.
Nivea Creme auf der Haut und das Ganze in’s Wasser (also die Hand - die Haut muss man dafür nicht extra ablösen).
Ich erinnere mich, dass das unter Wasser kräftige Luftblasen auf der Haut gibt. Das könnte derselbe Effekt sein. Das Wasser kommt so nicht zwischen Haut und Blase.