Es war 1842, als C. Doppler den Effekt beschrieb, daß sich die Frequenz von Schallwellen erhöht, wenn sich die Quelle auf uns zu bewegt und erniedrigt, wenn sie sich wegbewegt …Hubble hat dann 1929 die Rotverschiebung von Spektren entdeckt und auf eine allgemeine „Fluchtbewegung“ im Weltall geschlossen. Heute, wo man
Entfernungen über Supernovae etc. auch für weiter entfernte Objekte genauer angeben kann, ist die Linearität der Verschiebung
als Funktion der Entfernung wunderschön nachgewiesen …kein an diesen Messungen …und dazu habe ich auch nichts Neues zu sagen oder zu fragen. Nur die Bezeichnung „Doppler-Effekt“ will mir nicht schmecken:
Wenn das Universum edxpandiert, wird das Licht auf seinem Weg zu uns quasi „auseinander gezogen“, also rotverschoben …sieht so aus, als käme dies exakt auf dasselbe heraus. Ein namhafter Potsdamer Astrophysiker, den ich fragte, warum dann allenthalben die Bezeichnung „Doppler-Effekt“ für die Rotverschiebung von Spektren üblich sei, antwortete „sprachliche Ungenauigkeit“. Das
reicht mir nicht aus. Ich denke, es ist mehr als eine sprachlich-historische Sache: Die Rotverschiebung wäre ja dann ein Maß für die Bewegungsgeschwindigkeit des Sterns/der Galaxie … ja, relativ zu was? Hatte nicht Einstein postuliert, daß es eine solche Information - Geschwindigkeit absolut - nicht geben könne?
Natürlich kann man sagen, damit stehen die astronomischen Messungen nicht im Widerspruch:sie geben in der Tat ja nur die Relativbewegung Stern/Galaxie zur Erde an. Diese Aussage, so unbezweifelbar sie ist, gefällt mir auch nicht so recht …
Meine Gedanken zu dieser „sprachlichen Ungenauigkeit“ mag ich hier nicht ausbreiten, jeder kann sie sich selbst machen. z.B.,
wenn die Rotverschiebung mitnichten ein Doppler-Effekt ist, sondern nur Folge des expandierenden Raumes, dann müßte Licht, das Stellen kontrahierenden Raumes durcheilt (in der Nähe eines schwarzen Loches ?) blau-verschoben oder jedenfalls weniger stark
rotverschoben sein, als „nach dem Doppler-Effekt zu erwarten“…
Irgendwann habe ich mal gelesen, auch Blau-Verschiebungen seien gelegentlich gemessen worden und die „blauen Einstein-Ringe“ erklärten sich daraus, daß die hinter der Gravitationslinse liegenden Galaxien jünger seien …
Geht es nicht auch einfacher? Gibt es bei Licht wirklich, d.h. auch im irdischen Experiment nachprüfbar, einen Doppler-Effekt?
Das sollte wirklich nur eine Wissenslücke von mir und von Experten leicht zu beantworten sein …
Es müßte dann auch die Rotverschiebung ein ganz klein wenig verschieden sein, je nach Jahreszeit/Bewegungsrichtung der Erde?
Eine Rechnung, ob sich diese (kosmisch gesehen minimale) Geschwindigkeitsdifferenz meßtechnisch erfassen läßt, kann auch nicht schwierig sein …und ganz sicher bin ich nicht der erste,
der über diese Frage laut nachdenkt: Physikalisch-kosmologisch gesehen, finde ich, es ist ein riesiger Unterschied, ob die beobachtete Rotverschiebung von Licht ein Resultat des „Doppler-Effekts“ oder einer Veränderung während der „Reise durch die Raumzeit“ ist …
Für Antworten bin ich dankbar …
