Gibt es die Hoffnung oder nicht?

hi,

ok. dass es Hoffnung gibt, ist klar! jeder mensch „hofft“ auf irgendetwas. die frage stellt sich jetzt nur, ob Hoffen nicht nur eine form des gedanken oder sogar genau der „das-richtet-sich-schon-von-selbst“ ist.

ist nicht derjenige der „hofft“ nicht einfach zu faul, um sich für sein „Erhofftes“ selbst einzusetzen, oder wie seht ihr das?

cu
yose

Ein kleiner (nur 1654 Seiten :smile: Tip:
Ernst Bloch
Das Prinzip Hoffnung
ISBN: 3518281542 Buch anschauen

Gruß

Trotz Bloch: Nein! o. T.
FR

Hoffnung…
Hi Yo
Nun, Hoffnung hat nicht unbedingt etwas mit „das-richtet-sich-schon-von-selbst“ zu tun, obwohl es das natürlich auch gibt.
Einfaches Beispiel: Du erarbeitest nach bestem Wissen und Gewissen unt mit vollem Einsatz irgendein Ergebniss, das du dann anderen präsentierst, z.B. im Rahmen eines Vortrages.
Du hoffst natürlich das dein Vortrag gut ankommt und keiner im Auditorium aufsteht und dir in gesetzten Wortet mitteilt, das diese Arbeit offensichtlicher Unsinn ist.
Oder du sendest einen Artikel an eine Fachzeitschrift ein und wartest auf das Ergebniss des Reviews.

Gerade bei Dingen, die man nicht mehr selbst beeinflussen kann, kommt dann das „Prinzip Hoffnung“ zum Tragen. Es ermöglicht einem, auch sehr kritische Situationen durchzustehen (wenn sie dann letztendlich gut ausgehen) würden wir alles gleich pessimistisch sehen, dann würde man schön langsam wahnsinnig

Und genau darum ist deine These:

ist nicht derjenige der „hofft“ nicht einfach zu faul, um sich
für sein „Erhofftes“ selbst einzusetzen,

nicht in dieser Form haltbar, Sie gilt nicht generell

Gruss
Mike
(derdaraufhofftdasseineForschungsergebnissenichtzerfleddertwerden)

Nein? Wieso nicht? o.T.
M.G.

hi,

ok. dass es Hoffnung gibt, ist klar! jeder mensch „hofft“ auf
irgendetwas. die frage stellt sich jetzt nur, ob Hoffen nicht
nur eine form des gedanken oder sogar genau der
„das-richtet-sich-schon-von-selbst“ ist.

ist nicht derjenige der „hofft“ nicht einfach zu faul, um sich
für sein „Erhofftes“ selbst einzusetzen, oder wie seht ihr
das?

Absolut nicht, wer realistisch hofft, muß natürlich Vorarbeit leisten, wenn sein Erhofftes Geld ist, muß er sich mit Geldanlage oder der Börse befassen.
Wer auf eine Beziehung und auf Sex hofft, muß sich attraktiv präsentieren.
Ist eigentlich ganz einfach und trotzdem richtig kompliziert.
Gar nicht so leicht, sind auch Profis dran gescheitert.
Mein Tipp: Nicht darauf warten, daß es sich von selbst richtet, tut es nämlich nie, sondern aktiv werden, einfach sagen, was man fühlt.
Mehr als eine Abfuhr kann nicht passieren, dann war es eben nicht die Richtige.
Gruß
Rainer

Nun, Hoffnung hat nicht unbedingt etwas mit
„das-richtet-sich-schon-von-selbst“ zu tun, obwohl es das
natürlich auch gibt.

Ganz klar! Das würde man ja auch eher Lethargie nennen, eine Art blauäugiger Optimismus, aber ohne von Hoffnung getragen zu sein.

Hoffnung ist nicht etwas, das es „gibt“ oder „nicht gibt“, denn Hoffnung ist eine aktive Tätigkeit - also eher etwas, das einer TUT, nicht etwas, das es irgendwo gibt.

Oder - anders gesagt: wenn auch nur ein einziger Hoffnung HAT, dann „gibt“ es sie…

Mit dem Begriff „Hoffnung“ verhält es sich ähnlich wie mit dem „Sinn“, nach dem manche suchen… in der ewig-kuriosen Frage, ob es „Sinn des Lebens“ gebe…

So wie Leben genau DEN Sinn hat, den man ihm GIBT, und nicht den, den man findet, so ist Hoffnung eine (wählbare) Stellungsnahme zu dem, was man nicht selbst beeinflussen kann, nicht etwas, das es irgendwo gibt.

Auch wenn jemand nicht „faul“ ist, und sich für das gesetzte Ziel selbst einsetzt, kann er sagen, daß er hoffe, daß sein Einsatz zu dem gewünschten Erfolg führe…

… und wenn er „faul“ ist, und nichts für das Erreichen seiner eigenen Wünsche tut, dann führt er dennoch sinnvolle Rede, wenn er sagt, er habe Hoffnung, daß sich seine Wünsche auch ohne sein eigenes Bemühen erfüllen mögen…

Gruß
M.G.

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hi yose,

ist vielleicht nicht der substanzhaltigste beitrag aber ich habe mal irgentwo gelesen, das : „hoffnung ist nur die vorweggenommene entäuschung“

der rex

genau das selbe wie mit dem …
hi yosemite,

„Schicksal ist eine Erfindung der Feigen und Resignierten.“
Ignazio Silone - italienischer Schriftsteller

so sehe ich das auch für diejenigen die nur hoffen …

gruss

shob

Tach, (grüezi)
Die Hoffnung etwas Gewünschtes erfüllt zu bekommen, ist tragend
und ist (wie schon geschrieben) Antrieb zu Taten. Wichtig dabei ist aber ein Punkt: Wehe wenn der Wunsch erfüllt wird - die Potentialdifferenz zwischen Hoffnung und die Aussicht ihn erfüllt zu bekommen ist dann gleich null, es fliesst kein psychischer Strom mehr - es wird grau und fad !
Es grüsst : engelhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

mmmh,

dass es hoffnung gibt, hast du ja selber schon beantwortet.

also ich würde „hoffnung“ als den zustand definieren, in dem man weiss, dass eine sache, eine situation, ein zustand (etc.) sich in der zukunft verändern (oder so bleiben wie er/sie/es ist!) kann und diese veränderung dann so erwartet, dass sich das persönliche wohlempfinden mit der veränderung steigert.

dass muss aber überhaupt gar nichts damit zu tun haben, ob und was ich zur veränderung der sache etc. dazu beitrage. hoffen kann, nein wird sicherlich auch der fleissigste.

gruss marian