Nun, Hoffnung hat nicht unbedingt etwas mit
„das-richtet-sich-schon-von-selbst“ zu tun, obwohl es das
natürlich auch gibt.
Ganz klar! Das würde man ja auch eher Lethargie nennen, eine Art blauäugiger Optimismus, aber ohne von Hoffnung getragen zu sein.
Hoffnung ist nicht etwas, das es „gibt“ oder „nicht gibt“, denn Hoffnung ist eine aktive Tätigkeit - also eher etwas, das einer TUT, nicht etwas, das es irgendwo gibt.
Oder - anders gesagt: wenn auch nur ein einziger Hoffnung HAT, dann „gibt“ es sie…
Mit dem Begriff „Hoffnung“ verhält es sich ähnlich wie mit dem „Sinn“, nach dem manche suchen… in der ewig-kuriosen Frage, ob es „Sinn des Lebens“ gebe…
So wie Leben genau DEN Sinn hat, den man ihm GIBT, und nicht den, den man findet, so ist Hoffnung eine (wählbare) Stellungsnahme zu dem, was man nicht selbst beeinflussen kann, nicht etwas, das es irgendwo gibt.
Auch wenn jemand nicht „faul“ ist, und sich für das gesetzte Ziel selbst einsetzt, kann er sagen, daß er hoffe, daß sein Einsatz zu dem gewünschten Erfolg führe…
… und wenn er „faul“ ist, und nichts für das Erreichen seiner eigenen Wünsche tut, dann führt er dennoch sinnvolle Rede, wenn er sagt, er habe Hoffnung, daß sich seine Wünsche auch ohne sein eigenes Bemühen erfüllen mögen…
Gruß
M.G.