Gibt es ein Tier das leidet nur weil es lebt

Hallo

Gibt es ein Tierart/Gattung das einen Schmerz zu erleiden hat weil es zB aufgrund der Entwicklung (Evolution) generell eine Missbildung hat.

Diese Missbildung sollte aber nicht durch den Menschen hervorgerufen worden sein.

Normal sollte es doch sowas nicht, oder nur kurzfristig geben können?

(Man redet davon dass bei manchen Hunden das so ist, oder Hasen… aber das sind keine Produkte der Evolution sondern die des Menschen, da sie von Menschenhand so gezüchtet wurden)

Danke

daniel

Hallo Daniel!

Evolution bedeutet, dass durch natuerliche Selektion Merkmale weitergegeben werden, da sie fuer das Individuum einen Vorteil im Ueberleben und Fortpflanzung darstellen.
Natuerlich kommt es vor, dass Nachkommen mit Missbildungen, die evtl Schmerz hervorrufen, gezeugt werden. Da solch eine Missbildung allerdings hinderlich fuer Nahrungssuche usw. ist, wird dieses Individuum sich hoechstwahrscheinlich nich erfloglich reproduzieren koennen, d.h. das Merkmal nicht weitergeben koennen, sodass es sich in der Population nich manifestieren kann.

Natuerliche Selektion foerdert Merkmale, die fuer das Individuum adaptiv sind- Merkmale die dem Individuum helfen, sich in seiner natuerlichen Umgebung zu ueberleben und fortzupflanzen.

Ein Merkmal, das Schmerz hervorruft, ist nicht sehr adaptiv. Daher gibt es vielleicht Einzelindividuen einer Art die solch ein Merkmal besitzen, aber es gibt ganz sicher keine Tierart die sich durch solch ein Merkmal auszeichnet.

Liebe Gruesse :smile:
Daniela

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Evolution bedeutet, dass durch natuerliche Selektion Merkmale weitergegeben werden, da sie fuer das Individuum einen Vorteil im Ueberleben und Fortpflanzung darstellen.

Nur in der Mikroevolution, Makroevolution ist nicht nachgewiesen.

Natuerlich kommt es vor, dass Nachkommen mit Missbildungen, die evtl Schmerz hervorrufen, gezeugt werden.

Ja, vorwiegend beim Menschen.

Da solch eine Missbildung allerdings hinderlich fuer Nahrungssuche usw. ist, wird dieses Individuum sich hoechstwahrscheinlich nich erfloglich reproduzieren koennen, d.h. das Merkmal nicht weitergeben koennen, sodass es sich in der Population nich manifestieren kann.
Es kann, Ärzte korrigieren fast alles!

Natuerliche Selektion foerdert Merkmale, die fuer das Individuum adaptiv sind- Merkmale die dem Individuum helfen, sich in seiner natuerlichen Umgebung zu überleben und fortzupflanzen.

Nein! Nur sensorische Adaptation u.ä.

Ein Merkmal, das Schmerz hervorruft, ist nicht :sehr adaptiv. Daher gibt es vielleicht :Einzelindividuen einer Art die solch ein Merkmal :besitzen, aber es gibt ganz sicher keine Tierart :die sich durch solch ein Merkmal auszeichnet.

Ja, aber der Mensch tut es.

Hallo,

Natuerlich kommt es vor, dass Nachkommen mit Missbildungen,
die evtl Schmerz hervorrufen, gezeugt werden.

Ja, vorwiegend beim Menschen.

Um was sollte es sich dabei handeln ?

Da solch eine Missbildung allerdings hinderlich fuer
Nahrungssuche usw. ist, wird dieses Individuum sich
hoechstwahrscheinlich nich erfloglich reproduzieren koennen,
d.h. das Merkmal nicht weitergeben koennen, sodass es sich in
der Population nich manifestieren kann.
Es kann, Ärzte korrigieren fast alles!

Worum geht es ?

Ein Merkmal, das Schmerz hervorruft, ist nicht :sehr adaptiv. Daher gibt es vielleicht :Einzelindividuen einer Art die solch ein Merkmal :besitzen, aber es gibt ganz sicher keine Tierart :die sich durch solch ein Merkmal auszeichnet.

Ja, aber der Mensch tut es.

Ich weiß ehrlich nicht, welchen vererbten Schmerz ich haben müßte
um deiner Vorstellung zu entsprechen.

Gruß Uwi

Lieber Assist,

also ich denke nicht dass wir zur beantwortung der gestellten frage ueber mikro und makroevolution debattieren muessen.

Meines erachtens wirkt nat. selektion nicht nur auf merkmale die die Sensorik betreffen. Es gibt auch adaptive nicht- sensorische Merkmale, zb des Verdauungssystems. Oder worauf wolltest du hinaus??

Sicher koennen viele Missbildungen behoben werden. Aber nur weil Aerzte bestimmte vererbte missbildungen, zb Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte, korrigieren koennen, sind solche noch lange nicht vorteilhaft fuer den betreffenden oder adaptiv. Von daher verstehe ich deine argumentation hier nicht.

Wie kommst du darauf, dass Missbildungen beim Menschen haeufiger vorkommen als bei zb anderen saeugetierarten? Kannst du das denn belegen?

Mich wuerde sehr interessieren von welchem vererbten Schmerz durch den sich der Mensch auszeichnet du eigentlich sprichst?!

Lg,
daniela

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anderes Thema?
hallo,

… in Deiner Frage und Deinen Antworten schwingt ein ‚‚Ich hab‘ schon eine vorgefaßte Meinung, ratet aber erst Ihr ‚mal, was ich meine‘‘ mit …
etwa in dem Sinne: „das einzige Lebewesen, das bei seinen Mitgeschöpfen eine schmerzliche Evolution verursachen kann, ist der (böse) Mensch“, oder „in der Natur haben viele Tiere keinen natürlichen Feind, außer dem Menschen“, oder noch anders „Ich leide, wie ein Schwein, weil ich ein Mensch bin“ oder sowas, zugespitzt jetzt …

Aber diesem Aspekt, daß der Mensch die eigene Evolution seit es Medizin gibt und nun auch die Gentechnik, selber mitbestimmen kann, … diesen Gedanken las ich erstmals bei Hoimar von Dithfurt (Ditfurth?):
Natürlicherweise sortiert Natur bzw Evolution lebensunfähige Individuen aus.
(Entweder, sie schaffen es erst gar nicht, sich fortzupflanzen, oder ihre ganze Sippe stirbt über kurz oder lang aus, oder es wendet sich zum positiven und eine ‚ißbildung‘ oder ‚Fehler‘ erweist sich mit einer weiteren, korrigierenden Mutation sogar doch noch als Vorteil)
Mithilfe von Medizin, Gentechnik oder nur schon sozialer Fürsorge werden ‚lebensuntüchtige‘ (Ironie-apostrophiert, warum s.u.) Individuen ‚künstlich‘ am (Über~) Leben ‚gehalten‘, so daß sie den gesunden, lebenstüchtigen, fitten Teil der Menschheit langsam - wenn nicht unterwandern, dann - insgesamt marodieren können … (???)

Schon lange zweifle ich an der schwarz-weiß malenden Evolutionstheorie, bei der einzelne Merkmale einen Ausschlag über Überleben oder Aussterben bewirken sollen …
Was, wenn eine Mutation ein förderliches Merkmal bei einem Individuum hervorbringt, dieses aber bei einer Katastrophe, einem Vulkanausbruch, Erdbeben, irgendwas umkommt, … die förderliche Mutation wäre für alle Zeiten, den Baum der Vielfalt des Lebens dahin … dennoch entwickelt sich Evolution immer in eine förderliche Richtung … Verbesserungen bauen auf Vorhergehendem auf … das hieße doch, daß trotz aller Unwägbarkeiten, eine bestimmte förderliche Mutationen nicht ‚zufällig‘, einmal (und dann nie wieder) auftritt, sondern immer wieder, bis sie sich durchsetzen und etablieren kann. Quasi nach einem Schrotflintenprinzip finden Mutationen, die ‚passen‘, solange und immer wieder 'mal statt, bis sie sich einmal durchsetzen.
Für diese These spricht auch, daß mit komplexer werdenden, bereits weitgehend optimierten Organismen, die Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung /Optimierung verringern. Und trotzdem geschieht es. (Einamal von den nötigen Anpassungen an sich verändernde Umwelt abgesehen)

Dann, … diese schwarze Sicht, von H.v.Dithfurt, daß Einzelne, die irgendeinen ‚Fehler‘, ein ‚Makel‘, eine ‚Mißbildung‘ (was ja subjektive, menschliche Einschätzung ist … wer wöllte zu beurteilen sich anmaßen, was dem gewaltigen vielfältigen, noch lange nicht gänzlich durchschauten Evolutionspsozess förderlich ist, was abträglich, … illusorisch!) oder sonst’ne ‚Untüchtigkeit‘ haben, nicht auf der anderen Seite Fähigkeiten, Besonderheiten tragen, die sich wiederum positiv auswirken könnten auf ihre Nachfahren, hat er nicht berücksichtigt. Schwarz-Weiß-Malerei, eben.

Und noch, … in meinen Augen existiert überhaupt gar nichts ‚künstliches‘ … alles ist letztlich Natur. (Und wenn Evolution eine Spezies von Maschinen oder Automaten irgendwo im Kosmos hervorbringt, die in der Lage ist, organisches Leben auf einen Planeten zu schicken und dort Evolution in Gang zu setzen, wir wir Menschen sie kennen, … dann ist auch das Natur)

Nun, da du die Brille der Wissenschaft auf hast (mit Recht), konntest du den sarkastisch gemeinten Einwand nicht verstehen.

Hallo,

hab nur etwas was dem was Du suchst vielleicht nahe kommt, je nach Sichtweise…

Die Eintagsfliege und versch, Falterarten wie zB der Atlasspinner nehmen als Imago keine Nahrung mehrz zu sich, weil die fresswerzeuge verkümmert sind und die Verdauungsorgane keine Funktion mehr haben. Sie verhungern also mehr oder weniger…aber ob sie in ihrem letzten Lebensabschnitt, der nur der Fortpflanzung dient, Schmerzen haben vermag ich nicht zu sagen.

Gruß
Maja

Hallo

Gibt es ein Tierart/Gattung das einen Schmerz zu erleiden hat
weil es zB aufgrund der Entwicklung (Evolution) generell eine
Missbildung hat.

Diese Missbildung sollte aber nicht durch den Menschen
hervorgerufen worden sein.

Normal sollte es doch sowas nicht, oder nur kurzfristig geben
können?

(Man redet davon dass bei manchen Hunden das so ist, oder
Hasen… aber das sind keine Produkte der Evolution sondern
die des Menschen, da sie von Menschenhand so gezüchtet wurden)

Bei manchen Wildschafen, allerdings nicht bestimmten Arten sondern einzelnen Individuen verschiedener Arten, wachsen die gedrehten Hörner so in den Hals, dass das Tier schließlich dadurch langsam getötet wird.
Wie gesagt, ist dass aber eine vereinzelte ungünstige Veranlagung.
Ein generell schmerzliches Ende nehmen alte Elefanten über 50 bis 60 Jahre. Ihnen wachsen keine neuen Zähne mehr nach und sie verhungern dadurch schließlich. Bei den schon erwähnten Insektenarten ohne Verdauungsorgane im Erwachsenenstadium gibt es vermutlich kein Hungergefühl. Ich halte es aber für eher unwahrscheinlich, dass bei alten Elefanten Ähnliches abläuft. Das Schicksal überalterter, nicht mehr vermehrungsfähiger Tierindividuen spielt für die Evolution keine Rolle mehr und kann auch nicht mehr wegselektiert werden. Das gilt aber für alle Tiere und in dieser Hinsicht ist der Elefant nur ein besonders deutliches Beispiel, dass auch noch ein außerordentlich intelligentes Tier trifft.

Gerade jetzt beim Schreiben fällt mir aber auch auf, wie fremd mir diese Sichtweise ist, das - in diesem Fall schmerzhafte - Empfinden eines Lebewesens auf seine angeborene Physionomie zu begrenzen. Viel mehr ist für mich der Hyänenhund ein Teil des Zebras, der Sonnentau ein Teil der Fliege und (für mich ein besonders gräßliches Beispiel) die Krötenfliege ein Teil der Kröte. Es spielt nach meinem Empfinden keine wirkliche Rolle ob das Angeborene nun im Körper des Opfers selber oder im Körper des Gegenspielers liegt.

Schöne Grüße, Eckhard von Holdt


P.S. Diese Unterteilung in Micro- und Macroevolution ist pure Wortklauberei ohne jede wissenschaftliche Grundlage. Auch durch ständige Wiederholung wird aus einer Lüge keine Wahrheit.