anderes Thema?
hallo,
… in Deiner Frage und Deinen Antworten schwingt ein ‚‚Ich hab‘ schon eine vorgefaßte Meinung, ratet aber erst Ihr ‚mal, was ich meine‘‘ mit …
etwa in dem Sinne: „das einzige Lebewesen, das bei seinen Mitgeschöpfen eine schmerzliche Evolution verursachen kann, ist der (böse) Mensch“, oder „in der Natur haben viele Tiere keinen natürlichen Feind, außer dem Menschen“, oder noch anders „Ich leide, wie ein Schwein, weil ich ein Mensch bin“ oder sowas, zugespitzt jetzt …
Aber diesem Aspekt, daß der Mensch die eigene Evolution seit es Medizin gibt und nun auch die Gentechnik, selber mitbestimmen kann, … diesen Gedanken las ich erstmals bei Hoimar von Dithfurt (Ditfurth?):
Natürlicherweise sortiert Natur bzw Evolution lebensunfähige Individuen aus.
(Entweder, sie schaffen es erst gar nicht, sich fortzupflanzen, oder ihre ganze Sippe stirbt über kurz oder lang aus, oder es wendet sich zum positiven und eine ‚ißbildung‘ oder ‚Fehler‘ erweist sich mit einer weiteren, korrigierenden Mutation sogar doch noch als Vorteil)
Mithilfe von Medizin, Gentechnik oder nur schon sozialer Fürsorge werden ‚lebensuntüchtige‘ (Ironie-apostrophiert, warum s.u.) Individuen ‚künstlich‘ am (Über~) Leben ‚gehalten‘, so daß sie den gesunden, lebenstüchtigen, fitten Teil der Menschheit langsam - wenn nicht unterwandern, dann - insgesamt marodieren können … (???)
Schon lange zweifle ich an der schwarz-weiß malenden Evolutionstheorie, bei der einzelne Merkmale einen Ausschlag über Überleben oder Aussterben bewirken sollen …
Was, wenn eine Mutation ein förderliches Merkmal bei einem Individuum hervorbringt, dieses aber bei einer Katastrophe, einem Vulkanausbruch, Erdbeben, irgendwas umkommt, … die förderliche Mutation wäre für alle Zeiten, den Baum der Vielfalt des Lebens dahin … dennoch entwickelt sich Evolution immer in eine förderliche Richtung … Verbesserungen bauen auf Vorhergehendem auf … das hieße doch, daß trotz aller Unwägbarkeiten, eine bestimmte förderliche Mutationen nicht ‚zufällig‘, einmal (und dann nie wieder) auftritt, sondern immer wieder, bis sie sich durchsetzen und etablieren kann. Quasi nach einem Schrotflintenprinzip finden Mutationen, die ‚passen‘, solange und immer wieder 'mal statt, bis sie sich einmal durchsetzen.
Für diese These spricht auch, daß mit komplexer werdenden, bereits weitgehend optimierten Organismen, die Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung /Optimierung verringern. Und trotzdem geschieht es. (Einamal von den nötigen Anpassungen an sich verändernde Umwelt abgesehen)
Dann, … diese schwarze Sicht, von H.v.Dithfurt, daß Einzelne, die irgendeinen ‚Fehler‘, ein ‚Makel‘, eine ‚Mißbildung‘ (was ja subjektive, menschliche Einschätzung ist … wer wöllte zu beurteilen sich anmaßen, was dem gewaltigen vielfältigen, noch lange nicht gänzlich durchschauten Evolutionspsozess förderlich ist, was abträglich, … illusorisch!) oder sonst’ne ‚Untüchtigkeit‘ haben, nicht auf der anderen Seite Fähigkeiten, Besonderheiten tragen, die sich wiederum positiv auswirken könnten auf ihre Nachfahren, hat er nicht berücksichtigt. Schwarz-Weiß-Malerei, eben.
Und noch, … in meinen Augen existiert überhaupt gar nichts ‚künstliches‘ … alles ist letztlich Natur. (Und wenn Evolution eine Spezies von Maschinen oder Automaten irgendwo im Kosmos hervorbringt, die in der Lage ist, organisches Leben auf einen Planeten zu schicken und dort Evolution in Gang zu setzen, wir wir Menschen sie kennen, … dann ist auch das Natur)