Hallo zusammen,
Folgende Frage:
Mal angenommen ein Arbeitnehmer hat eine feste und relativ sichere Stelle in einem Unternehmen.
Er hat sich jetzt aber im Ausland um eine neue Stelle beworben, weil er da einfach mehr Möglcihkeiten sieht.
Nun muß er aber vorher eine Woche nach Houston fliegen um sich komplett durchchecken zu lassen, gesundheitlich, wie auch vom Background her. Und erst nach dieser Woche, würde er erfahren ob er diesen Job wirklich fest hat (dann wird der Vertrag unterschrieben) oder falls z.b. gesundheitlich irgendwas nicht stimmt, dann wird er ganz normal wieder zurück geschickt.
Auch wenn jetzt der Arbeitnehmer denkt, das alles ok sein wird mit ihm …man weiß ja nie.
Nun hat er aber angenommen in seinem jetzigen Unternehmen eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Er möchte aber sehr ungern kündigen, falls er dann nämlich zurückkommen würde nach Dtld. wäre sein Job weg. Der Check in Houston dauert eine Woche, nach dieser Woche würde er sofort Bescheid kriegen, ob der neue Job sicher ist oder er wieder heim muß.Ist er aber sicher, hat der Arbeitnehmer keine Möglichkeit mehr auf richtigem Wege zu kündigen, da er innerhalb von 1 Woche nach Zusage des neuen Unternehmens in das entsprechende Land fliegt um dort zu arbeiten.
Welche Möglichkeiten hat der Arbeitnehmer in diesem Fall ohne ein Risiko für sich selber einzugehen und später eventuell ohne Arbeit dazustehen ?
Mal angenommen er spricht mit seinem jetzigen Boss darüber, dann kann es ja passieren, das dieser ihn vor die Wahl stellt und sagt, entweder kündigung oder bleiben. Was natürlich auch nicht klug wäre.
Oder angenommen, der Arbeitnehmer fliegt nach Houston und nimmt dafür 1 1/2 Woche Urlaub und wenn ein Ja des neuen Unternehmens kommt, ruft er seine alte Firma an und erklärt die Situation und das er nicht mehr zurück nach Dtld. kommt.
Was würde in diesem Fall passieren ??
Danke für die Antwort.
Hallo!
Mal angenommen er spricht mit :seinem jetzigen Boss darüber,
dann kann es ja passieren…
Du kannst nicht wissen, wie der Chef reagiert. Vielleicht hat er Verständnis? Vielleicht weiß der Chef, daß er niemanden festbinden kann? Vielleicht ist er angetan von der Idee, daß Mitarbeiter ihren Horizont erweitern? Vielleicht ist Deine Stellung gar nicht so sicher, wie Du glaubst und Dein Chef eröffnet Dir, daß er schon lange eine Gelegenheit suchte, die geplante Umstrukturierung… Egal, ich würde jedenfalls mit offenen Karten spielen. Allein die Sorgen und Überlegungen, die Du jetzt anstellst, wären mir viel zu belastend und anstrengend. Es gibt absolut nichts, was vernünftige Menschen untereinander nicht auf die Reihe bekommen können.
Der Idee, womöglich einfach zu verschwinden, kann ich nichts abgewinnen. Immerhin kann es doch sein, daß Du irgendwann froh bist, nicht nur brüskierte Menschen hinter Dir gelassen zu haben.
Gruß
Wolfgang
Arbeitsrecht muss beachtet werden…
Hi,
ich gebe Wolfgang recht und nur du allein kennst dein Chef und kannst einschätzen wie er evtl. reagieren könnte.
Auf jedenfall kannst du nicht Urlaub machen und dann anrufen und kündigen, denn nach dt. Arbeitrecht mußt du „immer“ schriftlich Kündigen und dein Chef kann auf die Kuündigungsfrist pochen, wenn du evtl. einen Nachfolger einarbeiten sollst. Die andere Mögl. ist, dass du nach dem positivem Checkup deinen Chef um einen Aufgebungsvertrag bittest.
Meine Meinung ist, mit offenen karten zu spielen und deinen Chef auf deine Seite zu ziehen, z.B. in dem du Ihn anbietest, dazu bei deinen NachfolgerIn einarbeitest und alles geordnet hinterläßt. Die Option evtl. wieder nach dtl. zurück zukommen solltest du auch mit ihm besprechen.
Viele Glück
Gruß
Sadi
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Hallo Jacqueline,
hmm - ich glaub die einzige Situation wo ich mich meinen Vorrednern nicht mit einem uneingeschränkten „Sprich mit Scheffe darüber“ ist die Sache mit der potentiellen Kündigung. Denn selbst wenn Scheffe Verständnis hat und die USA-Sache nicht klappt bleibt doch ein Nachgeschmack.
Wie jedoch Dein Scheffe reagieren wird - das kannst Du versuchen abzuschätzen, aus der Ferne kann das eh keiner sagen. Möglicherweise hast Du noch Kontakt mit Ex-Kollegen, die schonmal bei Deinem Scheffe gekündigt haben? Solche Erfahrungen sind oft unbezahlbar…
Ansonsten: So ganz hab ich das terminliche Dilemma nicht verstanden, aber wenn ein Gespräch nicht in Frage kommt, könntest Du zwei Strategien fahren:
a) das Kündigungsschreiben als Einschreiben mit Rückschein (sic!) fertig machen und einer Vertrauensperson in Deutschland geben, die das auf Deinen Zuruf zur Post bringt. Oder Du lässt diese Vertrauensperson das Werk persönlich beim Scheffe abgeben. Dann solltest Du allerdings
- ein freundliche-erklärendes Schreiben dazu geben, warum Du das nicht selber abgegeben hast
- sicherstellen, dass es irgendeinen Nachweis gibt, dass Deine Kündigung angekommen ist (Rückschein oder bei persönlicher Übergabe „Hiermit bestätige ich, Herr Scheffe, die Kündigung von Frau Jacqueline am Datum erhalten zu haben. Ort, Datum und Willi“.
b) pokern
- die neue Firma nimmt Dich notfalls noch 3 Monate später (das machen sie, wenn sie genau DICH einstellen wollen)
- Dein Scheffe lässt Dich auch dann gehen, wenn Du nicht pünktlich 3 Monate vorher kündigst (darauf kannst Du schon gehen - denn er ist ja nicht doof und ahnt, dass Du sicher in Deinen letzten Wochen eh nimmer 150%igen Einsatz leisten wirst.) Oder es findet sich eine Lösung mit Urlaub, Zeitausgleich, unbezahlter Freistellung oder was auch immer. Darüber müsst Ihr dann aber unbedingt persönlich reden. Da hilft nix.
*wink*
Petzi