Fazit: wer keine Pflichten übernimmt, hat auch keine Rechte
und das will schließlich niemand!
welches recht hat der soldat gegenueber anderen? okay, er
faehrt
gratis im bus. aber glaube mir, er wuerde seine jugendjahre
lieber mit was anderem als mit waffen und tod verbringen.
Das ist eine, entschuldige schon, Stammtisch-Aussage. Du nimmst eine sehr unangenehme Pflicht (Waffendienst), stellst fest, dass keine Frau gerne in den Krieg ziehen würde (was auch die enigsten Männer tun) und befreist die Frauen dann gleich von allen anderen Pflichten und Rechten.
Ich habe das Argument so gehört: „Mein Gott, da drängen die Frauen in die Arbeitsstellen, müssen hackeln von früh bis spät, und was ist denn so großartiges daran in einem staubigen Aktenarchib Papiere zu schlichten? Dahingegen die glückliche Hausfrau, die kann sich den ganzen Tag schönmachen, Blumen arrangieren und mit den Kindern spielen!“
Man muss schon sehr fernabvon jeder Realität beheimatet sein um modernen Frauen mit solchem Quatsch kommen zu wollen!
gruß,
bb
Genau, daraus leiten einige jüdische Weisen auch ab, dass die
Frau in der Entwicklung über dem Mann steht. So steigt die
Schöpfung von niederem zu höheren und die Frau wurde
bekanntlich aufgrund des Schöpfunsbericht nach dem Mann
geschaffen. Und ist der Mann nicht aus Stab, die Frau hingegen
aus dem Mann (Rippe) geschaffen worden?
Ich bin nicht sehr bibelfest und schon gar nicht bewandert in jüdischer Denk- und Interpretationsweise (leider), finde Deine Aussagen aber total interessant, vor allem, weil für mich die traditionelle jüdische Kultur extrem männerorientiert ist (z.B. durften/dürfen Frauen den Talmund nicht studieren, galten/geltn als unrein, etc.)
Daher jetzt meine Frage: sind Deine Aussagen Deine Meinung oder auf den Kern des jüdischen Denkens bezogen oder „Wirklichkeit“? Zur Erklärung: Du wirst sicher wissen, dass der Kerngedanke der christlichen Religion Lichtjahre von dem entfernt ist, was Apostel wie Paulus etc. und später die (katholische) Kirche daraus gemacht haben.
*gespanntaufAnwortwartend* liebe Grüße
Birgit
[…] vor allem, weil für mich die
traditionelle jüdische Kultur extrem männerorientiert ist
Nun es kommt darauf an, welchen Teil der Kultur man betrachtet. So ist es im Judentum so, dass es für Männer wie für Frauen unterschiedliche Rollen gibt. Jeder hat aber in seinem Bereich eine Kultur entwickelt
(z.B. durften/dürfen Frauen den Talmund nicht studieren,
Dieses stimmt so überhaupt nicht, so können Frauen sehr wohl und haben auch den Talmud studieren. Nur da das Judentum sich in allen Bereichen des Lebens auswirkt, ist es schwer noch Zeit für Dinge zu haben, die ausserhalb der Rolle (s.o.) liegen. Aus diesem Grund konzentrieren sich Frauen nicht so sehr auf das Lernen von Talmud etc.
galten/geltn als unrein, etc.)
Dieses stimmt wiederum nicht, so gibt es komplizierte Regeln, wann etwas im Judentun unrein oder rein ist. Dieses gilt dann auch für beide Geschlechter. Heutzutage sind überigends alle „unrein“
Worauf du dich (wahrscheinlich) beziehst, ist die Familienreinheit. Hier gibt es eine Zeit in der beide sich voneinander Trennen müssen. Die Frau gilt hier als spirituell unrein, was aber heute keine Auswirkungen hat, ausser die Trennung vom Ehepartner - aber dieses betrifft dann auch beide.
Daher jetzt meine Frage: sind Deine Aussagen Deine Meinung
oder auf den Kern des jüdischen Denkens bezogen oder
„Wirklichkeit“?
Dazu müsstest Du ja besser meine Frau fragen oder?
So sind die Menschen heutzutage nicht mehr sehr fromm und es gibt verschiedenste Ansichten. Ich denke aber dennoch, dass in einem frommen Haushalt beide Geschlechter gleichberechtigt (im Sinn von Wert) sind.
(gulpen tu ich schon so lange, dass es ein markantes Merkmal von mir geworden ist.)
Die Adresse von der Kirche kenn ich leider nicht so genau, aber ich kann nachforschen.
In Berlin-Friedrichfelde, nähe dem Tierpark von Berlin. Pfarrer Martin Kind ist der „Hirte der Herde“.
Den Paulus möcht ich natürlcih nicht unterschlagen. Es gibt mit bestimmt noch mehr als nur den Paulus an Diskriminierungen im neuen Testament zu finden. Aber darauf kommt es wie gesagt nicht an.
Jesus und auch seine Anhänger waren für die damalige Zeit schon recht freudlcih, zu den Frauen, da diese ja überhaupt keine Recht hatten. Eine Frau durfte nicht angefasst werden und eine Frau durfte nicht sprechen und all sowas habe ich gehört. Unter diesen Umständen erscheinen die Verhaltensweisen von Jesus recht zuvorkommend.
Aber auch darauf kommt es nicht an.
Ich bin keineswegs der Meinung, dass man Frauen diskriminieren sollte und ich wette, ich kann dir in kürzester Zeit 12 oder mehr Pfarrer auftreiben, die das selbe sagen. In der Kirch, mal ganz abgesehen vom Amtsweg, werden Frauen meist (so meine Erfahrungen) nicht diskriminiert.
Wie gesagt, dass sind meine Erfahrungen, vieleicht hast du ja anderes zu berichten.
…christliche Sekte des 12. Jh.; wurden bezeichnenderweise
ausgerottet
Hi Diana
leider ein Irrtum:
Siehe Borst, Arno: Die Katharer ISBN 345105079X Buch anschauen
Zitat Kapitel Gebote und Gebräuche:
… schwangere Frauen sind von den Katharern auch in Todesnot nicht in die Sekte zugelassen worden. ja, das Weib an sich, das schon den Bogomilen als dem Manne unterlegen galt, wird als das schlechthin Böse ängstlich gemieden; jede Berührung, und sei es bei der feierlichen Handauflegung im katharischen Gottesdienst, ist sündhaft und muß schwer gesühnt werden…
Lt. Borst wurzelt diese Abneigung gegen Frauen in der Abneigung der Katharer gegen das Geschlechtliche. Was Frauen nicht daran hinderte, mit die eifrigsten Verfechter und Unterstützer des Katharismus zu werden…
Gruß
Mike
Dieses stimmt wiederum nicht, so gibt es komplizierte Regeln,
wann etwas im Judentun unrein oder rein ist. Dieses gilt dann
auch für beide Geschlechter. Heutzutage sind überigends alle
„unrein“
Wieso das? Was bewirkt diese Unreinheit?
Worauf du dich (wahrscheinlich) beziehst, ist die
Familienreinheit. Hier gibt es eine Zeit in der beide sich
voneinander Trennen müssen. Die Frau gilt hier als spirituell
unrein, was aber heute keine Auswirkungen hat, ausser die
Trennung vom Ehepartner - aber dieses betrifft dann auch
beide.
Verbirgt sich hinter deiner etwas komplizierten Ausdrucksweise die Vorstellung, dass die Frau während ihrer Monatsblutung „spirituell unrein“ ist? Warum sollte ein völlig natürlicher Vorgang jemand als Sünde ausgelegt werden? Oder ist damit nur eine hygienische Unreinheit gemeint (die ja tatsächlich ziemlich extrem gewesen sein muss, bevor sich eine moderne Hygiene durchgesetzt hat).
Ich denke aber dennoch, dass in
einem frommen Haushalt beide Geschlechter gleichberechtigt (im
Sinn von Wert) sind.
Na, das mit dem „Wert“ kenne ich aus dem Christentum aus. Die Argumentation läuft etwa so: „Klar sind Frauen gleich wertvoll wie Männer vor Gott, auf der Erde haben sie aber ihre eigenen Aufgaben, z.B. den Küchenboden putzen oder dem Baby die voll geschissenen Windeln wechseln. Ist doch ganz gleich, ob jemand Kartoffeln schält oder einen Konzern leitet, vor Gott sind alle gleich.“ Bisschen hinterlistig, hmmm?
gruß,
bb
Also gut: differenzierter…
*zwinker*…eigentlich sollte mein Beitrag nicht viel mehr sein als ein Bonmot, aber gut…
In der Tat: die Katharer sahen im Geschlecht an sich die Sündhaftigkeit - wer Priester bzw. parfait/e werden wollte, mußte dazu ein absolutes Keuschheitsgelübde ablegen. Auch Frauen konnten den Status der parfaite erlangen, weil sie mit diesem Gelübde zugleich ihr Geschlecht ablegten. Ein parfait war sozusagen ein geschlechtliches Neutrum.
Ansonsten stimmt es - abgesehen vom Priesterstand der Frauen waren Frauen in der Lehre der Katharer ebenso des Teufels wie in der christlichen Theologie des MA allgemein.
Frauen haben es ja so gut, nicht wahr, brauchen nicht
arbeiten, brauchen sich um nichts kümmern, haben ein bequemes
Leben und einen Mann, der ihnen hin und wieder ein Eis kauft
es ging um religion, nicht um hausfrauen.
daraus kann man doch n:ur schließen, dass
du Beten als eine lästige Bürde empfindest, vor der man sich
drücken soll wo es nur geht?
nein, aber eine frau kann sich es aussuchen. sie macht es als
draufgabe, nicht aus pflicht. das ist ein vorteil, kein nachteil.
Das ist eine, entschuldige schon, Stammtisch-Aussage. Du
nimmst eine sehr unangenehme Pflicht (Waffendienst), stellst
fest, dass keine Frau gerne in den Krieg ziehen würde (was
auch die enigsten Männer tun) und befreist die Frauen dann
gleich von allen anderen Pflichten und Rechten.
sorry, aber meine mitdiskutantin betitelte wehrdienst (aka
massakrieren oder massakriert werden) mit „recht“! blanker zynismus.
Ich habe das Argument so gehört: "Mein Gott, da dr:Man muss
schon sehr fernabvon jeder Realität beheimatet sein
um modernen Frauen mit solchem Quatsch kommen zu wollen!
auja, jetzt lass mich bitte meinen esel satteln, damit ich
rechtzeitig im zelt meines mannes bin, um ihm und seinen 10
frauen noch schnell ein essen auf dem feuerchen zu kochen. )
Nein, ist es nicht. Schließlich mussten Frauen erst vor dem
europäischen Gerichtshof klagen, um zu dürfen. Das hätten sie
wohl kaum getan, wenn sie es als unangenehme Pflicht empfinden
würden.
das wuerde etwas anders aussehen, wenn in europa krieg herrschen
wuerde! klar, in eine armee, die gar nicht zum einsatz kommt, mag
gern jemand gehen.
In Sachen Bundeswehr könnte das
so aussehen: keine Wehrpflicht, aber für eine Berufsarmee mit
Zugangsmöglichkeiten für beide Geschlechter.
klingt gut. warum nicht so? dann gaebe es allerdings ueberhaupt
keine wehrpflicht mehr.
auja, jetzt lass mich bitte meinen esel satteln, damit ich
rechtzeitig im zelt meines mannes bin, um ihm und seinen 10
frauen noch schnell ein essen auf dem feuerchen zu kochen. )
das wuerde etwas anders aussehen, wenn in europa krieg
herrschen
wuerde! klar, in eine armee, die gar nicht zum einsatz kommt,
mag
gern jemand gehen.
Soweit ich weiß gehen auch den USA (Berufsarmee) Frauen freiwillig zur Armee. Und da ist die Wahrscheinlichkeit, daß es zu ernsthaften Einsätzen kommt sehr viel größer als hier. Aber auch hier muß man beachten, daß die Klage zu einer Zeit stattgefunden hat, zu der die Wahrscheinlichkeit bei Auslandseinsätzen in Kampfhandlungen verwickelt zu werden sehr wohl besteht.
Meine Meinung hierzu ist, daß es einfach eine Sache ist, die jede® selbst entscheiden muß. Niemand sollte zu Kampfeinsätzen gezwungen werden. Aber wer möchte (schließlich braucht man die Leute ja doch) sollte nicht aufgrund ihres Geschlechtes ausgeschloßen werden.
In Sachen Bundeswehr könnte das
so aussehen: keine Wehrpflicht, aber für eine Berufsarmee mit
Zugangsmöglichkeiten für beide Geschlechter.
klingt gut. warum nicht so? dann gaebe es allerdings
ueberhaupt
keine wehrpflicht mehr.
Keine Ahnung warum das hier nicht gemacht wird. Anderswo gehts ja schließlich auch. Diese Diskussion gehört aber eigentlich wirklich in ein anderes Brett.
sorry, aber meine mitdiskutantin betitelte wehrdienst (aka
massakrieren oder massakriert werden) mit „recht“! blanker
zynismus.
Ich sehe es schon als Recht an, so etwas frei entscheiden zu können. Wenn ich so etwas möchte (da spielt es jetzt keine Rolle, ob dieser Wunsch für andere nachvollziehbar ist!), es mir aber aufgrund meines Geschlechtes verboten wird, ist es eindeutig ein fehlendes Recht und damit eine Diskriminierung.
Mit Zynismus hat das nicht das geringste zu tun! Es hat erst mal auch nichts damit zu tun, ob andere (Männer) nicht zum Wehrdienst wollen, aber dazu gezwungen werden. Das ist auch eine Diskriminierung.
Ich kann aber nicht den Frauen ein Recht absprechen mit der Begründung, daß die Männer ja auch benachteiligt werden. Dann muß man eben versuchen, alle Benachteiligungen aufzuheben.
mir aber aufgrund meines Geschlechtes verboten wird, ist es
eindeutig ein fehlendes Recht und damit eine Diskriminierung.
es ist eine fehlende pflicht und kein recht! wer geht schon
freiwillig schiessen und leasst sich abknallen.
Es hat erst
mal auch nichts damit zu tun, ob andere (Männer) nicht zum
Wehrdienst wollen, aber dazu gezwungen werden. Das ist auch
eine Diskriminierung.
ja, es ist schon eher eine diskriminierung der maenner, dass die
einruecken muessen, die frauen aber nicht…