Hallo Experten,
seit ihrem 19. Lebensjahr hat Maria MS - klassischer Verlauf - heute ist sie 39 und kann nur noch mit Gehhilfen laufen. Ihr Bruder (47) liegt seit gestern mit Verdacht auf MS im Krankenhaus. Gibt es famililäre Veranlagung, die MS begünstigen? Mit wecher Wahrscheinlichkeit „trifft“ es auch noch die anderen Geschwister?
Gibt es famililäre Veranlagung, die MS
begünstigen? Mit wecher Wahrscheinlichkeit „trifft“ es auch
noch die anderen Geschwister?
„Die MS ist keine ansteckende Erkrankung. Sie ist im eigentlichen Sinne auch keine Erbkrankheit, d. h. Patienten geben ihre MS nicht zwangsläufig an ihre Kinder weiter. Es besteht aber beim Menschen offensichtlich eine gewisse ererbte Veranlagung (genetische Disposition), eine MS zu entwickeln. So besteht in Familien, in denen eine/r Verwandte/r ersten Grades (z. B. ein Eltern- oder Geschwisterteil) bereits an einer MS leidet, für die übrigen Mitglieder ein um das 10-20fache höheres MS-Risiko als in nicht betroffenen Familien. Absolut betrachtet ist die Gefahr jedoch mit 1 bis 2 Prozent als eher gering zu bewerten.“
Quelle: Uni Essen - MS Demographie (Broschüre: TEVA Sonofi Aventis)