Hallo miteinander,
nein, bitte keine Polemik, mich würden Eure Gedanken und Erfahrungen diesbezüglich sehr interessieren.
Zu unserer Situation, bzw. Erfahrungen:
Unsere älteste Tochter geht in die 5. Klasse Gymnasium, die jüngere in die 3. Klasse. Die Grundschule beider Kinder hat einen schlechten Ruf, vor allem, weil es
a) eine kombinierte Grund- und Hauptschule ist, also sehr groß, mit hohem Ausländeranteil und relativ großen Problemen mit Schlägereien
b) das Gebäude, nein, das ganze riesige Areal, in einem extrem desolaten Zustand und potthäßlich ist.
Wir waren aber recht gelassen und beschlossen, dass es bei sehr jungen Schülern schlicht auf das Verhältnis Lehrkraft - Schüler ankommt. Ein Fenster mit fauligem Rahmen ist zwar lästig, aber nicht sooo wichtig.
Zunächst bestätigte sich diese Überlegung, dann aber gab es einen Wechsel in der kompletten Schulleitung, d.h., sowohl langjähriger Konrektor als auch Schulleiterin fielen unvorhergesehen kurzfristig aus (Tod, bzw. Vorruhestand aufgrund Krankheit). Der Nachfolger brachte so ehrgeizig „frischen“ Wind, dass nun zwar sein Büro mit High Tech superedel ausgestattet und die Schule mit ach so tollen Projekten ständig in der Presse ist, aber es beispielsweise wochenlang nicht möglich war, Stundenpläne zu bekommen… Oder sonstige organisatorische Probleme auftauchten, Kleinkram, aber das gab es früher nicht. Einige altgediente, beliebte Lehrkräfte verlassen nun die Schule (das sinkende Schiff - es geht nicht bei allen in den Ruhestand?), es herrscht große Unruhe. Meine Tochter ist davon nicht mehr betroffen, ein Glück.
Ähnliches erfuhren wir am Gymnasium - alte Einheimische der Kleinstadt rieten dringend ab, aber wir wollten nichts darauf geben. Immerhin ist das Gelände sehr schön, es gibt zahlreiche AG’s, die Lage ist optimal mit einer kurzen Busfahrt zu erreichen, und doofe Lehrer gibt es überall.
Töchterchen hatte Glück mit der Klassenlehrerin und ein paar wenigen Fachlehrern, aber sonst - pädagogische Rohrkrepierer (oder wie nennt Ihr das, wenn ein Mathelehrer zur Veranschaulichung des Maßes 1,5 m meint, das entspräche der Breite eines stark übergewichtigen Mädchens in der Klasse - und derartige Entgleisungen oft vorkommen ?). Bei einigen Lehrern schlagen alte einheimische Eltern nur die Hände über dem Kopf zusammen mit dem Kommentar „DER war schon zu meiner Schulzeit zum K***!“
Das Gerücht sagt, an dieser Schule seien all die Lehrer des Landkreises, die aufgrund Beschwerden „strafversetzt“ wurden
((
Und langsam glaube ich tatsächlich daran, dass es „gute“ und „schlechte“ Schulen gibt !
Was meint Ihr dazu ? Wir müssen in einem Jahr wieder eine Entscheidung für unsere jüngere Tochter treffen, daher ist die Frage absolut ernst gemeint.
Danke für Input !
Viele Grüße,
Inselchen (nein, nicht ALLE Lehrkräfte sind schlecht und/oder faul - das ist nicht das Thema !)
