Gibt es intelligente Ladegeräte für Alkali Akkus?

Hallo Leute,

ich habe mir kürzlich AAA-Akkus und ein passendes Ladegerät
von „RAYOVAC“ besorgt.
Sie haben 1,5V und ich nutze sie in meinem MP3-Player.
Ich habe noch ein anderes Ladegerät mit dem ich den
Ladezustand (analog) prüfen kann. Dieser zeigt aber nicht immer
ganz voll an obwohl ich ordnungsgemäß geladen habe.

Nun meine Frage, gibt es eine Microprozessor gesteuerte Ladestation
mit der ich auch Alkali-Akkus laden kann um eine vollständige
Ladung zu gewährleisten?

Es ist immer ärgerlich wenn beim Joggen die Musik einfach ausgeht,
weil der Akku zuviel Spannung verloren hat.

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe.

Gruß Michael

RAM-Akkus sind nicht für Hochstrombetrieb gedacht und ich kann mir vorstellen, dass so ein Discman nicht unbedingt sparsam ist.

Warum kaufst du dir eigentlich diese merkwürdigen Zellen? NiMH-Akkus sind günstiger, haben hohe Kapazitäten und gute Ladegeräte gibt’s zu humanen Preisen.

Ich vermutete, mein Player schaltet ab wenn der Akku ca 1.0V erreicht.
Bei normalen Batterien wären das also genutzte 0,5V. Bei Verwendung
von Akkus (1.2V) wären das nur noch 0,2V. DENKFEHLER?
Deshalb hab ich mich für 1,5V Akkus entschieden.

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Hallo Michael,

Ich vermutete, mein Player schaltet ab wenn der Akku ca 1.0V
erreicht.
Bei normalen Batterien wären das also genutzte 0,5V. Bei
Verwendung
von Akkus (1.2V) wären das nur noch 0,2V. DENKFEHLER?
Deshalb hab ich mich für 1,5V Akkus entschieden.

NiMH-Akkus haben ca. 1.4 Volt, wenn sie vollgeladen sind. Beim Entladen sinkt die Spannung zuerst relativ rasch ab, dann sinkt sie sehr langsam, währenddessen liegt die Spannung etwas über oder um 1.2 Volt. Dann fällt die Spannung wieder schneller ab, und beträgt sie z. B. 1.1 Volt oder 1 Volt, so ist der Akku bereits fast leer.

Falls Dein Player hinsichtlich seines Spannungsbedarfs nicht zu knapp bemessen ist, sind NiMH-Akkus eine sehr gute Wahl (sie haben schon bis zu 2500 mAh pro AA-Zelle). Die besten Ladegeräte, die ich kenne, verwenden das CCS oder ECS-Verfahren.

Grüße,

I.

Ich vermutete, mein Player schaltet ab wenn der Akku ca 1.0V
erreicht.

Das wird stimmen.

Bei normalen Batterien wären das also genutzte 0,5V. Bei
Verwendung
von Akkus (1.2V) wären das nur noch 0,2V. DENKFEHLER?
Deshalb hab ich mich für 1,5V Akkus entschieden.

Nunja, weißt wahrscheinlich nicht, dass die Spannung je nach Belastung des Akkus einbrechen kann. Das hat mit dem sogenannten Innenwiderstand zu tun. NiMH-Akkus sind nunmal besonders Niederohmig, so dass die Spannung auch bei starker Stromentnahme nicht sehr stark einbricht.
Das ist bei deinen RAM-Zellen nicht gegeben. Im Reichelt-Katalog wird sogar darauf hingewiesen, dass diese Zellen nicht für Hochstromverbraucher geeignet ist. Allerdings weiß ich nicht, wieviel nun dein Discman frisst. Ansonsten ist noch von einer flachen Entladekurve („Kein abrupter Spannungsabfall“) die Rede…Hmmm…Und du brauchst natürlich spezielle Ladegeräte (Artikelnummern bei Reichelt(.de): ACCUCEL P69 W ; ACCUCELL L62 ; ACCUCELL P62 ; ACCUCELL L64 ; ACCUCELL L2010).

Hallo

@ Olaf

RAM-Akkus sind nicht für Hochstrombetrieb gedacht und ich kann mir :vorstellen, dass so ein Discman nicht unbedingt sparsam ist.

Discman und Hochstrom??? Hast Du ne PA Anlage in Deinem eingebaut?
Bei zu erwartenden Betriebszeiten von über 10 Stunden mit einem Satz Batterien kann man nun wirklich nicht von Hochstrom reden und dann macht der Alkalieinsatz schon eher Sinn. Wenn dann noch dazu kommt, dass das Gerät ab und an mal 2 Monate und mehr nicht in Gebrauch ist noch mehr, denn Alkalizellen haben eine deutlich geringere Selbstentladung als NiMH-Zellen!
Allerdings würde ich mir nicht extra ein Alkaliequipment zulegen, da die NiMHzellen samt Ladegerät mittlerweile sehr preiswert geworden sind und die Akkus eine höhere Lebenserwartung haben als Alkalis.

@idomeneo

Die besten Ladegeräte, die ich kenne, verwenden das CCS oder :ECS-Verfahren.

CCS hab ich schon ab und an mal gehört, aber ECS???
Was ist denn der Unterschied zwischen den beiden Ladeverfahren zum Reflexverfahren?
Ich kenn ansonst nur die normale Stromsteuerung und das Reflexverfahren.

Gruß Armin

Hallo Armin,

das ECS-Verfahren ist eine Weiterentwicklung von CCS. Wie sie allerdings genau funktionieren, weiß ich nicht. Ich habe mit einer Platine ECS-2011 ein Ladegerät gebaut, mit dem ich schon einige Male Notebook-Akkus, die nur einige Minuten gelaufen sind, ziemlich gut (wieder min. 1 Stunde Laufzeit) reaktivieren konnte. Und mit dem Chip CCS 9310B (bei Conrad ca. 15 Euro) habe ich einige akkubetriebene Selbstbaugeräte ausgerüstet, dies funktioniert auch äußerst zufriedenstellend.

Ich glaube, dieser CCS9310B ist ein programmierter OTP-PIC (wegen der Pin-Belegung und weil ziemlich viel externe Beschaltung notwendig ist, die man sonst wohl größtenteils auf einem eigens entwickelten IC mit auf dem Chip untergebracht hätte).

Für weitere Informationen:

http://www.bticcs.com

http://oedv.at/news/1997/0197a.htm

Liebe Grüße,

I.

Hallo Armin,

ich vergaß noch zu schreiben: diese Verfahren funktionieren angeblich für alle Akku-Typen, genannt werden dabei Pb, Pb-Gel, NiCd, NiMH und Li-Ionen-Akkus. Ob sie mit Li-Polymer-Akkus oder Alkali-Akkus auch problemlos funktionieren, weiß ich nicht, sodaß ich eher vorsichtig wäre mit Versuchen, Li-Polymer-Notebook-Akkus wieder auf Trab zu bringen.

I.

Hallo!
Ergänzung: Bei Conrad gibts unter der Bestellnummer 150065 eine fast fertig aufgebaute Platine (Größe einer Streichholzschachtel), die mit entsprechender Dimensionierung (fast) alle Akkutypen nach dem CCS-Verfahren laden soll. Verwendbar für 1 bis 10 Ni-Zellen, max. 1,2A Ladestrom, auch für Pb und LiIon.

Bernd