Vielen Dank an alle Beantworter meiner Frage.
Es war sehr interresant und aufschlussreich diese Eure Antworten zu lesen.
Mein Schlussergebnis aller Antworten lautet wie folgt:" So lange wir Menschen mit den Atributen wie Habgier, Hass, Neid und vor allen Eitelkeit behaftet sind, schließt sich für mich eine Objektivität aus!"
Denn ein Stück Obejektivität gibt es nicht.
Mein Schlussergebnis aller Antworten lautet wie folgt:" So
lange wir Menschen mit den Atributen wie Habgier, Hass, Neid
und vor allen Eitelkeit behaftet sind, schließt sich für mich
eine Objektivität aus!"
Das hat damit imho nichts zu tun (höchstens indirekt).
Denn ein Stück Objektivität gibt es nicht.
IMHO bedeutet O. lediglich „Vorurteilsfreiheit“ in
der Bewertung. Das ist der Grund, dass Philosophen
beinahe immer unangenehme Gesellen sind, so sie
„vorurteilsfreie“ Philosophen sind
Erstens zitierst Du lediglich Kants Hypothese vom
„Ding an sich“:
...
allein von dem, <u>was sie an sich selbst sein mögen</u>,
wissen wir nichts, sondern kennen nur ihre Erscheinungen,
d. i. die Vorstellungen, die sie in uns wirken, indem sie
unsere Sinne affizieren.
...
was lediglich implizieren würde, dass Du glaubst,
dass ein „Ding an sich“ irgendeine Bedeutung hätte,
so es dieses überhaupt gäbe.
Zweitens ist die Aussage eher eine Hypothese über die
Abbildungsvorgänge in den Sinnesorganen selbst, von
welcher aus Kant seine Hypothese begründet sehen will,
mehr nicht (möglicherweise damals eine halbgare Antwort
auf Hume zu verstehen).
Kants Ideen haben demnach (imho) mitnichten für
eine „Klärung“ der Frage nach der Objektivität
gesorgt.
Mein Schlussergebnis aller Antworten lautet wie folgt:" So
lange wir Menschen mit den Atributen wie Habgier, Hass, Neid
und vor allen Eitelkeit behaftet sind, schließt sich für mich
eine Objektivität aus!"
Nein, so einfach ist es sicher nicht.
Objektivität an Charaktereigenschaften zu messen
ist wohl wie Äpfel mit Birnen verglichen.
Denn ein Stück Obejektivität gibt es nicht.
Da es nicht die totale alles umspannende Erkenntis geben kann,
kann es sicher auch nicht die alles umfassende Objektivität geben.
Aber rein pragmatisch muß man sich doch an irgend was halten.
Anderfalls würden Wissenschaften und speziell Naturwissen-
schaften nicht so funktionieren, wie sie es praktisch tun.
Ich denke, das Thema hat sehr viel mit Erkenntnistheorien zu tun. http://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie
Ist ein sehr langer Artikel und ich kann nicht sagen, inwieweit
dieser „objektiv“ ist, aber informativ ist er allemal.
Objektivität schützt Dich vor dich selbst
Hallo? Hallo! Haaaaalllllooooooo?!?
Subjektiv, also absolut gesehen, dürftest Du demnach bestenfalls ein Hologramm meiner Sinneseindrücke sein. Es bliebe mir sogar unbenommen, dich als sonstwas zu bezeichnen.
Wenn Du dies als unerhöhrt zurückweisen solltest, dann hätte ich objektiv ein Problem. Müsste ich zudem mächtig zurückrudern und Abbitte leisten. Was wäre der zweckmäßigste Lösungsansatz?
Subjektivität und Objektivität unterscheiden sich zueinander wie der
WEINGEIST zum HEILIGEN GEIST. Der eine berührt, der andere behütet.
Der WEINGEIST ist das, was Kant als Ding an sich vermutete. Die Objektivität ist ein Mittel, um den WEINGEIST in verträglicher Weise zu dosieren. Hicks. Glaub mir.
nix begriffen
Du hast offenbar nichts begriffen …
Objektivität ist - bei allen Vorgaben durch die Natur, denen wir als Organismen nunmal unterworfen sind mit unseren Sinnen und deren Möglichkeiten zur Wahrnehmung dieser Natur (wie sie ‚an sich‘ ist) - der Versuch, Welt, wie sie auch ohne unsere beschränkte und befangene menschliche Sichtweise ‚an sich‘ ist oder zumindest für alle Menschen gleich ist, zu beschreiben, zu erfassen; allgemeingültige Aussagen zu machen, die reproduzierbar und falsifizierbar sind.
letzteres heißt, wenn es eine bessere Erklärung auf Grundlage der festgestellten Tatsachen, Messungen, Beobachtungen gibt, die alles bisher Erklärte und darüber hinaus noch mehr beobachtete Phänomene erklärt, dann wird die neue Erklärung bevorzugt. Es muß möglich sein aufgrund der Erklärung, Aussage, Theorie, ein Gegenbeispiel zu bringen, das diese Aussage, Theorie, Erklärung widerlegt. Ist dies prinzipiell möglich, aber aufgrund der Messungen und Beobachtungen eben doch nicht angesagt, dann ‚stimmt‘ die Theorie, die Erklärung, bis neue Phänomene entdeckt werden, die sie nicht erklären kann. Solange ist sie 'gültiger Stand der Wissenschaft.
Mit Haß, Habgier, Neid, Krieg, Mißgunst, usw hat das mal überhaupt nix zu tun … wirklich überhaupt nix. Da solltest Du besser in ein Religions- oder Sozialforum oder -thred gehen mit diesen Belangen.
grüß
RoNeunzig
Übrigens … auch Unbelehrbarkeit gehört zu den von Dir aufgeführten Un- … äh … -dingens … Du weißt, was ich meine.
Da es nicht die totale alles umspannende Erkenntis geben kann,
kann es sicher auch nicht die alles umfassende Objektivität
geben.
Objektivität ist zuerst einmal nur ein Wort, dann ein Begriff wenn dem
eine Definition zugewiesen wird.
Nun ist es so, daß der Definitionen viele sind in verschiedenen
Sachgebieten, innerhalb derselben und von vielen Autoren - dies
ergibt insgesamt vielleicht hunderte.
Dieser Begriff ist von Menschen gemacht - nicht in allen Kulturen
gleich so verstanden wie wir ihn (vielfach !) definieren.
Man müßte sich eigentlich jedesmal auf eine bestimmte Definition
einigen um diese eine Variante auszudiskutieren.
Ich möchte hier nur darauf hinweisen wie schwierig es ist mit dem
Begriff „alles umfassende Objektivität“ umzugehen wenn sogar der Umgang mit der „begrenzten Objektivität“ nicht leicht ist.
Jede „Objektivität“ hat wohl auch ihren subjektiven Bezug so daß es
fast unmöglich ist auf die Frage "gibt es sie ? " mit ja oder nein zu
antworten - wie diese Diskussion beweist.
Nach meiner Ansicht gibt es die Objektivität - wenn man sie vom
Subjekt trennt.
Da dies etwas unverständlich erscheint - diese Erläuterung:
Ein physikalischer Vorgang (Experiment) ist in seiner (begrenzten ?)
Umgebung 100% objektiv - die Bewertung dieses Vorgangs ist dies nur
bedingt mit einem Abweichungsfaktor nach unten unter 100 %.
Also in allen Beobachtungen kann keine umfassende Objektivität ent-
halten sein schon garnicht in sogenannten Gedankenexperimenten wie
wie wir sie u.a.von A.Einstein kennen.
Wir müssen uns eben damit abfinden, daß wir nur begrenzten Zugang
zur Objektivität haben - nur mit einem Wahrscheinlichkeitsfaktor
behaftet, es sei denn -
wir begrenzen das Beobachtungsfeld so daß wir die gewünschte Objekti-
vität so definieren können daß sie unseren subjektiven Bewertungen
keinen Raum läßt.
Ein triviales Beispiel:
Stab A ist kleiner als Stab B - festgestellt durch nebeneinanderlegen.
Durch „Vereinbarung“ haben wir (Menschen) festgelegt was unter größer,
kleiner, gleich zu verstehen ist.
In diesem Rahmen unsere eigenen Festlegungen und Definitionen ist 100%
Objektivität möglich.
Übrigens: Erkenntnis und Objektivität bedingen nicht einander so daß
die obige Aussage , welche die eine in Abhängigkeit von der anderen
stellt so nicht gelten kann.
Viktor