Hallo zusammen,
also ich zweifle langsam an mir selber. Gibt es eigentlich so etwas wie eine „spät entwickelte Legasthenie“? Das heißt, kann es sein, dass ich als Kind keine Legasthenie hatte, sie aber jetzt im Erwachsenenalter entwickelt habe?
Wie ich auf diese Idee komme: Ich habe festgestellt, dass ich schon seit Längerem (mehrere Monate) manchmal aboluten Blödsinn lese. Manchmal fällt mir der Fehler erst beim erneuten Lesen des Satzes auf.
Heute abend ist mir das innerhalb von zwei Seiten zwei Mal passiert, und zwar bei folgenden Sätzen:
Was ich gelesen habe:
The physical dimension involves caring excessively for our physical body - eating the right kinds of food, …
Wieso „excessively“? Es ist doch ganz normal, gesund zu essen.
Was da stand:
The physical dimension involves caring effectively for our physical body - eating the right kinds of food, …
Der zweite Satz, so wie ich ihn gelesen habe:
As I read and meditate, feel renewed, strengthened, centered and recommitted to serve.
Und wo ist das Verb???
Was da wirklich stand:
As I read and meditate, I feel renewed, strengthened, centered and recommitted to serve.
Das passiert mir in letzter Zeit öfter, und das ist doch nicht normal.
Was mich besonders stutzig macht: Ich hatte nie größere Probleme mit der Rechtschreibung, auch in Fremdsprachen nicht. Aber bei Hebräisch bekomme ich es einfach nicht auf die Reihe.
Frage: Was ist da plötzlich los? Kann man eine Legasthenie auch später noch entwickeln? Manchmal vertausche/verdrehe ich auch einfach Buchstaben, aber dann so, dass der „Rest“ trotzdem noch einen sinnvollen Satz ergibt, so wie oben.
Bin gespannt auf eure Meinung dazu.
Schöne Grüße
Petra